Archiv ‘Schweiz’
Dienstag, 14. Oktober 2008
Newsnetz arbeitet an der Qualität
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„Als das Newsnetz im August startete, hatten wir rund 20 Redaktoren im Newsroom. Die meisten von ihnen ohne Erfahrungen im Onlinejournalismus. Zudem arbeiteten sie auf einem Redaktionssystem, das bestenfalls zu 50 Prozent funktionierte. Im Prinzip hatten wir einen absoluten Kaltstart. Wir sind nun dran, die Stützräder abzumontieren. Man wird vom Newsnetz noch einiges erwarten können“
Quelle: ICT News – Newsnetz: Kaum gestartet und schon auf Platz zwei der Newsportale – bezogen auf Unique Clients
Eine Meisterleistung – sowohl was die Schreiberlinge als auch das tolle CMS-System betrifft, das man anscheinend für Newsnetz zusammengefrickelt hat. Immerhin werden die Stylesheets nun nicht mehr per JavaScript eingebunden.
Labels: Medien, Schweiz
Samstag, 11. Oktober 2008
Dumme Schweizer Goldkäufer
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Hintergrund ist eine überwältigende Nachfrage nach so genannten Exchange Traded Funds (ETF) für Gold. Das sind Wertpapiere, die so viel wert sind wie echtes Gold. Ihr Kurs klettert mit dem Goldkurs hinauf und hinunter. Für jeden Anteil, den die Bank an Kunden verkaufen kann, muss sie Gold an Lager legen. ETF werden wie Aktienfonds als Sondervermögen der Bank geführt und unterliegen nicht der Konkursverwertung. Das heisst, selbst, wenn ein Finanzinstitut Pleite ginge, wäre der Wert des ETF-Anteils mit Gold gedeckt und müsste herausgerückt werden.
Quelle: Krise führt zu einem Goldrausch – News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur – Tagesanzeiger
Klar doch. „müsste herausgerückt werden“ – viel Spass beim Anstehen, wenn der Kollaps wirklich eintritt … Goldkäufer sollten sich gleichzeitig Zelt und Schlafsack zulegen, um im Ernstfall während Wochen vor der Banktüre zu campieren.
Tags: Banken, Finanzen, Gold
Labels: Schweiz
Samstag, 11. Oktober 2008
Wer die Zeche zahlt
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Juchu, der Staat bürgt für unsere Einlagen bei den Banken. Aber bürgen damit nicht die Bürger für sich selbst?
Quelle: FTD.de – Das Kapital: Wenn jeder für jeden garantiert – Marktberichte Aktien
Noch Fragen?
Manchmal sollte man all das Palaver bei Seite lassen und den Fakten in die Augen schauen – so geschehen in der Financial Times mit genau diesem Artikel: Wenn die Bankgarantien erhöht werden, garantiere schlussendlich ich als Steuerzahler dafür (der Staat funktioniert nur, weil seine Einwohner – natürlicher und juristischer Natur – Steuern zahlen). Geht die UBS bankrott, erstatte ich das Vermögen der UBS-Kunden während der nächsten 20 (?) Jahre (unter anderem) mit meinen Steuergeldern zurück …
Ich fände es besser, wenn immerhin vorher die Manager der Bank mit ihrem Privatvermögen belangt werden …
Bilanzsumme Fed
Noch Fragen? Das kann nie im Leben gut gehen …

Tags: Banken, Finanzen, UBS
Labels: Schweiz
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Auf dem Weg ins Paradies falsch abgebogen
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(oder nur die Ausfahrt verpasst?)
Greed made fools of investors for many years. At its height – probably in 2006-07 – people were ready to do the damnedest things with their money. The moms and pops bought an extra house – sure it would go up. The masters of the universe sold moms‘ and pops‘ debt to each other. Rich investors gave their money to hedge fund managers – and paid them hundreds of millions for gambling it away. Others paid fortunes to executives to run companies they didn’t really understand into brick walls they didn’t see coming. But, for many years, everybody was getting rich; so what was not to like?
Quelle: Stocks in a Free-Fall
… und wieder andere gründeten Investment-Clubs.
But when the cycle turns from greed to fear…all that credit is like excess fuel in a crash landing. It tends to explode.
Tags: Finanzen, Finanzkrise
Labels: Gesellschaft, Schweiz, Wirtschaft
Montag, 6. Oktober 2008
Credit Suisse erhöht frech meine Maestro-Ausgabenlimite
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Hätte ich den Altpapier-Stapel nicht noch einmal ganz genau durchgeschaut, so wäre mir durch die Lappen gegangen, dass die Crédit Suisse ihrem Ziel, die Leute zum ungerechtfertigten Konsum zu drängen, wieder ein Schritt näher gekommen wäre.
Die Marketing-Fuzzis der Bude sind dabei äusserst geschickt vorgegangen, als sie mir in einem Brief die vielen, vielen tollen Neuerungen bezüglich der Maestro-Karten näherbringen und mir nebenbei hinterrücks die Ausgabenlimiten gegen oben anpassen wollten:
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CS legt meine Ausgabenlimite fest Als die Banken noch etwas risikobewusster waren, setzte man das Ausgabenlimit eines Kunden lieber zu tief an. Heute ist man – wie beim Vorbild USA – froh, wenn die Leute dank dem Plastikgeld über ihren Verhältnissen leben und sich verschulden. Zufälligerweise sind die Schuldzinsen exorbitant … und zufälligerweise verdient sich die CS an überschuldeten Kunden dumm und dämlich.
Falls wir Ihren Talon nicht zurückerhalten, werden die Standardeinstellungen für Inhaber- und Partnerkarte gesetzt
Ach, wie fürsorglich doch die Crédit Suisse wieder einmal hantiert. Immer im Wohle des Kunden. Weil die Grossbank „wichtige Neuerungen“ bezüglich der Maestro-Card einführt, müssen dem Kunden neue Ausgabenlimiten aufgedrängt werden (5’000CHF pro Tag, 10’000CHF pro Monat). Diese Zahlen muss ein weltfremder Banker mit Millionenbonus ausgetüftelt haben – welcher Schweizer Normalbürger kann schon solche Summen im Monat ausgeben?! Ich warte gespannt auf eine stichhaltige Begründung, wieso diese Korrektur nötig wurde – und man dazu das überall verpönte Opt-Out-Prinzip verwendete. Wenn der Kunde König ist, sollte es an ihm liegen, seine Limite nach oben zu setzen. Nämlich dann, wenn er tatsächlichen Bedarf sieht, und nicht dann, wenn die CS es für richtig hält.
- Bisherige Limite unbekannt Wie hoch meine derzeitige Limite ist, erfahre ich übrigens nirgends. Auch über diesem geschickten Schachzug haben die Marketing-Affen der CS sicherlich tagelang gebrütet. Wer nicht an die alten Limiten erinnert wird, hat auch weniger Gründe, diese gegen unten zu korrigieren.
- Pseudo-Couvert. Man muss die Ränder an vier Seiten lecken und den Fusel dann falten und so zusammenkleben. Wieso war es nicht möglich, ein ganz normales, vorfrankiertes B4-Couvert beizulegen, das mit einem selbstklebenden Verschluss versehen ist?
- Formular-Bürokratie Neben meiner Postanschrift muss ich auf dem Formular auch die IBAN-Nummer sowie die Kartennummer angeben. Ein Schelm, der dadurch eine weitere Abschreckung sieht, das Formular auszufüllen und an die Crédit Suisse zurück zu senden. Tipp: Die gesuchten Angaben finden sich auf der jetzigen Maestro-Karte.
- Stichtag Nur wer rechtzeitig reagiert, kann das Unheil abwehren; wenn ein Kunde seine Limiten selber festlegen will, muss er sich sputen. Obwohl die Neuerungen erst am 17. November 2008 in Kraft treten (was für ein bescheuertes Datum?!), muss der entsprechende Talon mit dem Änderungsantrag bis Ende Oktober bei der Bank eintreffen. Wahrscheinlich arbeiten die Profis der Grossbank noch mit Lochkarten und brauchen deshalb ein wenig mehr Zeit zur Verarbeitung … Bei der guten, alten Raiffeisen ist die Anpassung der Ausgabenlimiten eine Sache von fünf Minuten, die bequem an jedem Bankschalter durchgeführt werden kann. Zu welchen Leistungen die heutige Informationstechnologie im Stande ist! Logisch, dass da eine Grossbank mit einer Genossenschaftskasse nicht mithalten kann.
Marcel Schuler, Leiter Banking Products & Support, Sie sind mir ein äusserst sympathischer Zeitgenosse!
Tags: Banken, Kunde
Labels: Schweiz