Archiv 25. Juli 2007

Mittwoch, 25. Juli 2007

Waffengang für nichts und wieder nichts

Today, the House passed H.R. 2929, Banning Permanent U.S. Bases in Iraq. This bill states that it is the policy of the United States not to establish any military installation or base for the purpose of providing a permanent stationing of United States Armed Forces in Iraq. It also states that it is the policy of the United States not to exercise U.S. control of the oil resources of Iraq.

Quelle: House Votes to Ban Permanent Bases in Iraq

Da verpulvert die letzte verbliebene Supermacht für ihren Waffengang im Irak hunderte Milliarden US-Dollars – und dann so was. Das ist, als würde ich nach Mekka pilgern, es dann aber nicht als nötig erachten, um die Kaaba herumzulaufen. Der einzig wahre Grund, wieso ein Land dieser Welt in Zeiten des drohenden Peak Oils derartige Summen aufwirft, sind die brachliegenden Ölfelder im Dreistromland.

Wie wollen die Amis in den nächsten Jahren nur ihren Hunger nach Öl stillen?

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Mittwoch, 25. Juli 2007

Milton Friedman: "Liberalisiert den Drogenmarkt!"

Interviewer: How do you see the proper role of government in its dealings with the individual?

Milton Friedman: The proper role of government is exactly what John Stuart Mills said in the middle of the 19th century: […] „The proper role of government … is to prevent other people from harming another individual. Government“, he said „never has any right to interfere with an individual for that individuals own good.“

If its in principle okey for the government to say „You must not consume drugs because they do you harm!“ – Why isn’t it alright to say don’t eat to much because it … can do harms. Why isn’t it alright to say you must not try to going for skydiving because you’re likely to die? Why isn’t it alright to say „Oh, skiing, that’s no good, that’s a very dangerous sport. You’ll hurt yourself!“ Where do you draw the line?

Dies als Gegenpunkt zum heutigen Vorschlag des BAG für ein Verkausfverbot von Alkoholika zwischen 21 und 7 Uhr.

Auch wenn der gute, alte Milt das Herz aller Liberalen höher schlagen lässt: Solange die Allgemenheit die externalisierten Kosten von Missbräuchen jeglicher Art tragen muss, steht eine Liberalisierung wohl kaum zur Diskussion.

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Mittwoch, 25. Juli 2007

Nun deckt auch die Rundschau den Klima-Schwindel auf

Das Schweizer Fernsehen ist langsam. Das Schweizer Fernsehen nimmt The Great Global Warming Swindle ernst, obwohl im Netz seit langem genügend Artikel gibt, die kritische Fakten über die Thesen-Doku auftischen. Die Journalisten des Schweizer Fernsehens haben nicht gründlich recherchiert, denn von dieser Kritik taucht kein Spürchen in der Rundschau auf.

Zum Glück hat Thomas Stocker (Wissenschaftler der Uni Bern, heute auf dem „heissen Stuhl“ der Rundschau) den Film gesehen sowie auch die Kritiken gelesen und kann Reto Brennwald entgegen halten:

Stuhl: Thomas Stocker

Mein Senf

Aus meiner Sicht ist zu der Doku bereits alles gesagt:

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Mittwoch, 25. Juli 2007

Die machen kurzen Prozess

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Via: GIRLS with ASSULT RIFLES buying ice cream in ISREAL (PIC)

(Immer wieder erstaunlich, was für Orthographie-Deppen sich auf Digg tummeln – Assult? Isreal?)

Ausgewählte Kommentare auf Digg:

Wow. I wish that girls in America had asses like that. Our women are all flab.

And somewhere in Japan, a new fetish is born…

Wer sich darunter nichts vorstellen kann:

Quelle: Earthquake Sets Japan Back To 2147

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Mittwoch, 25. Juli 2007

Bundesverwaltungsgericht gegen Open Source

Der Entscheid des BVGer, sich von der Informatik des Bundesgerichtes zu trennen, hatte für einigen Wirbel gesorgt, da eine Informatik aus einem Guss gefordert worden war. Das BVGer war vor allem mit den Eigenentwicklungen des Bundesgerichtes wie dem Dossierverwaltungsprogramm DossPlus sowie der Archiv-Software Archiweb, aber auch mit StarOffice, Evolution sowie dem Nautilus-Dateimanager unzufrieden und wollte statt diesen Programmen lieber Microsoft-Produkte einsetzen.

Quelle: Bundesverwaltungsgericht darf eigene IT-Umgebung evaluieren

Für mich gibt es drei plausible Gründe, was der Grund für die „Trennung“ der IT resp. der geplante Umstieg auf Microsoft-Produkte sein könnte:

  • (gekaufte?) Microsoft-Lobbyisten innerhalb den Reihen des BVGer
  • Unkenntnis der Entscheider. Bauchentscheid des Chefs, der kein Informatik-Hintergrund mit sich bringt und nicht auf seinen CIO hört (oder noch schlimmer: Der CIO selbst empfiehlt Microsoft *schauder*).
  • Benutzerunfreundlichkeit der bisherigen Lösungen. Das ist leider sehr schnell möglich, wenn OSS-Geeks etwas zusammenbauen.

Für mich ist ganz klar, dass das Bundesgericht mit ihren bisherigen Lösungen (Archiweb tönt nach Web-Applikation – die Zukunft schlechthin) sicherlich deutlich fortschrittlicher und plattformunabhängiger hantiert, als Microsoft-Sklaven in der Bundesverwaltung.

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Mittwoch, 25. Juli 2007

Partyguide und der pädophile Partyfotograf

Momentan recherchiert Gaudenz Looser von 20 Minuten erneut in der Sache um den pädophilen Partyguide-Fotografen Matthias Gemperle. Die Aufdeckungen machen den Anschein, dass der Fotograf auch nach der viermonatigen Untersuchungshaft bei Partyguide ein- und aus ging – als ehemaliger „Regionalmanager“ kannte und kennt Gemperle den Geschäftsführer, Jason Fellmann, persönlich.

Gestern hatte ich die Gelegenheit, mit einem Insider aus den Reihen von Partyguide zu sprechen. Er behauptet, dass viele (leitende) Leute bei Partyguide lange vor der Strafuntersuchung über die „Vorlieben“ und Tätigkeiten Gemperles wussten. Niemand schien dies aber anstössig zu finden, noch befürchtete man Auswirkungen auf das Partyportal. Jason selbst scheint Bedenken zerstreut zu haben, indem er immer wieder darauf verwies, wie viel Gemperle für das Portal getan hätte. Wurde der Fotograf primär aus Dankbarkeit geschont?

Und noch auf etwas anderes macht dem Insider Sorgen: Viele der männlichen Partyfotografen seien erstaunlich alt – 30ig bis 40ig-jährig. Ob diese wirklich nur der Fotografie willen dabei sind, fragt der anonym bleibende Kenner von Partyguide? Da ich leider keinen Überblick über das Alter der Fotografen habe, bin ich auf Partyguide angewiesen, diese Behauptung zu widerlegen.

Fazit

Von mir aufgedeckte Sicherheitslücken, der hemdsärmlige Brief an meinen Arbeitgeber, immer wieder anstössigen Bilder (Rechtsradikale, Autobrand von Frauenfeld) und Kommentare, ein pädophiler Partyfotograf, hunderte Gratis-Arbeit verrichtende Helfer, während Werbeeinnahmen fast vollständig dem Inhaber zufliessen (von Transparenz keine Spur!) – irgendetwas ist einfach enorm Faul im Staate Partyguide. Würde man noch viel stärker im Mist herumstochern, kämen wohl noch viele, viele andere schmutzige Dinge hervor. Wer macht den ersten Schritt?

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