Archiv Januar 2026

Freitag, 30. Januar 2026

Einen HP Laser MFP 137fnw in CUPS einbinden

Obwohl es natürlich das LPR und JetDirect (9100) Protokoll gäbe, versuche ich heutzutage wenn immer möglich das Internet Printing Protocol (IPP) zu verwenden. Für HP-Drucker lautet der IPP-Endpunkt /ipp/print, und somit die ganze URL:

ipp://192.168.14.100/ipp/print

Was gleichbedeutend ist wie http://192.168.14.100:631/ipp/print.

Öffnet man diese URL im Browser, erscheint folgende Fehlermeldung:

Invalid Request. Some Error

Den über HPs Website heruntergeladenen Linux Universaltreiber (Treiber-Download-Seite, Direktlink uld-hp_V1.00.39.12_00.15.tar.gz) und das dazugehörende PPD habe ich nicht zum Laufen gekriegt: Im CUPS Web-Interface stand etwas von „Filter failure“, und das Log sah folgendermassen äusserst schizophren aus (eine Mischung aus „alles hat funktioniert“ und „komplettversagen“):

...
D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] PID 2058714 (/usr/lib/cups/backend/http) exited with no errors.
D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] **** Error: Page drawing error occurred.
D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] Could not draw this page at all, page will be missing in the output.
D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] Rendering completed
D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] PID 2058712 (/usr/lib/cups/filter/gstoraster) exited with no errors.
D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] End of messages
...

Leider habe ich es nicht geschafft herauszufinden, woher Could not draw this page at all, page will be missing in the output. konkret stammte, und wie die Fehlermeldung verursacht wird. Meine aktuelle Vermutung: Debian Trixie, die installierte Ghostscript-Version sowie der Treiber können es nicht miteinander.

Exkurs: gstoraster ist im Debian-Paket cups-filters enthalten (Debian Package Search), und gemäss github.com/richud/gstoraster handelt es sich um einen (minimalen?) Ghostscript-Wrapper. Zwischenfrage: Wieso einen Druckauftrag überhaupt auf dem Linux-Druckserver rastern, wenn das der Drucker selber kann?

Item. Man kann die ausführbare Datei aufrufen, und sie gibt folgendes zurück:

$ /usr/lib/cups/filter/gstoraster --help
ERROR: /usr/lib/cups/filter/gstoraster job-id user title copies options [file]

Ausdrucke funktionierten, wenn ich den von CUPS mitgelieferten generischen PCL6-Treiber als Treiber auswählte. Doch eigentlich möchte ich anno domini 2026 Druckaufträge in Form von PDFs direkt an den Drucker senden, und nicht zuerst noch von CUPS nach PCL6 konvertieren.

Die Lösung: Als Druckertreiber wähle man IPP EverywhereTM aus. Damit sollte heutzutage jeder etwas neuere Drucker ansprechbar sein, ohne Treiber- und sonstiges Ghostscript-Gedöns.

Spannend: Ich wusste bis heute nicht, dass dieser generische Standardtreiber aus AirPrint entstanden ist, Apples Lösung um von iPhone und iPad aus zu drucken, ohne auf diesen Geräten irgendwelche Druckertreiber installieren zu müssen. Fantastisch! Danke Apple.

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Freitag, 30. Januar 2026

Exxon: Eines der am Besten operierenden Unternehmen?

As anybody who has interacted with Exxon can attest, it is one of the most well-run enterprises in the world. It has a near-maniacal focus on discipline, especially in capital allocation, safety systems, and operational execution. While critics contend the same culture is rigid, top-down, and slow to adapt, few can argue with Exxon’s long-term success. At the time of this writing, its market capitalization is north of $570 billion. It sports what many call a fortress balance sheet, and it holds ownership interests in several of the most lucrative hydrocarbon resources in production today. Internally, there is a hardwired belief that the company’s culture is directly responsible for this success, and preserving it is the first and most important task of its leaders.

Quelle: A Brief History of Times

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Freitag, 30. Januar 2026

Die Progressiven verlieren an Rückhalt

»Zurück zu traditionellen Familienmodellen« und »Minderheitenrechte beschneiden«: Eine beträchtliche Gruppe der 16- bis 39-Jährigen hat einer Studie zufolge rückwärtsgewandte Einstellungen. Wie gefährlich ist das?

Quelle: Befragung von Gen Z und Millennials: Warum bei vielen jungen Menschen die Sehnsucht nach gestern groß ist

Nun, werte Swantje Unterberg, irgendwann hat man es mit LGBTQ+, DEI, ESG, Klimajugend, FFF, und all dem anderen Karsumpel an Zeitströmungen einfach mal gesehen, insbesondere, wenn diese von der Intelligenzia in der linken Politik und den Mainstream-Medien so richtig in aller Köpfe gedrückt werden sollen (auch von Ihnen?). Aktion erzeugt irgendwann einmal eine Gegenreaktion.

Die meisten von uns wissen tief in sich drin, dass dies nicht „rückwärtsgewandte“ und „gefährliche“ Einstellungen sind, sondern dem gesunden Menschenverstand entsprechen.

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Freitag, 30. Januar 2026

Baud: Die EU zeigt, wohin der Weg führt

Mit der Sanktionierung von Jacques Baud zeigen die ungewählten EU-Granden von der Leyen, Kallas sowie der bürokratische EU-Apparat usw. usf., wohin der Weg der EU führt: Schnurstracks in Richtung totalitärem Staat.

Irgendein komisches Gremium, demokratisch nicht legitimiert, entscheidet basierend auf dem Nasenfaktor, wer einem nicht in den Kram passt — und schwupps, ist man auf der Sanktionsliste, kann nicht mehr Reisen, und verhungert de facto.

Das Urteil wurde freundlicherweise in einem Hinterzimmer gefällt und vollstreckt. Der Verurteilte erfährt nicht direkt vom Urteil, sondern indirekt über Medien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, respektive kompliziert und langwierig.

Könnten Baud Straftaten nachgewiesen werden, hätte man ihn vor ein normales Gericht in seinem Wohnsitzland Belgien gestellt. Er hätte sich einen Anwalt nehmen und für sein Recht kämpfen können.

Aber natürlich kann ihm rechtlich nichts zu Lasten gelegt werden, weshalb andere Ebenen der Macht herhalten müssen, um ihn mundtot zu machen.

Gleichzeitig behaupten diese Gestalten, so doll besser zu sein als die USA, Russland, China und der Iran. Die moralisch-ethischen Führer der Welt. Denkste. Sie können nicht warten, mit denselben Mitteln und derselben Macht ausgestattet zu sein, wie die Nationen, welche sie öffentlich verabscheuen.

Schlussendlich: Es ist eine Schande, wie sich die offizielle Schweiz, allen voran der Bundesrat, von der EU abkanzeln lässt und Baud nicht längst zur Hilfe gekommen sind, und die Behandlung eines unbescholtenen Schweizer Bürgers nicht lautstark anprangern.

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Freitag, 30. Januar 2026

Unwort: Einordnen

Seit Jahren machen wir Kollegen sarkastisch Gebrauch des Worts „einordnen“, welches die hiesige Medienwelt mit viel Schwung erobert hat. Da steht im Gruppenchat regelmässig: „Louis, kannst du uns das bitte einordnen?“, als Seitenhieb gedacht auf all die (linken) Journalisten des Staatsfernsehens- und Radios, sowie der Mainstream-Medien, welche tagein, tagaus … eben … freundlicherweise jenste Dinge EINORDNEN.

Doch:

[…] diese Phrase von der ›Einordnung‹ kommt direkt aus der semantischen Hexenküche derer, die für diese Sachen [EU-Sanktionen gegen Baud und Dogru] mitverantwortlich sind.

Mündige Bürger brauchen keine ›Einordnung‹ (die den Rahmen nie in Frage stellt), sondern Analysen.

Quelle: @textkritik als Antwort auf den Tweet:

Im aktuellen Freitag gibt es meine Einordnung (leider erheblich gekürzt) zu den EU-Sanktionen gegen Baud und Dogru. Bissigere Langfassung demnächst online!

Quelle: @DrClaudiaWittig

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Freitag, 30. Januar 2026

Line Benutzersuche: User not found.

Wer kennt es nicht: Man weilt in Asien, sucht und findet online einen Dienstleister, welcher auf seiner Online-Präsenz seine Line ID angibt (der Messaging-Dienst ist hier populärer als WhatsApp). Anstelle eines Telefonanrufs, oder ein Besuch im Geschäft, versucht man, zuerst mittels Line Kontakt aufzunehmen.

Du öffnest auf deinem Smartphone also die Line App, suchst nach der Line ID, und dann steht da:

User not found.

Der Grund: Wer auch immer bei Line das Sagen hat, der fand es eine geniale Idee, Leuten mit einer nicht-südostasiatischen Nummer die Suche nach Benutzern mittels deren Line ID und Telefonnummern zu verweigern:

Searching by Line ID or by phone number is no longer supported if your account is tied to a foreign (e.g. USA) number. You have to use a QR code or send them an „add me“ link instead.

Note: The phone number search feature is only available for LINE accounts created with LINE versions earlier than 13.11.0 if you’re using LINE outside of Hong Kong, Japan, Korea, Taiwan, or Thailand.

Quelle: I can’t add friends via Who is NOT able to add people by their Line ID or phone number on their mobile device? What country is your phone number that you registered with?

Man stelle sich vor, man betreibt einene Messaging-Dienst, erlaubt seinen Benutzern aber nur, mit bereits befreundeten Personen zu chatten. Wahnsinn.

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Dienstag, 20. Januar 2026

Xerox Phaser 3020: Kennwort des Web-Servers

Im Frühjahr 2025 habe ich mir für eine Wochenaufenthalter-Wohnung einen Kleinst-Laserdrucker angeschafft.

Ich schwöre seit Jahren auf Xerox — primär wegen der Kompatibilität zu macOS, aber auch, weil Abgänger dieser Firma Adobe gründeten und PostScript erfanden, welche wiederum Apple für den LaserWriter auswählte. Normalerweise kaufe ich mir davon die MFPs (aktuell: B235)

Die Wahl fiel auf den Xerox Phaser 3020. Kaufen würde ich das Ding nicht noch einmal, weil es nach einer Weile die WiFi-Verbindung zum Netzwerk verliert, und dann nur wieder auftaucht, wenn man das Gerät mittels Bedienbuttons (nicht dem Stromschalter) ausschaltet, und wieder einschaltet.

Auf der Suche, die Situation zu verbessern, wollte ich mich im Web-Interface umschauen. Um aber in den Konfigurationsbereich zu kommen, benötigt man Zugangsdaten. Nach einigem Pröbeln hier die Lösung:

  • Benutzername: admin
  • Kennwort: 1111

Ganz wichtig: Beim Benutzernamen spielt die Gross- und Kleinschreibung eine Rolle. Liebesgrüsse an die Entwickler in Norwalk CT, USA. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte eine Software den Benutzernamen (intern) homogenisieren (entweder alles gross, oder alles klein), aber das Kennwort genau so hashen, wie es übermittelt wird. Seufz.

Via: The default administrator password (CentreWare® Internet Services) does not work for Xerox Phaser 3020

Da ich admin zuerst falsch geschrieben hatte, machte ich mich auf die Suche nach dem Kennwort. Sowohl die Empfehlung mit der Seriennummer (bedingt, dass man den Drucker öffnet), wie auch die Konfigurationsseite führten nicht ans Ziel.

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Dienstag, 20. Januar 2026

MacPorts: virtualenv Kommando nicht gefunden

Ich verwende virtualenv, wenn ich Python-Scripts ausführen möchte (oftmals im Kontext von cron-Jobs).

In jedem Script-Verzeichnis habe ich dann ein bash-Script setup-virtualenv.sh, welches das virtualenv einrichtet, sowie ein bash-Script, welches das virtualenv lädt, und danach das Python-Script ausführt. So kann ich das Script auf verschiedensten Systemen — inklusive macOS — laufen lassen. Sofern das Kommando virtualenv vorhanden ist, und das Setup-Script laufen gelassen wurde.

Unter Debian ist der wichtigste Schritt mittels apt-get install python3-virtualenv getan.

Problem unter macOS: Mittels sudo port install py-virtualenv installiert man zwar virtualenv, aber das Kommando virtualenv wird dann noch nicht gefunden.

Hierzu muss man noch folgenden Befehl ausführen:

# port select --set virtualenv virtualenv313

313 ist die gewünschte Python-Version, hier 3.13, welche sich von System zu System unterscheiden kann. Meines Wissens muss man hier dieselbe Version wählen, welche auch das zu verwendende Python-Release trägt. Dieses hat man bekanntermassen folgendermassen selektiert:

# port select --set python python313
# port select --set python3 python313

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Dienstag, 20. Januar 2026

AI-Texte verraten sich mit diesem einen Muster, und: dem em-dash

(Hilfe, jetzt verwende ich auch schon Blog-Titel, die den Leser verführen, den Artikel hier zu lesen … sorry)

Twitter ist seit Jahren die Social Media-Plattform meiner Wahl. Facebook habe ich nach dem Cambridge Analytica-Skandal nie mehr besucht, Instagram verwende ich selten, TikTok war während eines längeren Spitalaufenthaltes ein guter Zeitvertrieb, aber seither längst wieder deinstalliert.

Einer der grössten Fehlentscheide Elon Musks ist meines Erachtens die Textlimite von Tweets aufzuheben. Seither fluten viele Teilnehmer meine Timeline mit ellenlangen — nein, biblisch-langen — Texten, was viel des ursprünglichen Charmes der Platform („In der Kürze liegt die Würze!“) zerstört hat.

Der diesbezügliche perfekte Sturm ist die AI-Revolution der letzten Jahre: Ich helfe wetten, dass die meisten Engagement Farmer auf der Plattform so richtige Vollhorste sind, die ihre Texte durch welchen gerade gehypten AI-Agent durchpressen.

Mittlerweile habe ich ein recht gutes Gefühl dafür, solche Texte zu erkennen. Einerseits mittels Bauchgefühl, aber noch treffsicherer seit ich folgenden ycombinator Thread über den Blog-Post „21 Lessons From 14 Years at Google“ eines anderen Googlers gelesen habe:

feels LLM assisted, at the very least. […]

Der Kommentator listet Sätze auf, die AI (präziser: die Verwendung von LLMs) verraten:

  • The skill isn’t being right. It’s entering discussions to align on the problem
  • clarity isn’t a style preference – it’s operational risk reduction
  • The punchline isn’t “never innovate.” It’s “innovate only where you’re uniquely paid to innovate
  • This isn’t strictly about self-promotion. It’s about making the value chain legible to everyone
  • The problem isn’t that engineers can’t write code or use AI to do so. It’s that we’re so good at writing it that we forget to ask whether we should.
  • This isn’t passive acceptance but it is strategic focus
  • This isn’t just about being generous with knowledge. It’s a selfish learning hack

Generisch ausgedrückt: „It’s not X. It is Y.“, oder auf Deutsch: „Es ist nicht nervig, AI für alles und jedes zu benutzen. Es ist ein essentielles Werkzeug für Heissluftbläser.“

Ein viel subtileres Zeichen, das auf die Verwendung von AI-Schreibhilfen hindeutet: Die Verwendung des em-dashes, sprich: „satzEins — satzZwei“. Ist die Person mir nicht als Typographie-Freak bekannt (ich habe genau einen solchen Kollegen), und sehe ich einen em-dash in einem Email, Brief oder SMS dieser Person, ist der Fall klar: Da war AI involviert.

PS: Irrelevant für Texte, aber neben dem Sora-Wasserzeichen sind Sora AI-generierte Videos (derzeit) 11 Sekunden lang. Sieht man auf Twitter ein Video mit genau dieser Länge: Aufgepasst. Trau, schau, wem — prüfe, ob das Video wirklich echt ist, oder für Engagement Farming oder Psyops eingesetzt wird.

Nachtrag 1

Der folgende Tweet — AI-generiert. Wetten?

The best gift you can give your child isn’t more toys.
Not a bigger house.
Not even the best school.
It’s a sibling.

Quelle: Wegiveyouhealt1‬⁩@

Nachtrag 2

Seit ich gestern darüber gebloggt habe, fallen mir solche Texte immer mehr auf.

Diese AI-Art zu schreiben scheint auch auf hochdeutschen Blogs zum Tragen zu kommen. Hier offenbar in der Form „Nicht X [, nicht Y] — sondern Z“:

Nicht als Gegenrede, nicht als moralische Korrektur – sondern als realpolitischen Anker.

[…] dass wir uns nicht in einer Übergangsphase befinden, sondern in einer neuen Ordnung, die bereits greift.

Quelle: Bevor Trump redet, sollte man Carney lesen

Eine Variation davon: „X ist kein Y. Es ist Z.“

Das ist keine abgestimmte Formel. Das ist meine Lesart der Welt.

Das ist kein Zynismus. Es ist eine nüchterne Zustandsbeschreibung.

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Labels: AI

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Montag, 19. Januar 2026

Natürlich sind heutzutage auch Google Maps Reviews von einigen Autoren durch AI gepresst worden

Merke: Die Antwort des AI-Tools auf den Prompt sollte man vor dem Kopieren deselektieren, oder dann spätestens nach dem Einfügen rauslöschen:

It looks like you’re writing a review! Here’s a well-structured and polished version:

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Labels: AI, Funny

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