Freitag, 10. April 2026

Eine (englische) Audiodatei mit Hausmitteln transkribieren

Unter macOS kann man jede Audiodatei im Nu transkribieren lassen.

Hierzu zieht man die Audio-Datei (zwingend im .m4a-Format, .mp3 wird nicht unterstützt) mittels Drag & Drop in Apples Voice Memos.app. Anschliessend wird (englische) Sprache automatisch erkannt und transkribiert. Am Schluss kann man den ganzen Text mit der Maus auswählen, kopieren und in eine Textverarbeitungslösung einfügen.

Die Inspiration fand ich hier: How To Transcribe Audio On a Mac

Ich habe das kürzlich mit einem 20-minütigen Podcast gemacht. Ich hatte ihn während des Rudertrainings gehört, und mir eine mentale Notiz gemacht, über eine Aussage zu bloggen. Doch als ich Zeit für Blogging hatte, wollte ich den Podcast nicht noch einmal (im Schnelldurchlauf) hören, um die gewünschte Stelle zu finden. Da ich wusste, welche Wörter ich suchte, half mir der transkribierte Text, die Aussagen klar zu extrahieren, aber auch mit etwas Bauchgefühl an die richtige Stelle im Podcast zu springen (natürlich fehlen bei der Transkription die Zeitangaben).

Hat man ein MP3 vorliegen, wandelt man es mit ffmpeg folgendermassen in das M4A-Format um:

$ ffmpeg -i input.mp3 -c:a aac -vn output.m4a

Übrigens: Bei YouTube-Videos hilft downsub.com

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Freitag, 10. April 2026

Von Eltern und Kindern (Circle of Life)

Auf Twitter entdeckt:

„If a father bathes his children, both will laugh, and if a son bathes his father, both will cry.“

Quelle: — (Leider habe ich vergessen, den Link zum Tweet zu speichern)

Es heisst zwar „turkish proverb“, eine Google-Suche fand aber verdächtig wenig Hits, um das zu bestätigen.

Auf Deutsch, maschinell übersetzt:

„Wenn ein Vater seine Kinder badet, werden beide lachen, und wenn ein Sohn seinen Vater badet, werden beide weinen.“

Auf Grund zweier lebensverändernden Ereignisse in den letzten sechs Monaten geht mir das Sprichwort aktuell besonders nahe.

Doch leider kam der Tod vor der Geburt, weshalb ich erst jetzt — zu spät — begreife, was Eltern für Neugeborene tun — für mich getan haben.

Hätte ich das gewusst, hätte ich im letztmöglichen Moment noch ein wenig von der Zärtlichkeit und Fürsorge zurückgegeben, anders, als ich es damals als Noch-nicht-Vater getan habe.

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Labels: Leben

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Montag, 6. April 2026

Fun Fact: Im Staate New Jersey unmöglich: Selber tanken

For those of you who’ve never been there, I swear, you cannot pump your own gas anywhere in the state.

Quelle: NEW JERSEY, THE JACKASS STATE

Wie so oft in der Geschichte der Gängelung der Menschheit wurde einem dies als „Sicherheit“ verkauft, aber eigentlich ging es nur um wirtschaftliche Macht und Interessen, oder kurz: Um die Kohle.

Herleitung, wie es zu diesem bescheuerten Gesetz kam: The real reason self-service gas was banned in NJ: Corruption (Mulshine)

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Montag, 6. April 2026

Iran wird verurteilt, weil es sich wehrt

Norman Finkelstein bei Mario Nawfal (maschinell transkribiert, es gilt das gesprochene Wort):

You go to the security council and know what you got? It was breathtaking. I watched the security council meetings. 
I watched them. They were attacking Iran. The countries who are attacking Iran. 
Iran? Here, I completely agreed with the Russian representative who said, referring to the British and the French, he said, „It’s as if we’re in a parallel universe.“ Iran was just a subject of a brazen, flagrant, egregious breach of the UN charter, and Iran was being condemned in the UN with the two exceptions of China and Russia. 
Iran was being condemned. Now, Iran at this point had no obligations on international law. None. 
I want to emphasize that, zero. They had no obligations any longer. There was no state of law any longer. 
The system of international law had collapsed.

Sowie:

[David Humes, the British philosopher] inquiry concerning the principles of morals. And at one point, he says the following, I know it sounds highfutin, but it struck me when I read it. 
He says, were it the case that a civilized nation engaged with barbarians, who observed no rules even of war, and a civilized nation here is Iran. The barbarians are the U.S. and Israel, where a civilized nation engaged with barbarians, who observed no rules, even of war, the former, the civilized nation. Now listen to the words, must also suspend their observances of law, where they no longer, meaning the laws, no longer serve to any purpose. 
Why would you continue to obey a law that’s not saving you? It’s not helping you. Why would you continue to obey that law? 
It makes no sense. Were they, meaning laws no longer serve to any purpose, and must render every action or encounter as bloody and pernicious as possible to the first aggressives. Do you hear that? 
The state must render every action as bloody and pernicious, meaning harmful, as possible to the first aggressives, meaning, Iran needs to teach the U.S. and Israel these barbarian nations a lesson. Now, under those circumstances, is Hezbollah, morally, I’m not speaking now poor politically, I’m not speaking prudentially. Prudentially means to be prudent, to be wise. 
I’m not speaking politically or prudentially. I’m speaking morally. Are they morally obliged to sit idly by as these barbarians launch one after another unprovoked, murderous destructive war of aggression against Iran.

Quelle: Mario Nawfal Podcast: ISRAEL IS A SUPREMACIST NATION – Norman Finklestein On Iran War & Israel

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Montag, 6. April 2026

Noch gute Musik: Hermanos Gutierrez

Weil Ryan Gosling in seinem neuesten Streifen ein T-Shirt der Band trägt, habe ich mal reingehört (Apple Music-Abo sei dank).

Nett!

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Mittwoch, 1. April 2026

Schweiz: Kommen nun drei neue AKWs?

Seit 1969 kamen in der Schweiz Nuklearreaktoren ans Netz. Als letztes das AKW Leibstadt. 1984, vier Jahre nach meiner Geburt, begann es zuverlässigen, günstigen, und CO2-armen Strom zu produzieren.

Danach ergab man sich der Jute-Sack-Fraktion, und baute kein neues AKW mehr. Dafür werden wir nun büssen. Nach dem Ukraine-Krieg zeigt uns bald der Iran-Krieg auf, wie abhängig wir von Energielieferungen aus dem Ausland sind. Hätten sich unsere Väter und Mütter (falls sie nicht sogar selbst Teil des Problems waren) realistisch verhalten, hätten wir seit 1984 noch ein paar Reaktoren ans Netz genommen, und vor allem vor ein paar völlig unnötig, irrational das noch voll funktionsfähige AKW Mühleberg verschrottet.

Nun gibt es aber einen Schimmer Hoffnung, dass auf Grund der kommenden Energiekrise die Realos das Ruder übernehmen und wir so rasch wie möglich drei neue AKWs planen, genehmigen, bestellen, und bauen. Keine Schweizer Spezialwünsche, erprobte Reaktoren von der Stange.

Wieso drei? ChatGPT sagt mir, dass wir über die Wintermonate eine Lücke von 5 bis 10 Terrawattstunden (TWh) haben, welche mit 1 bis 2 Gigawatt (GW) zusätzlicher, stetiger Stromproduktion gestopft werden kann. Reaktoren der neuesten Generation liefern zwischen 1.1 und 1.7 GW, somit sollten uns drei Reaktoren die nötige Resilienz geben, um die Lücke zu füllen, aber auch, um die älteren Nukleardampfer wenn nötig zu warten und so auf ein möglichst langes Leben vorzubereiten.

Die grösste Sorge machen mir die Bewilligungs- und Einspracheprozesse. Es besteht die riesige Gefahr, dass die Gesuche von Beamten monate- und jahrelang von einer Seite des Schreibtisch auf den anderen verschoben werden, alle paar Tage und Wochen neue Fragen und „Biiig Problems“ auftauchen, die man klären möchte, ohne aber je einen Entscheid zu fällen (weil, dann, nun ja, ist man verantwortlich dafür und könnte belangt werden — welcher Beamte möchte das schon?). Danach wird es auf allen Ebenen Einsprachen von Linken, Grünen und NGOs, hageln, über alle Instanzen hinweg, mit unzähligen Rekursmöglichkeiten, mit extrem langen Prozesszeiten.

Dem muss ein Riegel geschoben werden.

In der Pandemie wurde völlig grundlos von Notrecht Gebrauch gemacht. Nun, ich schlage vor, dass wir dieses Mittel für einmal pragmatisch und realpolitisch anwenden, um unser Land vor dem akuten Energietod retten, und die nächsten Generationen energietechnisch optimal aufzustellen.

Hinzu kommt der Ausbau der Wasserkraft. Aus meiner Sicht in Kombination mit Atomkraft deutlich bessere „Batterien“ als dass wir kurzlebige, mit überteuertem kWh-Preis Lithium-Ionen-Batterien aus China importieren.

Ich will keine Gaskraftwerke, die mit konstanten Gasflüssen aus Russland, dem Nahen Osten oder den USA am Leben erhalten werden müssen. Ich will keine Windräder, die unsere wunderschöne Schweizer Natur verschandeln und nur dann Energie liefern, wenn es dem Wettergott passt, und genau so wenig will ich als Staat auf Solarenergie setzen im Wissen, dass die Sonne hierzulande am kürzesten Tag (21. Dezember) acht Stunden scheint, und wir irgendwie 16 Stunden überbrücken müssen. Die Deutschen haben voll auf dieses tote Pferd gesetzt, und ich habe absolut kein Problem, denen am Mittag die im Überfluss generierte Solarenergie abzunehmen (und dafür von denen noch Geld zu kriegen), um sie in Wasserkraft umzuwandeln, und den Deutschen dann für gutes Geld wieder zu verkaufen, wenn deren PV-Anlagen null Ertrag liefern. Aber das natürlich auch erst, wenn wir unsere Bedürfnisse als Land gestillt haben.

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Mittwoch, 1. April 2026

Iran-Krieg: Meine Aktien-Spekulationen

Am Freitag, 6. März 2026, am Mittwoch, 11. März 2026, und Freitag, 27. März 2026, bin ich mit dem Kauf folgender Titel in den vermutlich bald volatilsten Aktienmarkt meines Lebens rein:

  • Ajinomoto. Nahrungsmittel- und Biotech. Beliefert die Halbleiterindustrie (!) mit Ajinomoto Build-up Film (ABF) zur Isolation von Halbleitern. +0.9%
  • CF Industries. Dünger. +16.9%
  • CMB.TECH (ehemals Euronav NV). Erdöltankerfirma. -3.9%
  • Nutrien. Dünger. +-0%
  • Yara International. Dünger. +26.2%
  • Global X Uranium UCITS ETF USD Accumulating. Atomkraft-ETF (derzeit der schlechteste performende Kauf). -7.6%
  • iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETF USD. Energie-ETF mit riesiger Exposure gegen die Erdölindustrie. +13.7%

Anfänglich sah meine Auswahl als kompletter Fehler aus, aber es scheint, als sei ich aus irgendeinem Grund einfach „zu früh“ rein und einige Titel haben sich nun doch so entwickelt, wie ich ursprünglich erhoffte. Dabei brauchte es wirklich nicht viel Kenntnisse, um das sich anbahnende Disaster einzusehen.

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Montag, 30. März 2026

Iran-Krieg: Schockwelle unterwegs

Der Countdown läuft

Die Grafik von JP Morgan in diesem Tweet zeigt auf, wann die Erdöl-Lieferungen aus dem Nahen Osten in den verschiedenen Weltregionen versiegen:

  • Afrika: 20. März bis 1. April
  • Asien: 1. April
  • Europa: 10. April (gemäss einem Tweet erreicht spätestens am 3. April der letzte Tanker das Vereinigte Königreich)
  • USA: 15. April
  • Australien: 20. April

Was bedeutet das konkret?

Das lese ich so, dass an ungefähr dem Tag der letzte volle Tanker aus dem Persischen Golf nach tage- respektive wochenlanger Fahrt seinen Zielhafen erreicht.

Sprich das sind Schiffe, die vor, am, oder noch kurz nach dem verhängnisvollen 28. Februar 2026 die Strasse von Hormuz passiert haben.

Einschub: Ja, ich weiss, es passieren weiterhin vereinzelt Schiffe die Strasse von Hormuz, aber nicht annähernd in der Menge vor dem „völkerrechtswidrigen“ Angriffs der USA und Israels auf den Iran. Und wenn Schiffe die Strasse passieren, dann nur solche, welche an Iran-freundliche Länder liefern, und/oder dem iranischen Regime einen Obulus bezahlt haben.

Am Zielhafen wird das Erdöl aus dem Schiff gepumpt und direkt? oder via Tanks? in lokale Raffinerien eingespeist, damit es dort zu Erdölprodukten verarbeitet und diese dann dem lokalen Markt zugeführt werden können (Benzin, Diesel, aber vielleicht auch Plasticgrundstoffe, Dünger und was die Petrochemie sonst noch alles aus der dunklen Brühe hervorzaubert).

Ab dem oben genannten Tag hat jede Weltregion ein Problem, einige ein weniger Grosses, andere ein Riesiges — je nachdem, welchen Anteil das Öl aus der Golfregion an der Gesamtversorgung ausmacht.

Vergleiche zur Pandemie, und dem Boxing Day/Stephanstag-Tsunami

Auf Twitter lese ich vermehrt Vergleiche zur „Pandemie“: Wir befänden uns jetzt gerade im Februar 2020, sprich ein paar Wochen vor den (bescheuerten) Lockdowns.

Mir gefällt ein anderer Vergleich besser (eventuell auf Grund meines aktuellen Standorts): Khao Lak, 26. Dezember 2004. Die meisten Touristen stehen am Strand, ganz nah an der ursprünglichen Wasserlinie, und schauen fasziniert zu, wie sich das Meer zurückzieht, und in weiter Ferne sieht man die Tsunamiwelle auf das Land zurollen … so wie Stefan Kuhn es gefilmt hat: A Look Back at the 2004 Boxing Day Tsunami. Wer zu dem Zeitpunkt nicht geistesgegenwärtig reagiert und das Richtige getan hat, war wenige Minuten später tot.

Kaskade

Das Problem mit den wegfallenden Erdöllieferungen aus den Golf-Staaten kaskadiert sich folgendermassen: Angefangen bei den Förderländern, deren Zwischenlagerungstanks vor Ort voll sind, da die aus dem Boden geholte Brühe nicht mehr auf Schiffe verladen werden kann.

Das bedeutet, dass man dann die Pumpen abstellen muss, sonst laufen die Tanks über. Die Pumpdinger, so habe ich mittlerweile verstanden, kann man dann nicht einfach so mir nichts dir nichts wie ein Lichtschalter betätigen, anwerfen, und dann sprudelt es wieder munter fröhlich. Wenn ich es richtig verstanden habe geht es hier um das Problem mit der „flow rate“, sprich um ausreichend Druck, um das Erdöl aus dem Boden zu drücken.

Der Engpass betrifft alle nachgelagerten Industrien in aller Welt, die just-in-time produzieren und darauf angewiesen sind, dass täglich neue Öl-Ladungen eintreffen.

In der nördlichen Heimsphäre ist jetzt auch der Beginn für die Pflanzsaison, und hier benötigt man Dünger. Kunstdünger wird aus Gas aus dem Nahen Osten hergestellt.

Und schlussendlich erreicht es uns Normalbürger, die dem täglichen Leben nachgehen: Mit dem Auto zur Arbeit fahren, Essen einkaufen, Medikamente konsumieren, Einkommen erwirtschaften, Hypotheken abzahlen und einfach normale tägliche Lebenskosten bezahlen müssen.

SPR: Die Rettung?

Die meisten Ländern haben zwar strategische Ölreserven, sprich übergrosse „Benzinkanister“, deren Inhalt man dann in einer solchen Situation freigeben kann. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass aus dem Nahen Osten kein Erdöl mehr angeliefert wird — sprich man stösst das Problem höchstens ein paar Wochen, Monate oder ein Jahr in die Zukunft. Japan hat aus den 1930ern gelernt (übrigens: ein direkter Link zu Pearl Harbor), und verfügt weltweit über eines der grössten Strategic Petrolium Reserve (SPR)-Lager, um ganze 254 Tage überbrücken zu können. Die Schweiz: 135 bis 140 Tage (Switzerland stopping short of releasing oil reserves, says president).

Dann kommt der „Strömungsabriss“ mitsamt dem Schock halt dann; ausser man schafft es irgendwie, bis zu dem Tag wieder mindestens täglich die Mengen an Erdöl herbeizukarren, die gerade verbraucht werden. Möglich, aber fraglich, denn die ganze Welt braucht dann den „Stoff“. Und: Sind die strategischen Ölreserven mal leer, hat man absolut keine Resilienz mehr. Fallen dann die Lieferungen ein paar Tage oder Wochen aus, ist Lichter Löschen angesagt. Und: Eigentlich müsste man ab dem Zeitpunkt der erschöpften SPR soviel Erdöl importieren, dass man nicht nur den Tagesbedarf decken kann, sondern möglichst viel zusätzliches Öl, um die Reservetanks so rasch als möglich wieder zu füllen.

Leiser Gedanke: Schwarzstartfähigkeit unserer Ölversorgung?

Was ich mich beim Schreiben dieses Artikels plötzlich gefragt habe: Kaltstart, oder Schwarzstartfähigkeit (der Begriff aus der Stromerzeugungsindustrie). Wie viele Erdölfelder in welchen Regionen müssen wie lange offline gehen, damit wir unsere gesamte globale Förder- und Transportkette nicht mehr starten können? Sprich dass Zielländer über kein Diesel mehr verfügen, um Tanker oder Tankzüge zu den Produktionsorten zu fahren oder schippern, und sich bei den Erdölfeldern nicht genügend Tanker und Diesel befinden, um ausreichend Erdöl zu verladen und zu verschiffen, damit eine Region wieder nachhaltig „online“ kommt … spannend, aber auch extrem beängstigend.

Die kommende Knappheit spiegelt sich zunehmend im Erdölpreis wieder, aber ich gehe davon aus, dass dieser Preis einerseits manipuliert wird, und andererseits viele Marktteilnehmer aus mir unerklärlichen Gründen noch nicht realisieren, auf was für einen Eisberg wir zusteuern. Wie Leute durchaus richtig bemerken, führt ein zu hoher Erdölpreis zu „demand destruction“. Doch: Nur Irre und ein paar Grüne wünschen sich das.

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Sonntag, 29. März 2026

Versuch der Mülltrennung im Wohnturm in Bangkok

Kürzlich wurden im Abfallraum unseres Stocks folgendes Schild aufgemacht, und zusätzliche Abfallcontainer installiert:

Zu Hause in der Schweiz trenne ich Abfälle (Papier, Karton, Büchsen/Dosen, PET-Flaschen, Batterien) und verwende lokale Entsorgungshöfe für eine effiziente Entsorgung.

Hier bin ich aus folgenden Gründen skeptisch:

  • Bewohner aus allen Herren Ländern Die Wohntürme hier sind ein kleiner Mikrokosmos von unterschiedlichsten Nationalitäten: Thais, Chinesen, (vermutlich) Japaner, (vermutlich) Koreaner, Inder, Russen, Ukrainer, Europäer. Bei einigen Ethnien habe ich grosse Bedenken, dass die ihren Abfall wirklich sortieren (ein Blick in den Müllkübel bestätigt mir das immer wieder). Mülltrennung funktioniert meiner Meinung nach nur, wenn sich alle daran halten (sprich in High Trust Societies wie der Schweiz, Deutschland, oder beispielsweise Japan — und ich wage zu behaupten, dass die Mülltrennung auch in der Schweiz aus bekannten Gründen zunehmend leidet).
  • Nachgelagerte Konsolidierung? Was passiert mit den Container, wenn sie von der Putzfrau (ja, ich habe noch nie einen Putzmann gesehen) abgeholt werden? Geht dann alles in denselben grossen Container? Und selbst wenn die Trennung hier eingehalten wird — was passiert nach der Abholung? Ich befürchte, sobald der Müll aus den Augen ist, ist er auch aus dem Sinn.
  • Manuelle Sortierung im Entsorgungshof? Bei nächtlichen Fussmärschen vom Fitness nach Hause sehe ich manchmal Personen, welche die Müllsäcke an den Strassenrändern nach verwertbarem Material erlesen. Passiert das auf Grund des ersten Punkts dann auch zwingend in den Entsorgungshöfen? Müsste meiner Meinung nach, denn sonst sind die von den Wohnturmbewohnern „sortierten“ Abfälle garantiert unrein.

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Sonntag, 29. März 2026

Erfolgreiche Invasion Irans: Unrealistisch

In den ersten Tagen des Ukraine-Krieges waren ungefähr 200’000 russische Soldaten am Angriff beteiligt. Kommentatoren sagten bereits zu dem Zeitpunkt, dass es unrealistisch sei, ein Land wie die Ukraine (41 Millionen Einwohner, 600’000 Quadratkilometer Fläche) als Angreifer mit so einer kleinen Armee einzunehmen. Die Schätzungen gehen von 400’000 bis zu einer Million Soldaten aus, um mit dem Plan erfolgreich zu sein.

Iran beansprucht eine Fläche von 1’700’000 Quadratkilometer und zählt über 90 Millionen Bewohner. Im Gegensatz zur flachen Ukraine ist Iran eine Festung, umrundet von Gebirgen. Irak besetzte in den 1980ern maximal 20’000 Quadratkilometer im Grenzgebiet.

Nach Informationen ziehen die US-Amerikaner derzeit weniger als 10’000 Soldaten in der Golfregionen zusammen (unter anderem die 82nd Airborne, eine schnelle, leichte (!) Eingreiftruppe, sowie U.S. Marines, welche momentan auf der USS Boxer und Tripoli.

Somit ist aus meiner Sicht völlig unrealistisch, dass die Amerikaner den Iran auf diese Weise unter Kontrolle bringen wollen. Selbst wenn wir also einen massiv reduzierten Einsatz in Betracht ziehen, sehe ich nicht, wie so wenig Personal ein oder mehrere Insel, oder den Küstenstreifen entlang der Strasse von Hormuz effektiv verteidigen können.

Sind wir gespannt, was Pistol Pete und seine Generäle planen.

Nachtrag: Angabegemäss hat der Iran bereits amerikanische Truppen angegriffen, die sich — mangels funktionierender, ausreichend geschützter Basen — temporär in Hotels in Dubai abgesetzt sowie sich auf einer Insel der Vereinigten Arabischen Emirate installiert haben.

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