… bis wir unseren ersten Match verlieren!
(Um meine prophetischen Fähigkeiten noch zu steigern, sollte ich vielleicht besser sagen: … bis wir unseren ersten Match garantiert nicht gewinnen! Damit würde ein Unentschieden auch noch durchgehen.)
Samstag, 7. Juni 2008
… bis wir unseren ersten Match verlieren!
(Um meine prophetischen Fähigkeiten noch zu steigern, sollte ich vielleicht besser sagen: … bis wir unseren ersten Match garantiert nicht gewinnen! Damit würde ein Unentschieden auch noch durchgehen.)
Freitag, 6. Juni 2008
Heute Vormittag durfte ich einer freundlichen, aber etwas nuschelnden Telefonbefragerin während ca. 20 Minuten über mein Abstimmungsverhalten und meine politische Ausrichtung Auskunft geben.
Bevor wir uns nach der Fragerei freundlich verabschiedeten, wollte ich aber noch wissen, für wen sie denn die Umfrage durchführte. „SwissVOX“ fragte ich, doch diesen Begriff hatte die Dame noch nie gehört (nicht jede Telefonistin hat anscheinend Politologie studiert). Die Umfrage werde von gfs durchgeführt, antwortete sie mir. „Aaah, ihr Boss ist in diesem Fall Herr Longchamp?“ begegnete ich ihr. Leider wusste sie auch mit diesem Namen nichts anzufangen, weshalb ich etwas ausholte und ihr zu erklären versuchte, dass Claude Longchamp derjenige sei, der an den Wahlsonntagen im Fernsehstudio seine Analysen zum Besten gebe. Leider machte es bei der Person am anderen Ende des Drahtes immer noch nicht klick, weshalb ich dann spontan darauf verzichtete, auch noch die ominöse „Fliege“ mit ins Spiel zu bringen …
Jetzt, einige Stunden nach der Umfrage (ich habe mir wirklich Mühe gegeben, in allen Fragen als richtig Linker durchzuscheinen – und damit alle Klisches und Warnungen aus der Vorlesungen Empirische Sozialforschung zu erfüllen) kommt die Meldung rein, dass die „Maulkorb-Initiative“ erneut vors Volk soll. Der Grund: Die Medien hätten es gewagt, und die Initiative nicht mit ihrem tatsächlichen Titel, sondern dem deutlich ausdrucksstärkeren Begriff „Maulkorb“ in Verbindung zu bringen. Pöhse, pöhse, pöhse linke Medien!
SD wollen erneut über «Maulkorb-Initiative» abstimmen
Die Schweizer Demokraten des Kantons Thurgau haben Beschwerde gegen die Abstimmung über die Initiative «Volkssouveränität statt Behördenpropaganda» erhoben.
Quelle: SD wollen erneut über «Maulkorb-Initiative» abstimmen – Schweiz – Tages-Anzeiger
Freitag, 6. Juni 2008
Deshalb sucht man sich besser jetzt schon eine Manschaft aus, die reelle Chancen auf den Titel hat (sozusagen als Plan B, falls Köbis Burschen unerwarteterweise nicht bis in den Final vorstossen)
Für das Schweizer Fussball-Nationalteam endet die Euro wohl am 15. Juni
Freitag, 6. Juni 2008
Aber he, wenn wir die Personenfreizügigkeit nicht auf Rumänen und Bulgaren ausdehnen, wird kaum so etwas passieren: Die EU weiss einfach noch nicht, dass sie uns mehr braucht als wir sie! (Unseren Grössenwahn könnte man auch so betiteln: „Mit Trompeten und Fanfaren schnurstracks in den Untergang!“)
Den Amis ist es auf jeden Fall scheissegal, dass wir etwas namens Bankgeheimnis … äh, sorry … das Bankkundengeheimnis kennen. Die Yankees wollen einfach, dass auch die Reichen im Lande brav Geld an die IRS überweisen:
Doch, so ein UBS-Kadermann, der namentlich nicht genannt werden will, herrsche von Seiten der USA eine andere Auffassung des Rechtsverständnisses vor. Die Sicht des Schweizer Rechts sei weder bekannt noch von Interesse.
Tags: Banken, Jura, Recht, UBS
Labels: Politik, Schweiz, USA, Wirtschaft
Freitag, 6. Juni 2008
Irgendwie hätte ich mir gedacht, dass die Abkehr von der Zauberformel ein grösseres Geschrei produzieren würde … Aber man kann sich täuschen:
Das gab es noch nie: Eine Partei, die noch gar nicht gegründet ist, hat zwei Bundesräte – Eveline Widmer-Schlumpf und Samuel Schmid. Und die wählerstärkste Partei der Schweiz ist derzeit nicht in der Landesregierung vertreten.
Quelle: Was der SVP-Streit für die Bundesräte bedeutet – Schweiz – Tages-Anzeiger
Donnerstag, 5. Juni 2008
Samuel Schmid war doch bis vor einigen Tagen auch noch „SVP-Bundesrat“? Die SVP-Zürich versucht sich wohl der Geschichtsfälschung …
Seit der Wahl 1929 von Rudolf Minger in den Bundesrat bis zur Abwahl von Christoph Blocher im Dezember 2007 war die BGB (bzw. die SVP) ununterbrochen in der Landesregierung vertreten.
Quelle: SVP Zürich – Geschichte
Tags: Geschichte, SVP
Labels: Politik, Schweiz, Web
Donnerstag, 5. Juni 2008
Egal, die Fussball-Freunde sollen nur sehen, was für ein fremdenfeindliches Völklein wir in Wahrheit sind! Item, folgender Kommentar fand ich passend:
Super Sache, weg mit den furchtbaren Plakaten! Je schneller desto besser. Obwohl, es einem jedes mal freut – wenn man ein solches Plakat sieht – wieviel Geld die Rechte für diese traurige Initiative verlocht hat und dann trotzdem grandios gescheitert ist.
Quelle: Linke hysterisch wegen SVP-Plakate | WINKELRIED.INFO
Mittwoch, 4. Juni 2008
Davon ist die SVP noch weit entfernt. Sie hat sich im Gegenteil radikalisiert und wird heute von Ideologen beherrscht, die alles rückgängig machen wollen, was an sozialem Fortschritt und gesellschaftlicher Emanzipation in den letzten Jahrzehnten erreicht worden ist. Deshalb der tiefe Hass auf die Alt-68er, auf die «Linken und Netten» und die «Cüpli-Sozialisten». Deshalb auch die ideologische Nähe zu den US-Republikanern. Diese befinden sich bereits in der Krise, die SVP ist auf dem besten Weg dorthin.
Quelle: SVP: Der amerikanische Alptraum – Analyse – Schweiz – Tages-Anzeiger
Empfehlenswert ist in dieser Hinsicht die dreiteilige Dokumentation The Power of Nightmares. The Rise of the Politics of Fear, die über die Neokonservativen in den USA und ihren War On Terror herzieht. Wenn es stimmt, dass die SVP bei dieser Gruppierung „abgeschaut“ hat, sollte die Dokumentation einen Grossteil des Gebahrens der Polter-Partei verständlich machen. Interessante Betrachtungsweise!
Der Intro-Text bringt es auf den Punkt:
In the past, politicians promised to create a better world. They had different ways of achieving this. But their power and authority came from the optimistic visions they offered to their people. Those dreams failed. And today, people have lost faith in ideologies. Increasingly, politicians are seen simply as managers of public life. But now, they have discovered a new role that restores their power and authority. Instead of delivering dreams, politicians now promise to protect us from nightmares. They say that they will rescue us from dreadful dangers that we cannot see and do not understand. And the greatest danger of all is international terrorism. A powerful and sinister network, with sleeper cells in countries across the world. A threat that needs to be fought by a war on terror. But much of this threat is a fantasy, which has been exaggerated and distorted by politicians. It’s a dark illusion that has spread unquestioned through governments around the world, the security services, and the international media.
This is a series of films about how and why that fantasy was created, and who it benefits. At the heart of the story are two groups: the American neoconservatives, and the radical Islamists. Last week’s episode ended in the late ‘90s with both groups marginalized and out of power. But with the attacks of September 11th, the fates of both dramatically changed. The Islamists, after their moment of triumph, were virtually destroyed within months, while the neoconservatives took power in Washington. But then, the neoconservatives began to reconstruct the Islamists. They created a phantom enemy. And as this nightmare fantasy began to spread, politicians realized the newfound power it gave them in a deeply disillusioned age. Those with the darkest nightmares became the most powerful.
Mittwoch, 4. Juni 2008
Manfred Messner hat sich gewaltig verspekuliert, als er am 2. April wie ein allwissender Prophet in die Weltgeschichte hinausposaunte:
Nein, Frau Widmer-Schlumpf ist nicht mehr zu halten. Sie wird schon in wenigen Wochen, spätestens Ende Mai, entnervt das Handtuch werfen. […]
PS: Wenn Widmer-Schlumpf fällt, sind auch die Tage von Frau Wyss, der Fraktionschefin der Sozialdemokraten gezählt.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. – Die Einsamkeit der Eveline Widmer-Schlumpf
Nach einer so provokanten Aussage blieb mir nichts anderes übrig, als den heutigen Tag (Ende Mai plus ein paar Tage spatzig) in der Agenda zu markieren und jetzt darauf herumzureiten …
Tags: SP, SVP
Labels: Blogosphäre, Politik, Schweiz
Dienstag, 3. Juni 2008
Kein Wunder, dass niemand mehr durch die Weltgeschichte fliegen will, ohne dabei Einschnitte beim Essen, Autofahren und Heizölverbrauch machen zu müssen.
Die hohen Erdölpreise heizen die Teuerung in der Schweiz kräftig an. Im Mai erreichte die Inflationsrate überraschend hohe 2,9 Prozent.
Quelle: Höchste Inflationsrate seit 15 Jahren – Wirtschaft – Tages-Anzeiger
Tags: Finanzen
Labels: Schweiz, Wirtschaft