Sonntag, 21. Oktober 2018

Parking des Mercure Grand Hotel Biedermeier Wien

Auf unserer Autoreise durch Österreich machten wir natürlich auch in Wien Halt — ein Pflichtbesuch, sozusagen. Ohne Wien gesehen zu haben hat man Österreich nicht gesehen (und verstanden).

Wir checkten dazu in das Mercure Grand Hotel Biedermeier Wien ein.

Wie sich an der Reception herausstellte, hatte ich vor unserer Abfahrt in Graz korrekt recherchiert und richtig meinem Bauchgefühl vertraut: Hotelgäste können zu einem vergünstigten Tarif im Untergrund-Parking Landstrasser Hauptstrasse (Betreiber: Best In Parking) parkieren (offizielle Homepage des Parkhauses).

Die Einfahrt befindet sich direkt beim Rochusplatz (Google Maps resp. Plus Code 693Q+8W Vienna, Austria). Man fährt hinein und lässt sich wie jeder anderer Parkhausbenutzer ein Ticket ausgeben. Beim Check-Out im Hotel erhält man anschliessend gegen Bezahlung für jeden vollen und allenfalls den angebrochenen Tag je eine Wertkarte, die man bei der Ausfahrt nach dem eigentlichen Ticket in den Automaten einführt.

Anstelle des auf der Homepage des Betreibers angegebenen Tageshöchsttarifs (24 Stunden) von 29.90 EUR bezahlten wir dann „nur“ 63 EUR für drei Tage oder 21 EUR/Tag.

Damit man seine Koffer nicht zu weit ziehen muss, empfiehlt es sich, direkt im Sektor 2C Sünnhof zu parkieren (sofern das Parkhaus noch weitere Stockwerke besitzt sinngemäss 3C Sünnhof, 4C Sünnhof etc.):

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Bei unserem Besuch war der Parkhaus-Lift an diesem Ausgang leider während den ganzen drei Tagen unseres Aufenthalts defekt, was bedeutete, dass wir unseren schweren, prall gefüllten Hartschalenkoffer die Treppe bis auf Strassenniveau hochtragen mussten. Am Tag unserer Abfahrt sahen wir am Mittag immerhin zwei Techniker des Liftherstellers herumwerkeln, weshalb wir davon ausgehen, dass der Lift jetzt wieder funktioneren sollte.

Hinzu kommt, dass sich die Reception in der Mitte des Häuserblocks befindet und wir den Koffer so auch noch die ganze Länge über die Setzsteine am Boden ziehen mussten. Das ist mühsam und macht einen ganz lauten Krach.

Alternativ könnte es bei der An- und Abreise sinnvoll sein, für den „Kofferumschlag“ temporär die Baumannstrasse zu benutzen, welche einen Durchgang zum Sünnhof besitzt.

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Dienstag, 16. Oktober 2018

USB-Kabel ist nicht gleich USB-Kabel, oder: Wieso ein Raspberry Pi 3 einen gelben Blitz anzeigt

Von meinem Dashboard, meinem ganzen Stolz über all die Jahre, habe ich hier ja bereits mehrere Male berichtet (Ausgangspunkt).

Seit Juni 2016 verwende ich zum Betrieb des Dashboards einen Raspberry Pi 3 — und wahrscheinlich genau so lange hat das Ding mir auf dem Bildschirm einen gelben Blitz angezeigt:

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Bis letzte Woche hatte ich keinen blassen Schimmer, was dieses Symbol zu bedeuten hat — nerven tat es auf jeden Fall. Doch dann stolperte ich auf Grund folgender Fehlermeldung im Debian Kernel Log (unter /var/log/kern.log) …

...
Oct  9 05:00:06 DASHBOARD kernel: [    2.116304] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 10 05:00:08 DASHBOARD kernel: [    2.089827] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 11 05:00:07 DASHBOARD kernel: [    2.080389] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 11 05:17:06 DASHBOARD kernel: [    2.080005] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 11 05:17:04 DASHBOARD kernel: [    2.071669] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 11 05:17:04 DASHBOARD kernel: [    2.089371] Under-voltage detected! (0x00050005)
...

… über folgenden Artikel:

If a lightning bolt image appears in the top-right corner of the screen, it means Raspberry Pi is not getting enough voltage (4.65V according to this forum post).

Quelle: Lightning Bolt (Under-Voltage Warning) on Raspberry Pi

All die Jahre erschien dieses Symbol, aber ich realisierte nicht, dass mir mein RPi3 etwas Wichtiges damit sagen wollte!

Ich hätte das Problem wie im Artikel beschrieben mit der Quick-and-Dirty-Symptombekämpfungslösung wegmachen können (avoid_warnings=1-Eintrag in /boot/config.txt), doch ich war an der tatsächlichen Lösung des Problems interessiert: Mehr Volt für meinen RPi!

Der Raspberry Pi hängt seit 2014 an einem AOC E2460SHU Monitor, für welchen der Hersteller mit einem roten und einem Power-Schriftzug markierten USB-Anschluss wirbt (Direktlink auf das Bild). Daran konnte es doch nun kaum liegen?!

Zu Beginn der Recherche machte ich den Fehler, dass ich nach Lösungen für zu wenig Ampere (Strom) über den USB-Bus suchte. Dabei stiess ich auf folgendes Kabel („Dual Input USB Power“) und war kurz davor, es zu bestellen — bis ich mir noch einmal die Fehlermeldung zu Gemüte rief. Dort liest man nichts von „under-current“, sondern von „under-voltage“, das heisst zu tiefer Spannung!

Nach wenigen Minuten stiess ich auf unzählige Forumsbeiträge zum Thema; einen Interessanten hier:

Stutzig wurde ich, als in mehreren anderen Forenbeiträgen empfohlen wurde, nicht zuerst die Stromquelle selber als Problem zu vermuten, sondern auch das verwendete USB-Kabel genauer anzuschauen und gegebenenfalls auszuwechseln. Begleitet wurden diese Empfehlungen von Rückmeldungen vieler Benutzer, die rein mit dem Austausch des Kabels die Meldung weggebracht hatten.

Doch wieso ist das so? Folgende zwei Artikel geben Auskunft über das Phänomen:

In vielen Fällen rührt das Problem davon, dass man keine qualitativ hochstehenden USB-Kabel verwendet (ja, ich weiss, vergoldete HDMI-Kabel für 99 CHF …). Das heisst anstelle von explizit „Charging Cable“ genannten Waren nur „Data Cables“. Das Problem der qualitativ minderwertigen Kabel ist, dass sie einen zu kleinen Querschnitt und somit einen zu hohen Widerstand haben. Dies führt dazu, dass die 5V Betriebsspannung am USB-Anschluss (der Stromquelle) bis zum RPi problemlos um 0.25V bis über 0.5V abnehmen kann — und somit wie oben genannt weniger als 4.65V beim Raspberry Pi ankommen (Grafik).

Kann wirklich das USB A-auf-USB Mikro-Kabel das Problem sein?! Offenbar schon, wenn man folgenden Artikel in einem RPi-Forum durchliest: Best Micro USB cables

Ein gutes Kabel erkennt man, wenn es einen Aufdruck mit einem numerisch tiefen AWG-Wert enthält.

Zurück von der Arbeit durchsuchte ich meinen USB Mikro ZIP-Lock-Sack. Rasch musste ich feststellen, dass kaum (mehr) Kabel einen AWG-Wert angeben. Einige wenige Kabel hatten einen Aufdruck, und ich machte mich daran, das bis heute genutzte USB-Kabel des RPi auszutauschen.

  1. Das erste Kabel war fälschlicherweise ein USB A- auf USB Mini-Kabel (statt Micro). Dabei wäre es perfekt gewesen: 28AWG/1P+24AWG/2C plus zusätzlich ein Ferritkern an einem Ende.
  2. Das zweite Kabel mit 26AWG/1P 26AWG/2C wäre brauchbar gewesen, doch leider scheint es defekt zu sein — der RPi3 tat keinen Wank, weshalb ich auf Kabelbruch tippte.
  3. Das dritte Kabel funktionierte schlussendlich. Es ist sehr, sehr kurz und trägt den Schriftzug 28AWG/1P and 28AWG/2C. Zuerst befürchtete ich, dass dies bereits ein zu hoher AWG-Wert ist — doch der gelbe Blitz ist seither nicht mehr sichtbar.

Kabel Nummer 1:

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Kabel Nummer 2:

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Kabel Nummer 3:

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Nachtrag 1

Ich muss noch bemerken, dass ich das Kabel seit langem nicht mehr direkt in den USB-Port des Monitors einstecke, sondern noch ein USB-Winkelstück (90 Grad; männlich, weiblich) gekauft habe, damit das Kabelende nicht so hässlich am oberen Ende des Monitors heraussticht. Ein solches Stück kann selbstverständlich auch noch zu Spannungsverlusten führen; in meinem Fall ist der Verlust zusammen mit einem qualitativ hochstehenden Kabel aber offenbar vernachlässigbar.

Nachtrag 2

Leider sind die Kernel-Meldungen nicht ganz weg. Seit Austausch des Kabels habe ich in kern.log folgende Einträge gefunden:

...
Oct 16 19:18:55 DASHBOARD kernel: [  370.259369] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 16 19:20:06 DASHBOARD kernel: [  440.980952] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 16 20:31:53 DASHBOARD kernel: [ 4748.658891] Under-voltage detected! (0x00070005)
Oct 16 20:38:41 DASHBOARD kernel: [ 5156.348023] Under-voltage detected! (0x00050005)
Oct 16 20:49:53 DASHBOARD kernel: [ 5828.208492] Under-voltage detected! (0x00070005)
Oct 16 20:53:00 DASHBOARD kernel: [ 6015.403857] Under-voltage detected! (0x00070007)
...

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Montag, 15. Oktober 2018

Apple wiegelt Reparaturanfragen ab

Zufall oder Programm? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: In diesem Jahr war ich bereits zwei Mal mit zwei unterschiedlichen iPhone SE im Apple Store Zürich, um deren Batterien zu tauschen. Beide Male lief ich unverrichteter Dinge wieder aus dem Laden, weil mich die Angestellten abgewiegelt haben. Einmal konnte die Apple Diagnostiksoftware keine Probleme mit dem Akku feststellen, ein ander Mal führte die Verkäuferin die unregelmässigen Abstürze des iPhones nicht auf eine defekte Batterie zurück.

Ich befürchte es ist ein sehr, sehr schmaler Grat zwischen dem Hersteller Geld sparen und den Kunden davon abhalten, unnütze Reparaturen durchführen zu lassen (resp. solche, die das eigentliche Problem nicht adressieren).

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Montag, 15. Oktober 2018

USA: State of the Onion im Oktober 2018

Original:

Persiflage:

Fazit: Irgendwas ist verdammt faul im Staate Dänemark. Wenn es nicht so verdammt ernst wäre, müsste man fast lachen.

Ja, man ist versucht zu denken, dass die Amerikaner viel Glück hatten, Kanye nicht zum Präsidenten gewählt zu haben. Für einige ist mit Trump ja das Ende der IQ-Fahnenstange erreicht, aber es scheint in dem Land unzählige weitere Kandidaten zu haben, die das Niveau ohne grosse Anstrengung noch viel, viel weiter senken können.

PS: Kanyes iPhone-PIN ist … 00000 (bei 6 Minute 52 Sekunden). Wieso er bei seinem iPhone X FaceID deaktiviert hat wissen wohl auch nur die Götter (oder Kim).

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Sonntag, 14. Oktober 2018

Touristenattraktion KZ Dachau

Die KZ Gedenkstätte Dachau habe ich anlässlich eines Sommer-Ausflugs nach München bereits vor einigen Jahren besucht. Im September dieses Jahres kamen wir anlässlich einer Auto-Rundreise durch Österreich in der Nähe des Dorfes Mauthausen vorbei und besuchten die dortige Gedenkstätte ebenfalls.

Mauthausen ist für mich klar eindrücklicher — wieso genau kann ich nicht sagen: Ob es die Jahreszeit war — grauer Himmel, morgendliche Kälte? Der Blick auf den Steinbruch, in Kombination mit der Schilderung der Morde an den Inhaftierten im Audio-Guide für das Smartphone? Allgemein der Audio-Guide mit unzähligen Erläuterungen beim Rundgang? Der Garten voller Monumente zur Erinnerung der Auslöschung von Bürgern unzähliger Nationen? Die sehr gut gemachte interaktive Museumsaustellung? Das äusserst gut erhaltene Lagergelände mit unzähligen Bauten?

Was ich nach der Rückkehr erst erfuhr: Bereits in den 1930ern, also während der aktiven Nutzung von Dachau, schien das dortige KZ Touristen angezogen zu haben respektive von den Nazis aktiv beworben worden zu sein:

The German authorities, initially at least, proved so willing to show off their concentration camp to foreigners that by the mid-1930s Dachau had become something of a tourist attraction for American and British visitors, particularly politicians and journalists.

Quelle: To Heil, or Not To Heil, When Traveling in the Third Reich

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Dienstag, 9. Oktober 2018

Die Stimme eines Wyomingers wiegt 3.6 Mal mehr als die eines Kaliforniers

As The Washington Post pointed out in 2016, „In the Electoral College, each individual Wyoming vote weighs 3.6 times more than an individual Californian’s vote.“ The Post continued, „That’s the most extreme example, but if you average the 10 most populous states and compare the power of their residents’ votes to those of the 10 least populous states, you get a ratio of 1 to 2.5.“

Quelle: Liberals, This Is War

Wieso die sonst so innovationsfreudigen Amis immer noch mit den 538 Wahlmännern arbeiten, ist und bleibt mir ein Rätsel: Ein Relikt aus den Zeiten, als man noch zu Fuss oder mit Pferden unterwegs war und noch nicht einmal die Lokomotive kannte (!): United States Electoral College.

Aber wie sagt man so schön: Jedes Land hat die politischen Eigenheiten, die es verdient.

So etwas ähnliches gibt es hierzulande ja auch: In der Schweiz „wiegt“ der Kanton Appenzell–Innerrhoden mit 16’000 Einwohnern bei der Frage zum Ständemehr nun mal gleich viel wie der bevölkerungsreichste Kanton Zürich mit 1.5 Millionen Einwohner (Quelle), was noch ein viel krasseren Faktor 93 ausmacht.

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Dienstag, 9. Oktober 2018

Ausgegendert?

Bravo:

Drei Forschern ist ein böser Streich gelungen: Sie haben Teile der linken „Gender Studies“-Szene mit grotesken Fälschungen blamiert.

Quelle: Eklat unter US-Wissenschaftlern: Hitler, feministisch gelesen

Sowie hier noch eine englische Version der Berichterstattung zum Thema: Hoaxers Slip Breastaurants and Dog-Park Sex Into Journals

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Dienstag, 9. Oktober 2018

YouTube: Why Switzerland is the Safest Place if WW3 Ever Begins

Dämliches Video, das jedem Schweizer anfänglich bauchpinseln sollte, bei mir vor allem aber nach jeder Sekunde lauter nach „Faktencheck“ ruft. Da wird einiges an Käse erzählt.

Aus irgendeinem Grund ist das durch den sau-gescheiten YouTube-Algorithmus in die Liste der Video-Vorschläge gerutscht. Beunruhigend, dass solcher Quark den Weg in solche Listen findet …

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Dienstag, 9. Oktober 2018

Der Leitsatz der USA: „Always Attack the Wrong Country“

But even then there was already a farcical element to the War on Terror. I defined this element of absurdity two years ago as a guiding principle: Always Attack the Wrong Country. Perhaps there is a certain secret agency in Washington charged with picking the wrong country to attack; I proposed to call it „The Misdirectorate.“

Quelle: ClubOrlov

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Sonntag, 7. Oktober 2018

Video zum Stichwort „Muttipanzer“

Oder wie man es in der Schweiz nennt: Chauffeur-Service für die eigenen Kinder im Schulalter. Dabei ist (war?) der Schulweg doch das Beste an der Schule überhaupt, als man den noch ohne die Helikopter-Eltern zu Fuss oder mit dem Velo gegangen ist.

Via: Muttipanzer :: Nur das Beste für das Kind

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