Posts Tagged ‘Pistol Pete’

Sonntag, 29. März 2026

Erfolgreiche Invasion Irans: Unrealistisch

In den ersten Tagen des Ukraine-Krieges waren ungefähr 200’000 russische Soldaten am Angriff beteiligt. Kommentatoren sagten bereits zu dem Zeitpunkt, dass es unrealistisch sei, ein Land wie die Ukraine (41 Millionen Einwohner, 600’000 Quadratkilometer Fläche) als Angreifer mit so einer kleinen Armee einzunehmen. Die Schätzungen gehen von 400’000 bis zu einer Million Soldaten aus, um mit dem Plan erfolgreich zu sein.

Iran beansprucht eine Fläche von 1’700’000 Quadratkilometer und zählt über 90 Millionen Bewohner. Im Gegensatz zur flachen Ukraine ist Iran eine Festung, umrundet von Gebirgen. Irak besetzte in den 1980ern maximal 20’000 Quadratkilometer im Grenzgebiet.

Nach Informationen ziehen die US-Amerikaner derzeit weniger als 10’000 Soldaten in der Golfregionen zusammen (unter anderem die 82nd Airborne, eine schnelle, leichte (!) Eingreiftruppe, sowie U.S. Marines, welche momentan auf der USS Boxer und Tripoli.

Somit ist aus meiner Sicht völlig unrealistisch, dass die Amerikaner den Iran auf diese Weise unter Kontrolle bringen wollen. Selbst wenn wir also einen massiv reduzierten Einsatz in Betracht ziehen, sehe ich nicht, wie so wenig Personal ein oder mehrere Insel, oder den Küstenstreifen entlang der Strasse von Hormuz effektiv verteidigen können.

Sind wir gespannt, was Pistol Pete und seine Generäle planen.

Nachtrag: Angabegemäss hat der Iran bereits amerikanische Truppen angegriffen, die sich — mangels funktionierender, ausreichend geschützter Basen — temporär in Hotels in Dubai abgesetzt sowie sich auf einer Insel der Vereinigten Arabischen Emirate installiert haben.

Tags: , , , , , , , ,
Labels: Krieg

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Freitag, 27. März 2026

Iran-Krieg: Ohrenbetäubende Stille bestimmter Exponenten in den USA

Derzeit reden sich Trump und Pistol Pete im Iran-Krieg um Kopf und Kragen — auf gut Berndeutsch: „si si tagtäglech u huere am umeplodere“.

Kein Wunder, Narzisst Trump ist über den (für ihn unerwarteten) Verlauf gekränkt und will die Lage schönreden. Ausserdem ist er in seiner zweiten und letzten Amtszeit, und sein biblisches Alter macht sich bemerkbar. Noch nicht so krass wie seinerzeit bei Sleepy Joe, aber Trump hat noch etwas weniger als drei Jahre vor sich. Bei Biden wurde seine Demenz in den letzten zwei Jahren wirklich schlimm. Zu verlieren hat er im übertragenen Sinne aber nichts mehr, in Realität aber zerstört er gerade sein Vermächtnis. Unnötigerweise.

Pistol Pete, mit seinem liederlichen Lebenswandel und seinem limitierten Intellekt, hat gemäss dem Peter Prinzip die für ihn höchstmögliche Karrierestufe erreicht. Der ehemalige Fox-Moderator macht jetzt das Beste aus seiner Publizität, solange er kann. Und Reden, sorry, „Plodere“, nun, das kann er, auch wenn er oft nicht viel sagt.

Andernorts ist es verdächtig — ohrenbetäubend — still:

  • Vize-Präsident JD Vance: Bei Amtsantritt sah alles so schön aus: Nach Trumps zweiter Amtszeit würde er als junger, republikanischer JFK, „from rag to riches“ als Kandidat in den Präsidentschaftswahlkampf gehen und vom Elektorat als neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Hätte er nicht viel falsch gemacht, hätte er zwei Amtszeiten hingelegt und den Republikanern so zu insgesamt zwölf Jahren Regierungsmacht verholfen.
  • Aussenminister (Secretary of State) Marco Rubio: Dito. Neben seiner Vendetta mit Kuba aspiriert er ebenfalls darauf, 2028 zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gekürt und danach zum POTUS gewählt zu werden. Er ist älter als Vance, das heisst seine Uhr tickt etwas lauter, und vor allem ist er mit vierzehn Jahren im Senat in Washington komplett in den Apparat integriert und bestens mit den Lobby-Organisationen und dem Deep State verzahnt.
  • Elon Musk: Ansonsten nimmt der Tausendsassassa auf Twitter kaum ein Blatt vor den Mund. Doch bezüglich des Iran-Kriegs hat der Gute meines Wissens bis heute, 28. März 2026, noch keinen einzigen Tweet abgesetzt. Sonst hat er immer eine Meinung, doch hier will er sich offenbar nicht auf die Äste heraus lassen.

Ein aus meiner Sicht eindeutiges Indiz: Da der Krieg nicht wie erhofft verläuft, liest man heute JD Vance in tense call with Benjamin Netanyahu as he rips Israel’s PM for selling ‚easy‘ Iran war to Trump. Natürlich hat das das Team um JD Vance geleakt mit der Hoffnung, dass er als Kritiker des Kriegs dargestellt wird, und so in Meinungsumfragen unbeschadet aus dem Schlamassel rauskommt.

Nachtrag

Es fällt viel zu vielen Twitter-Benutzern auf:

Why Elon, who has an opinion on everyone and everything that ever happens, is so afraid of saying anything about the Iran war?

Quelle: Tweet von @Dispropaganda vom 3. April 2026

Tags: , , , , , , , , , , , , ,
Labels: Krieg, Politik

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen