Archiv 6. Februar 2008

Mittwoch, 6. Februar 2008

Freie Marktwirtschaft falsch verstanden

Occasionally, in what is basically a free-market system, a whole class of people gets the wrong idea. This is what happened in America (and elsewhere…mostly in the Anglo-Saxon economies) in the last quarter-century. They thought capitalism would make them rich, so they spent as if they already were rich. They thought jobs and credit would always be plentiful, so they saw no need to save money. Their leaders said they would prevent anything from going wrong…and the poor saps trusted them.

Quelle: Capitalism Left Behind in the Biggest Burst of Wealth Producing Growth

Labels: Wirtschaft

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Mittwoch, 6. Februar 2008

Danke, dass Sie rauchen!

Vor wenigen Tagen hat mir mein Zigaretten-„geniessender“ Bruder einen Artikel zugesandt, der ihm in unserer ewigen Diskussion über Sinn und Nutzen der Unterdrückung der Raucher endlich einmal ein Totschlägerargument in die Hand gibt:

Gesunde, schlanke Menschen kosten das Gesundheitswesen einer Studie zufolge mehr als Raucher und Übergewichtige […] Grund für diesen Sachverhalt sei die längere Lebenserwartung, erklärte Pieter van Baal vom niederländischen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt. „Wenn man länger lebt, kommt man das Gesundheitssystem teurer.“

Letztendlich fielen für die gesunde, schlanke Gruppe Behandlungskosten von rund 417.000 Dollar (281.000 Euro) ab einem Alter von 20 Jahren an. Bei den Übergewichtigen wurde ein Betrag von 371.000 Dollar (250.000 Euro) ermittelt, bei Rauchern nur rund 326.000 Dollar (220.000 Euro).

Quelle:

Abgesehen davon, dass diese Aussage, auf die Spitze getrieben doch arg perfid ist („Wer gar nicht erst geboren wird, kostet das Gesundheitssystem sagenhafte 0.– SFr.“), möchte ich doch noch darauf hinweisen, dass man hier – meiner Meinung nach – nicht nur das Gesundheitssystem abgetrennt vom restlichen Leben (Freizeit, Arbeit etc.) betrachten sollte.

Als Denkanstösse:

  • Wer tot ist, kann auch nicht arbeiten und auch nicht konsumieren (man denke nur einmal an die Auswirkungen auf die Zigarettenindustrie). Unser Wirtschaftssystem beruht aber darauf, dass immer mehr konsumiert wird.
  • Wer an Lungenkrebs stirbt, kann seine Kinder nicht mehr grossziehen und für ihren Unterhalt sorgen.
  • Ein Arbeitnehmer, der wegen Nikotinmissbrauch jung stirbt, kann über die Jahre hinweg erarbeitetes Wissen und Fähigkeiten nicht einsetzen, um eine „Produktivitätssteigerung“ zu generieren. Auch kann er dieses Wissen nicht weitergeben.

Fazit: Ich behaupte einfach mal, dass eine Vollkostenrechnung gegen Raucher ausfällt.

Andererseits: Die Rauchbelästigung sinkt (dies der eigentliche Grund, wieso ich für ein Rauchverbot im öffentlichen Raum bin). Die Nachhaltigkeit wird gesteigert (es leben mehr Menschen auf diesem Planeten, als dieser längerfristig ertragen kann). Und: Das Evolutionsprinzip funktioniert ja vielleicht auch hier. Vielleicht sorgen Raucher über Jahrmillionen tatsächlich dafür, dass sie sich selber ausrotten … und das Nikotin-Sucht-Gen so aus dem menschlichen Genpool verschwindet.

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Mittwoch, 6. Februar 2008

Die Illusion der Wahl

„If voting changed anything they’d make it illegal.“ –– Gwent Anarchists

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Mittwoch, 6. Februar 2008

Exekutiv-Politikerin kämpft um lebenslange Rente – Pfui!

Die ehemalige Zürcher FDP-Regierungsrätin Dorothée Fierz hat ihren Kampf um eine lebenslange Rente verloren und muss sich mit einer Freizügigkeitsleistung von zwei Millionen Franken begnügen […] Die für Regierungsräte massgebliche Leistungsverordnung sieht bei einem freiwilligen Rücktritt vor dem vollendeten sechzigsten Altersjahr eine Rente erst nach mindestens acht Amtsjahren vor.

Quelle: Definitiv keine Rente für Dorothée Fierz

Und sowas von einer FDP-Politikerin … *kopfschüttel*

Ich bin – auch abgesehen von diesem Vorfall – der Meinung, dass sich künftig nur noch Millionäre und Milliardäre für Exekutiv-Ämter zur Wahl stellen dürfen und man so diese fürchterlichen lebenslagen Renten für Exekutiv-Politiker abschaffen kann. Arme Schlucker wie diese Frau Fierz, die anscheinend eine lebenslange Rente nötig hat, weil sie vorher nie einem anständigen Job nachgegangen ist, könnten solche Schoggi-Jobs (da arbeitet man höchstens 35 Stunden die Woche) nicht mehr des lieben Geldes Willen annehmen. Man stelle sich vor, was diese Frau Fierz in der Ausübung ihres Amtes alles unternommen hat, um ihr wirtschaftliches Wohlergehen auf Kosten des Steuerzahlers abzusichern … Am besten gehen wir dieser Befürchtung gar nicht weiter nach, sonst kommen da plötzlich noch tonnenweise Leichen zum Vorschein.

Milliardäre sind unabhängige Exekutiv-Politiker

Nein, würde das Stimmvolk nur noch Exekutiv-Politiker im Format (und dem Vermögen) des Herrn Blochers wählen, wäre unser korruptes, von Sonderinteressen und Lobbyisten gesteuertes Politsystem gerettet. Endlich würden nicht mehr individuelle monetäre Interessen verfolgt – Leute wie Herr Blocher und seine Unternehmer-Kollegen sind ja schon unglaublich reich, denen käme es kaum in den Sinn, mit Hilfe des Staates noch reicher zu werden (beispielsweise, indem man den Markt gegen unliebsame Konkurrenz abschottet). Unter der Ägide von geklonten Blochers stünden endlich wieder wir, das Volk, die Büetzer, denen am Ende des Jahres sowieso nichts mehr bleibt, im Mittelpunkt. Ohne alles dominierenden Fiebertraum nach lebenslangen Renten politisiert es sich viel mehr auf der Linie des einfachen Mannes da draussen.

Musterknabe Privatwirtschaft

Man stelle sich nur vor, das so etwas auch in der Privatwirtschaft Schule machen würde. Herr Ospel beispielsweise kriegte dann bei seinem (baldigen?) Rücktritt jährlich einen Check in Millionenhöhe ausgestellt (oder, wenn es genehmer wäre, etwas wie eine „Abgangsentschädigung“). Das würde garantiert kein Aktionär gutheissen, wie es auch kein Steuerzahler gutheissen würde, wenn Politiker für’s Nichtstun das restliche Leben lang vom Staat durchgefüttert würden. Nein, der Herr Ospel ist bescheiden, nimmt nie mehr, als ihm wirklich zusteht und weiss, dass ihm bei einer Entlassung kein Fünfer mehr bleibt. Deshalb führt er seine Bude auch so gewissenhaft, dass er noch lange, lange am Ruder bleibt – schliesslich möchte er nicht wegen Unfähigkeit entlassen werden und zum Sozialfall werden. Die Privatwirtschaft geht mit erhobenen Hauptes voran, wenn sie Sonderbehandlungen ihrer Kapitäne mit dem Argument ausschliesst, dass die Putzfrau desselben Unternehmens mir nichts, dir nichts ja auch keine Abgangsentschädigung oder lebenslange Rente kriegt, wenn ihr gekündet wird. Liebe Politiker, nehmt euch ein Beispiel an unseren CEOs!

(Wer Ironie findet …)

Labels: Politik, Schweiz, Wirtschaft

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Mittwoch, 6. Februar 2008

Wir LEBE Web-Award-Gewinner in der BZ

Nachdem ich bereits letzte Woche live von der Preis-Verleihung gemoblogt und anschliessend das freudige Ereignis auch noch in einem Blog-Artikel verarbeitet habe, hat es die Web-Site der Sek Neuenegg mitsamt ihren „Machern“ heute in die BernerZeitung geschafft – mit halbseitigem Artikel, inklusive Farbfoto:

Preisgekrönter Internet-Auftritt

Quelle: BernerZeitung, 6. Februar 2008, „Preisgekrönter Internet-Auftritt“, S. 26.

Es ist schön, eine solche Anerkennung zu erhalten.

Labels: Blogosphäre, Medien

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Mittwoch, 6. Februar 2008

2:0 für eMeidi gegen Microsoft Internet Explorer

image-2016

eMeidi 2,
Internet Explorer 0

Originally uploaded by emeidi

Wie immer verzögerte dieser Bastard von Microsoft Internet Explorer 6.0 (MSIE6) meine wohlverdiente Nachtruhe.

Schlussendlich – mit Hilfe des IE NetRenderers (Via: Live-Screenshot-Service für den IE / 1) und später von Parallels und Windows XP auf meinem MacBook (für fünfmalige Reloads innerhalb einer Minute ist das MacBook dann doch angenehmer) habe ich es aber geschafft. Diese Scheisse, die sich Browser nennt (man nehme mir die leider zutreffende Wortwahl nicht übel), ist besiegt.

Absolut positionierte Box

Damit eine innerhalb des Header-divs positionierte Sprachbox schön bündig rechts unten innerhalb des Headers erscheint, benötigt man folgende CSS-Eigenschaften:

#header {position:relative;height:150px;}
#lang {position:absolute;right:0;bottom:0;}

Die Höhe hatte ich bis vorhin nicht explizit angegeben. Weder Safari, Firefox noch Opera störten sich daran – doch im Internet Explorer wurde das Böxchen schlicht und einfach nicht angezeigt. Erst als ich die Höhe nachgetragen hatte, erschien das Miststück.

Eingerückte Box

Wenn ich einer floatenden Box die Eigenschaften …

#nav {float:left;margin:0 0 0 50px;padding:108px 0 0 0;}

… verpasste, wurde sie überall ausser im MSIE richtig positioniert. Im Microsoftschen Wunderwerk, welches wohl schon viele Web-Designer zum Amokläufer gemacht hat, war das Element 75px eingerückt. Nach einigem Pröbeln dann der Ausbruchsversuch:

#nav {float:left;margin:0;padding:108px 0 0 50px;}

Und es klappt. Anstelle eines margins gebe ich der Box halt ein padding von 50px – und jetzt frisst es auch das Monster aus Redmond …

Schlafen gehen

Wie sagte ein Zeitgenosse so schön:

„Now I can die happy!“

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