Montag, 12. September 2005

Netzwoche-Artikel dringend gesucht (oder: Das Valora-Monopol)

Die Ausgabe der Netzwoche von letzter Woche enthält ein Interview mit Hanna Muralt-Müller, die dort über das Scheitern ihres Projekts Ch.ch ausgequetscht wird.

Da ich kein Abonnement der Zeitschrift bin, wollte ich mir die Ausgabe eigentlich nach dem Erscheinungstermin von letztem Donnerstag kaufen gehen. Leider stehe ich vor einem grösseren Problem als bisher vermutet: Die Zeitschrift wird anscheinend in den Berner Kiosken nicht geführt!

Die vier Lokale im HB Bern habe ich bereits abgegrast, fand aber keine Spur vom grauen Einband des Magazins. Immerhin – ich konnte nebenbei feststellen, dass mittlerweile auch Frauen im besten Alter und in Business-Kleidung unsicher vor den Schmuddel-Ecken anzutreffen sind und unauffällig das zur Verfügung stehende Angebot begutachten.

Die Situation wird umso prekärer, wenn man sich vor Augen führt, dass die Valora-Gruppe im Kiosk-Markt über ein Quasi-Monopol verfügt und dies auch unumwunden zugibt. Kauft sich heutzutage ein Schweizer für die Zugfahrt von Bern nach Zürich ein Heftli, so wird er es sehr wahrscheinlich in einem Lokal der Kiosk AG erstanden haben.

Dass Monopole eben manchmal auch nicht so das gelbe vom Ei sind, zeigt sich in meinem Falle: Wo zum Teufel soll ich nun diesen Artikel herkriegen? Die Netzwoche gibt es zwar auch als E-Paper, doch 90 SFr. sind mir doch gar etwas zu Schade für ein einziges Interview. Schade, kann man die Artikel nicht einzeln kaufen, wie das z.B. die deutsche Zeitschrift Stiftung Warentest anbietet. Von diesem Service habe ich dort bereits Gebrauch gemacht – mit Click&Buy, einem Micro-Payment-Service (PayPal ist erst gerade auch noch in diesen Markt eingestiegen).

Na gut – wer weiss, vielleicht liegt die Zeitschrift bei einem anderen Blogger-Kollege herum, der mir das Interview einscannen könnte? Schauen wir mal, ob dieser Aufruf im Nichts verhallt oder von einer gütigen Seele gehört wird.

Gute Nacht!

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Labels: Wirtschaft

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