Archiv 2007

Montag, 30. Juli 2007

Nach der chinesischen Zahnpasta nun das indische Mehl

Die Thurgauer Unipektin hat unwissentlich einen mit Dioxin verunreinigten Lebensmittelzusatzstoff verkauft. EU-Kommission und Gesundheitsbehörden schlagen Alarm.

Als Verursacher der Kontamination konnte die India Glycols Limited identifiziert werden. Das Unternehmen liefert seit zwei Jahren Guarkernmehl an Unipektin, bisher ohne Probleme, sagt der Chef von Unipektin, Bruno Jud.

Quelle: Zu viel Dioxin in Lebensmittelzusatz

Achse des Bösen

Dieser Fall weckt böse Erinnerungen an die (gefälschte) Colgate-Zahnpasta, die aus China in alle Welt importiert wurde und mit giftigen Chemikalien „gepanscht“ war – da bekommt der Begriff „schaumen beim Zähneputzen“ eine völlig neue Bedeutung:

Auch in den USA ist Zahnpasta aus China mit Diethylenglykol-Zusatz aufgetaucht, einem giftigen Bestandteil von Frostschutzmitteln oder Bremsflüssigkeit.

Quelle: Giftige Tuben aufgetaucht

Die Geister, die ich rief …

Dies wäre dann wohl der fahle Nachgeschmack der Globalisierung … In einem Financial Times-Artikel las ich, dass in den beiden Boom-Ländern Sitten herrschten wie bei uns vor 150 Jahren. Das einzige, was zählt, ist der Profit.

Erst nach und nach wurden hierzulande Gesetze erlassen, Kontrollgremien (die heute derart verteufelten Behörden) geschaffen und Missetäter nach allen Regeln der Kunst bestraft. Es scheint, als ob sich die Geschichte in Asien exemplarisch wiederholen würde. Darf man es den pöhsen, pöhsen aufstrebenden Kapitalisten übelnehmen? Im Grunde machen sie dohc nur, was wir als Religion in alle Welt hinausgetragen haben – wir ernten, was wir gesät haben.

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Montag, 30. Juli 2007

Mythos Atomenergie

The industry has never proved that it can deliver on its far-fetched dreams.

[…] These surprising bedfellows base their sanguine assessment of nuclear power on an underestimation of its huge financial costs, on a failure to consider unresolved problems involving all nuclear power stations and on a willingness to overlook this industry’s history of offering far-fetched dreams, failing to deliver and the occasional accident.

Let’s see them solve the problems of exorbitant capital costs, safe disposition of nuclear waste, realistic measures to deal with the threats of terror, workable evacuation plans and siting far from population centers before they build one more station.

Quelle: The mirage of nuclear power

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Montag, 30. Juli 2007

Auch Stockholm macht jetzt Road-Pricing

Im großangelegten Feldversuch stellte sich heraus, dass der überlastete Verkehr in der Schären-Stadt mit der Maut um 20 Prozent zurückgeht, während die Nutzung des Nahverkehrs um 8 Prozent ansteigt: Auf die Maut reagierten die auswärtigen Pendler mit der Bildung von Fahrgemeinschaften.

„Umweltautos“ (mit Bioethanol-, Biogas- oder Stromantrieb), die in Schweden beim Kauf mit 1000 Euro Staatsprämie bezuschusst werden, sind auf 5 Jahre von der Maut befreit. Sie machen inzwischen 15 Prozent aller schwedischen Neuwagen aus.

Quelle: City-Maut in Stockholm, Ablehnung in Deutschland

Solche Worte müssten auch die Herzen von Ökonomen (und Ordnungspolitikern?) höher schlagen lassen: Einerseits verringert man durch weniger Fahrzeuge die Zeit im Stau (mehr Freizeit, mehr Konsum), andererseits wird der Rohstoff Erdöl effizienter eingesetzt. Von der Schonung der Atemluft wollen wir gar nicht erst reden …

Nicht in der Schweiz

Einerseits, weil dazu die gesetzlichen Grundlagen fehlen, andererseits, weil sich bürgerliche Politikern in dieser Angelegenheit für die armen, armen Wenigverdienenden einsetzen werden, die plötzlich nicht mehr mit dem Auto in die Stadt fahren dürfen …

David Begg, a former chairman of the Commission for Integrated Transport, a government advisory body, says people in the poorest 25 per cent of the population are four times as likely as the average person to rely on public transport, and hence benefit from road-user charging. The rural poor, meanwhile, suffer from the present system’s high fuel duty levels.

„The people who are probably discriminated against most by the current system of motoring taxation are the rural poor,“ Professor Begg says. „They very often have no alternative but to drive cars and they often drive them greater distances.“

Quelle: Experts challenge widespread public hostility to road charging

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Montag, 30. Juli 2007

Managerlöhne

Noch Fragen?

What Excessive Pay Package?

(Wichtig: In den USA erhalten CEOs oftmals deutlich höhere Gehälter als in Europa)

Labels: USA, Wirtschaft

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Montag, 30. Juli 2007

Hammer und Nagel

Gen. a.D. Wesley Clark erzählt aus dem Schatzkästchen:

“I guess if the only tool you have is a hammer, every problem has to look like a nail.”

Quelle: Gen. Wesley Clark Weighs Presidential Bid: „I Think About It Everyday“

In einem etwas anderem Zusammenhang:

“I’m not authorized to tell you this. But,” he said “the decision has been made, and the United States will invade Haiti. The date is the 20th” — I think it was this date — “of the 20th of September. And the planning must be done, and it must be done now. And if any of you have reservations about this, this is the time to leave.” So I looked at Jack, and I looked at Walt. They looked at me. I mean, we kind of shrugged our shoulders and said, “OK, if you want to invade Haiti, I mean, it’s not illegal. It’s not the country we’d most like to invade. The opposition there consists of five armored vehicles. But sure, I mean, if the President says to do it, yeah, we’re not going resign over it.” And so, we didn’t resign. Nobody resigned.

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Sonntag, 29. Juli 2007

IIS vs. Apache

Windows Server/IIS

Linux/Apache

In his post, Stiennon explains that both images (shown here) represent a map of system calls that occur when a web server serves a single HTML page with a picture. The same page and picture have been used on both servers for the purpose of testing.

Quelle: Windows vs Linux Server

Wir haben es immer vermutet, jetzt ist es klar: Wer kein Gefrickel will, wählt Open-Source!

In its long evolution, Windows has grown so complicated that it is harder to secure. Well these images make the point very well.

Quelle: Why Windows is less secure than Linux

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Sonntag, 29. Juli 2007

Euro Business Guide: Die Halsabschneider sind wieder da

Heute von info@eubusinessguide.net (Spambots, fresst die Mail-Adresse und spamt den Besitzer zu!) erhalten:

euro-business-guide.pdf

Wer das Kleingedruckte auch liest:

ORDER THE SIGNING OF THIS DOCUMENT REPRESENTS THE ACCEPTANCE OF THE FOLLOWING CONDITIONS AND THE CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET THE SIGNING IS LEGALLY BINDING AND GIVES YOU THE RIGHT OF AN INSERTION ON THE ONLINE DATA BASE OF THE EURO BUSINESS GUIDE, WHICH CAN BE ACCESSED VIA THE INTERNET. AND A CD ROM WITH EUROPEAN BUSINESSES IS GRANTED, ALL IN ACCORDANCE WITH THE CONTRACT CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET. THE VALIDATION TIME OF THE CONTRACT IS THREE YEARS AND STARTS ON THE EIGHTH DAY AFTER SIGNING THE CONTRACT. THE INSERTION IS GRANTED AFTER SIGNING AND RECEIVING THIS DOCUMENT BY THE SERVICE PROVIDER. I HEREBY ORDER A SUBSCRIPTION WITH SERVICE PROVIDER EU BUSINESS SERVICES LTD “EURO BUSINESS GUIDE”. I WILL HAVE AN INSERTION TO ITS DATA BASE FOR THREE YEARS. THE PRICE PER YEAR IS EURO 990. THE SUBSCRIPTION WILL BE AUTOMATICALLY EXTENDED EVERY YEAR FOR ANOTHER YEAR, UNLESS SPECIFIC WRITTEN NOTICE IS RECEIVED BY THE SERVICE PROVIDER OR THE SUBSCRIBER TWO MONTHS BEFORE THE EXPIRATION OF THE SUBSCRIPTION. YOUR DATA WILL BE RECORDED. THE PLACE OF JURISDICTION IN ANY DISPUTE ARISING IS THE SERVICE PROVIDER’S ADDRESS. THE AGREEMENT BETWEEN THE SERVICE PROVIDER AND THE SUBSCRIBER IS GOVERNED BY THE CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET O . B ox 2021, U tr ec ht , T h

Deshalb: Hände weg! Das ganze ist natürlich auch ein versteckter IQ-Test: Wer 990EUR abdrückt, darf sich in die Liga der Deppen einordnen.

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Sonntag, 29. Juli 2007

Benzinsparend fahren

„[…] Wir haben moderne, sparsame Motoren, fahren aber wie vor 30 Jahren. Und das ist eben nicht sparsam.“ Besonders ärgert sich Koch über alte Vorurteile. „Der Motor verrusst nicht im hohen Gang, das Motor-an-aus-Spiel vor Ampeln kostet nicht mehr Sprit, und Kraft bedeutet nicht hohe Drehzahlen.“

Schnell hochschalten, so oft wie möglich ohne Gas rollen und an Ampeln oder im Stau Motor aus, das sind zentrale Punkte seines Fahrstils.

Quelle: SonntagsZeitung, 29. Juli 2007, „Ungebremst sparen“, S. 81.

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Sonntag, 29. Juli 2007

Unternehmenssteuerreform: NEIN!

Grossaktionäre in der Schweiz wie Martin Ebner und Peter Spuhler dürfen sich freuen: Dank der geplanten Unternehmenssteuerreform II können sie mit Steuergeschenken in Millionenhöhe rechnen. Zum Beispiel Zementmilliardär Thomas Schmidheiny: Für sein Aktienpaket von 22 Prozent an Holcim gibt es dieses Jahr über 101 Millionen Franken Dividende. Sollte das neue Gesetz in Kraft treten, erhielte Schmidheiny künftig 50 Millionen Franken davon steuerfrei.

Quelle: Die Unternehmenssteuerreform dient den Grossen – Kleinaktionäre gehen leer aus

Dazu muss man ja wohl kaum mehr viele Worte verlieren: Wer hat, dem wird gegeben. Leider wird wohl wieder ein grosser Teil des Stimmvolks diesem Vorhaben zustimmen – mit dem Gedanken im Hinterkopf: „Wenn ich dann irgendwann einmal ein zwei, drei Aktien halte …“

Bundesrat Hans-Rudolf Merz verteidigt die Vorlage: Man wolle damit KMUs von einer Doppelbesteuerung entlasten.

Wenn ich solche Zeilen lese, muss ich mich ab der Intelligenz unserer Politiker in Legislative und Exekutive wundern: Wie kann man es schaffen, die KMUs entlasten zu wollen, aber mit dem Endprodukt schlussendlich doch nur den Millionären in die Tasche zu wirtschaften? Politiker gibt es seit Jahrzehnten, doch anscheinend sind sie auch heute nicht fähig, ein Ziel zu deklarieren und darauf hin zu arbeiten (Als Vergleich: „Ich will von Bern nach Zürich – also fahre ich auch nach Zürich“). Während Vorhaben beim Autofahren scheinbar ohne Probleme in Tat umgesetzt werden können, beissen sich die Politiker die Zähne aus, verwursteln einen Gesetzesentwurf bis zur Unkenntlichkeit – derart, dass er schlussendlich genau denen nicht hilft, denen man das Leben ursprünglich erleichtern wollte.

Weitere Pleiten, Pech und Pannen

Der Kauf der Swiss durch die Lufthansa entpuppt sich als erfolgreichste Übernahme in der Geschichte der Luftfahrt – und als dümmstes Finanzgeschäft der Schweiz. Denn während die Lufthansa zu einem Sondergewinn kommt, verschenkt der Bund mehr als eine Milliarde Franken.

Quelle: SonntagsZeitung, 29. Juli 2007, „Bund schenkt der Lufthansa 1,4 Milliarden Franken“, S. 51.

Eh ja – erstaunt das noch jemanden? Ich war nie dafür, Geld in eine Airline zu pumpen – wenn das Parlament seinen Willen schon durchgestiert hat, dann sollte es wenigstens auch darauf bedacht sein, das meiste aus der Milliardeninvestition herauszuholen!

Übrigens: Mir kommt gerade in den Sinn, dass die UEFA bezüglich der EM 2008 hierzulande ebenfalls ein Schnäppchen gemacht hat. Die öffentliche Hand kommt für die lästigen Dinge um die Feierlichkeiten auf, während sich der Fussballverband eine goldene Nase verdient. Und wieder haben sich Politiker über den Tisch ziehen lassen.

Langsam befürchte ich System dahinter … Halt, wer jetzt aber primär auf die Sozis eindreschen möchte: Haben wir nicht erklärte Wirtschaftsparteien im Parlament? Pennen die die ganze Zeit, oder was?! Das nächste Mal schiessen wir uns lieber gleich mit dem StGw ins Knie!

Ceterum censeo … vielleicht sollte Herr Bundesrat Merz den Hut nehmen, bevor er noch mehr Schaden anrichten kann? Und den Rest der Dilettanten können wir höchstpersönlich im Herbst dieses Jahres abwählen.

Labels: Politik, Schweiz

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Sonntag, 29. Juli 2007

Gomera brennt!

Wie heute in den Medien zu lesen war, brennt (es auf) Gomera. Ich verbrachte im Juni 2005 mit Melanie wundervolle Tage auf diesem Kleinod von Insel.

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