Posts Tagged ‘Alltag’

Mittwoch, 11. August 2010

Mein Mantra

„Studies of consumption and happiness show that people are happier when they spend money on experiences rather than material objects,“ says the Times.

Quelle: Monetary Avalanche

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Sonntag, 20. Juni 2010

Männlein und Weiblein

Immer wieder läuft man im Alltag den Symbolen für „männlich“ und „weiblich“ über den Weg. Aus meiner Sicht ist es nicht die beste Methode, um damit beispielsweise Toiletten zu kennzeichnen. Es gibt deutlich aussagekräftigere Symbole, die von einem Grossteil der Menschheit gedeutet werden können (in verwandter Hinsicht lesenswert: The Big Red Word vs. the Little Green Man über die Signalisierung von Notausgängen).

Egal, wie dem auch sei: Seit der Gymerzeit habe ich keine Probleme mehr damit, die Zeichen richtig zu deuten. Denn mein Klassenkollege Yves hat mir anno dazumal die Eselsbrücke verraten, wie man sich die Symbolik am einfachsten merkt:

  • Das Zeichen für „männlich“ ♂ ähnelt einem Speer
  • Das Zeichen für „weiblich“ ♀ ähnelt einem (Schmink)Spiegel

Mit Hilfe dieser Eselsbrücke bin ich bis heute über die Runden gekommen — und werde sie wohl auch bis zu meinem Lebensende nicht mehr vergessen.

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Samstag, 3. April 2010

Wann sich pendeln nicht (mehr) lohnt

A commuter who travels one hour, one way, would have to make 40% more than his current salary to be as fully satisfied with his life as a noncommuter, say economists Bruno S. Frey and Alois Stutzer of the University of Zurich’s Institute for Empirical Research in Economics. People usually overestimate the value of the things they’ll obtain by commuting — more money, more material goods, more prestige — and underestimate the benefit of what they are losing: social connections, hobbies, and health. „Commuting is a stress that doesn’t pay off,“ says Stutzer.

Quelle: Extreme Commuting

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Mittwoch, 24. Februar 2010

Greggs Werbe-Desaster

Kurz vor dem Zu-Bett-Gehen durfte ich heute Morgen noch folgende Friede, Freude, Sonnenschein-Werbung über mich ergehen lassen:

Sagt dem Werbebüro, dass sie ihren Kunden völlig falsch beraten hat und wohl kaum jemand deren Marketing-Bullshit ernst nimmt.

Wieso? Erstens werden in dieser Industriebäckerei wohl kaum weisse Arbeiter aus der Mittelklasse angestellt sein, sondern Immigranten aus allen Herren Ländern. Zweitens lächeln und fliegen die Leute aus Glück über ihren ach so tollen, abwechslungsreichen Job niemals so durch die Gegend.

Sowohl das weltfremde Management der Bäckerei als auch die Werbefachleute sollten mal eine Woche in den Betrieb schuften gehen, um das „wahre Arbeitsleben“ der Fliessbandarbeiter verstehen zu können.

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Freitag, 12. Februar 2010

Anecken gehört dazu

Ironically, by procrastinating on the difficult choices, by trying not to get anyone mad, and by treating everyone equally “nicely” regardless of their contributions, you’ll simply ensure that the only people you’ll wind up angering are the most creative and productive people in the organization.

Quelle: The Benefits of Pissing People Off

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Sonntag, 27. Dezember 2009

Äusserst beunruhigende Aussichten

Coming right to the point, the fixers face not just one crisis, but many. They have a growth model that no longer works. They have aging populations and social welfare obligations that can’t be met. They have limits on available resources, including the most basic ones – land, water, and energy. They have a money system headed for a crack-up, and an economic theory that was only effective when it wasn’t necessary. Now that it is needed, the Keynesian fix is useless. If a recovery depends on borrowed money, what do you do when lenders won’t give you any?

Quelle: Economists With Their One-stop Solution: Stimulate Consumer Spending

Ich werde es garantiert noch erleben, wenn uns der Scheiss um die Ohren fliegt …

Bonner geht in einem früheren Artikel noch etwas genauer auf das „Problem“ ein:

With 6 billion people now competing for stuff, the whole idea of having a lot of stuff is being called into question. In the first place, there’s not enough stuff around to permit everyone to have as much as Americans – at least not without some huge technological breakthroughs. In the second place, Americans have run out of money to buy stuff. In the third place, it takes a lot of energy to make and transport so much stuff; the US no longer has access to cheap energy. And finally, the US economic model – in which growth is a result of stimulating consumers to buy more stuff – no longer works.

Quelle: Supposed to Believe Investors Can Avoid Calamities of Past by Studying Previous Market Cycles

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Freitag, 28. August 2009

Wieviel Gewinn brauchen wir?

Bill Bonner stellt heute ein ganz philosophische Frage:

Who among our dear readers needs to earn 15% on his money…rather than, say, 5%? Will anyone starve to death if his stocks don’t go up?

Quelle: Ben Bernanke is No Hero

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Freitag, 29. Mai 2009

Ein brenzliger Herbst 2009?

Aber eigentlich kann sich kaum jemand ein Worst-case-Szenario vorstellen. Aus dem einfachen Grund, weil den beiden derzeit aktiven Generationen jegliche Erfahrung für ein solches abgeht. Wir wissen schlicht und einfach nicht, wie man mit einer tiefgreifenden wirtschaftlichen- und damit auch gesellschaftlichen Krise umgehen muss.

Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. – Es kommt viel schlimmer als derzeit gefühlt

Zu einem ähnlichen Schluss komme ich in meiner Lizentiatsarbeit über die Missernte von 1916/17 im Ersten Weltkrieg: Niemand wusste mehr, wie sich eine Versorgungskrise anfühlte. 1918 wurde nicht wirklich kein friedliches Jahr … abgesehen vom Waffenstillstand von Compiègne.

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Mittwoch, 8. August 2007

Sommer? Welcher Sommer?

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Precipation
Originally uploaded by emeidi

Ich geb’s auf – dieses Jahr wird es nichts mit einem Marzili-Sommer. Der bedenklich nasse Juli hat im August seine Fortsetzung gefunden.

Meine Wohngemeinde Neuenegg ist besonders leidtragend – zuerst die Überschwemmung im Grabmattweg und in der Austrasse, und jetzt das arme Pfadiheim. Vis-à-vis auf der anderen Seite des Tals haben Geröllmassen die Bahnlinie Bern-Fribourg unterbrochen.

Aber mir soll’s Recht sein:

Beruhigend, dass ich nicht aus dem Büro hinausschauen kann und mich über die verpassten Stunden an Sonnenschein im Marzili ärgern muss.

Ah, und noch ein Novum: Dieses Jahr gab es (unfallsbedingt) keinen Sandstrand, auf dem ich mich breit gemacht habe.

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Mittwoch, 11. April 2007

Tatort virtueller Pausenplatz

Schüler filmen das Dekolleté ihrer Lehrerin, ziehen ihrem Lehrer die Hose runter – und kurz darauf stehen die Videos im Internet. Cyber-Bullying heißt dieser neue Trend aus Großbritannien: Handys und das Netz machen Pädagogen zum Gespött der ganzen Welt.

Quelle: Von Schülern verhöhnt – und die ganze Welt sieht zu

Harmlosere Variante auch in der Schweiz

Wie mir vor einigen Tagen zugetragen wurde, geschah ähnliches, wenn auch (noch) harmloseres, in einer Gemeinde nicht weit von hier. Während des Informatikunterrichts fühlte sich eine Schülerin anscheinend derart gelangweilt, dass sie kurzerhand (zusammen mit Mitläufern) ein Benutzerprofil auf – wo sonst – Partyguide einrichtete. Was ist schon dabei? mag der Leser nun fragen.

Nun, als Person hinter dem Profil erfasste die Schülerin nicht etwa sich selber (sie ist höchst wahrscheinlich bereits seit langem virtuell auf Partyguide präsent), sondern ihren Informatik-Lehrer – mitsamt Photo. Neben Namen und Adresse erfasste sie in der Beschreibung des Profils zusätzlich noch obszöne Kommentare, sinngemäss „Schwuchtel“ und „rubble mir gerne einen runter“.

Nachdem die Kunde über das verulkte Profil während den nächsten Tagen und Wochen langsam die Runde machte und schliesslich auch beim Opfer ankam, ging es Schlag auf Schlag. Einerseits setzte man die Löschung des Profils durch (ob Jason höchstpersönlich den Delete-Button gedrückt hat?), andererseits lieferte Partyguide die nötigen Informationen über die IP, mit der das Profil erfasst wurde, sowie die Uhrzeit. Das Opfer reichte Anzeige ein und wenige Tage später stellte sich die jugendlich-leichtsinnige Täterin der Verantwortung.

Die Anzeige wurde mittlerweile zurückgezogen. Ob und wie die Täterin zu Rechenschaft gezogen wurde, ist mir nicht bekannt. In meiner Jugend genügte ein Anruf ins Elternhaus allemal – spätestens dann war die Hölle los und man verkroch sich in die hinterste Ecke des Zimmers. Damals, als die Eltern ihrem Erziehungsauftrag noch nachkamen …

Lösung: Im Netz inexistent?

Inwiefern aber die Lösung des Problems für Lehrpersonen darin liegt, jegliche Hinweise auf sich aus dem Internet verschwinden zu lassen (bspw. Photos) – oder doch nur Symptombekämpfung? Derzeit wohl das einzig probate Mittel, als Pädagoge nicht unfreiwillig und zu leichtsinnig ins Schussfeld der Zöglinge zu gelangen.

Wie das Beispiel England zeigt, bringt diese Massnahme in Zukunft nicht mehr viel: Wollen die Schüler dem Lehrer an den Karren fahren, produzieren sie digitales Material halt einfach selber. Sony Ericsson sei dank!

Für viele frischgebackene oder in Ausbildung befindliche Lehrer könnte die Internet-Präsenz zu einem grösseren Problem werden: Partyguide & Co. gibt es bereits seit Jahren – was hindert findige Schüler daran, in den digitalen Archiven nachzuschauen und peinliche Porträts (Motto: „Eine heimer geng no gno!“) ihrer Respektspersonen auszugraben?

Aha-Erlebnis für Lehrbeauftragte

Immerhin führte die persönliche Attacke im virtuellen Raum auch zu einem Aha-Erlebnis von Seiten der Lehrerschaft: Neben dem Opfer registrierten sich nun auch manche Berufskollegen auf dem grössten Party-Portal der Schweiz ein und suchten aus „Gwunder“ nach ihren Zöglingen, in dem sie sich einfach mal alle User aus dem Schulort anzeigen liessen.

Hätten Sie vor einigen Wochen FACTS gelesen, wären sie nicht derart aus den Wolken gefallen, als sie teils sehr freizügige Fotos ihrer Sekundarschüler entdeckten …

Hoffen wir, dass dank solcher Entdeckungen nun auch vermehrt der Dialog zwischen Lehrern und Schülern über die Selbstdarstellung im Netz entfacht wird. Aus meiner Sicht wäre es im Grunde aber die Aufgabe der Eltern, den Internetkonsum ihrer Kinder mit einem wachsamen Auge zu begleiten. Aber diese müssen heute leider wie die Irren arbeiten, um der 14-jährigen Tochter eine Louis-Vuitton-Tasche finanzieren zu können …

Massnahmen von Seiten der Portalbetreiber?

Um solchen Unfug zu erschweren (dies gleich ganz zu verhindern erscheint unrealistisch), sehe ich zwei Möglichkeiten:

  • Aktivierung des Accounts nur durch einen Bestätigungslink, der auf die angegebene E-Mail-Adresse gesandt wird
  • Aktivierung des Accounts nur durch einen Bestätigungscode, der auf ein Mobiltelefon gesandt wird

Da wohl jeder halbwegs intelligente Benutzer des Internets weiss, wie man rasch und unkompliziert zu @hotmail.com oder @gmail.com-Adressen kommt (geschweige denn nicht gleich auf Wegwerf-E-Mails à la Mailinator setzt – Nebenbei: The Architecture of Mailinator), erweist sich der Aktivierungszwang per Mobiltelefon immer mehr als ein Muss. Seit die Ausweispflicht auch beim Kauf von Pre-Paid-Angeboten gilt, ist man hinter einer 07Xer-Nummer überhaupt nicht mehr anonym.

Die (positive) Kehrseite

Ich stelle mir gerade vor, wie während meiner Schulzeit wohl meine Eltern reagiert hätten, wenn ich ihnen ein Handy-Video aus der Zeichen- und Handwerksstunde mit unserem Zeichenlehrer sel. vorgeführt hätte. Da gab es immer wieder filmreife Szenen – und vereinzelt auch Handgreiflichkeiten, die heute wohl nicht mehr toleriert werden würden.

Auch für den besoffenen Stellvertreter des Klassenlehrers, der mit Fahne und anzüglichen Sprüchen gegenüber den Mitschülerinnen auftrumpfte, wäre der „Gspass“ garantiert nicht mehr so unbrenzlig ausgegangen wie in vormals analogen Zeiten …

Auch den Lehrern bleibt also in Zukunft nichts anders übrig, als sich anständig und korrekt zu benehmen (was sie ja eigentlich immer tun sollten). Abartiges Benehmen von beiden Seiten soll und darf nicht toleriert werden – begründete Kritik muss aber weiterhin erlaubt sein. Im Notfall auch mit Videoaufnahmen als Beweismaterial. Glücklicherweise hat hierbei die grosse Mehrheit der Lehrpersonen überhaupt nichts zu befürchten.

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