Montag, 28. Mai 2007

Sauft mal Wasser!

Ein bis zwei Liter Flüssigkeit sollte der Mensch am Tag zu sich nehmen. Wasser sei dabei das einzige Getränk, das man für eine ausgewogene Ernährung wirklich brauche, betonen amerikanische Experten. […]

Fast genauso gut verträgt der Mensch laut Studie künstlich gesüsste Getränke [Cola?!!!] und Tee oder Kaffee, vorausgesetzt, er enthält nicht zu viel Koffein. […]

Fettarme oder fettfreie Milch steht auf der Liste der empfehlenswerten Getränke auf Platz 3. […]

Quelle: NZZ am Sonntag, 13. Mai 2007, „Trinken macht nicht satt“, S. 75.

Ich bin meinen Eltern ewig dankbar, dass in unserer Jugend Süssgetränke höchstens bei sonntäglichem Besuch von Verwandten und Bekannten aus dem Keller geholt wurden. Unter der Woche tranken wir kohlensäurehaltiges Mineralwasser aus der Flasche. Seit 2000 steht nicht einmal mehr (ökologisch eigentlich fragwürdige!) Flaschen im Getränke-Ecken in der Küche – für was auch? Wir in der Schweiz verfügen wohl über die beste Trinkwasserqualität weit und breit – Hahneburger, das Fünf-Sterne-Gesöff frei Haus.

Andere Familien, andere Sitten

Letzte Woche staunte ich nicht schlecht, als mich ein um das Idealgewicht kämpfender Bekannter während dem Konditionstraining auf sein Getränk aufmerksam machte: „Mineralwasser, mit Vitaminen – und NULL Kalorien!!!“. Zu dem Zeitpunkt konnte ich ihm nicht ganz folgen. „Kollege, mir ist nicht bekannt, dass Mineralwasser jemals Kalorien enthalten hätte. Was soll an diesem Wuosser also so speziell sein?“ gab ich mit fragender Miene zurück. Irgendwie wollte er meinen Einwand nicht verstehen. Weiter fand ich auch mit Vitaminen angereichertes Wasser etwas abstrus – wieso zwei Dinge miteinander verbinden, die gar nichts miteinander zu tun haben? In Gemüse und Obst sind doch eigentlich genügend Vitamine enthalten … Doch darauf ging der Trainingspartner gar nicht erst mehr ein.

Die Erleuchtung

Erst jetzt, eine Woche später, komme ich seiner Argumentation auf die Schliche: Er trinkt zu Hause und auf der Arbeit wohl meist Süssgetränke. Dass ein Getränk null Kalorien enthält, ist für ihn „Neuland“. Tjach: Sauf mal Wasser!

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Montag, 28. Mai 2007

Die sexuelle Verelendung der Welt

Die Tamedia AG lieferte uns Konsumenten für’s lange Pfingst-Wochenende gleich zwei Artikel in unterschiedlichen Medienerzeugnissen, die das Thema Sexualität in seiner Perversion sowohl für Kinder wie auch Frauen beleuchteten:

Die neugierigen Kinder

Verbotene Pornobilder und Gewaltszenen auf den Handys – bisher hatte die Polizei in solchen Fällen mit Teenagern zu tun. Neuerdings ermittelt sie gegen Kinder. «Das ist sehr verbreitet. Leider finden wir das heute auch auf Primarschulstufe», sagt Rolf Nägeli vom Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich.

Quelle: Handy-Pornobilder: Polizei ermittelt gegen Achtjährige (SonntagsZeitung vom 27. Mai 2007)

Es ist ja nicht so, als würde man sich in der Nacht vom 15. auf den 16. Geburtstag urplötzlich dafür interessieren, wie man selber entstanden ist und was die Eltern Samstag-Abends mit viel Lärm hinter verschlossenen Türen treiben. Die Neugierde ist einer der grössten (An)trieb(s)kräfte der Menschheit – die Frage ist aber in der Tat, wie weit diese Befriedigung (sic!) für Unmündige gehen darf und kann. (Nebenbei: Kinder sind immer noch Abbilder der Erziehungsberechtigten und der restlichen Gesellschaft)

Wer haftet?

Aus meiner Sicht ist klar: Da kein Laden Personen in diesem Alter Mobiltelefone, geschweige denn ohne Unterschrift der Eltern ein Mobilfunkabonnement verkaufen darf, haften primär die Eltern für Klingeltöne, Bilder und Videos auf den Handys ihrer Sprösslinge.

Die Lösung

Hätte ich (bereits) Nachwuchs, würde ich mir diese Erziehungsaufgabe relativ einfach machen: Entweder würde ich meinen Gofen schlicht und ergreifend bis zu einem gewissen Alter (und das sind definitiv nicht acht Lenze!) kein Handy kaufen. Oder aber – wenn ich das anflehende Geschrei nicht mehr aushalten würde – dann eines dieser uralten, vergammelten, aber nicht tot zu kriegenden Nokia 3210. Selbst wenn ich dieses aus dem tiefsten Ostblock oder aus der Nähe der Quellen des Nils her importieren müsste. Die Kinder könnten mich damit im Notfall kontaktieren oder ihren Gspändli Gute-Nacht-SMS schicken. Mangels Farbdisplay, Speicherplatz und genügend schnellem Prozessor wäre das Thema Pornovideos und geköpfte Tschetschenen gegessen, bevor es sich überhaupt manifestiert hätte.

Spielverderber

Leider befürchte ich aber, dass gerade SUV-fahrende Mütter mit Louis-Vuitton-Täschchen ihren Töchterchen und Sohnemännern kaum ein Handy-Modell Typ „Trabi“ zumuten würden. Womit der Rüstungswettkampf seinen Anfang nähme … (Wobei zur Entlastung dieser Gesellschaftsschicht gesagt werden muss: Nach Schulschluss steht wenigstens die Nanny bereit, um die Kinder von perversem Material abzuschirmen. In Unterschichtshaushalten hingegen schuften beide Elternteile bis in die Nacht hinein. Dort spielt das den Jünglingen vermachte Luxusmodell unter den Handys Kompensationsobjekt für mangelnde Nähe zu den Eltern).

Frauen

Auch Alice Schwarzer gibt uns (Männern) im Samstags-Magazin so mächtig was auf die Birne. Dank der guten Arbeit von den schweiz-stämmigen informations Architects iA aus Tokyo gibt es den polemischen Artikel in seiner Ursprungsform als Wiki im Netz. Einige Kommentare von meiner Seite:

So fanden sich im März 2007 in der Internet-Suchmaschine Google unter dem Stichwort «Sex» 377 Millionen Links, bei Yahoo 499 Millionen, und unter «Pornography» 17 Millionen Links, bei Yahoo 80 Millionen!

Quelle: Ruferin gegen das Wüste

Äuäää?! Dabei ist es doch ein offenes Geheimnis, dass wir „es“ höchstens jedes Schaltjahr einmal tun. Wieso sollte solchen Dingen ein derart hoher Stellenwert im Netz eingeräumt werden? Ich sehe die morgige Blick-Schlagzeile bereits vor mir: „Das Wort ‚Essen‘ findet sich bei einer Google-Suche auf über eine Milliarde Web-Seiten. Alice Schwarzer fordert: Verbietet das Essen!“

Ich mag es langsam nicht mehr sehen: Kaum ein Journalist eines Wochenmagazins, der in seinem Artikel nicht mindestens einmal die Zahl der Suchresultate eines Begriffs auf Google herunterleiert … und damit quasi-wissenschaftlich noch irgendwelche Zusammenhänge beweisen will.

Zusätzlich alarmierend: Nicht nur die sexuelle Kommunikation, auch das allgemeine Einfühlungs- und Mitleidensvermögen sinkt bei den KonsumentInnen von Pornografie rapide […]

Ich wage zu bezweifeln, dass Pornos die Ursachen allen heutigen Übels sind. Sie sind eher ein Sympton, eine beiläufige Nebenerscheinung, des Wandels der Gesellschaft an dessen Ursprung ich die liberale Gesellschaftsordnung und den Kapitalismus sehe – was keine Wertung sein soll.

Nachtrag: In einem Kommentar auf den Artikel schreibt Hanspeter Gysin in meine Kerbe schlagend:

[…] Aber, setzen Sie doch Ihre Thesen auch einmal in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang. In einer vom Neoliberalismus geprägten Welt ist Empathie nur ein Karrierehinderungsgrund.

Noch zugespitzter sinniert Peter Lohri:

[…] Zum andern aber ist all das ja die Frucht einer unheiligen Allianz zwischen rein gewinnorientierten Wirtschaftsliberalen und denjenigen Exponenten der (vornehmlich linken) Intelligenzija, welche – in einer unglaublich undifferenzierten und naiven Interpretation des Mündigkeitsbegriffes – während der letzten vier Jahrzehnte eben nirgendwo „Halt“ zu sagen wagten, sondern a priori alles als des Teufels ansahen, was auch nur im Entferntesten als Infragestellung des Primats der individuellen Freiheiten erschien.

Quelle: Kein Katharsis-Effekt beim Pornokonsum

Neben den sogenannten Features, in denen die Geschlechtsakte noch mit einer dürftigen Story bemäntelt sind, machen heute vor allem Gonzos Kasse: In Gonzos wird nur noch gerammelt, in alle Löcher und in Nahaufnahme.

Wer hätte das gedacht – immerhin etwas habe ich aus diesem Artikel gelernt.

PädagogInnen berichten heute von sechsjährigen Jungs, die Vergewaltigung spielen, und elfjährigen Mädchen, die beunruhigt sind, weil sie noch nie Sex hatten.

Naja, im alten Rom waren die Mädchen demzufolge wohl beunruhigt, wenn sie mit 12 Jahren noch nicht unter der Haube waren:

Da man in Rom das früheste Heiratsalter für Mädchen auf zwölf Jahre festgelegt hatte, war daran nichts Ungewöhnliches.

Quelle: Cornelia, Mutter der Gracchen

Die von Psychologen und Neurologen konstatierte Brutalisierung des sexuellen Begehrens hat epidemische Ausmasse.

Auch wenn ich (noch) nicht in die Schlafzimmer der Verwandten und Bekannten blicken kann: Von solch „epidemischen Ausmassen“ scheint mein Bekanntenkreis bisher verschont geblieben zu sein. Wer weiss, vielleicht werden wir ja vorher von der Vogelgrippe oder der Klimaerwärmung dahingerafft …

Böse Frage

Einmal angenommen, Frau Schwarzer hätte wirklich Recht: Ginge es Frauen noch schlechter, als es ihnen in der ganzen Existenz der Menschheit gegangen ist? „Küchenunfälle“ in Palästina? Wittwenverbrennungen in Indien? Zwangsheiraten von in der Schweiz lebenden Türkinnen oder Inderinnen? Beschneidungen in Schwarzafrika? Mir scheint es unter der Faktenlast fast, als wäre auch das liberale Gesellschaftsmodell nicht das Paradies für Frauen. Trosteshalber sei gesagt: Für Männer irgendwie auch nicht wirklich …

Es wird wohl Zeit, dass die Frauen sich ihre Welt für einmal selbst erschaffen. Für ein paar Jahre nur.

Nachtrag

Mittlerweile hat auch der Guardian eine ausführliche Reportage online gestellt, geht aber deutlich weniger polemisch und hemdsärmlig ans Werk als Schwarzer:

Men and porn

Labels: Gesellschaft

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Montag, 28. Mai 2007

PDF in HTML umwandeln? Gmail!

About GMail See it Now: You can view Microsoft Office, OpenOffice or .pdf attachments as a web page in HTML by clicking the „View as HTML“ link right next to it. For when you’re on a mobile device or you don’t want to install some new software just to view a document. Or if you just want to see it faster.

Quelle: Convert PDF to HTML – Free Online Conversion

Man sende sich die PDF (oder Word, Excel, OpenOffice – was auch immer)-Datei einfach auf den eigenen Gmail-Account und speichere die HTML-Seite, die mittels dem Befehl „View as HTML“ angezeigt wird, auf dem Desktop (Seite > Speichern unter). Wieso bin ich nicht auf diese triviale Idee gekommen?

So spare ich mir die Google-Suche nach pdf2html und die Kompiliererei einer OSS-Anwendung (pdftohtml), die genau das verspricht.

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Montag, 28. Mai 2007

Boten Anna – Anna, der Bot!

Basshunters „Boten Anna“ sorgt in letzter Zeit für Furore – ich kenne den Song erst seit dem Stau im Wankdorf vom vorletzten Freitag. Erst heute habe ich mich aber selber auf die Suche nach dem schwedischen Liedgut gemacht, und bin fündig geworden:

Dank den deutschen Untertiteln ist mir mittlerweile auch klar, wie geekig das Lied eigentlich ist. Geil. Es geht um den Internet Relay Chat. Anbei das Vokabular:

Da sag ich nur noch:

Jag är ingen bot!

Dicke Anna

Ein Deutscher liess sich nicht lange lumpen und lieferte eine akkurate Übersetzung des Liedtextes:

Irgendwie habe ich seit heute Morgen Mitleid mit allen schulpflichtigen, übergewichtigen Annas im deutschen Sprachraum … Die letzten Wochen werden die Hölle gewesen sein.

Die Antwort an Kid Bob

Wiederum nicht lange liess der „Vollidiot Kid Bob Remix“ auf sich warten – die Anna frisst nämlich seit Wochen nur noch Brot *smile*:

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Samstag, 26. Mai 2007

The Next Big Thing

Of course good ideas alone are not enough. There are always plenty of good ideas. The real money is in taking existing ideas and twisting the idea just far enough to make it work in a fantastic new way. Think Google vs. AltaVista; Apple vs. all previously existing laptops and mp3 players; YouTube vs. all previously existing video sites, etc. In addition to ideas, you need creativity, resources, connections, and luck [..]

Quelle: The Final Days of Google

Sag ich doch schon lange: Im Grunde genommen ist es nicht derart schwer – man nehme ein Geschäftsmodell, dass in der realen Welt erfolgreich ist, und übertrage es auf das Internet. Selbstverständlich nicht 1:1, sondern durch geschickte Anpassungen dort, wo dem Benutzer ein Mehrwert geliefert wird. Fertig ist „The Next Big Thing“. Nach diesem Schritt braucht man noch ganz viel Venture-Kapital, ein Old-Boys-Network und etwas Publizität – fertig.

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Samstag, 26. Mai 2007

Danke USA! Ganze Arbeit im Irak

[…] Renommierte britische Experten warnen in einer schonungslosen Analyse davor, dass der Irak in seiner derzeitigen Form binnen eines Jahres nicht mehr existieren könnte.

  • Die Macht sei an lokale Religions- oder Stammesführer übergegangen.
  • Die irakische Regierung sei nur mehr einer von mehreren „staatsartigen Handlungsträgern“. Sie sei „weitgehend unerheblich“, was das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben angehe.
  • Dem Staat drohe die Spaltung und damit der Zusammenbruch.

Quelle: Irak droht kompletter Kollaps

Danke USA. Wirklich toll, was ihr uns da eingebrockt habt. Dabei gingt doch ihr gerade (vordergründig) in den Irak, um das Land zu demokratisieren. Irgendetwas ist da massiv schief gelaufen. Werden die Truppen abgezogen, bevor sich die Lage stabilisiert hat (besteht diese Möglichkeit überhaupt noch?), könnte das Pulverfass endgültig explodieren

Geschichtsprofessor als Prophet

Im Sommersemester 2003 besuchte ich an der Universität Bern das Proseminar „Die Schweiz in römischer Zeit“ bei Professor Bleckmann. Die Invasion hatte gerade begonnen; und unser Professor teilte uns seine Einschätzung mit – basierend aus jahrtausenden alten Erfahrungen der Römer (der imperialistischen Macht schlechthin, die einmal den ganzen Mittelmeerraum unter ihrer Ägide vereinte). Seine prophetische Aussage: Die USA könnten mit der Okkupierung eines Landes wie dem Irak nur scheitern. Man müsse sich nur ein wenig mit der römischen Geschichte auskennen, um zu diesem eindeutigen Schluss zu kommen. Die Römer besetzten nur diejenigen Reiche, die gewisse, mit dem römischen Reich „kompatible“ Strukturen boten. Der Irak schien diese nicht zu haben. Bleckmann sollte mit seinen Befürchtungen Recht behalten.

Aus Geschichte lernen

Ähnlich die Aussagen eines anderen Professors der Alten Geschichte, Grzybek, der über die Eroberung und Okkupierung des alten Ägyptens durch Alexander den Grossen las. Die Invasoren konnten sich daraufhin nur deshalb etablieren, weil deren Kampf gegen die bestehenden Okkupanten (Perser) von der Lokalbevölkerung als „Befreiung“ gedeutet wurde. Die nicht-ägyptischen Ptolemäer konnten sich die nächsten dreihundert Jahre auf dem Thron halten, weil sie sich den lokalen Gegebenheiten anpassten (Alexander liess sich als Pharao ausrufen) und die lokale Elite in verantwortungsvolle Posten hoben.

Einem solchen anpasserischem Gebaren einer westlichen Demokratie würde natürlich mit Kopfschütteln begegnet.

Mehr dazu: Die Eroberung Ägyptens (332–331 v. Chr.)

Labels: USA

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Samstag, 26. Mai 2007

Grossbritannien soll den Euro einführen

Solange Großbritannien den Euro nicht einführt, will der Autobauer Honda in dem Land nicht mehr investieren. Ein geplanter Werksausbau wird gestoppt.

Für ein Unternehmen wie Honda […] ist es ärgerlich, verschiedene europäische Währungen in seinen Kalkulationen zu berücksichtigen. In England produzierte Fahrzeuge, die im Rest Europas verkauft werden sollen, können sich zum Beispiel schlagartig verteuern, wenn der Kurs des britischen Pfunds steigt. Für das Unternehmen stellt das ein Absatzrisiko dar, das sich direkt auf die zu veranschlagenden Produktionskosten niederschlägt.

Quelle: Honda macht Investitionen in England von Euro-Einführung abhängig

Ich wusste gar nicht, dass Japaner so direkt und fordernd sein können … Ich schliesse mich den asiatischen Autobauern an, aber aus weniger tiefsinnigen Gründen: Für mich als Touristen ist es bequemer, für Reisen ins europäische Ausland immer dieselbe Währung einzupacken. Auch die Umrechnung ist einfacher – schliesslich hat sich der Schweizer in den letzten Jahren daran gewöhnt, Euro-Preise mit 1.5 zu multiplizieren (derzeit: 1.6).

Selbstverständlich weiss ich aber, dass ein Land den Euro nicht den Touristen zuliebe einführen wird. London als einer der grössten Finanzplätze der Welt hat sicherlich ein Interesse daran, eine von der europäischen Zentralbank unabhängige Währung zu besitzen. Bevor ich mich aber in die Nesseln setze, überlasse ich eine weitergehende Argumentation den Volkswirtschaftlern.

Labels: Politik, Wirtschaft

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Freitag, 25. Mai 2007

Sehr geehrter Herr Vasella …


Helvepharm
Originally uploaded by emeidi

… wissen Sie zufälligerweise, wer mit dieser Werbung gemeint sein könnte?

Neben Golf, wird in letzter Zeit gemunkelt, soll der CEO des Pharmamultis Novartis nun auch anderweitig seine Treffsicherheit trainieren …

Der Werbetext

Generika, bei denen Sie das teure Hobby des CEOs nicht mitbezahlen. Bei Helvepharm bekommt der Geschäftsleiter kein Millionengehalt und auch keinen dicken Bonus. Das gesparte Geld verwenden wir lieber für die scnelle, günstige und einfache Abgabe unserer Generika. Helvepharm, das bescheidene Pharmaunternehmen.

Die Werbeagentur

Spillmann / Felser / Leo Burnett

Der Auftraggeber

Helvepharm

Das äusserst ansprechende Produkt-Design

Die Helvepharm hat sich in der Kategorie Kleinunternehmen beworben. Sie reichte das Projekt „Neuer Auftritt, mit der neuen, innovativen Medikamentenpackung“ ein. Die neuen Helvepharm-Packungen basieren auf einem einzigartigen Farbkonzept mit einer Grundfarbe pro Therapiegebiet und einer Leuchtfarbe pro Wirkstoff. Die Verwechslung von Medikamenten ist dadurch praktisch ausgeschlossen. Für Patientinnen und Patienten schafft dies zusätzliche Sicherheit.

Quelle: 24.01.2007: Nomination für die Helvepharm

Verdikt

Weiter so! Das ist Werbung, die haften bleibt. Helvepharm, der Robin Hood unter den Pharma-Unternehmen.

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Freitag, 25. Mai 2007

Brothers In Love sind Tagesgespräch!

(Der Grossteil des Artikels wurde am Mittwoch-Nachmittag verfasst, die Publikation mangels zur Verfügung stehender Zeit auf heute Freitag-Nachmittag verschoben – mittlerweile darf man längst von einem Wochengespräch sprechen!)

In den letzten drei [fünf] Tagen machten sich die Glücksritter aus Neuenegg (think eMeidi berichtete) gleich selbst zum Tagesgespräch:

  • Fitness in Flamatt Am Montag diskutierte ich mit Randal die moderate Leistung, am Dienstag konnte Zgräsch über eine stark gesteigerte Performance der Fünfer-Truppe berichten (ich hatte die Folge vom Dienstag-Abend schlichtweg verpasst. Mittwoch und Donnerstag war ich dann wieder an die Bildröhre gefesselt)
  • Übung an der Uni Bern Heute [Mittwoch] sitze ich nichts Böses ahnend in einer Hilfswissenschaftlichen Übung („Historical Climatology“), als das Gesprächsthema zweier Nachbarn plötzlich auf die Glückspilze fällt. Nach zwei Minuten des Zuhörens Frage ich nach, ob sie wirklich von 5gegen5 reden – sie bejahen es. Es stellt sich heraus, dass die Geographie-Studenten Kollegen von Räbeli „Kranich“ Smythe sind.
  • Auf dem Zug Mit Stibä quatsche ich heute [Mittwoch] bei der Heimfahrt von der Uni über die glorreichen Fünf
  • Schwesterherz erhält am Mittwoch-Abend ein aufgeregtes SMS von der Dame mit dem Durchblick, die auf den Siegeszug der Söhne Neueneggs im Schweizer Fernsehen hinweist.

Tagesbefehl

Aktueller Zwischenstand: 6’000.– sind eingeheimst, heute Abend besteht die Möglichkeit, gar 30’000 SFr. zu gewinnenn. Ganz Neuenegg gehört vor den Fernseher und hat gefälligst die Daumen zu drücken.

Spoiler

Die Folgen einer Woche werden alle am selben Tag nacheinander gedreht, und zwar einige Wochen? Monate? vor dem eigentlichen Ausstrahlungstermin. Die Sendung ist also nicht live, Daumen drücken und Stossgebete haben ergo kaum einen Sinn.

Die Kandidaten nehmen zum Aufnahmetermin mehrere Kleidungsstücke mit, um die Illusion eines tagesaktuellen Drehs aufrecht zu erhalten.

Spitzfindige werden es bemerkt haben: Sven verrät uns nie den Namen des Gewinners des SMS-Wettbewerbs. Den kann er während den Dreharbeiten ja auch noch nicht wissen – denn der SMS-Wettbewerb ist im Gegensatz zur Sendung live. Stattdessen gratuliert er „dem Gewinner der heutigen Frage“, welcher dann in das Fernsehbild eingeblendet wird.

Diese Info habe ich nicht etwa von den Kandidaten, die garantiert einen Vertrag unterzeichnet haben, vorgängig nichts über den Ausgang der Sendung zu verraten, sondern von Melanie (kombiniert mit eigenen logischen Überlegungen), die sich letzten Sommer mit Ihren Kolleginnen vergeblich am Casting für die Sendung teilgenommen hat.

Wieso all diese Ausführungen? Hätten Sie die 30’000 Höger wirklich gewonnen (verdient hätten sie es!), hätte die blonde Schnädertante garantiert nicht wochenlang dichthalten können. Aber ich kann mich täuschen … *zwinker* Lassen wir uns überraschen!

Aktualisierte Bilder …

… der Runde 3 und 4 in meinem Flickr-Photoset.

Behind The Scenes

Wer noch einige Schnappschüsse der Lokalität sehen möchte, sei auf Fotos der AKV Neu-Romania verwiesen.

Labels: Blogosphäre

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Freitag, 25. Mai 2007

Juristen-Slang

Ein Stadtzürcher Richter zeigt exemplarisch auf, wieso nicht jeder zur Ausübung seines Jobs berufen ist:

„Zu diesem Zweck ist höchstpersönlich oder durch eine ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertretung schriftlich eine unmissverständliche Willenserklärung einzureichen, woraus hervorgeht, dass die Behandlung der ebenso missverständlich bezeichneten Übertretungsstrafsache durch das Einzelrichteramt für Strafsachen des Bezirksgerichtes Zürich gewünscht wird.“

Quelle: Der Beobachter, 11/2007, 25. Mai 2007, „Aus fünf Rappen werden 158 Franken“, S. 14.

Ich möchte anregen, dass die Universitäten inskünftig einen Kurs „Schreiben, damit mich auch Normalsterbliche verstehen“ ins Jura-Studium aufnehmen. Ist es nicht ein Armutszeugnis, dass unser Hochschulsystem (immer noch) Leute produziert, die sich nicht verständlich ausdrücken können? Wenn Akademiker dies unter sich tun – nun gut. Sobald Akademiker aber von Berufeswegen mit Herr und Frau Meier in Kontakt kommen, sollte eine gewisse Ausdrucksfähigkeit vorausgesetzt werden können.

Das „Bussenspieli“

Ich habe zwar auch schon versucht, die Stadtpolizei Bern, insbesondere deren Bussenzentrale, ein wenig zu ärgern, indem ich ein, zwei oder drei Rappen zuviel einbezahlt habe. Dies, weil Kollege Hebeau vor langer Zeit einmal behauptet hat, dass solche Rappen-Beträge die Buchhaltung arg durcheinander bringen. Rückblickend frage ich mich zwar gerade, wie ernst ich diese Aussage hätte nehmen sollen … Item! Nicht weiter schlimm – seit längerem halten sich die jährlichen Ausgaben für Parkbussen im tiefen zweistelligen Bereich.

Die zu einer schlussendlich 278 Franken hohen Busse verbrummte Zürcherin handelte ausgesprochen naiv, als sie der Polizei vorgängig weniger Geld überwies, als eigentlich geschuldet war. Ganz klar, dass man da auf verlorenem Posten steht.

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