Posts Tagged ‘Marktwirtschaft’

Freitag, 29. Januar 2010

Bevorzugung des ortsansässigen Gewerbes

By restricting the number of people who could enter any given trade, the guilds made sure that the income earned by master craftsmen was high enough to allow them to produce specialty products that were not needed in large enough quantities to provide a full time income. Since most of the money earned by a master craftsman was spent in the town and surrounding region – our blacksmith and his family would have needed bread from the baker, groceries from the grocer, meat from the butcher, and so on – the higher prices evened out; since nearly everyone in town was charging guild prices and earning guild incomes, no one was unfairly penalized.

Quelle: The Archdruid Report: How Relocalization Worked

Wer in der Gemeindepolitik tätig ist, muss rasch erkennen, dass diese Denkweise auch heute noch in den Köpfen des Gewerbes herumschwirrt. Die Argumente sind aber heute leicht anders gefärbt: Es geht um die Unterstützung der „ortsansässigen Unternehmen“, die — weil sie hier Steuern zahlen, so die Argumentation — faktisch das Monopol besitzen, mit Aufträgen des Gemeinwesens (welche Ironie!) bedient zu werden. Dies bedeutet, dass man die Interessen einiger weniger Unternehmer über die Interessen vieler Steuerzahler stellt. Denn in einem solch abgeschotteten Markt spielt der Wettbewerb nicht; und einheimische Unternehmen wissen das selbstverständlich.

Ein Fachmann für Ausschreibungen hat mir vor einigen Monaten von seiner Erfahrung berichtet, dass die Preise bei Ausschreibungen, die nur ortsansässige Unternehmen umfassen, um bis zu 20 Prozent höher liegen können, als wenn auch „fremde“ Anbieter mit im Spiel sind.

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Dienstag, 22. September 2009

Pakistanische Touristen beim Shopping

„Man kann in Deutschland nicht handeln. Du musst die Summe zahlen, die auf dem Preisschild steht.“

Quelle: SPIEGEL ONLINE – Druckversion – Geschichte einer Einwanderung: „Sag ihm, wir nehmen es für fünfzig“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur

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Dienstag, 8. September 2009

Je höher ein Politiker, umso korrupter?

Doug French, einer dieser Österreicher drüben bei Mises, sieht in Politikern den Antichrist in Person:

The only improvements take place in the process of doing bad things: lying, cheating, manipulating, stealing, and killing. The price of political services is constantly increasing, whether in tax dollars paid or in the bribes owed for protection (also known as campaign contributions). There is no obsolescence, planned or otherwise. And as Hayek famously argued, in politics, the worst get on top. And there is no accountability: the higher the office, the more criminal wrongdoing a person can get away with.

Quelle: The Trouble with Democracy: Maslow Meets Hoppe – Doug French – Mises Institute

Schön, schön. Mit Blick auf die Bankenkrise muss ich leider feststellen, dass die Österreicher diese Aussage problemlos auf die Topetage der Banken ummünzen könnten. Tun sie aber nicht, weil nichts ihr Weltbild von einer perfekten Marktwirtschaft trüben kann.

Ah, und Politiker kann man – im Gegensatz zu Ospels – immerhin abwählen.

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Samstag, 18. Juli 2009

Was Nokia und Sony Ericsson falsch machen

The above image reveals the huge contrast between Apple’s iPhone strategy and that of the traditional mobile makers. Apple has “one phone to rule them all,” while Sony Ericsson and Nokia have a gazillion models to try and cover every little market segment imaginable.

Quelle: The secret is out: Why Nokia and Sony Ericsson are getting their butts kicked by Apple

Kurz: Was bei Apple über die Software realisiert wird, ist bei den althergebrachten Mobiltelefon-Herstellern noch hardwaremässig implementiert. Logisch, dass Letztere bei immer schneller werdenden Produktzyklen und stetig wachsenden Anforderungen der Kunden das Nachsehen haben.

Indem Apple ein einziges Hardwaremodell vertreibt, lagert das Unternehmen Innovation und Entwicklung zu einem gewissen Teil an die Softwareentwicklergemeinde aus – denn Software für das iPhone zu entwickeln ist bedeutend weniger kostenintensiv als ein neues Mobiltelefon zu erschaffen.

Nachtrag

The conflict between Japan’s advanced hardware and its primitive software has contributed to some confusion over whether the Japanese find the iPhone cutting edge or boring. One analyst said they just aren’t used to handsets that connect to a computer.

Quelle: Why Japan’s Cellphones Haven’t Gone Global

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Dienstag, 27. Januar 2009

Zu viel Auswahl ist ungesund

a bewildering array of choices floods our exhausted brains, ultimately restricting instead of freeing us. We normally assume in America that more options (‚easy fit‘ or ‚relaxed fit‘?) will make us happier, but Schwartz shows the opposite is true, arguing that having all these choices actually goes so far as to erode our psychological well-being.

Quelle: Choices = Headaches – Joel on Software

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Donnerstag, 9. Oktober 2008

Aktien verkaufen bald verboten?

Nach den neuerlichen Kursverlusten an den Börsen hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, die Händler mit drastischen Worten zur Ordnung gerufen. Trichet forderte die Akteure auf den Finanzmärkten im französischen Fernsehen auf, «wieder zur Besinnung zu kommen».

Quelle: EZB-Präsident ruft Finanzbranche zur Ordnung (Wirtschaft, Konjunktur und Politik, NZZ Online)

Erinnert mich an das Titanic-Titelbild „Bonn rettet den Wald!“, auf dem ein an einen Baum genageltes Schild zu sehen ist, auf dem steht „Waldsterben verboten“.

Himmelarsch, wie weit sind unsere westlichen Demokratien und unser liberales Wirtschaftsystem in den letzten Monaten nur gesunken …

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Sonntag, 28. September 2008

Wie in der Marktwirtschaft wirklich mit Risiken umgegangen wird

„Der ehemlaige Chef der Notenbank, Alan Greenspan, hatte argumentiert, in einem unreguliertem Markt würden die Risiken bei jenen Investoren landen, die sie am besten tragen können. Seine Sichtweise sprach zwar viele Leute an, aber sie war grundfalsch. Heute wissen wir, dass die Risiken zu Investoren gehen, die sie am wenigsten verstehen.“ ––– Frank Partnoy

SonntagsZeitung, 28. September 2008, „Der Rettungsplan ist das falsche Instrument“, S. 56f.

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