Archiv 26. September 2005

Montag, 26. September 2005

Microsoft Remote Desktop unter Mac OS X

Dank unserem vorzüglichen Webmaster am Historischen Institut, Kollege Liechti, kam mir heute ein massiv geekiges Tool unter die Finger:

Microsoft Remote Desktop Connection

Da Windows XP diese Funktionalität bereits mitbringt, reichte es, eine VPN-Verbindung ins Uninetz aufzubauen und die IP-Adresse eines nicht ausgeschalteten Rechners anzugeben.

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Remote Desktop Connection on Mac OS X
Originally uploaded by emeidi.

Unglaublich, wie dies ohne Mühe funktioniert. Was ist nur mit Microsoft los?! Aber Kollege Torquenstein wusste es ja schon immer: Alles, was den Staat Seattle verlässt, ist Qualitätsware erster Güte. Bugs, Patches – für alle anderen Systeme, aber sicher nicht für Windows. Viren? Noch nie „in-the-wild“ gesichtet.

Puuuh, das hat wieder einmal gut getan *grins* Irgendwie habe ich in den letzten Tagen einfach zu wenig Microsoft-Bashing betrieben.

Zurück zum Thema: Leider ist unser IT-Verantwortlicher mit allen Wassern gewaschen und hat eine strenges Sicherheitsregime aufgebaut. Und das ist auch gut so. Nur leider gerade etwas schade, dass ich den Lesern kein Screenshot des Windows XP-Desktops unterjubeln kann. Ihr müsst halt mit der Fehlermeldung vorlieb nehmen …

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Montag, 26. September 2005

2005: Das Jahr, in dem die Usability Einzug hielt …

Okey, vielleicht hat die Usability (engl. Benutzbarkeit) von Web-Sites bereits schon früher Auftrieb erhalten. Dennoch muss ich all den vielen Berufskollegen dort draussen ein grosses Lob aussprechen: Immer öfter scheinen sich die Agenturen kein Denkmal mehr setzen zu wollen, indem sie die ausgefallensten Designs- und Flash-Animationen für reine Informationssites verkaufen, sondern machen ihrem Berufsstand alle Ehre und entwickeln einfach zu bedienende Seiten. Dazu gehört auch zu realisieren, was der Besucher eigentlich vor hat.

SBB

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Safari Activity Window
Originally uploaded by emeidi.

Nehmen wir als Beispiel die SBB: 99% meiner Besuche der Site laufen daraus hinaus, dass ich die Abfahrts- oder Ankunftszeiten eines Zuges in Erfahrung bringen möchte. Logisch war es deshalb, diese meistbenutzte Funktion präsent auf der Titelseite zu platzieren. Weiter erkennt man auch, dass die Web-Site für heutige Monitor-Auflösungen recht schmal und niedrig daherkommt. Ich vermute stark, dass man so die Darstellung des Angebots auch auf Handies etc. optimieren wollte. Da man so weniger scrollen muss, haben die Optiker dann nicht so Freude wie an den Metro-Karten für den iPod. Auch werden auf der Eingangsseiten insgesamt 13 Objekte geladen – für heutige Verhältnisse sehr wenig (obwohl auch hier noch durchaus Optimierungen möglich wären). Auch hier sicherlich wieder primär, um Bandbreite zu sparen und die Seite schneller aufbauen zu lassen (Paradebeispiel: Google.com – über den Daumen geschätzte 95% der Bildschirm-Fläche bleiben weiss. Hier zählt jedes Byte!)

Bernmobil

Seit einigen Monaten (?) präsentieren sich auch die (ehemals?) Städtischen Verkehrsbetriebe, heute neumodisch Bernmobil genannt, in einem neuen Look.

Eines der gelungensten Features ist die Schnellsuche nach Haltestellen (rechts in der Mitte). Wenn ich nämlich wieder einmal im MEM-Gebäude der Universität Bern sitze und mich frage, ob ich die Feuertreppe nehmen muss, um den Bus an der gleich vor dem Gebäude liegenden Haltestelle noch zu erreichen, oder aber ob ich doch lieber gemächlich die Stufen hinunterschlürfen kann – ein zwei Klicks genügen, und ich sehe sofort, wann der nächste Bus erscheint. Wunderbar!

Dies nur zwei ganz kleine Beispiele, wie sich das Web in den letzten Jahren zu einem sehr nützlichen Hilfsmittel entwickelt hat. Der Kunde steht heute im Zentrum, was von den Entwicklern manchenorts ein Umdenken verlangt. Sich in die Situation eines Surfers hineinzuversetzen und den Bildschirm mit seinen Augen zu sehen, wird in unserem Business immer wichtiger. Sollte es aber immer noch Webagenturen geben, die ihren Kunden etwas anderes verklickern wollen – nun dann sollte man einen Wechsel zur Konkurrenz in Erwägung ziehen.

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Montag, 26. September 2005

Sich nie mehr in Paris verlaufen

Dass man mit dem iPod photo nicht nur Musik hören und sich Photos auf dem munzigen Display reinziehen kann (das freut jeden Optiker, wie ersteres jeden Aktionär von Phonak) sollte spätestens jetzt klar sein:

iPodSubwayMaps

Leider fehlt die Karte von Bernmobil noch, doch ich habe heute eine spontane Anfrage an den Kundendienst lanciert und hoffe, schon bald eine Antwort zu erhalten. Obwohl in Bern ja nicht wirklich die Gefahr besteht, den Überblick zu verlieren …

Dennoch sind die Nachteile einer solchen Lösung nicht zu verleugnen:

  • kein Zoom
  • fixe Grössen der Kartenausschnitte
  • keine GPS-Anbindung
  • keine Routenberechnung
  • keine Namenssuche
  • etc. …

Aber eben – ist halt ein weiteres Spielzeug für die Horden unterbeschäftigten Gadget-Freaks. Hauptsache, während der Freizeit taucht keine Langeweile auf.

Bleibt nur noch die Frage, was man macht, wenn einem im dümmsten Moment der Saft ausgeht. Dann hat man wohl doch lieber noch die Papierversion in der Hosentasche stecken. Sicher ist sicher.

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