Dank dem Geldsegen des drogenerdölabhängigen Westens weiss die Jugend in Saudi Arabien kaum mehr, was sie anstellen soll. Da das weibliche Geschlecht zu Hause eingesperrt bleibt, müssen die Junggesellen ihre Bedürfnisse anderweitig befriedigen …
Ein Kommentator bringt es auf den Punkt:
Just like a cop, Darwin’s never around when he’s needed…
SAP kämpft mit unerwartet großen Problemen bei der neuen Mittelstandssoftware „Business by Design“. Das über das Internet zu nutzende Programm leide im realen Betrieb an mangelhafter Leistung, die Markteinführung werde sich voraussichtlich verzögern, hieß es aus dem Umfeld des Softwareherstellers.
[…] Probleme bereitet vor allem der Betrieb im Netz. Was im Labor gut funktionierte, zeigt in der Realität Schwächen. „Das System hat noch nicht die erforderliche Performance und hat noch zu viele Aussetzer“, berichtet ein SAP-Entwickler. Es müsse noch viel zu viel aufwendig nachjustiert werden.
Wahrlich nichts Neues – SAP hat weder das Internet begriffen, noch wird die Bude jemals fähig sein, ressourcenschonende und performante Software zu schreiben.
Wer „Business by Design“ dereinst benutzen wird, ist nicht zu beneiden – die Sanduhr wird eine völlig neue Bedeutung erhalten. Und ohne die Hilfe sauteurer Consultants läuft SAP-Software sowieso nie produktiv …
«Der Motor eines lahmen Kantons », gibt Engeler zurück. Den von Stadtpräsident Tschäppät ständig beschworenen Aufbruch sehe er nicht. Baldachin und Euro 08 bedeuteten «erzwungene Heiterkeit und Firlefanz», aber keine echte ökonomische Entwicklung. Wer Geld habe oder verdienen wolle, meide Bern. Hier regiere eine Koalition von Etatisten, die nicht wirklich verstehe, was Wettbewerb und freie Wirtschaft bedeuteten, sondern die lieber verwalte und Geld einziehe.
[…] In einem sind sich Büttner und Engeler einig: In Bern herrsche ein «Mix von Lethargie, Harmoniesucht und Resignation».
«Die Bevölkerung hat die Lebensqualität über die finanziellen Verlockungen gestellt», sagte Erhard Jampen gestern. «Es wäre falsch gewesen, die grösste Sägerei der Schweiz in den grössten Gemüsegarten der Schweiz zu stellen.»
Auch ich bin der Meinung, dass man in der heutigen Zeit aus weiser Voraussicht kein höchst produktives Landwirtschaftsland mehr verbauen sollte. Meine Generation wird es zu danken wissen …
Diese Frage höre ich immer und immer wieder – und kann keine durchdachte Antwort geben. Schliesslich fehlt mir ja der Einblick in die Lebensabläufe des Gegenübers, um abschätzen zu können, ob ich (auch jetzt gerade) eine Herkules-Aufgabe bewältige oder ob ich – eher im Gegenteil – überhaupt nicht „rational“ mit meiner Zeit umgehe und nur den Eindruck mache, dass ich enormen Output generiere.
Nun, folgendes Referat könnte ein kleines Körnchen Wahrheit enthalten (ungefähr ab 4min30sec):
Starting with the Second World War a whole series of things happened–rising GDP per capita, rising educational attainment, rising life expectancy and, critically, a rising number of people who were working five-day work weeks. For the first time, society forced onto an enormous number of its citizens the requirement to manage something they had never had to manage before–free time.
And what did we do with that free time? Well, mostly we spent it watching TV.
Wenn ich stichprobenartig Mitmenschen um mich herum betrachte, so schauen die meisten immer noch äusserst viel TV (oder zumindest Serien, die sie aus dem Internet herunterladen). Gerade das ist es, was ich seit Jahren nicht mehr mache. Im Fernsehen gibt es schlichtweg kaum noch Interessantes zu sehen, das ich nicht längst durch Nachrichten-Sites im Web weiss (der „Informationsvorsprung“ kann durchaus 2-6 Stunden betragen, wenn man englische Web-Sites hinzuzieht). Ausserdem benötigen Bild und Ton deutlich mehr Zeit, um Informationen zu übermitteln als Schrift (mal ehrlich: Bei Tagesschau-Beiträgen könnte in wohl 80% der Fälle das Bild weggelassen und nur der Ton abgespielt werden, ohne dass der Zuschauer eine Einbusse in Kauf nehmen müsste). Schlussendlich absorbiert das Fernsehen die gesamte Hirnleistung und verdammt den Zuschauer zu passivem Verhalten.
Wäre bereits heute jeder so wie ich, die CEOs von Fernsehanstalten und aus der Werbebranche würden sich wohl erschiessen gehen …
Deshalb werde ich das nächste Mal, wenn wieder jemand fragt, woher ich die Zeit zum Bloggen nehme, antworten: Ich schaue halt einfach nicht fern … und stelle Besseres mit meiner Zeit an.
Weitere Ausschnitte aus dem Referatstext:
someone working alone, with really cheap tools, has a reasonable hope of carving out enough of the cognitive surplus, enough of the desire to participate, enough of the collective goodwill of the citizens, to create a resource you couldn’t have imagined existing even five years ago.
So that’s the answer to the question, „Where do they find the time?“ Or, rather, that’s the numerical answer.
And I’m willing to raise that to a general principle. It’s better to do something than to do nothing. Even lolcats, even cute pictures of kittens made even cuter with the addition of cute captions, hold out an invitation to participation. When you see a lolcat, one of the things it says to the viewer is, „If you have some sans-serif fonts on your computer, you can play this game, too.“ And that’s message–I can do that, too–is a big change.
A screen that ships without mouse ships broken!
they just assume that media includes consuming, producing and sharing.
Letztes Wochenende war ich mit Chlodwig und dem Auten bei Fabio im hohen Norden zu Gast. Zu viert haben wir die Hansestadt Hamburg unsicher gemacht.
Die Anreise erfolgte – endlich wieder einmal, ist man versucht zu sagen – mit der Deutschen Bahn im Hochgeschwindigkeitszug ICE. Einerseits wollte ich so einen weiteren Teil zur Amortisation meines brandneuen GAs beitragen, andererseits flog Easyjet viel zu teuer zu ungünstigen Zeiten von MUL (Basel) nach HAM (Hamburg). Auch die Swiss hatte keine Schnäppchen im Angebot, weshalb ich vom hier bereits erwähnten neu entdeckten Online-Billett-Service der SBB profitierte (Sparangebot für 507 Schweizer Franken, macht 169 Stutz pro Person).
Zwar dauerte die Fahrt ab Bern mit 7 Stunden und 30 Minuten äusserst lange – doch gerade in den eine Renaissance durchmachenden Schnellzügen misst man die Alternative Flugverkehr überhaupt nicht.
Dafür gibt es einige gute Gründe:
Das lästige Umsteigen entfällt In Basel steigt man in den ICE ein, in Hamburg steigt man am Hauptbahnhof wieder aus. Von Stadtzentrum zu Stadtzentrum; gerade weil heute die grossen Flughäfen ja meilenweit vom Stadtzentrum entfernt sind.
Das lästige Warten entfällt Kein Check-In nötig und somit auch kein Anstehen in einer Schlange vor den Schaltern. Auch keine zig-tausend Sicherheitschecks mehr, wo man die Schuhe ausziehen muss (so geschehen sogar von der Heimreise aus Dublin), der Metalldetektor wegen des Levis Gürtels jedesmal piepst oder mir der Sicherheitsbeamte das im Coop gekaufte Mango Lassi oder die halbvolle 0.5l Mineralwasserflasche abnimmt, weil ich damit den Flieger in die Luft sprengen könnte (anscheinend ist es ausgeschlossen, dass jemand mit einer Flasche Mineralwasser den Zug in die Luft sprengt). Auch muss ich nicht zwei Stunden vor Abfahrt am Bahnhof sein, um hunderte von Metern durch die zollfreie Shoppingzone gelotst zu werden.
Bewegungsfreiheit Ich kann aufstehen und durch die Waggons wandern, wie es mir beliebt. Kein leuchtendes „Fasten Your Seatbelt“-Zeichen oder Turbulenzen oder herrische Flight Attendants machen meiner Wanderlust den Garaus. Die Toiletten sind in den allermeisten Fällen frei und grösser als die Besenschränke in einer A320.
Stromanschluss auch in der 2. Klasse Bis Samstag war ich der Meinung, dass es im ICE nur in der ersten Klasse Stromanschlüsse gibt. Stimmt gar nicht! Auf der Strecke Basel-Hamburg ist in der zweiten Klasse in jedem Sitz eine zweipolige Steckdose integriert. Doof nur, wenn bei der Rückfahrt der ganze Waggon plötzlich kein „Pfuus“ mehr auf diesen Dosen zu haben scheint …
Laptop und Handy erlaubt Niemand meckert, wenn man den Laptop einschaltet, telefoniert oder SMS schreibt. Rückblickend hat sich angesichts der Reaktionen von Chlöde und des Auten gezeigt, dass beide auch gerne einen Laptop dabei gehabt hätten. DVD schauen, Lizentiat schreiben, PDFs lesen, Spiele spielen – 7 Stunden Zugfahrt schlägt man so – Steckdose vorausgesetzt – ohne weiteres tot. Gerade dies ist ein Killerargument gegen den Flieger, wo man eingepfercht 1-2 Stunden ausharren muss und „nur“ Zeitungen lesen darf.
Kein Wunder, dass seit der Eröffnung der Schnellstrecke Basel-Paris die Airlines ihr Flugangebot auf dieser Strecke zusammengestrichen haben. Der Kluge reist eben doch im Zuge!
Wenn Amis aus dem Staunen nicht mehr herauskommen
If you’ve ever had the pleasure of riding a modern high-speed railroad in Europe, you know why I say that.
Taking the TGV, the electric-powered French long-distance railroad, across the country from Paris to Provence was without a doubt the most enjoyable travel I have ever experienced. I boarded the train shortly before departure time without any security checks, and kept all my bags with me the entire way. I luxuriated in a huge leather reclining seat while being quietly whisked at 200 mph across the picturesque countryside. Regular service walked up and down the aisles, asking if I’d like anything to eat or drink. Or I could get up and stretch my legs and walk down to the café car if I wanted something-like a decent sandwich on a nice baguette, not some nasty air „snack.“ Door to door, it was a little cheaper than an air ticket, and took less time because trains go from city center to city center, not to some godforsaken outpost 20 miles outside of town.
Auch wenn die Märkte in den letzten Tagen aufwärts zeigten und die Fed morgen wohl für einmal die Gelddruckmaschinen stoppen wird – etwas ist in der Luft. Finanzen, Nahrung und Energie haben in den letzten Wochen und Monaten eine äusserst prominente Berichterstattung erfahren. Sind wir gespannt, ob für 2008 auch noch die Umwelt (Klima) ihr Plätzchen erhalten wird …
We’re on the edge of something. We’re at the entrance of a dark passage where some of the ceremonies of daily life meet resistance. You go to the WalMart and five of your six credit cards are refused. Uh oh. It begins to dawn on you that you’re spending a quarter of your take-home pay filling up the gas-tank every week. There’s no dial tone when you pick up the telephone. How could all the supermarkets in town be out of rice? The local hospital just declared bankruptcy. The neighbors down the street auctioned off all their furniture in the driveway last week. Why does the cat pick up so many ticks these days?
Eine Bekannte hat mich freundlicherweise auf den Beitrag hingewiesen mit der Bemerkung …
die huere gmeind het scho eine am heum. weli deppe si dert d gmeindrät?
… öhm, nun ja …
Übrigens: Heute hat es meine Gemeinde zum zweiten Mal in Folge in die Medien geschafft. Thema dieses Mal: Das geplante Oranje Dorp und Befürchtungen der Anwohner über nächtliche Lärmbelästigung.
Wenn das so weiter geht, kennen Zuschauer von Tele Bärn bis Ende Woche den ganzen Gemeinderat …
Druckversion als separate Seite Super. Beispielsweise bei der NZZ.
Link zur Druckversion verfügbar Vorbildlich. Damit kann man unter Safari ganz einfach mit Rechtsklick auf den Link „Copy Link“ auswählen und hat die URL zur freien Verfügung. Ebenfalls bei der NZZ.
window.print() Und zwar automatisch, sobald die Seite der Druckversion aufgerufen wird. Nervt enorm. Beispielsweise bei SPIEGEL und der Financial Times Deutschland.
window.print(), ohne aber eine spezielle Druckversion der Seite aufzurufen. Mist. Beispielsweise bei The Age.
Selbstverständlich ist nicht alles, was für den Benutzer gut, auch für den Betreiber der Nachrichten-Site gut. Schlussendlich will man mit einem Online-Angebot Geld in die eigenen Kassen spülen, was den Anbieter verleitet, möglichst viel Werbung zu schalten.
Ein Artikel, der im normalen Layout auf mehrere Seiten aufgeteilt wird, wird in der Druckansicht meistens auf einer einzigen Seiten angezeigt. Die Page-View-Rate sinkt deshalb beispielsweise um 66%, wenn ein dreitiliger Artikel von mir in der Druckversion betrachtet wird.
Hintergrund: Wie ich Artikel im Web lese
Wieso dieser Blog-Eintrag? Dass ich täglich eine Menge Nachrichten am Bildschirm lese, sollte mittlerweile bekannt sein (Kollegen foppen mich bereits: „Schnell ein, zwei Sätze eines fremden Artikels markieren, in das eigene Blog kopieren, eine Quelle angeben – und fertig ist ein neuer Blog-Artikel“).
Um den Überblick zu behalten, habe ich selbstverständlich RSS-Feeds aller wichtigen Medienerzeugnisse abonniert.
Doch wie ich mir die Texte zu Gemüte führe, wissen wohl die wenigsten:
Feedreader ok, Browser besser Obwohl der Feedreader brauchbare Resultate liefert, gibt es keine kommerziellen Zeitungen, die den kompletten Artikel direkt im Feed anbieten. Wichtig ist, dass nicht nur Titel, sondern auch ein Lead-Text im Feed enthalten ist, um die Relevanz besser abschätzen zu können. Um den Text zu lesen, muss der Web-Browser bemüht werden.
Grösstmögliche Schrift Viele Leute wissen nicht, dass das heutige Web dank CSS2 und relativer Schriftgrössen auch von Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit genutzt werden können. Dank eines grossen Bildschirms und der Erkenntnis, dass auch Normalsterbliche Texte besser lesen können, je grösser deren Schrift ist, benutze ich in Safari dutzende Male pro Tag die Tastenkombination Apfel+Shift+1, um die Schrift bis auf die Maximalgrösse aufzublasen. So kann ich Texte in den Bürostuhl zurückgelehnt lesen.
Kein Firlefanz Blinkende Banner, ein überladenes Layout verschwindet auf der Druckseite – man
„Ich habe heute zwei SMS von meiner Freundin bekommen. In der ersten teilte sie mir mit, dass alles aus ist. In der zweiten, dass sie sich mit dem Adressaten vertan hat. Scheiß Leben.“
Mario Aeby, geboren am 25. September 1980 in Bern, Schweiz
Ein Weblog über IT (Linux, OSS, Apple), Heim-Automation; mein mittlerweile abgeschlossenes Geschichtsstudium; Erkenntnisse aus meiner aktuellen Tätigkeit in der Informationssicherheit, meine Erfahrungen als IT-Berater, IT-Auditor, Web-Developer und IT-Supporter; die Schweiz, den Kanton Bern, meine ursprüngliche und auch wieder aktuelle Wohngemeinde Neuenegg, meine vorherige Wohngemeinde Bern, über lokale, regionale und globale Politik; meine Reisetätigkeit und Erfahrungen mit anderen Kulturen; und zu Guter letzt auch das Älter werden.
Alle in diesem Blog gemachten Aussagen und Meinungen sind persönlich und nicht als Ansichten meines aktuellen und/oder meiner bisherigen Arbeitgeber zu verstehen.