Archiv ‘Politik’
Sonntag, 4. Oktober 2009
Mit Twitter den Iran revolutionieren?
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Vom Trojanischen Pferd zu Twitter, von der heiligen Maschine Baudelaires zum Handyfoto: Die Geschichte des Protests wäre nichts ohne zeitgemäße Technik und Kommunikationsmittel – entscheidend aber, das zeigen die aktuellen Demonstrationen in Iran, ist der Wille zum Handeln.
Quelle: Weltgeschichte des Protests: Twitter und der Eros der Freiheit – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur
Vage erinnert man sich an die längst vergangenen „heissen“ Tage in Teheran. Fortschrittliche Zeitgenossen, in ihren klimatisierten Büros auf teuren Sesseln sitzend, färbten ihre Profilbilder auf Twitter grün ein und hatten wohl tatsächlich das Gefühl, sich so nicht nur mit den unterdrückten Persern zu solidarisieren, sondern auch die Protester tatkräftig zu unterstützen.
Es wäre wohl die erste „Revolution“ gewesen, die man von der Hängematte aus mit ein paar Mausklicks gewonnen hätte. Die Realität sah dann leider etwas anders aus – und Ahmadinejad waltet und schaltet weiterhin unbehelligt.
Tags: Bevölkerung, Iran, Kampf, Revolution, Staat, Staatsschutz
Labels: Politik
Donnerstag, 1. Oktober 2009
NYT berichtet über das Schweizer Gesundheitssystem
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Like every other country in Europe, Switzerland guarantees health care for all its citizens. But the system here does not remotely resemble the model of bureaucratic, socialized medicine often cited by opponents of universal coverage in the United States.
Quelle: Swiss Model for Health Care Is Gaining Admirers – NYTimes.com
Dank der UBS, Steuerhinterziehern und der Polanski-Festnahme schafft es die Schweiz in die us-amerikanische Presse. Deutlich positiver geht es im Artikel der New York Times über das schweizerische Gesundheitssystem zu und her. Dieser Artikel gehört zur Pflichtlektüre für alle, die sich gerne einmal für den Blick von aussen interessieren.
Zugegeben, aus Sicht der Amis (deren geiles Motto bekanntlich lautet: „Jahrelang Krankenkassenprämien zahlen, um im Notfall die Leistung verweigert und die Police gekündigt zu bekommen“) ist unser System wohl ein Klon des Paradieses. Wir Schweizer hingegen sollten nicht zu den schlechten Beispielen herab-, sondern zu den guten hinaufblicken. Es gibt noch viel zu tun!
Tags: Gesundheit, Gesundheitssystem
Labels: Politik, Schweiz, USA
Mittwoch, 30. September 2009
Photoshopped? Bald mit Pflicht-Hinweis!
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In case you hadn’t heard, earlier this month fifty politicians put a law in front of French parliament under which digitally manipulated images would bear the somewhat rueful label “Retouched photograph aimed at changing a person’s physical appearance.” The goal is essentially one of public health and consumer expectation: don’t try looking like this at home.
Quelle: Subtraction.com: The Meaning of Photoshop
Ich sehe die Mehrheit aller Plakatreklamen mit solchen Hinweisen verunstaltet. Fürchterlich, dabei haben diese Magersuchts-Models doch überhaupt nichts Verwerfliches an sich!
Die Franzosen könnten dieses Gesetz noch derart auf die Spitze treiben, dass man wie bei den Zigaretten mindestens 50 % des Plakats mit diesem Hinweis zupflastern müsste.
Tags: Frankreich, Kunst, Photographie, Werbung
Labels: Gesellschaft, Medien, Politik
Sonntag, 27. September 2009
Verlierer und Sieger der Bundestagswahlen in Deutschland 2009
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Es muss einem schon zu denken geben, wenn die SPD während einer Wirtschaftskrise so massiv an Stimmen verliert. Aber dennoch gilt es auch die vermeintlichen Gewinner auf den Boden der Tatsachen zu holen:
CDU und CSU erreichen mit gerade einmal knapp 34 Prozent nicht einmal das Niveau von vor vier Jahren. Damit fährt Merkel das schlechteste Ergebnis für die Union bei einer Bundestagswahl seit der Wahl 1949 ein.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Druckversion – Bundestagswahl: Kanzlerin von Guidos Gnaden – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik
In den USA wurde letztes Jahr der erste Schwarze zum Präsidenten gewählt – in Deutschland ist absehbar, dass mit Guido Westerwelle der erste Schwule zum Aussenminister wird. Als gesellschaftlich sehr liberaler Mensch freut mich dies sehr.
Tags: Deutschland, Wahlen, Wahlkampf
Labels: Politik
Mittwoch, 23. September 2009
Wann fluten die Chinesen den Dollarmarkt?
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But just wait until the United States loses their trust. In a matter of minutes, China could dump enough US dollars to set off alarms all over the world. All of a sudden, dollar holders would rush for the exits – each one trying to get out before the others. In minutes, the dollar market could collapse…taking down US Treasury bonds with it.
Quelle: US Dollar Declining as China’s Currency Rises
Bleibt zu hoffen, dass der Schweizer Franken dann zur Fluchtwährung – und wir somit zu sehr, sehr reichen Leuten werden. Dann kaufe ich mir für den Preis eines rostigen Kleinwagens eine Villa in Beverly Hills.
Übrigens: Es fehlen noch 2 Rappen bis zur Parität!
Tags: China, Dollar, Währung
Labels: Politik, USA, Wirtschaft
Dienstag, 22. September 2009
Deutschland hat keine Wahl
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Frontal21 zeichnet ein treffendes Psychogramm Deutschlands: die grösste Bundestagsfraktion sind die Nichtwähler, die Hälfte der Parteimitglieder sind über 50, sämtliche Parteiprogramme versprechen alles und nichts, Ordnungsämter treiben Jungunternehmen in die Insolvenz, zwischen Hartz IV und Topbanker gibts nix mehr. Gute Wahl, Deutschland!
Quelle: Facebook-Status von Dennis Nordmann
Tags: Deutschland, Wahlen, Wahlkampf
Labels: Politik
Samstag, 19. September 2009
Grossräte fordern Bierverbot
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Die Szenen betrunkener Jugendlicher sollen bald der Vergangenheit angehören. Grossräte wollen im Kanton Bern Bier für unter 18-Jährige verbieten.
Quelle: Grossräte fordern Bierverbot – News Region: Kanton Bern – bernerzeitung.ch
Mit dieser Methode hatten die Deutschen schon in den 1980ern Erfolg, als sie dem Wald das Sterben verboten.
Liebe Grossräte, ich verstehe euer Anliegen und die hehren Ziele durchaus. Doch denkt daran, dass Gesetze nicht nur erlassen, sondern auch durchgesetzt werden müssen. Deshalb bringt dieses dumme Verbot rein gar nichts, bis nicht jemand die Verkaufsstellen wie auch Bier-konsumierende Jugendlichen kontrolliert. Kurz: Ihr müsst gleichzeitig auch mehr Polizisten ausbilden und anstellen. Ausser ihr geht dann selber auf Pirsch und haltet die illegal saufenden Jugendlichen an …
Heute: Dauersaufsendung
Heute, nach dem verdienten Ausschlafen am Samstag, erwachte ich gerade zum richtigen Zeitpunkt und hatte das Vergnügen, den Ude auf ARD das erste Fass Bier am Münchner Oktoberfest „ozapfen“ zu sehen.
Während die Schweizer National- und Ständeräte sich noch die Köpfe darüber zerbrechen, ob man schweizerische Fernsehanstalten erlauben soll, Werbespots für alkoholhaltige Getränke zu schalten, macht das erste deutsche Fernsehen vor, wie eine Dauerwerbesendung für Spaten, Hacker-Pschorr, Augustinerbräu, Hofbräu, Löwenbräu und Paulaner ausschaut. Da sieht man dann sogar Moderatorinnen im Dirndl das Mass anheben, in die Kamera zu prosten und sagen: „So gut schmeckt halt nur ein Oktoberfestbier!“ Wenigstens hat sie nicht gleich noch gerülpst …
Tags: Alkohol, Bier, Jugend, Kanton, München, Oktoberfest, Polizei
Labels: Bern, Politik, Schweiz