Archiv ‘Schweiz’

Sonntag, 30. März 2008

Importierte SVP-Elite

Bis heute bestreitet namentlich die SVP die Offensichtlichkeit, dass die Schweiz seit fünfhundert Jahren auch ein Einwanderungsland war. […]

Zwischen 1848 und dem Ersten Weltkrieg herrschten fast schon paradiesische Zustände für die Migranten. Es waren die liberalsten siebzig Jahre in der Geschichte der Eidgenossenschaft. Ihre Grenzen waren offen wie vorher nie und nachher erst recht nicht mehr. Kein Land in Europa gewährte mehr Freizügigkeit als die Schweiz, was abgesichert war durch bilaterale Verträge mit den Nachbarstaaten. Zunächst waren es vor allem Deutsche, die in jenen liberalen Jahrzehnten einwanderten; Leute wie ein gewisser Johann Georg Blocher, Lehrer aus dem Württembergischen; oder der Schreinergeselle Schlüer aus Sachsen-Anhalt. 1880 waren die Hälfte der Ausländer in der Schweiz zugewanderte Deutsche. In den gleichen Jahren wuchs ein grosser Strom aus Italien an, es kamen die Bortoluzzis und Tausende andere Maurer, Mineure und Handlanger. […]

Quelle: UND SIE BEWEGT SICH STETS

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Freitag, 21. März 2008

Kuschelpädagogik

Ein guter Artikel über das schweizerische Schulwesen – was es ist, was es nicht sein will, was es leistet, was es nicht leisten kann:

In der Paukerschule der Vor-68er-Zeit herrschte Ordnung und Disziplin. Es gab eiserne Regeln, Noten ab der ersten Primarklasse und Körperstrafen. Der Lehrer war zwar noch eine Respektperson, oft aber auch eine Angstfigur. Und der Unterricht war meist zum Gähnen. Die Schüler freuten sich auf die grosse Pause, in der sie sich austoben konnten. Ist es das, was die SVP wieder einführen will?

[…] Hoch gehalten wird im SVP-Papier aber auch die Erziehung zur Eigenverantwortung, dem «höchsten sozialen Prinzip». Nun war jedoch gerade dies eine zentrale Leistung der 68er-Pädagogik.

Quelle: Heute gibts keine Kopfnuss mehr

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Dienstag, 18. März 2008

Hebos gesucht

Quelle: Personalwerbung Fernsehclip

US Army

Der heutige Arbeitsmarkt für Sicherungskräfte ist hart umkämpft. Denn nicht nur die Kapo Zürich sucht fähiges Personal, sondern auch ein „Global Player“ mit Filialen rund um den Globus:

Dank: Raffi

PS: Ich finde übrigens, dass die Polizei durchaus gute Leute verdient hat. Bei dem Lohn und den unterdotierten Stellen finde ich es mehr als verständlich, dass man niemanden mehr findet. Nun, vielleicht sind ja bald einige Angestellte aus dem Bankensektor auf Job-Suche. Diese Arbeitnehmer sollten im Grunde ja viel Erfahrung im gesetzlichen Grenzebereich auszuweisen haben …

Royal Marines

Auch die Briten suchen nur die Besten der Besten:

Dank: Kollege Burgdorfer

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Dienstag, 11. März 2008

Falsches Signal der Notenbanken

Sandro Rosa von der Bank Clariden Leu ist von der Nachhaltigkeit nicht überzeugt. […] mit der Aktion der Notenbanken, vermehrt Liquidität in den Markt zu schiessen, werde schliesslich der Auslöser der Krise, das exzessive Eingehen von Risiken, doch noch belohnt. Statt die notwendigen Massnahmen zu treffen und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, würde so die Botschaft durchgegeben, dass im Notfall doch jemand da sei, der die Finanzinstitute aus der Krise herausholt. Das sei nicht das richtige Signal.

Quelle: Vereinte Aktion beflügelt SMI

Schön, so etwas auch einmal in der ältesten schweizerischen Zeitung zu lesen. Wie sagt man so schön: „Privatize profit, socialize losses“ …

Wieso lassen wir nicht einfach einige Banken Hops gehen?

Die US-Notenbank Fed schüttet zusätzliche Liquidität in den Markt. Sie verleiht kurzfristig 200 Mrd. $, um die Spannungen an den Geldmärkten zu mildern. Aktien legen eine Rally hin. Dabei ist die Aktion ein Signal großer Sorge.

Quelle: US-Notenbank flutet den Markt

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Dienstag, 11. März 2008

Was man mit Steuergeldern so alles anstellen kann

Die Streikenden können bei ihrem Arbeitskampf auf einen grossen Rückhalt zählen. Die Stadtregierung von Bellinzona will ihnen mit 100’000 Franken unter die Arme greifen. Ein entsprechender Kredit an den Gemeinderat wurde heute verabschiedet.

Quelle: SBB setzen Streikende unter Druck

Ich hätte da noch andere Vorschläge:

  • Transportkapazität einkaufen. Natürlich bei SBB Cargo. Und damit tonnenweise Steine aus dem Tessin durch die Alpen und wieder zurück transportieren.
  • Aufstockung Arbeitslosenversicherung. Denn die Arbeitslosen kommen (leider) bestimmt.
  • Gründung einer eigenen Cargo-Gesellschaft. Um damit die SBB zu konkurrenzieren.
  • Spende an den ASTAG. Vielleicht können ja die Lastwägeler aushelfen?

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Dienstag, 11. März 2008

Danke, SBB!

GA Junior für Studierende 25-30 Jahre*.

Bist du zwischen 25 und 30 Jahre jung und studierst an einer Schweizer Universität oder einer BBT-annerkannten Fachhochschule? Dann ist das GA Junior für Studierende für die 1. oder die 2. Klasse das Richtige für dich.

Preise CHF
2. Klasse 2’250.–
1. Klasse 3’600.–

Quelle: Abos » GA Junior

Der Entscheid ist gefallen: Ab 1. April 2008 bin ich neu mit GA unterwegs. Dieses ersetzt mein demnächst ablaufendes Halbtax-Abonnement, mein Libero-Abi und meine Mehrfahrtenkarten von Flamatt nach Fribourg.

(Bisheriger Preis für einen Über-26-Jährigen: 3’100.–)

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Donnerstag, 6. März 2008

Neuer Chef-Kostümierer bei Hostpoint

Yvan Knapp wird beim Hosting-Unternehmen Hostpoint am 1. April seine Tätigkeit als CCO (Chief Costumer Officer) aufnehmen. […]

Quelle: Hostpoint holt Head of Webhosting von Swisscom

Die Einführung der neuen Corporate Identity (neudeutsch auch „Erscheinungsbild“ genannt), welches zufälligerweise auch mit der betriebsweiten Entdeckung des „Du“ einher geht hat Herrn Knapp wohl den Rest gegeben, weshalb er sich einer neuen Stelle zuwendet. Wenn der verheissungsvolle Stellenbeschrieb stimmt, wird er aber erst wieder an der Fasnacht 2009 richtig viel zu tun kriegen …

PS: Hostpoint ist meiner Meinung nach nicht zu retten, indem man neue, gutbezahlte Köpfe ins Boot holt. Das Geld hätte man besser in die Erweiterung der Server-Infrastruktur gesteckt und die Zahl der VirtualHosts pro Server verringert … Und so lädt meine Mediawiki-Installation weiterhin in gähnend langsamen 5 Sekunden pro Seite. Juhu!

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Mittwoch, 5. März 2008

Für Versicherungen zählt das Pareto-Prinzip nicht

Des Auten „Big Boss“ über das schweizerische Versicherungswesen und seine Risikoverteilung:

Wer verursacht die meisten Schäden?

Vier Prozent unserer Kunden sind verantwortlich für 80 Prozent der Schäden. Drei Prozent davon sind zufällig verteilt, ein Prozent systemisch: zum Beispiel wenn es immer am Montagabend bei Vollmond brennt.

Quelle: «Betrug ist alltäglicher geworden»
Via: 4% verursachen 80% der Schäden

Kollege Hebo wird wohl unter diesen vier Prozent rangieren …

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Dienstag, 4. März 2008

Dafür hafte ich (nicht nur) mit meinem Boni

Professor Hans Geiger, Ordinarius am Institut für schweizerisches Bankwesen der Uni Zürich:

Das ideale Modell des Vermögensverwalters ist für mich immer mehr der Privatbankiier, der mit seinem eigenen Namen und seinem eigenen Geld einstehen muss. Da baut man keinen solchen Mist wie jetzt bei der UBS.

Via: Manager Ospel

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Samstag, 23. Februar 2008

Die neutrale Schweiz und der Kosovo

Verträgt sich die Anerkennung eines unabhängigen Kosov mit der Schweizer Neutralität?

Die Neutralität spielt hier absolut keine Rolle. Diese kommt zum Zug, wenn es einen kriegerischen Konflikt zwischen zwei Ländern gibt. Die Anerkennung eines Staates ist von der Schweiz noch nie als eine neutralitätsrelevante Frage betrachtet worden. Und man kann ein Land nicht halb anerkennen. Entweder nimmt die Schweiz tendenziell eine EU-Position oder eine russische Position ein.

Quelle: Der Bund, 23. Februar 2008, „Für die Schweiz der richtige Akt“, S. 9.

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