Archiv 2007

Dienstag, 3. Juli 2007

Das bahnbrechende "Handy-Web"

Heute wurde ich gefragt, ob man auf ein von schweiz.mobi versendetes Mail regieren sollte. Nachfolgend meine Antwort, mit Zitaten aus dem Originalmail:

Vielleicht haben Sie es schon aus der Presse erfahren, seit ein paar Tagen
gibt es die Schweiz im Handy-Internet. Unter www.schweiz.mobi sind, neben
dem Branchenregister, auch alle Schweizer Gemeinden eingetragen. Die
Basisinformationen Ihrer Gemeinde haben wir bereits eingetragen. […]

Unterschätzen Sie das Handy-Internet nicht, die meisten Handy-Besitzer haben bereits ein Webfähiges Handy und bereits jeder Vierte loggt sich einmal monatliche in das Handy-Internet ein.

Aha. 1996 habe ich mich etwa einmal monatlich ins „Internet“ eingewählt. Sollte schweiz.mobi ein Hit werden, haben wir also noch ca. 3 Jahre Zeit, bis man sich per Handy täglich ins Internet „einloggt“ ;-)

Das Handy-Web wird ähnlich umfangreich wie das normale Internet.

Nun, wie Apples iPhone zeigt, wird es bald nicht mehr nötig sein, Web-Sites speziell für Handys zu optimieren. Die Web-Site schaut dann auf dem Mobiltelefon genau so aus, wie auf dem PC zu Hause (oder auf der Arbeit). Wer in solche .mobi-Angebote Geld investiert, hat noch nicht begriffen, wohin sich die Technologie entwickelt.

Sind wir also gespannt, ob wir in einigen Jährchen wirklich zwei getrennte Netze besurfen wollen. Ich habe jetzt schon Mitleid mit allen Webmastern, die zwei Parallele Web-Sites pflegen müssen …

Labels: Web

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Dienstag, 3. Juli 2007

Amtl. bestätigt: Berner sind langsam

Aus diesem Berg von Daten sind vergleichbare Faktoren entstanden – welche nun die Gemütlichkeit der Bernerinnen und Berner quantitativ belegen. Sie sprechen weniger Silben pro Sekunde und setzen dadurch auch weniger Wortakzente: Die Walliser reden die Bernerinnen mit 112 Akzenten in der Minute unter den Tisch; die Hauptstädterinnen kommen lediglich auf 94 Akzente.

Die Walliser schwatzen die Berner unter den Tisch

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Dienstag, 3. Juli 2007

Fujifilm Finepix F30 öffnen und reparieren


DSCF2432.JPG
Originally uploaded by emeidi

Auf Grund meiner eigenen Schusseligkeit ist mir etwas ähnliches passiert wie einem Besitzer des brandneuen iPhones. Immerhin hielt meine Kamera knapp ein halbes Jahr. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, kann ich leider nicht genau sagen. Sehrwahrscheinlich hat das Mini-Stativ (aka „Tripod“) im Rucksack bei einer ungeschickten Bewegung unverhältnismässig stark auf das Display gedrückt.

Ich schliesse damit ein wenig zu meinem Bruder auf, der es in unserer Jugend geschafft hat, gleich zwei Gameboys mit gezielten Faustschlägen auf das Display zu zerstören.

Reparatur

Ich könnte das Ding nun reparieren lassen – doch das würde mich (gemäss Preisliste und Auskunft eines Service-Technikers) 160.– SFr. kosten. Und dies „exkl. MWSt. und Versandspesen“. Lohnen sich also die wohl aufzuwendenden 200.– SFr. oder nicht?

Nein, habe ich mich entschieden und das Nachfolgemodell Fujifilm Finepix F31d gepostet. Kostenpunkt: 300.– SFr. Vorteil: Ich kann die Speicherkarte weiterverwenden, verfüge über einen 65.– SFr. wertvollen Ersatz-Akku (das Gerät verfügt bereits jetzt über eine unglaublich lange Akku-Laufzeit) und habe ein Ersatzteillager, falls bei der neuen Cam mal etwas anderes als das Display kaputt gehen würde.

Selber basteln

Die Alternative: Da das Gehäuse mittlerweile geöffnet ist (der unbekannte Schraubentyp heisst im Fachjargon Tri-Wing – mein Vater hat es auch ohne einen solchen Schraubenzieher geschafft, indem er einen anderen Schraubenzieher zurechtgeschliffen hat), könnte ich doch das LCD-Display über das Internet bestellen und selber einbauen? Die Typenbezeichnung lautet:

Casio
6H25JGK552167
9S22

Leider ist Fujifilm nicht kooperativ:

Wir verkaufen keine Displays das Einzige was wir Ihnen anbieten können ist die Reparatur des Displays.

Quelle: Mail vom 4. Juni 2007 von reparaturabteilung@fujifilm.ch an mich

Deshalb meine Frage an die Blogosphäre: Wie gehe ich vor? Gibt es graue oder schwarze Kanäle, wo man solche Displays herkriegt? Oder muss ich via eBay gar ein defektes Gerät ersteigern, um dann nach frankensteinscher Manier ein Hybrid daraus zu basteln?

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Dienstag, 3. Juli 2007

Wirtschafts-Propheten

[…] Listen … I realize that we’ve been talking about this for two years, but I tell you right now … it’s an old saying: „Economists get the direction right, but the timing wrong.“ And in many ways this is because we’re being asked to forecast what’s essentially an irrational market. It’s like asking a psychologist „Say, hey, what’s that crazy guy gonna say next?“ If I knew that, he wouldn’t be crazy! [Laughter]

Quelle: Economics Roundtable: The California Economy — Housing Boom or Bubble? [42:30]

Nebenbei ein tolles Video, das wirtschaftsfernen Zeitgenossen (wie mir) das Problem hinter dem Häusermarkt (Stichwort: „Housing Bubble“) in den USA erklärt. Das Video wurde im April 2006 aufgezeichnet; mittlerweile hat sich ja auf diesem Gebiet einiges getan.

[50:00] Housing markets are not the same as stock markets. You don’t daytrade your home. Just that simple. You don’t do it. It seems like a simple thing to say, but the fix costs of buying or selling homes are enormous. The taxes and the personal cost involved are such that people don’t do that likely. They don’t daytrade on their computer their home. What ends up happening instead: You get an exact opposite type of a market pop. It’s not a pop on the price side, it’s e pop on the liquidity side. What you get is a circumstance in which people basically don’t buy and don’t sell their home. They turn of the TV, they cancel the newspaper and they forbid their children to talking to neighbours who may be moving.

[53:20] What are the big three drivers of the California economy? 1) Building new homes, 2) Buying and financing new homes, 3) Furnishing our new homes […] [they] are going to be removed.

Nachtrag

Eine verrückte Grafik, die diese Woche in der New York Times publiziert wurde:

Quelle: A History of Home Values

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Montag, 2. Juli 2007

Fortsetzung der iPhone Lobhudelei

Diesmal nicht von mir, sondern von Steffan Heuer im Magazin von letztem Samstag (was wieder einmal bestätigt, dass Das Magazin einfach die bessere Weltwoche ist):

«Microsoft ist ein Werkzeugkasten für Tüftler, die ihr System wie einen japanischen Sportwagen aufmotzen wollen.» Apples Vision ist eher die eines Porsches – eines kompletten, geschlossenen Systems, an dem Experten so lange herumfeilen, bis es beinahe perfekt daherkommt.

Quelle: Ich habe was, was Du nicht hast

Da spricht mir jemand aus dem Herzen. Basteln tat man, als man sonst noch keine Hobbies und eine Menge Zeit zu verplempern hatte – doch jetzt, wo es gegen die 30 zugeht, gibt es wichtigere Dinge im Leben als das Auto mit dutzenden von Klebern zu überziehen oder alle paar Monate wieder neue Accessoires (Heckspoiler? „Rims“? Violette Regenbogen-Lackierung?) zuzulegen.

Mit dem Alter kommt die Weisheit: Ab einer bestimmten Preisklasse besitzt der fahrbare Untersatz eine Schönheit, die die Frickler auch mit hunderten An- und Umbauten nie erreichen werden. Schade, dass diese Erleuchtung bei einigen wohl noch ein paar Jährchen braucht …

Ceterum censeo …

… bin ich weiterhin der Meinung, dass Apple eine neue Generation von Mobiltelefonen einläutet. Ich scheine nicht alleine zu sein – auch ein „Analyst“ findet:

Still, Wu said the device „has the potential to be landscape-changing,“ and estimated that the product could turn Apple into one of the top selling smart- phone companies over the next two to three years.

Quelle: UPDATE: IPhone Seen As Apple Catalyst, Despite Minor Glitches

But now that analysts and industry executives are getting their first good look at the iPhone, many here are concerned that Asian manufacturers may have underestimated the Apple threat. […] “Apple’s impact will be bigger than Asian handset makers think,” said Kim Yoon-ho, an analyst in Seoul at Prudential Securities. “The iPhone is different from previous mobile phones. It is the prototype of the future of mobile phones.”

Quelle: Rival Manufacturers Chasing the iPhone

iPhone oder Geräte der klassischen Hersteller?

Ein kurzes Gespräch mit Kollege Burgdorfer, als Mitarbeiter einer MobiltelefoniebudeKlingeltonbude, zeitigte aber, dass er sich (momentan) für das Nokia N95 und gegen das Apple iPhone entscheiden würde.

Robert Scoble hat gerade erst genau diese Vergleich gemacht – und entscheidet sich überraschend für Apples iPhone, nicht für Nokia (wie ich bereits anderweitig mokierte: indem GPS, Kamera, Multimedia-Player in einem Gerät verbastelt, wie es „20th century“ Nokia tut, hat man vielleicht bis zum 29. Juni noch Geräte verkauft – Apple setzt die Messlatte nun aber ein bedeutendes Stück höher):

I really am close to saying “screw it” and getting an iPhone anyway. It really is such a superior experience that I can’t justify ANYONE buying a Nokia over an iPhone. Seriously.

Quelle: Comparing N95 to iPhone

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Montag, 2. Juli 2007

Autsch!


IMG_2155.JPG
Originally uploaded by Ficharker family

Sowas bricht einem das Herz …

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Montag, 2. Juli 2007

Peak Oil und die Landwirtschaft

„When you get $4 to $5 for a box of lettuce, there’s no money in that. You’ve got to get around $7 to $8. With the cost of fuel that went up, that affects the cost of everything. Fertilizer went up through the roof because it’s petroleum-based,“ […]

Quelle: S.J. family farms struggle to make ends meet

Ein Vorgeschmack auf welchen Dauerzustand wir uns gefasst machen können, wenn Peak Oil in voller Breite einschlägt. Ich denke nicht, dass der Verlust dann weiter an der Landwirtschaft lasten bleibt. Meine Generation könnte die Nahrungsmittelpreise in nie zuvor gesehene Höhen steigen sehen …

Nicht nur die Kosten für Dünger vervielfachen sich mit dem Anstieg der Erdölpreise – die Ernte will mit dieselbetriebenen Traktoren eingefahren, danach (ebenfalls mit dieselgetriebenen Fahrzeugen) in die Verarbeitungsanlagen gebracht, um anschliessend (wieder mit dieselgetriebenen Fahrzeugen) im Supermarkt zu landen. Keines der beteiligten Unternehmen wird so „sozial“ sein und die Kosten nicht an die Konsumenten weitergeben.

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Sonntag, 1. Juli 2007

Schlange stehen für das iPhone

Some other people nearby said that they had similarly waited for other newly released gadgets like the Play Station, but Anton said that the only other time he’d stood in a similar line was as a boy in Russia, waiting for eggs.

Quelle: iPhone Buzz Reaches to Microsoft’s Back Yard

Angesichts dieses Rummels fragt sich bloggin‘ chm:

Keine Fotos via MMS versenden?! Keine Songs als Klingelton?! Das sind schlechte Nachrichten.

Quelle: Hier kommt das iPhone zu kurz

Nun, ich mag chm auf den ersten Blick Recht geben – wieso fehlt das MMS-Feature? Wenn man aber bereits einmal in Japan war, weiss man, dass man dort weder SMS noch MMS versendet. Für die Textkommunikation wählt man das E-Mail-Format – was das iPhone bekanntlich als Kernkompetenz mit sich bringt. Dieser Paradigmen-Wechsel steht uns noch bevor – genauso, wie Google Maps endlich vernünftige (und benutzbare!) Location Based Services möglich machen wird.

Klingeltöne mögen das Verkaufsargument für Sony Ericsson- und Nokia-Geräte sein – das iPhone liegt mit seinem Preisrahmen ausserhalb dieser Zielgruppe. Leute, die Zeit haben, sich den schnuckeligsten Klingelton für ihr Telefon auszusuchen, sind garantiert (noch) nicht im Visier von Apple. Das iPhone richtet sich an Leute, die das Gerät zur Verrichtung ihrer alltäglichen Arbeit benötigen und die Auslagen von 600 USD dank dem Produktivitätsgewinn äusserst rasch wieder erwirtschaftet haben. Wer das iPhone kauft, der will primär das Web und E-Mail auf seinem Gerät haben, wie er es sich von seinem Desktop-Rechner gewohnt ist – und vielleicht noch seinen iPod ersetzen.

Denkfehler

Wir begegnen dem iPhone mit dem Denken, das für die vorherige Generation der Mobiltelefon-Geräte gegolten hat – kein Wunder, dass man daraufhin mit einer Menge von Kritikpunkten aufwarten kann. Ob diese wirklich relevant sind, bezweifle ich hingegen.

Das Problem der Kritiker ist (über die Lobhudler wie mich lässt sich wohl auch eine Menge schlechtes Zeugs sagen), dass sie ihre bestehenden Kenntnisse nehmen und diese auf das iPhone übertragen sehen lassen wollen.

Dieses Verhalten erinnert mich an die ersten paar harten Wochen, die ein Switcher von Windows nach Mac OS X über sich ergehen lassen muss. Nichts mehr ist am gewohnten Ort, alles funktioniert ein wenig anders. Doch hat man die Durststrecke hinter sich, wird man sich darüber aufregen, wie umständlich die Bedienung von Windows im Grunde war, und wie viel logischer das GUI von Mac OS X aufgebaut ist. Diejenigen, die in der Windows-Welt zurückgeblieben sind, werden das neue Denken nicht verstehen und ungläubig den Kopf schütteln. Die Überläufer hingegen werden die Produktivitätssteigerung dankend willkommen heissen und die Kritiker links liegen lassen.

Übrigens: Ähnliches passierte auch beim iPod – bis man realisierte, dass Apple seine Geräte so baut, wie sie 80%+ der Leute benutzen wollen und die 20% Technik-Freaks aussen vor lässt. Diese dürfen sich ihren GNU/Linux-OGG-Player weiterhin selbst zusammenlöten – die breite Masse hingegen will nur einen einfach zu bedienenden MP3-Player, der einen das gewünschte Musikstück rasch wiederfinden und wiedergeben lässt. Die wenigsten stört, dass man den Akku nicht wechseln kann, und eigentlich ist es auch jedem Endanwender egal, in welchem Format die Musik auf dem Gerät gespeichert wird. Hauptsache, es dudelt etwas, sobald man auf die Play-Taste drückt.

Nicht nur die Heise-Foren sind ein guter Ort, um die damalige negative Grundhaltung gegenüber dem iPod erneut vor Augen zu führen. Und heute? Den Kritikern straften die Verkaufszahlen Lügen. Es gibt sie zwar immer noch, die Meckerer, und sie haben nach wie vor eine laute Stimme – doch kaum jemand kümmert sich noch über die „DRM-Akku“-Kritker, geht in den nächsten Laden – und kauft sich einen iPod. Himmel, sogar Interdiscount führt das Ding mittlerweile.

Labels: Apple

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Sonntag, 1. Juli 2007

Iran vor dem Kollaps?

[…] Notice that Iran is spending 38% of its national budget (almost 15% of GDP!) on gasoline subsidies!

[…] There is almost 14% unemployment among college graduates. Iran looks to me like Russia did in 1988. They were in the process of self-destruction, although few recognized it at the time. Iran is a matter of time.

Quelle: Iran Runs Out of Gas and Self Destructing, Stand Aside Also $250 Billion in Subprime Mortgage Losses

Dann müssen die Falken in Washington ja nur noch ein wenig zuwarten – und dann in einem Katzensprung aus dem Irak nach Iran übersetzen, um sich die im Land brachliegenden Ölfelder unter den Nagel zu reissen.

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Sonntag, 1. Juli 2007

Mac or PC-Rap

Dank: Kollege Söudu

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