Freitag, 1. Juni 2007

Daten-CDs kopieren unter Mac OS X

Gestern wurde ich auf der Arbeit gefragt, ob es denn so etwas wie Nero für Mac OS X gäbe. Die folgerichtige Antwort wäre gewesen: Ja, die gesuchte Applikation heisst Roxio Toast 8.

In dem Wissen, dass die Leute auch im Software-Bereich meistens einen benzinfressenden SUV kaufen, wenn ein kleiner VW Lupo mit einem Verbrauch von 3 Litern auf 100 Kilometern genügen würde, hakte ich vor dem Hinweis auf Roxio nach: Für was denn eine solche Applikation benötigt würde, fragte ich nach. „Zum Duplizieren von Daten-CDs“, erhielt ich als Antwort. Mein Beileid geht an alle Leute, die die Software-Suite Nero nur gerade deshalb kaufen, um Daten-CDs zu vervielfältigen …

Nun, in diesem Falle kann man sich den Kauf von Roxios Toast ganz klar sparen – Mac OS X bringt in der Grundausstattung alle Mittel mit, um Daten-CDs zu duplizieren.

  1. Zu kopierende Daten-CD („Original“) in das Laufwerk schieben
  2. Macintosh HD > Applications > Utilities > Disk Utility
  3. Auswahl der CD in der linksstehenden Leiste (im erwähnten Fall musste ich die erste Session auswählen)
  4. Images > New > Image from NAME DER CD
  5. Image Format „DVD/CD master“ • Encryption: „none“
  6. Save
  7. Das Image, das nach Abschluss der Kopieraktion in der linksstehenden Leiste des Disk Utilitys erscheint, anwählen
  8. In der Symbolleiste klickt man auf den Button „Burn“ und folgt den gewohnten Brenn-Dialogen
  9. Fertig

Selbstverständlich ist dieses Prozedere nichts für zartbesaitete Zeitgenossen, die es kaum wagen, in ungewohnten Programmen an ungewohnte Orte zu klicken. Dafür gibt es Abhilfe:

Alternative: Burn

Wer mit seinem Brenner unter Mac OS X noch etwas mehr anstellen möchte, sei darauf hingewiesen, zuerst einmal das Open-Source-Utility Burn for Mac OS X zu testen, bevor er sich Bloatware auf den geliebten Apfel-Rechner lädt. Mehr als dieses Tool habe ich seit Jahren nicht mehr benötigt.

Auf der Web-Site des Projekts findet sich eine bebilderte Anleitung:

Copying disks (in die Hälfte der Seite herunterscrollen).

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Freitag, 1. Juni 2007

Danke, Wikipedia-Tschubby!

Ich weiss zwar nicht, wer du im wirklichen Leben bist – doch ich widme dir hier (wohl erstmals in der Geschichte von think eMeidi) einen Dankestext:

Danke, lieber Tschubby, für deine unentgeltliche Arbeit an Wikipedia! Danke, dass du in fleissigster Manier unzählige Karten der schweizerischen Geographie digitalisiert hast und deine Werke der Allgemenheit kostenlos zur Verfügung stellst.

Sollte ich dir jemals über den Weg laufen – ein Bier hast du auf sicher!

Sein Werk

Eine Liste all seiner Illustrationen auf Wikipedia findet sich hier:

Benutzer:Tschubby

Insbesondere die Karte der Gemeinden des Sensebezirks kam mir äusserst gelegen, als ich ein Referat über diese Region halten musste. Ich war völlig überrascht, selbst diesen Bezirk unter deinem Kartenmaterial zu entdecken.

Übrigens, falls es jemanden interessieren sollte: Mein Heimatort ist „Giffers“.

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Freitag, 1. Juni 2007

Das Jahrzehnt des Zaun- und Mauerbaus

Hiermit rufe ich offiziell das „Jahrzehnt des Zaun- und Mauerbaus“ auf (für alle, denen Das Jahrhundert des Mauerbaus zu starker Tobak ist). Wieso? Seit einigen Jahren lässt sich eine angsterregende Tendenz nicht mehr von der Hand weisen. Auch im 2007 baut man munter an den Mauern (auch in den Köpfen) weiter:

… Fortsetzung folgt garantiert.

Bald auch in der Schweiz?

Seit heute sind unsere Grenzen offen, es gilt die erweiterte Personenfreizügigkeit mit der EU. Brauchen wir angesichts der immer stärker werdenden Einwanderung unserer Brüder und Schwestern aus allen Teilen des Kontinents bald auch Mauern? Rechtskonservative kennen die Antwort bereits seit langem: JA! Ziehen wir die Mauer hoch, damit wir in Ruhe gelassen werden.

Wie verträgt sich der Mauerbau mit einer liberalen Demokratie?

Wie lässt sich so etwas mit unserer liberalen Gesell- und Marktwirtschaft vereinbaren? Pointiert gefragt: Wäre der Liberalismus wirklich die beste aller bisherigen Gesellschaftsformen – wieso ziehen wir dann immer mehr Mauern hoch?

Nachtrag: Gerade habe ich einen Artikel entdeckt, der meine Gedanken weiter ausführt (wenn auch Schreibfehler und sonstige Ungereimtheiten an der Qualität des Herausgebers zweifeln lassen):

[Der] Soziologe Davis nennt diese Mauern „Bollwerk des freien Marktes“ und er verweist darauf, dass „Freizügigkeit und Arbeit zu den zentralen Glaubensgrundsätzen des viktorinaschen [sic] Liberalismus“ gehörten. Davis: „Diese werden nun über die neoliberale Globalsierung [sic] verraten. Sie inthronisiert das Kapital als uneingeschränkten Souverän, der alle Grenzen überwindet, während die Unterpriviligierten [sic] in ihrem Elend eingespert [sic] bleiben.“

Quelle: Die Zäune um die freien Märkte

Labels: Gesellschaft

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Mittwoch, 30. Mai 2007

So werde ich zum Hochleistungs-Manager

Die Antwort auf den verheissungsvollen Titel findet sich in folgendem Blog-Artikel, aus dem ich ein „Don’t“ zitieren möchte:

Es scheint eine spezielle Begabung von manchen Menschen zu sein, die sich für viele wie eine wilde Utopie anhört. Sie quälen sich jeden Morgen nach dem 20. Schlag auf die Schlummertaste aus dem Bett und brauchen circa eine Stunde bis sie klar denken können, während diese sonderbare Sorte Menschen zu dem Zeitpunkt schon zwei bis drei Stunden Arbeit, Frühstück, Workout und Lesen hinter sich haben.

Quelle: Wie man Frühaufsteher wird

Hat Imgriff wirklich recht, sehe ich die als Frühaufsteher verschrienen Smythe als auch <derjenige Blogger, dessen Namen ich in diesem Blog nie mehr erwähnen werde> als künftige Top-Führungskräfte. Der Tscheche und ich hingegen können froh sein, wenn wir es bis zum Master (ich: das altbewährte Liz) schaffen. A propos:

Ich selbst habe das Frühaufstehen während der Schreibphase meiner Diplomarbeit für mich entdeckt. Als ich anfing zu schreiben, bin ich entspannt gegen acht Uhr aufgestanden, habe den Vormittag mit Lesen im Web verbracht und das Schreiben auf den Nachmittag verschoben. Vom Nachmittag habe ich dann in der Regel das Schreiben auf den Abend verschoben und wenn ich mich Abends dann aus dem Druck, heute noch was produzieren zu müssen, ans Schreiben gemacht habe, kam dabei praktisch nichts heraus, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte.

Als hätte Herr Imgriff kürzlich in mein Arbeitszimmer geblickt. 1:1, was sich bei mir nicht wenige Male abgespielt hat.

Die Lösung des Problems:

Also stellte ich mir den Alarm auf sechs Uhr. Wenn der Wecker ging, setzte ich mich sofort an den Schreibtisch und begann zu schreiben. Um acht Uhr machte ich eine Pause für Frühstück und eine Dusche. Dann schrieb ich weiter bis zehn Uhr und nach einer kurzen Pause noch einmal weiter bis ca 12:30 Uhr. Nachmittags plante ich die Inhalte, die ich am nächsten Tag schreiben wollte, so dass ich morgens direkt loslegen konnte. Abends tat ich etwas komplett anderes, um den Kopf frei zu bekommen und mich zu entspannen.

Zu meiner teilweisen Rehabilitation muss ich aber beifügen, dass bei mir die Prototypen von Web-Applikationen erst nach 22 Uhr zu leben erweckt werden … Ob diese Regeln ebenso für Coder gelten?

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Mittwoch, 30. Mai 2007

Gemeinderversammlung vom 30. Mai 2007

Heute war es wieder einmal so weit, die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Neuenegg stand auf dem Programm. Die neu auch per WWW zugängliche Botschaft mit den Traktanden und der ausführlichen Erläuterung dieser verhiess einen relativ ruhigen Abend. Auf Grund der keineswegs kontroversen Themen erwartete ich eine ruhige Versammlung mit wenig Volk.

Das Ende der Direkten Demokratie

Anwesend waren 77 Stimmberechtigte von Total 3426, was nach Adam Riese eine Stimmbeteiligung von sagenhaften 2,24 Prozent entsprach. Wir Schweizer haben jeden Grund, auf unsere direkte Demokratie (auf lokaler Ebene) stolz zu sein. Ich frage mich manchmal nur, ob sie wirklich durch die EU, kriminelle Ausländer und Muslime bedroht ist oder doch eher durch eine gewisse Gleichgültigkeit der Dorfbevölkerung …

Auffallende Formalien

Heute achtete ich mich speziell auf die Standardsprüche, die der Vorsitzende – wohl gemäss traditionell überliefertem Protokoll – zu sagen hat. Unter anderem erfuhr ich so, dass Neuzugezogene erst nach einer „Schonfrist“ von drei Monaten an der Versammlung abstimmen dürfen. Dem vorangegangen war die Information über die abwesenden Personen, die sich – wie es sich für richtige Eidgenossen gehört – entschuldigen liessen. Zum Glück taten dies nicht alle 3426 minus 77 Stimmberechtigten, sondern nur eine handvoll Dorfprominenz.

Wenn sich einer meiner nicht sonderlich direkt-demokratisch veranlagten Kollegen für die nächste Versammlung einen Scherz erlauben will: Meldet euch ab! Ich werde mir ein Schmunzeln garantiert nicht verkneifen können.

Kickbacks für smarte Voter!

Wer im Gegenteil selbst vorbeischauen möchte: Für die Anwesenden gibt es kostenlos Mineralwuasser! Und wie meine Leser wissen, sollten wir unserer Gesundheit Willen alle mehr Wasser saufen! Die Gemeinde schaut also gut zu ihrer politisch aktiven Bevölkerung. Man stelle sich vor, es würde anstelle Mineralwasser Freibier ausgeschenkt … in entspannter Atmosphäre liesse sich doch viel lockerer diskutieren?!

Viel Geld

Die Anwesenden schafften es im Laufe des Abends, glatt 500’000 SFr. für Kredite zu sprechen. Jeder anwesende Stimmberechtigte hatte so umgerechnet für je knapp 6’500 SFr. seine Hand gehoben. Nicht schlecht – ein solcher Stundenlohn lässt sich sehen.

Gewiefte Taktiker

Ein gewisser Krimi fand dann doch noch beim vorletzten Traktandum statt. Die Genehmigung der Gemeinderechnung 2006 verhiess einen Geldsegen in Form von unerwarteten Steuereinnahmen von juristischen Personen (Frage: Darf man die juristischen Personen, umgangssprachlich „Unternehmen“, eigentlich nicht bei Namen nennen? Die meisten in der Dorfpolitik bewanderten wissen doch längst, um welche „juristische Person“ es sich dabei handelt …).

Man hatte also unplanmässig 1’000’000 SFr. (= 1 Million) zu verrechnen. Was sollte man damit tun? Es gab auf den ersten Blick eine Möglichkeit: Wir rechnen die „Kiste“ (dieses äusserst respektlose Wort fiel in der Tat! *smile*) dem Kapitalvermögen der Gemeinde an.

Doch der Gemeinderat und die Finanzkommission hatten anderes vor: Dieses Geld sollte gemäss NRM („Neues Rechnungsmodell“ – Stewä weiss da vielleicht mehr …) abgeschrieben werden. „Abschreibung“ – das war doch einer dieser Begriffe, die ich ein, zwei Male im Wirtschaftskunde-Unterricht gehört hatte?

Was an der Versammlung niemand erklären konnte, damit es auch ein Primarschüler verstand, schaffte mein Vater schlussendlich bei der Heimfahrt: Mit der Abschreibung bindet man das Geld gleich in die laufende Planung ein und benutzt es zwingend für kommende Investitionen – man kommt also nicht in Versuchung, das Geld in einer schwachen Minute doch plötzlich für andere Vorhaben einzusetzen.

Der anwesenden Fraktion der SVP passte diese Abschreibung nicht in den Kram und man forderte eine Abstimmung heraus: Das Geld sollte nun doch dem Eigenkapital angerechnet und nicht abgeschrieben werden. Die wahren Hintergründe der SVP erschlossen sich den Finanzfüchsen der anderen Parteien relativ rasch: Indem man dieses Geld dem Eigenkapital anrechnete, sollte man rechtzeitig zur Budget-Versammlung im November ein gutes Argument für Steuersenkungen zur Hand haben. Mit elf „Steuerzehnteln“ (auch so ein Gemeindeversammlungsbegriff, der mir überhaupt nichts sagt) hätten sich wohl viele für diesen nicht weitsichtigen Entscheid gewinnen können. Von Steuersenkungen sagte der SVP-Vertreter kein Sterbenswörtchen, was zu der komischen Situation führte, als die Gegner dieses Vorschlags plötzlich „Steuersenkungen“ ansprachen.

Wieso ist eine Steuersenkung denn eine derart schlechte Idee? „Wir profitieren doch alle davon!“ ist man versucht zu sagen. Das stimmt, kurzfristig betrachtet. Doch: a) Die Gemeinde Neuenegg ist immer noch mit 7 Millionen verschuldet. b) In den nächsten Jahren sind grosse Investitionen zu erwarten (man sprach von über 4 Millionen SFr.). Anscheinend ist es in solchen Situationen intelligenter, das Geld gleich für Investitionen auf die Seite zu legen. Mir soll’s recht sein.

Als Reaktion äusserte sich ein Vertreter der Finanzkommission mit allem Nachdruck gegen den Vorschlag. Hinzu kamen die in solchen Fällen üblichen Meinungsäusserungen der anderen zwei Parteien (FDP und SP), die beide dem Gemeinderat und der Finanzkommission folgen wollten. Schliesslich hätten sich die beiden Gremien mit darin einsitzenden Sachverständigen wohl etwas überlegt, als sie sich für eine Abschreibung und nicht für die Erhöhung des Eigenkapitals entschieden hätten, hiess es von beiden Seiten.

Das Abstimmungsresultat fiel unerwartet klar aus: Der Vorschlag der SVP wurde von 19 Nasen unterstützt und so bachab geschickt. Einen so klaren Ausgang hatten die Versammlungs-Erfahrenen anscheinend nicht erwartet.

Eine Debatte zur Steuersenkung ist so wohl hoffentlich vom Tisch – und die Gemeindefinanzen wieder näher daran, in einigen Jahren von meiner Generation ohne Stöhnen übernommen werden zu können. Denn auch hier sollte eine vernünftige Nachhaltigkeit das erklärte Ziel sein.

Ferner liefen

  • Das „Volk“ hat den Gemeinderat beauftragt, einen Käufer für das älteste erhaltene Haus in Neuenegg („Beerihus“) zu finden
  • Umfangreiche Arbeiten zur Erneuerung des Kanalisationsnetzes können begonnen werden
  • In Thörishaus wird ein Bachlauf mit verschiedenen Massnahmen optimiert, um gegen künftige Hochwassser gewappnet zu sein. Anstösser haben erreicht, dass die Planungen auf der Gemeinde aufliegen und fordern, dass die von Landwirten geleisteten und von der Gemeinde vergüteten Unterhaltsarbeiten besser kontrolliert werden.
  • Zwei Kreditabrechnungen wurden genehmigt. Die unschöne Überschreitung von 121.90 SFr. bei Traktandum 7 sei nicht etwa auf einen ganz exakten Rechnungssteller, sondern auf Entsorgungsgebühren zurückzuführen.

Labels: Neuenegg, Politik

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Mittwoch, 30. Mai 2007

Hostpoint tut endlich etwas gegen das Spam-Problem!

Eine kurze Leitung kann man dem wohl grössten Schweizer Hoster Hostpoint nicht vorwerfen. Am 2. Januar 2006 schrieb ich zum leidigen Thema Spam:

Spam

Bei Genotec werkelt seit einiger Zeit ein sehr zuverlässiger Spam-Filter – ich werde kaum noch von unerwünschten Mails belästigt. Auch in dem IMAP-Ordner ‚Spam‘ findet sich kaum je noch eine Nachricht. Bravo.

Nicht so bei Hostpoint – verschiedene Kunden haben sich bei mir über das gehäufte Spam-Aufkommen der letzten Zeit beklagt. Dies betrifft insbesondere Adressen, die bei Hostpoint als Forwards eingerichtet sind. Anscheinend werden eingehende Nachrichten einfach durchgeleitet, ohne irgendwelche Spam-Tests durchzuführen.

[…]

Mein Vorschlag an Hostpoint, mittels Grey- und Blacklisting zu arbeiten und auch Forwards auf Spam-Verdacht zu überprüfen wurde aber abgelehnt:

Greylisting sehen wir nicht als Option, weil dadurch nur sich falsch
benehmende Spam-Mailer blockiert werden. Gegen einen Spammer der ein reguläres
Mailsystem (wie z.b. die gängigen Unix-Mailer Exim, Postfix oder Qmail)
benutzt oder missbraucht hilft es nicht im geringsten. Es ist nur
Pflästerlipolitik gegen einige momentane Spambots.

Quelle: Peter Keel an Mario Aeby vom 13. Dezember 2005, 16 Uhr 30.

Quelle: Hostpoint am Arsch

Verspätete Einsicht

Im heute verschickten Newsletter erreicht mich endlich die seit mehr als einem Jahr erwartete Botschaft, dass Hostpoint das Problem doch noch erkannt und etwas dagegen unternommen hat:

Haben Sie gewusst, dass wir vor einem Monat eine neue Technik zur Spamabwehr eingeführt haben? Erweiterte Tests prüfen die Nachricht vor der Annahme durch unsere Server. Damit haben wir das eingehende Spamvolumen um zwei Drittel reduziert.

Quelle: Hostpoint Newsletter – Mai 2007 vom 30. Mai 2007

Anscheinend hat also ein Umdenken eingesetzt. Ob Hostpoint nun wirklich Greylisting einsetzt (das bei Genotec immer noch erstaunlich gut funktioniert, wenn auch vermehrt „Aktien-Tipps“ und „Gartenfakeln“ eintreffen) oder die Nachricht empfängt und mit einem Wortfilter testet, ist mir hingegen nicht bekannt.

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Dienstag, 29. Mai 2007

Leistungs- und Beitragsprimat

In Bezug auf die Pensionierung hört man immer wieder von den im Titel genannten Begriffen. Da ich mir den Unterschied bisher nicht merken konnte, hier eine kurze Merkhilfe:

  • Leistungsprimat Die Rente orientiert sich am zuletzt bezahlten Lohn (egal, ob man nun einen Monat oder zwanzig Jahre für diesen Lohn gearbeitet hat – Richtig, „Herr der Ringe“ aka „dr Aut“?)
  • Beitragsprimat Die Rente orientiert sich an den effektiv in die Pensionskasse einbezahlten Beiträge

Das aus offensichtlichen Gründen in Ungnade gefallene Leistungsprimat bringt bestehende Pensionskassen in Not, wie folgendes Beispiel der „Publica“ zeigt:

Die Schaffung der Publica war 2003 der erste Schritt der Pensionskassenreform. Sie ist die grösste Pensionskasse – und ist in Schieflage geraten. Mit dem noch gültigen System des Leistungsprimats kosten die ausbezahlten Renten mehr, als diese Generationen angespart haben. Die Renten der bereits pensionierten Bundesbeamten werden teilweise von der aktiven Generation finanziert. Mit 55 000 Versicherten und 42 000 Rentnerinnen und Rentnern besteht zudem ein krasses Missverhältnis im Mitgliederportefeuille. […]

Quelle: Der PVB, 19/2007, 30. November 2006, „Rette sich wer kann: Dem Bund laufen die Leute weg“, S. 5.

Von Nachhaltigkeit keine Spur! Meine Generation wird die Fehler unserer Väter und Grossväter auszubaden haben …

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Dienstag, 29. Mai 2007

Wieso der Musik-CD-Verkauf wirklich eingebrochen ist

While CD sales are down, the number of households with DVD players more than tripled over the past five years to 84 million and sales of DVDs rose to 1.1 billion from 313 million in 2001. Does anyone really think that consumers could buy 800 million more DVDs, worth $10 billion or more, without cutting back on some other entertainment spending? Similarly, the number of households with broadband Internet connections almost quadrupled to over 36 million. […]

Quelle: Music CD, I’m just not that into you

Einleuchtend. Bei mir ist die Situation vergleichbar: Anstelle von Musik-CDs habe ich in den letzten Jahren viel eher DVDs gekauft – und Vinyls von Trance-Klassikern.

Die Unterhaltungsindustrie, und die Musikindustrie im Speziellen, macht den Fehler, dass sie quasi einem Tunnelblick gleich nur ihre Verkaufszahlen sieht und dabei nicht bemerkt, dass das Geld in andere Bereiche abfliesst. Wie schön drückt es der Autor doch aus:

Established players almost always fail to adapt to change. It’s the nature of a free market. […] So you won’t be surprised to learn that if you look at the five-year stock market performance of the 130 or so sub-industry sectors tracked by Morningstar, radio, film and TV producers, broadcast TV, advertising and media conglomerates are five of the 12 worst performers, the very worst.

Bravo, BusinessWeek!

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Labels: Wirtschaft

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Dienstag, 29. Mai 2007

Mails serverseitig filtern mit .procmailrc

Auf der Arbeit komme ich in den Genuss eines Unix-Mailservers und eines SSH-Zugangs auf ebendiesen (der mittlerweile etwas veraltete „Big Iron“-Ansatz hat wohl nicht mehr lange Bestand und ich fürchte um meine liebevoll eingepflegten procmail-Filter). Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, um eintreffende E-Mails serverseitig zu filtern.

Der Vorteil gegenüber einer clientseitigen Filterung (mit Apple Mail übrigens ein Kinderspiel) liegt auf der Hand: Greife ich zum Beispiel mit einem Mobiltelefon auf den IMAP-Server zu, liegen weniger Nachrichten in der INBOX, was sich in einer schnelleren Übertragung wiederspiegelt.

Syntax

Ein kleiner Ausschnitt aus meiner .procmailrc:

:0
* ^Subject.*new station eth0.
IMAP/arpwatch-n

:0
* ^From.*arpwatch
IMAP/arpwatch

Der Aufbau ist recht simpel:

  • :0 Der Ursprung dieser Zeichenfolge entzieht sich meiner Kenntnis; die Bedeutung lautet „Es folgt eine Regel“
  • * Signalisiert einen Filter. Nachfolgend werden reguläre Ausdrücke („regular expressions“) angefügt. ^ bedeutet beispielsweise „am Anfang einer Zeile“; das Gegenteil wäre $, was „am Ende einer Zeile“ bedeutet. Ein . (Punkt) ist ein Platzhalter für genau ein Zeichen, ein .* (Punkt mit nachfolgendem Stern) bedeutet „eine beliebig lange Zeichenkette“ usw. usf.
  • IMAP/arpwatch bedeutet den Zielordner; eine grosse Datei im .mbx-Format

Bestimmte E-Mails weiterleiten

Vor einigen Tagen kam der Wunsch auf, bestimmte automatisch generierte Mails an gewisse Leute auf der Arbeit weiterzuleiten. Von Hand wäre das sehr mühsam gewesen, ein Eingriff in den Programmcode (Drupal) stand ebenfalls ausser Diskussion.

Doch wieso in die Ferne schweifen? .procmailrc bringt alles mit, um auch so etwas auf drei Zeilen zu bewerkstelligen:

:0 c
* ^Subject.*Kontodetails f
! user@server.tld
  • :0 cc“ weist procmail an, eine Kopie der Nachricht zu erstellen (damit ich die Nachricht weiterhin in meine INBOX geliefert erhalte)
  • * Signalisiert (immer noch) einen Filter (siehe oben)
  • ! user@server.tld Die Nachricht wird an die Mail-Adresse user@server.tld weitergeleitet

Weiterführendes

5. Mails lokal zustellen

Labels: Linux

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Montag, 28. Mai 2007

Crédit Suisse geht in die Offensive

In letzter Zeit werde ich von meiner Hausbank (resp. Swisscard ACES) regelrecht mit Briefsendungen überhäuft. Anscheinend wollen sich die Banken einen Teil der gesteigerten Konsumlust nicht entgehen lassen:

  • Zahlung nach Mass In bestem Marketing-Deutsch sollen Kreditkarteninhaber kaufen, und erst danach überlegen, wie sie das Gekaufte abzahlen können. 14.75% beträgt der Zins, wenn die Monatsrechnung nicht vollständig bezahlt wird. Schliesslich wollten wir uns alle schon lange einen 102cm-Plasma ins Wohnzimmer stellen. Übrigens: „Die Kreditvergabe ist nicht erlaubt, falls sie zur Überschuldung des Kreditkarteninhabers führt“. Amüsant wirkt der Brief, der einige Tage später auf das Schreiben folgt:

    „Wie Sie vielleicht festgestellt haben, ist uns im oben genannten Schreiben ein Fehler unterlaufen, der zu einer falschen Anrede im Brief geführt hat. Diesen kommunikativen Fauxpas bedauern wir sehr und möchten uns dafür bei Ihnen persönlich entschuldigen.“

    Hätten die Banker diesen Brief nicht nachgeschickt, wäre mir die falsche Anrede niemals aufgefallen. Anscheinend liess die Aussicht auf viele, viele neue Konsumkredite die Qualitätssicherung aussen vor …

  • Exklusives Swisscom Mobile-Angebot Nur weil ich Inhaber einer Kreditkarten bin, kriege ich ein K800i für 99 SFr., binde mich aber für 24 Monate an Swisscom Mobile. Sollte dieses Angebot wider Erwarten nicht auf Interesse stossen, kann ich mich immer noch für ein NATEL® swiss liberty-Abo entscheiden (Laufzeit: 24 Monate) und zahle dabei nur die halbe Monatsgebühr.

Naja. Mich interessiert nichts von beidem. Ab ins Altpapier damit.

Nachtrag

In der Schweiz werden Rechnungen wieder mit grösserem Verzug bezahlt. Hunderte Firmen sehen sich deswegen in ihrer Existenz bedroht. […]

Quelle: Zahlungsmoral gesunken

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