Posts Tagged ‘Uncategorized’

Samstag, 30. Juli 2005

Von Trojanern, Viren und Spyware

Im Newsletter der Firma Baggenstos vom 21. Juli 2005 wird mir ein unschlagbares Angebot gemacht:

Sie sind in den Ferien und wir säubern Ihr Gerät von Viren, Spyware und anderen Schädlingen. Und konfigurieren Ihr Sicherheitspaket optimal, damit Sie auch in Zukunft unbehelligt bleiben.

Na wunderbar. Darauf hat die Welt gewartet … Ich schlage vor, beim Kauf von Wintel-Kisten in Zukunft auch gleich dieses Paket mitzugeben – Windows-User werden zwangsläufig einmal in ihrem Computer-Leben auf diese Probleme stossen. Noch besser: Ein Abo-Modell!


Apple: Internet without viruses
Originally uploaded by Hardmac.com.

Microsoft darf sich ein weiteres Mal rühmen, das weltweit grösste Beschäftigungsprogramm für gelangweilte PC-Verkäufer lanciert zu haben. Dennoch: Dass heutzutage Windows in einem Satz mit Spyware, Trojanern, Viren und Würmer genannt wird, lässt die PR-/Marketing-Fuzzis beim Weltkonzern wohl nur schlecht schlafen. Dieses Image wird man wohl kaum mehr über Nacht los – mittlerweile wird dieser Umstand sogar schon von bekannten Grossmarktketten ausgenutzt, wie nebenstehende Grafik zeigt.

Liebe DAUs: Mit Mac OS X oder Linux wäre das nicht passiert!

.

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Samstag, 30. Juli 2005

Apple DVR-106D Firmware Upgrade

Andauernde Treiber-Updates gehören seit meinem Wechsel auf die Apple Macintosh-Plattform ja eigentlich der Vergangenheit an …

Andererseits: Gerade erst gestern hatte ich – leider erfolglos – mit der Wintel-Kiste meiner Schwester zu kämpfen, die in World of Warcraft immer dann abstürzte (die Kiste, nicht meine Schwester!), wenn sich unzählige dieser komischen Kreaturen auf dem Bildschirm tummelten – Grafiktreiber upgedated, Windows upgedated, Chipsatz-Treiber upgedated. Hat aber nichts gebracht. Ich war mit meinem Latein am Ende, ihr Freund aber anscheinend noch nicht. Er hat die Kiste zum Laufen gebracht, indem er nicht die von Microsoft für Windows zertifizierten ATI Catalyst-Treiber installierte, sondern wohl einfach die brandneuesten (das nächste Mal scrolle ich auch noch ein wenig weiter nach unten). Jetzt klappt’s auch wieder mit Massenaufläufen.

Item. Obwohl ich von besagten Updates verschont bin, ist es für DVD-Rs ungleich anders. Das Problem liegt hier an den sog. Firmwares der Geräte. Als ich den Computer im März 2004 erstanden habe, war dieses wohl noch mehr oder weniger aktuell. Doch mittlerweile sind 1 1/2 Jahre vergangen. Das Laufwerk funktioniert tadellos, nebenbei bemerkt. Doch mit einem veralteten Firmware läuft man zwangsläufig immer mehr auf grössere Probleme zu, weil immer neuere, noch schneller zu brennende Rohlinge (8x, 16x) auf den Markt kommen. Diese hat mein

PIONEER DVD-RW DVR-106D

nun halt einfach nicht in seiner Datenbank gespeichert. Fehlen solche Rohlinge, weiss der Brenner nicht, mit welcher Brennstrategie und welchen -parameter die heiklen DVD-Rohlinge brennen soll. Im schlimmsten Falle wird mir gar verweigert, die DVD zu brennen.

Dank dem Firmware-Upgrade, dessen Link darauf ich heute zufälligerweise auf Xlr8yourmac.com gefunden habe, konnte ich das Firmware nun auf die neueste, von Apple „verbaute“ Version upgraden: A612.

Als Schmankerl habe ich auch noch gerade die RPC-1-Version gewählt, die meinen Brenner DVDs aller Regional-Codes abspielen lässt. Kann ich jetzt von der Filmindustrie verklagt werden?

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Freitag, 29. Juli 2005

Urlaubsbilder von La Gomera online

Fotos von unserem Ferienaufenthalt auf La Gomera sind nun auf meinem Server für die Öffentlichkeit zugänglich:

La Gomera 2005

Fantastisch, was man dank 512MB SD-Card alles für Schnappschüsse, aber auch weniger gelungene Aufnahmen, hinkriegt.

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Freitag, 29. Juli 2005

Zurück aus La Gomera


Teide
Originally uploaded by emeidi.

Kaum begonnen, schon vorbei ist es mit den wunderschöne Wander- und Badeferien auf der Isla Verde der Canaren, „La Gomera“. (Nicht nur) dank über 400 (teils verwackelten) Bildern werden mir und meiner Freundin Melanie die Ferien auf diesem romantischen Eiland noch lange in Erinnerung bleiben.

Im Laufe des morgigen Tages (Freitag) sollten die Bilder dann auch schön sortiert (und zensiert) in meinem Internet-Foto-Album erscheinen. Der Link wird separat nachgereicht.

Stichwortartiges: Krasse Wetterunterschiede zwischen den Barroncos (dt. Täler) – an einem Ort bewölkt, andernorts zur gleichen Zeit Sonnenbrand innert 5 Minuten • „He, allum“ – die Kanaren halten nicht viel darauf, auch am Tage mit Licht herumzufahren und weisen die Gringos (erstaunlicherweise) mit Handzeichen und Zurufen andauernd darauf hin • krimineller Strassenverkehr und noch kriminelleres Parkieren (jetzt weiss ich, wieso einklappbare Rückspiegel erfunden worden sind) • Nahrungstechnisch konnte nur der „importierte“ Baske überzeugen • Bananen, wohin das Auge reicht • tolle Wanderinsel, aber nur mit entsprechender Ausrüstung • romantische Badebuchten, die kaum besucht sind • Kameras können wie iPods ersoffen werden und funktionieren nach 2 Tagen trocknen wieder einwandfrei • auch spanische Touristen sind gegen die Seekrankheit nicht gefeit und lassen sich manchmal das Mittagessen noch ein zweites Mal „durch den Kopf“ gehen • die spanische Frau ist in seltensten Fällen magersuchtgefährdet • der spanische Handwerker erfüllt alle Klischees (Augenzeugenbericht mit Schaubildern) • und vieles mehr …

Wenn die Zeit reicht, werde ich einige der oben genannten Erlebnisse in weiteren Beiträgen ausarbeiten.

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 20. Juli 2005

Scotty beamed up

Oder besser: Er wurde in eine andere, friedlichere Dimension gebeamt.

Der Darsteller des Frickel-Ingenieurs Scotty (sein realer Name ist jetzt nicht von Belang) mit dem tollen schottischen Akzent (in der deutschen Synchronfassung leider wie immer vernichtet) hat den Communicator zum letzten Mal aufgeklappt und sich „hochbeamen“ lassen. Oder war er nicht der, der immer am Beam-Pult stand und die Aussencrew zurückholte?

Egal – Rest in Peace!

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 18. Juli 2005

Reisevorbereitung II: Stromstecker

Mein Handy und meine Kamera wollen aufgeladen werden. Doch was für Stecker haben die Spanier wohl auf der Insel verbaut?

Die Web-Site von Global Electron gibt näher darüber Auskunft und scheint für jedes Land der Welt (?) eine Übersicht über die Stromarten zu haben. Spanien darf da natürlich nicht fehlen!

Zusätzlich habe ich so noch gerade gratis und franko etwas über verschiedene Steckersystem auf unserem geliebten Kontinent gelernt:

Erst als ich den Europlug gesehen habe, kam mir ja in den Sinn, dass im Hotel in Barcelona solche Stecker verbaut waren. Die Hoffnung ist also gross, dass auch auf der kleinen Insel ähnliche Stecker vorzufinden sind (sonst nehm‘ ich halt wieder die Rasiersteckdose im Bad).

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 18. Juli 2005

Reisecheckliste

Am Donnerstag, 21. Juli 2005, fliege ich mit meiner Freundin ab nach La Gomera (E, Kanarische Inseln).

Wie vor und während jeder Reise macht man sich Gedanken, was man alles mitnehmen muss bzw. ob man auch ja nichts vergessen hat. Im Zeitalter des Internets wird einem diese Denkarbeit auch abgenommen – Yahoo! sei dank.

Auf der Reisecheckliste steht wohl wirklich alles und jedes, was man jemals während des Urlaubs benötigen wird.

Happy ankreuzing – ich geh jetzt packen!

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 14. Juli 2005

Gurten, ich komme – jetzt auch am SA/SO!

In wenigen Stunden öffnen sich die Tore auf dem Hausberg und 10’000 werden sich bei dem hoffentlich konstant bleibenden schönen Wetter Hitzschläge, Sonnenbrände, Leberschäden und Hochgefühle (nicht durch die Lage, sondern mit Tetrahydrocanabinol) holen.

Heute war mein Glückstag. Als ich gegen 17 Uhr aus Neugier auf Starticket zugriff, um das trostlose Bild ausverkaufter Tagespässe auf mich einwirken zu lassen, geschah es: Plötzlich waren wieder _alle_ Tickets verfügbar. Ausnahmslos. Nun galt es, keine Zeit zu verlieren. Kreditkarte gezückt, Zweitagespass SA/SO ausgewählt, Login mit meinen bereits erfassten Zugangsdaten, Eingabe der Kreditkarten-Nummer. Erst als ich das PDF auf meinem heimischen Desktop vorfand, war ich wirklich sicher, dank eines Zufalls nun doch noch alle 4 Tage auf dem Gurten verbringen zu können. C’est fantastique.

Um etwa 18.00 Uhr war der Spuk vorbei, es zeigte sich wieder das gewohnte Bild – SA/SO hoffnungslos ausverkauft.

Was genau dieses komische Verhalten verursacht hat, konnte ich (noch) nicht eruieren. Ich werde bei Zeiten wohl mal unseren ehemaligen Obermieter Röfe anfragen, der nun bei Apalooza sein täglich Brot verdient. Zwei Vermutungen:

  • Computerpanne?
  • Rückgabe grösserer Mengen an Tickets? Stornierungen? Restbestände aus Ticketlokalen?

Hauptsache, ich muss mir nun nicht überlegen, wo ich am Samstag-Abend hinsoll. Dort wo alle sind, heisst es jetzt :-) Los geht’s

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 13. Juli 2005

Virales Marketing – wenn Ahnungslose Begriffe verwenden

Als angehender Historiker tut man etwas sehr oft: Geschichte(n) aufarbeiten. Auch hier will ich nun ein erstes Mal beginnen, meinen Leidens-, eh, Berufsweg zu zerpflücken und dem Publikum etwas näher zu bringen. Zwei Web-Agenturen, ein humanitäres Hilfswerk und die Bank des Schweizerischen Brieflieferanten waren schon Absender meiner Gehaltschecks. Zurzeit bin ich sozusagen schon fast Beamter, da Angestellter der Universität Bern.

Obwohl alle vier ihre Highlights hatten, waren insbesondere die zwei Web-Agenturen prädestiniert, guten Stoff für ein zeitkritisches, lesenswertes und interessantes Blog zu liefern. Wieso? Startups, wie man sie heute wegen dem negativ anhaftenden Image nicht mehr nennt (DVD-Empfehlung: Startup.com), hatten eins gemein: Flache Hierarchien, die Verinnerlichung der „Alles-ist-möglich“-Mentalität und nicht zuletzt auch das Ausgefallen-, das Anders-Sein, durfte nicht vernachlässigt werden. Ohne Regeln, aber eben auch ohne Ziel. Schwerer wog aber ein gewisses Amateurentum bezüglich der leitenden Angestellten. Diese kamen (und kommen?) aus dem kreativen oder technischen Bereich und können kaum Führungserfahrung aufweisen. Nicht, dass dies immer ein Manko sein muss, aber sehr oft geht eben schief, was schieflaufen kann (Kollega Murphy).

Vorneweg: Dies soll nicht heissen, dass ich über all dem stehe. Ich war jung und brauchte das Geld … Ich habe viele Dinge getan, die ich heute so nicht mehr machen würde. Selbst möchte ich das nun jetzt aber wirklich nicht aufarbeiten, aus gewissem Selbstschutz. Ich hoffe aber schwer, dass sich ein Blog-Schreiber meiner dunklen Vergangenheit annimmt und alles ans Licht bringt, das das Publikum wissen sollte. Freiwillige?

Doch alles der Reihe nach, dies ist erst der Anfang. In Zukunft werde ich versuchen, noch näher aus dem Nähkästchen zu plaudern. Bis mich einer der beiden Arbeitgeber verklagt und den Server meines Hosters konfisziert, mich vor Gericht bringt und ich eine grosse Summe bezahlen muss, um den entstandenen Schaden wieder gut zu machen (Rufschädigung trifft den Nagel wohl auf den Kopf).

Dies ist übrigens aber gerade ein sehr guter Test um zu überprüfen, ob meine Ex-Arbeitgeber auch mein Blog konsultieren. Ich bin gespannt!

Kapitel 1 – Modebegriffe

Gleich auf der Homepage meines ersten Arbeitgebers (Arbeitsbeginn: 10. Juli 2000, kurz nach meiner Matur vom 23. Juni 2000) finden wir ihn, den Satz, der diese ganze Story ins Rollen gebracht hat:

Virales Marketing: Konzepte & Tools für erfolgreiche Booster-Effekte

Komische (fremdsprachige) Wörter:

  • Virales Marketing
  • Tools
  • Booster

Naja. Nicht schlecht, werden mir die Leser beipflichten. Doch es gibt genau eine Frage, die man sich nach der Erfassung dieses Satzes stellen sollte:

Was zum Teufel will man mir damit sagen?

Antworten gibt es viele, die naheliegendste ist wohl: Erzwungene Anbiederung an das junge, anglophile Publikum. Wenn da jemand nur keine falsche Vorstellung vom (Ziel-)Publikum hat?
Wo aber kommen wir heute schon noch ohne diese Anglizismen aus? Überall werden sie uns entgegengeworfen, obwohl empirisch belegt die meisten Schweizer absolut keine Ahnung haben, wie englische Marketingsätze zu übersetzen wären, geschweige denn, was sie denn wirklich bedeuten.

Etwas „Off-Topic“ (Ha! Habt ihr meinen gezielten Einsatz eines englischen Ausdrucks soeben bemerkt?): Hat jemand die neue Sony-Plakatwerbung gesehen?

Don’t think. Shoot.

Köstlich, nicht wahr? Das VBS und all die unzähligen Schiessstände in der Schweiz sollten Abzüge von diesem Plakat erhalten … Auch die NRA kommt aus meiner Sicht dafür in Frage.

Zurück zum Thema: Virales Marketing. Nach Guerilla Marketing wohl das kommende Modewort. Für das Verständnis war die reich illustrierte Seite äusserst nützlich. Kenntnisse der Medizin sind selbstverständlich unabdingbar, wenn es um Viren (wenn auch im übertragenen Sinne) geht. Wie und was auch immer geschieht – man erhofft sich mit der Infektion des Wirtes wohl indirekt die (bessere) Erreichung von wirtschaftlichen Zielen. Klappt das denn? Das muss sich wohl noch erweisen. Wenn einem der Patient dadurch um Gottes Willen nur nicht wegstirbt! Aus meiner Sicht ist das Konzept jedenfalls alter Wein in neuen Schläuchen: Wenn ich die farbenfrohen Diagramme deute, macht man genau das, was man schon immer gemacht hat: Den Kunden mit allen möglichen Medien zu erreichen versuchen. Via WWW, via TV, via Handy, via Newsletter. Nun ist in diesen Kommunikationsformen halt einfach der Virus drin (vorher war er wohl noch nicht da, ne?). Super Sache.

Aber wenn man den Marketing-Fuzzis einer Firma etwas verkaufen will, muss man sich halt einfach deren Sprache anpassen. Das wird wohl hier auch eine Rolle gespielt haben.

Von Micro-Sites und Pop-Unders

Obwohl ich das virale Eindringen des Begriffs Virales Marketing in die Räumlichkeiten der Bytix AG um 4 Jahre nicht miterleben durfte, war ich noch gerade dabei, als der Chef 2001 den Begriff „Micro-Site“ aufgeschnappt hatte und fieberhaft daran herumstudierte, wie dieses Wort an den Kunden gebracht werden konnte. (Wird Fieber eigentlich nicht zufälligerweise auch durch einen Virus verursacht?) Das Wort hat sich jedenfalls tapfer gehalten, wie eine spezifische Google-Suche zeigt. Wenn es Kunden bringt, wieso nicht? Mir persönlich läge es eher am Herzen, mit dem Kunden eine allgemein verständliche Sprache zu sprechen. Nicht er sollte sich auf mein Level senken (oder heben? Ansichtssache), sondern es zeugt von gutem Geschäftssinn, wenn man von sich aus versucht, eine verständliche Kommunikation zu fördern. Aber heute redet man ja sowieso andauernd aneinander vorbei. Englische Begriffe sollten auf jeden Fall verbannt werden, was aber heutzutage kein leiches Unterfangen ist.

Fazit

Virales Marketing funktioniert. Glauben Sie’s nicht? Schauen Sie doch nur, wie sich dieser Modebegriff in der Marketing-Branche festgesetzt hat. Zumindest diese Leute glauben wohl durch eine grassierende Viren-Epidemie an das, was sie selber predigen. Knapp am Ziel vorbei – aber so kann zumindest niemand sagen, dass Virales Marketing gar keinen Effekt hätte. Einen hat es sicherlich – aber wohl den falschen.

Was ich im nächsten Kapitel sezieren werde? Warten wir es ab!

Tags:
Labels: Uncategorized

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 12. Juli 2005

Der (Mord?)Fall Natalee Holloway

Es würde mich erstaunen, wenn der Fall Holloway hier in der Schweiz, aber auch in Europa, einer grösseren Menge Medienkonsumenten bekannt wäre. Auch ich habe es eher einem Zufall zu verdanken, dass ich überhaupt auf die Story aufmerksam wurde: CNN.com besuche ich eigentlich alle Schaltjahre einmal – Ende Mai/Anfangs Juni war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und erfuhr direkt auf der Frontseite des Revolverblattes von dem mysteriösen Fall.

Um was geht’s?

Stichwortartig: Amerikanische College-Absolventin fliegt mit ihrem Jahrgang auf die Karibik-Insel Aruba • Nach einer durchzechten letzten Party-Nacht kehrt sie nicht in das Hotel züruck • Natalees Sitz bleibt beim Rückflug leer • Aruba ist eine ehemalige niederländische Kolonie und immer noch stark mit dem Mutterland verbunden, was u.a. auch Einfluss auf Verfassung und Gesetz gehabt hat • Bis heute ist ihre Leiche nicht gefunden worden • Verdächtige gab es bereits eine ganze Menge: zwei (schwarze) Türsteher ihres Hotels Holiday Inn • ein (ebenfalls) schwarzer DJ eines Nacht-Party-Bootes • ein Anwaltssohn (immer noch in Untersuchungshaft) • kurz danach auch sein Vater • seine zwei (schwarzen) jugendlichen Kollegen • Die drei Jugendlichen sind sehrwahrscheinlich die letzten, die das Girl lebend gesehen haben • Der Anwaltssohn soll mit ihr zusammen am Stand herumgelungert sein – was er/sie vorhatten liegt auf der Hand. Wir waren ja (fast) schon alle Mal in Lloret ;-)

Gegenwärtiger Stand der Dinge / bisherige Entwicklungen

Leider haben die Untersuchungen noch nichts schlüssiges ergeben. Mittlerweile kämmen offizielle und private Investigatoren die Insel ab, ohne eine Spur von ihr gefunden zu haben. So ist auch das niederländische Militär daran beteiligt und will mit modernsten F16-Jets die Insel (und die Umgebung) absuchen. Die verzweifelte Mutter will nicht loslassen und hat ein texanisches Spezialunternehmen engagiert, das für ein Vermögen nach ihrer Tochter sucht. U.a. ganz konventionell mit Hunden, andererseits auch mit moderneren Gimmicks (die Amis sind in solchen Fällen ja technikgeil). Der Anwalt habe seinem Sohn anscheinend gesagt: „Ohne Leiche kein Urteil“.

Meine Einschätzung

Es gab irgendein Problem zwischen den beiden Turteltäubchen und das Mädchen kam – mutwillig oder unfreiwillig – zu Tode. Der Sohn hat mit Hilfe des Vaters dafür gesorgt, dass die Leiche auch mit einer aufwändigen Suche nicht gefunden werden kann (anscheinend hatten sie Erfolg). Schliesslich möchte man das junge Leben durch eine solche Dummheit nicht versauen. Entweder hat man das Mädchen irgendwo im Meer versenkt (Party-Boat-DJ?) (obwohl ich hier zu wenig über die Dynamik des Elements bescheid weiss – normalerweise tauchen Wasserleichen doch nach einer Weile an komischen Orten auf, weil sie die Strömung abgetrieben hat – oder hat sie gar Bettonfüsse erhalten?), oder aber sie wurde irgendwo eingemauert, befindet sich also noch auf der Insel …

Zusätzlich haben sich die Medien dankbar auf das Thema unterstützt: Amerikanerin verschwindet in einer Feriendestination, die Behörden dort werden als derart unfähig dargestellt, dass sogar das FBI anrücken muss (obwohl diese Leute erstaunlicherweise auch keine Spur von ihr gefunden haben). Steht etwa gar die Invasion der Insel bevor, um das Mädchen endlich zu finden?

Fragen

Werden Natalees Überreste erst in einigen Jahren zufällig entdeckt und mittels Zahnanalyse identifiziert? Wer sind ihre Mörder? Oder handelt es sich – wie Telepolis findet – um ein aufgebauschtes Medienspektakel? Ist sie vielleicht einfach durchgebrannt? Oder bei einem Unfall ums Leben gekommen, ohne dass die Verdächtigen irgendetwas damit zu tun haben? Fragen über Fragen. Schau’n wir mal!

Nachtrag: Komisch, jetzt (20:04 Uhr) wurde auf SF1 gerade eine Leiche angeschwemmt … Schaurig! :-)

Tags:
Labels: Uncategorized

1 Kommentar | neuen Kommentar verfassen