Donnerstag, 22. März 2018

Wenn der UniFi Controller die MongoDB Log-Datei gigabyteweise füllt

Ich betreibe an drei physischen Standorten auf zu Linux-Servern umfunktionierten Lenovo-Laptops je einen UniFi-Controller, um die UniFi-Access Points an diesen drei Standorten zu provisionieren und zu überwachen.

Wer diese Software ebenfalls im Einsatz hat, sollte insbesondere nach Updates gelegentlich mal in das Verzeichnis /var/log/unifi reinschauen und überprüfen, dass sich die Log-Datei mongod.log nicht im Sekundentakt mit nachfolgend aufgeführten Fehlermeldungen füllt und so locker mehrer Gigabyte gross werden kann:

2018-03-12T20:49:21.010+0100 I CONTROL  [main] ***** SERVER RESTARTED *****
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] MongoDB starting : pid=26817 port=27117 dbpath=/usr/lib/unifi/data/db 64-bit host=HOSTNAME
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] db version v3.2.11
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] git version: 009580ad490190ba33d1c6253ebd8d91808923e4
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] OpenSSL version: OpenSSL 1.0.2l  25 May 2017
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] allocator: tcmalloc
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] modules: none
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] build environment:
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten]     distarch: x86_64
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten]     target_arch: x86_64
2018-03-12T20:49:21.018+0100 I CONTROL  [initandlisten] options: { net: { bindIp: "127.0.0.1", http: { enabled: false }, port: 27117, unixDomainSocket: { pathPrefix: "/usr/lib/unifi/run" } }, storage: { dbPath: "/usr/lib/unifi/data/db" }, systemLog: { destination: "file", logAppend: true, path: "/usr/lib/unifi/logs/mongod.log" } }
2018-03-12T20:49:21.068+0100 E NETWORK  [initandlisten] listen(): bind() failed errno:98 Address already in use for socket: 127.0.0.1:27117
2018-03-12T20:49:21.069+0100 E NETWORK  [initandlisten]   addr already in use
2018-03-12T20:49:21.069+0100 E STORAGE  [initandlisten] Failed to set up sockets during startup.
2018-03-12T20:49:21.069+0100 I CONTROL  [initandlisten] dbexit:  rc: 48

Relevant ist die eine Zeile, die da lautet:

2018-03-12T20:49:21.068+0100 E NETWORK  [initandlisten] listen(): bind() failed errno:98 Address already in use for socket: 127.0.0.1:27117

Sie besagt, dass bereits ein Prozess auf Port 27117 lauscht. Und was macht das blöde Stück Software in einem solchen Fall? Es startet neu, immer wieder, ohne Ende. Und bei jedem Neustart (gefühlt alle Sekunde, wenn man sich mit tail -f dranhänkt) füllt sich das Log mit weiteren 1600+ Bytes und somit mit 5.6 Megabytes pro Stunde, 134.4 MB pro Tag und 940.8 MB pro Woche.

Als Anschauungsbeispiel das Log-Verzeichnis auf einem meiner Server:

/var/log/unifi]# ls -lh
total 1.2G
-rw------- 1 unifi root     0 Mar 18 00:08 mongod.log
-rw------- 1 unifi root   153 Jan 12 14:32 mongod.log.10.gz
-rw------- 1 unifi root   900 Jan  5 23:38 mongod.log.11.gz
-rw------- 1 unifi root   882 Dec 30 22:15 mongod.log.12.gz
-rw------- 1 unifi root   687 Dec 23 02:27 mongod.log.13.gz
-rw------- 1 unifi root   691 Dec 16 10:58 mongod.log.14.gz
-rw------- 1 unifi root  1.1G Dec  2 12:07 mongod.log.15.gz
-rw------- 1 unifi root  3.4M Mar 13 21:30 mongod.log.1.gz
-rw------- 1 unifi root   30M Mar 12 00:09 mongod.log.2.gz
-rw------- 1 unifi root   23M Mar  4 00:09 mongod.log.3.gz
-rw------- 1 unifi root   30M Feb 26 00:07 mongod.log.4.gz
-rw------- 1 unifi root   23M Feb 18 00:09 mongod.log.5.gz
-rw------- 1 unifi root   30M Feb 12 00:08 mongod.log.6.gz
-rw------- 1 unifi root  1.7M Feb  4 00:10 mongod.log.7.gz
-rw------- 1 unifi root   675 Jan 26 09:19 mongod.log.8.gz
-rw------- 1 unifi root   236 Jan 21 14:25 mongod.log.9.gz

Wie man auf einen Blick sieht, hat sich das Log in der Woche vom 25. November bis zum 2. Dezember auf diese Weise gefüllt und war selbst mit gzip gezippt noch satte 1.1GB gross. Im Vergleich zu anderen Wochen, wo ein paar wenige Bytes zusammenkommen.

Wer den UniFi-Controller auf einer SSD-Platte laufen hat, dem werden ob diesen Schreiboperationen die Tränen kommen.

Was ist die Lösung?

# killall mongod

Startet der UniFi-Controller die MongoDB das nächste Mal neu, kann sie sich an den Port binden.

In den Foren des Herstellers finden sich auf Anhieb eine einzige Meldungen zum Symptom, aber mit einem anderen Lösungsvorschlag, der mit meiner Situation nichts zu tun hatte:

Auf Ask Ubuntu findet sich eine generelle Problemmeldung zum Thema MongoDB: Mongod server not woking due to the following error. Von hier stammt schlussendlich der essentielle Hinweis, einfach den bereits laufenden mongodb-Prozess zu „killen“.

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Donnerstag, 22. März 2018

Nicht über Apple gekauften AppleCare Protection Plan registrieren

Da mein iMac 27″ (Late 2015) diesen März ein Jahr alt wurde, habe ich mich entschieden, einen Apple Care Protection Plan anzuschaffen. Diesen kann man innerhalb eines Jahres nach Kaufdatum des Macs erstehen und die Garantie des Geräts auf drei Jahre verlängern.

Für meinen iMac handelt es sich um das Produkt mit der Produktenummer MF216D/A. Es wäre möglich, die Garantieverlängerung bequem online über Apple zu kaufen, doch dies hätte mit satten 249 CHF zu Buche geschlagen.

Kauft man die physische Box-Version über einen Detailhändler, kann man einiges an Geld sparen. Da dies mein erster Kauf eines AppleCare Produkts war, entschied mich für volles Risiko und orderte stattdessen den Artikel Apple AppleCare Protection iMac MD007D/A von Techniworld.ch — für 153.55 CHF. Eine Ersparnis von knapp 100 CHF. Und um es vorwegzunehmen: Ja, es handelt sich um das identische Produkt und Apple hat die so gekaufte Garantieverlängerung akzeptiert.

Mit der Seriennummer, die auf der Papierbroschüre aufgeklebt ist, identifiziert man gegenüber Apple die Gültigkeit des Plans. Diese Nummer muss gemäss Apple folgendermassen zusammen mit dem Gerät registriert werden:

AppleCare-Vertrag registrieren

  • Melden Sie sich bei „Mein Support“ mit Ihrer Apple-ID und Ihrem Passwort an.
  • Wählen Sie das Gerät aus, für das Sie einen AppleCare-Vertrag registrieren müssen.
  • Klicken Sie auf „Abdeckung hinzufügen“.
  • Klicken Sie auf „Jetzt registrieren“.
  • Geben Sie Ihre Vertragsnummer und Ihre E-Mail-Adresse ein. Akzeptieren Sie dann die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Apple.

Quelle: Ihre Apple-Geräte und AppleCare-Verträge bei „Mein Support“ ansehen

Soweit so gut — ich konnte mich tatsächlich problemlos auf „My Support“ einloggen, sah meinen iMac und darunter den blau hinterlegten Link, um einen AppleCare Protection Plan für das Gerät zu hinterlegen.

Das Problem kam erst beim Ausfüllen meiner Kontaktdaten zu Tage: Als Land waren die „United States of America“ hinterlegt, und ich konnte diese Auswahl nicht ändern (wieso Apple nicht einfach die bereits in der Apple ID hinterlegten Informationen verwendet, ist mir schleierhaft).

Nach etwas Pröbeln schaffte ich es dann schlussendlich, dass in diesem Formular die Schweiz als Land voreingestellt war und schweizerische Adressen eingegeben werden konnten. Wie man das macht?

  • Zuerst einmal verwendet man einen anderen Browser, der noch nicht in diese Apple Support-Seite eingeloggt ist. Am Besten löscht man alle Caches und Cookies, oder verwendet gleich den Incognito-Modus. Ich habe Firefox gewählt.
  • Anschliessend stellt man die Sprache des Browsers auf „Deutsch/Schweiz [de-ch]“ ein. In Firefox unter Mac erfolgt dies über das Menu Firefox > Einstellungen > Allgemein > Sprache
  • Schlussendlich verwendet man die (fast) identische URL, wie sie Apple im Hilfedokument angibt, fügt aber als GET-Parameter folgenden Zeichenkette an: ?selectedLocale=de_CH. Die URL lautet nun also komplett mysupport.apple.com/?selectedLocale=de_CH. Surft man die Support-Seite auf diesem Weg an, sollte sie auf Deutsch angezeigt werden

Danach bin ich dem normalen Weg gefolgt.

Falls es damit immer noch nicht klappt — d.h. als Herkunftsland sind immer noch die USA ausgewählt — empfehle ich noch einen letzten Versuch: mysupport.apple.com/agreements/enroll?selectedLocale=de_CH

A propos: Wenn ich heute mit Firefox die Support-Seite ansurfe, erscheint folgende Fehlermeldung:

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Donnerstag, 22. März 2018

Egal was, kauft einfach keine Tintenpisser

(fürs Briefe drucken)

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Mittwoch, 21. März 2018

RMB

… das steht für die (mittlerweile aufgelöste) Techno-Band von Rolf Maier-Bode und Farid Gharadjedaghi, welche in den Neunzigern Hammersongs produzierten, welche vereinzelt auch die Charts stürmten (man stelle sich das heute vor, inmitten den Weichspülern Ed Sheeran und Taylor Swift …).

RMB gehört neben Chicane, Nicholas Bracegirdle, zu meinen Lieblingsmusikern und ist mit ein Grund, weshalb ich hier in unserer Wohnung immer noch einen Technics SL-1200MK2 Plattenspieler herumstehen habe (über einen Vorverstärker über Klinke an einem Sonos PLAY:5 angeschlossen). Insgesamt besitze ich zwei dutzend Original-Schallplatten und somit fast die ganze Diskographie der Jungs, und lasse es mir nicht nehmen, unregelmässig wieder in die ein oder andere Platte reinzuhören.

Da ich gerade mit Grippe zu Hause im Bett liege, mich langweile und deshalb meine Remember The Milk Todo-Liste durchgehe, habe ich heute einige YouTube-Videos über Rolf Maier-Bode geguckt, die ich jedem Nostalgiker und in den Neunzigern gross gewordenem Techno-Fan nur empfehlen kann.

Was mir so erst bewusst wurde: Rolf und Farid sind nicht im guten Auseinandergegangen und es ist Rolf verboten, unter dem Namen „RMB“ aufzutreten. Und Rolf war der Musiker hinter dem Duo, das Genie, und Farid wahrscheinlich wohl eher der Verkäufer, Sales-Man, der Mann für die Aussenwirkung und der gelegentliche Ideengeber.

Zweiteiliges Interview in der Sendung NRW Late Night (2016)

Viel zu kurz, aber optimal um sich wieder in die Zeit zurückzuverstzen

Längeres Interview wenige Wochen vor dem Kurzauftritt auf der 25. Mayday (2016)

Geht viel tiefer auf die Musik-Technik, aber auch die persönlichen Umstände von Rolf Maier-Bode ein

Kurzauftritt an der Mayday (2016)

Offizielles Video (nur 6 Minuten 12 Sekunden der Total 23 Minuten 19 Sekunden) — ACHTUNG: drehbares 360 Grad-Video!

Inoffizielles Video (ganzes Set, 23 Minuten 19 Sekunden)

Wer den Sound der Neunziger vermisst, dem sind die drei Solo-Alben von Rolf Maier Bode empfohlen, die man in iTunes erstehen kann, oder direkt über Rolfs offizielle Web-Site:

  • Foundation (2016)
  • Twenty Thirteen (2013)
  • Thirteen Nights (2010)
  • Thirteen Stories (2009)

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Mittwoch, 21. März 2018

YouTube und Vimeo Embed-Code auf meine Blog Artikel-Breite anpassen

YouTube

Seit YouTube die Möglichkeit nicht mehr offeriert, die gewünschte Breite oder Höhe von Videos im Embed-Code für Videos einzugeben, muss ich immer selber nachrechnen:

Der Embed-Code verwendet standardmässig 560 Pixel Breite und 315 Pixel Höhe.

Da die Artikel in meinem Blog nur 400 Pixel breit sind, muss ich den HTML-Code jedes Mal wie folgt anpassen: 400 Pixel Breite und 225 Pixel Höhe.

Vimeo

Bei Vimeo ist es ähnlich, die Dimensionen sind hier 640 Pixel Breite und 360 Pixel Höhe.

Für das Einfügen in meinen Blog muss ich die Dimensionen auf 400 Pixel Breite und 225 Pixel Höhe ändern.

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Sonntag, 11. März 2018

Ob die Post-Webmaster das reCAPTCHA-Upgrade hinkriegen?

Als ich Ende Februar einige versteigerte Artikel per Paketpost versendet habe und dafür über die Web-Site der Post die Tracking-Mitteilungen per E-Mail abonnieren wollte, grüssten mich anstelle der gewohnten Strassenschilder von reCAPTCHA, die vom menschlichen OCR entziffert werden müssen, einige Male folgende Fehlermeldung:

Ob die Post das Problem mittlerweile selber erkannt hat, weiss ich nicht. Zu aller Sicherheit halber habe ich aber soeben eine Twitter-Mitteilung an das Social Media-Team dort abgesetzt, damit sie es intern eskalieren können.

Mal schauen, ob die Meldung bis Monatsende den Weg durch die OEs des Unternehmens findet … sind wir gespannt!

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Mittwoch, 7. März 2018

Folien meines Lightning Talks zum Thema „RPi Dashboard“ (Backup)

Da letzte Woche die Web-Site der bernischen Lightning Talks offline gegangen ist, habe ich mich entschieden, den Foliensatz meines Vortrages vom 17. März 2014 auf meinem Blog zu Archivzwecken aufzuschalten:

2014-03-14-dashboard-lightning-talk.pdf

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Sonntag, 25. Februar 2018

Wie die NRA in den USA bis heute ein effizientes, digitales Waffenregister verhindert

Erschütterndes Video: Die Verkaufsformulare von Waffenhändlern werden zwar digitalisiert, dürfen aber keine Texterkennung (OCR) durchlaufen — weshalb sie als JPEG abgelegt werden. Bei Anfragen von Strafverfolgungsbehörden (die teilweise ebenfalls unglaublich schludrig daherkommen können) müssen Mitarbeiter des National Tracing Centers dann am Bildschirm Formular für Formular durchgehen, bis sie das Richtige gefunden haben.

Guns Found Here from MEL Films on Vimeo.

In diesem Zusammenhang auch ein spannender Artikel einer US-Amerikanerin, die seit längerem in der Schweiz lebt:

„[…] the Swiss view gun possession as a patriotic duty and important component of national security. […] Two-thirds of American gun owners cite personal protection as their primary reason for obtaining a firearm even though they are actually less likely to perceive gun crime as a serious problem. Tellingly, most gun owners in the US cite gun ownership as intrinsic to their sense of personal freedom, whereas the Swiss perceive gun possession as intrinsic to their sense of national freedom. To put it another way, the Swiss have guns because they trust their government, and Americans have guns because they don’t.“

Quelle:

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Sonntag, 25. Februar 2018

Mit cacti die von fr24 entdeckten Flugzeuge und Nachrichten aufzeichnen

Der einfachste Weg, um dies zu bewerkstelligen ist die Verwendung der folgenden URL, die Statistiken im JSON-Format ausgibt:

http://%IP%/dump1090/data/aircraft.json

Mehr dazu: Mit einem Raspberry Pi, DVB-T-Stick und Flightradar 24 einen Hobby-ADS-B Empfänger aufbauen

Ich habe ein kleines Python-Script geschrieben, welches diese Informationen ausliest und so aufbereitet, dass es von cacti importiert werden kann:

fr24-cacti-stats

Nachdem man die Data Input, Data Source und Graph Templates erstellt hat, grüssen einen folgende Graphen:

Alternative

Da ich die dump1090-URL anfänglich nicht kannte, behalf ich mir als Alternative der Log-Datei unter /var/log/fr24feed/fr24feed.log.

Ich erstellte im Web-Root von lighthttpd einen Symlink auf die Log-Datei …

$ ln -s /var/log/fr24feed/fr24feed.log /var/www/fr24feed.log

… lud diese mittels wget auf den cacti-Server herunter, filterte dort mittels eines Scripts die jüngste Log-Meldung vom folgenden Format heraus und isolierte die Zahl vor „AC“:

2018-02-23 21:12:06 | [feed][i]removed 1 of 8 AC

Da die Log-Datei seit heute morgen nicht mehr geschrieben wird (Grund: unklar), bin ich nun auf die Echtzeitlösung mit dump1090 ausgewichen. Erste Erkenntnis: dump1090 meldet mehr Flugzeuge als die Log-Datei; Grund unklar.

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Sonntag, 25. Februar 2018

Einen Raspberry Pi mit autonomer Stromversorgung betreiben

(Kontext: Mit einem Raspberry Pi, DVB-T-Stick und Flightradar 24 einen Hobby-ADS-B Empfänger aufbauen)

Wie im oben verlinkten Blog-Post beschrieben muss sich die Antenne im Freien befinden, um den bestmöglichen Empfang der ADS-B-Signale zu realisieren.

Bevor ich entdeckte, dass das DVB-T-Antennenkabel problemlos durch einen Fensterrahmen geführt werden kann und das Schliessen des Fensters überlebt, machte ich mir Gedanken, wie man Antenne UND den Raspberry Pi zusammen auf dem Balkon der Mietwohnung installieren könnte.

Das grösste Problem war hierbei die Stromversorgung, da sich auf unserem Balkon kein Stromanschluss befindet.

Stromverbrauch

Gemäss der Web-Seite Solar Power for Raspberry Pi verbraucht mein Raspberry Pi 1, Model B, mindestens 480mA, was einem Tagesverbrauch von 57.6Wh entspricht.

Ein anderer Artikel Power Consumption berechnet mindestens 220mA, wenn man den HDMI-Port deaktiviert und die LEDs ausschaltet (wie man das macht, ist in diesem Artikel beschrieben: Raspberry Pi Zero – Conserve power and reduce draw to 80mA).

Der DVB-T-USB-Dongle verbraucht gemäss (geleaktem?) Data Sheet des Chip-Herstellers maximal 178mA.

Der bei einem Outdoor-Betrieb zwingend nötige WLAN-USB-Dongle sollte dann auch noch dazugerechnet werden. In meinem Fall hatte ich geplant, einen ZyXEL NWD2205-Stick zu verwenden. Gemäss Datenblatt saugt das Ding 315mA beim Senden und 250mA beim Empfangen.

Zusammengerechnet hätte dies also in einem Verbrauch von 480 + 178 + 315 = 973 mA oder 0.973A entsprochen — multipliziert mit 5V also genau 4.865 Watt.

Da ich den Raspberry Pi mittlerweile mittels Power-over-Ethernet PoE mit Strom versorge (hierzu verwende ich einen Uctronics U5159 Umwandler, der aus dem Ethernet-Kabel den Strom extrahiert, transformiert und dann mit 5V und bis zu 2.4A auf einen Micro-USB-Port ausgibt — bspw. erhältlich auf Amazon.com für $10), kann ich über den Unifi Controller sehen, wie viel Leistung das Ding zieht: 5.31 Watt. Es kann aber gut sein, dass diese Messung durch den UniFi-Switch sowie auch den Uctronics stark verfälscht wird.

USB-Powerbanks?

Von dieser Lösung nahm ich rasch Abstand, da gewisse Dinger mit 10000, 15000 oder gar 20000 mAh zwar ordentlichen Stromspeicher besitzen, aber trotzdem nicht geeignet sind:

  • Wie lädt man die Dinger auf — musste man mindestens zwei Powerbanks anschaffen sie täglich rotieren? Das kam für mich nicht in Frage.
  • Sind sie für den Aussenbetrieb geeignet, d.h. verkraften sie Temperaturen wie jetzt gerade bis zu minus 5 Grad in der Nacht?

Solar!

Nach einigen Überlegungen kam ich dann auf die naheliegende Lösung: Solarstrom!

Zwar gibt es bei Amazon haufenweise Powerbanks mit integriertem Solarpanel (sogar eine mit 20000mAh, derzeit aber vergriffen) (Digitec hat auch einige, bspw. Sandberg Outdoor Solar (16000mAh, Solarbetrieb) sowie DÖRR Solar Powerbank SC-10000 black (10000mAh, Solarbetrieb)), doch nach einiger Lektüre im Netz kam ich zum Schluss, dass die Dinger nicht für einen 24/7-Betrieb eines RPi taugen (sie laden die Batterie nicht schnell genug auf, damit der RPi die Nacht überlebt).

Ein Solarpanel muss her. Da dieses aber nur am Tag bei Sonnenschein Strom liefert, muss man auch hier mit Batterien arbeiten. Nicht aber mit Powerbanks (Li-Ion) sondern besser mit Blei-Batterien, wie man sie von USVs kennt.

Nicht zu vergessen ist auch, dass Solarpanels 12V ausgeben, was für USB-Geräte nicht brauchbar ist (der USB-Standard sieht eine Spannung von 5V vor). Somit muss man noch einen Transformator dazwischenschalten, der 12V auf 5V heruntertransformiert.

Auf der Suche nach Lösungen fand ich zwei Arten von Produkten: Einerseits Sets, die primär für RPis gedacht sind, sowie Allzweck-Anlagen, mit welchen man Gartenhäuschen, Wohnwagen etc. mit Solarstromversorgung ausrüsten kann.

Die von mir entdeckten RPi-spezifischen Lösungen sind nachfolgend aufgelistet:

Für andere IoT-Geräte konzipierte respektive generische Lösungen:

Hätte ich nicht realisiert, dass das Antennenkabel durch den Fensterrahmen geführt werden kann, hätte ich mir wohl schlussendlich folgendes Produkt geleistet:

Solar-Set Poly Esotec 120005 20 Wp inkl. Akku, inkl. Anschlusskabel, inkl. Laderegler 179.95 CHF bei Conrad.ch (dasselbe Produkt für 168 CHF ohne Versand bei Westfalia.ch)

Die Batterie besitzt einen Speicher von 8 Ah (d.h. 8000 mAh), das Solarpanel generiert 20 Watt Spitzenleistung. Die kleinere Version der Anlage mit „nur“ 4000 mAh kostet 99.95 CHF.

Anschliessend hätte ich wohl auch noch den Laderegler mit einem Produkt ersetzt, das zwei USB-Anschlüsse direkt eingebaut hat (damit verzichtet man auf zusätzlichen Kabelsalat):

ALLPOWERS 20A Solarladeregler 12V / 24V Intelligenz USB Teil Solar Panel Regler mit USB Port Display

Was ich bis jetzt nicht klären konnte: Liefert der USB-Anschluss wirklich nur 500mA (gemäss Handbuch), oder geben die Laderegler trotzdem auch gegen die 1A Strom aus (wie die kleinere Lösung, gemäss dessen Handbuch)?

Links

Bei der Recherche zur Lösung notierte ich mir unzählige Links notiert. Hier die wichtigsten:

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