Huere härzig:
Wir ware an dem Wochenende zwar im Land, aber diese Aufnahme ist mir erst jetzt reingeflattert.
Sonntag, 19. Juni 2022
Huere härzig:
Wir ware an dem Wochenende zwar im Land, aber diese Aufnahme ist mir erst jetzt reingeflattert.
Tags: Elizabeth II., England, Lilibeth, Paddington, Queen, Queen Elizabeth II., UK, United Kingdom
Labels: Europa, Funny
Freitag, 18. März 2022
Zhao Lijian, Sprecher des Chinesischen Aussenministeriums:
We noted Secretary Blinken also claimed that “China is already on the wrong side of history” in his statement. Such smear against China fully exposes the US’ Cold War mentality featuring bloc confrontation. China is firmly opposed to such remarks that do no good to solving the problem.
On the Ukraine issue, China has been independently making its judgment based on the merits of the matter itself in an objective and just manner. The Chinese side always maintains that the sovereignty and territorial integrity of all countries must be respected, and the purposes and principles of the UN Charter must be observed. We attach importance to the security concerns of all countries and support all efforts that are conducive to peaceful resolution of the crisis. As a responsible major country, China will continue to play a constructive role in maintaining world peace and stability.
International media lately mentioned many times that George Kennan, former US ambassador to the Soviet Union, suggested to the US government in the 1990s that expanding NATO up to Russia’s borders would be the most fateful error of American policy. Many well-known experts on international relations across the world have also made such advice. Regrettably, the US government turned a deaf ear to this, and was bent on advancing NATO’s eastward expansion, for five times already. The US’ decision on NATO’s eastward expansion is directly linked to the Ukraine crisis now. I read a report the other day that Tulsi Gabbard, former member of the US House of Representatives, said the crisis could have been ended and the war easily avoided if the US had simply promised not to accept Ukraine’s becoming a member of NATO. But they chose not to do so.
The key to solving the Ukraine crisis is in the hands of the US and NATO. We hope the US and NATO, the culprits of the crisis, can reflect upon their roles in the Ukraine crisis. They should earnestly shoulder due responsibilities and take real actions to ease the situation, resolve the problem and end the conflict in Ukraine at an early date.
Quelle: Foreign Ministry Spokesperson Zhao Lijian’s Regular Press Conference on March 17, 2022
Tölpelhafte Interpretation eines Laien wie mir: „Liebe USA, liebe NATO (und somit: liebes Westeuropa) — wir halten uns raus, bitte kümmert euch um euer hausgemachtes Problem.“
Man beachte insbesondere die Wortwahl: „culprits of the crisis“. Culprits kann man mannigfaltig übersetzen, von einem sanften „Urheber der Krise“, „Verantwortliche“, „Schuldige“, „Angeklagte“, „Übeltäter“ bis hin zu „Verbrecher hinter der Krise“.
Wenn die Sache nicht vollends eskaliert, werden Schweizer Geschichtslehrer und -professoren in ungefähr zehn bis fünfzehn Jahren ihren Schülern und Studenten genau solche Texte zur Quelleninterpretation vorlegen.
Tags: China, NATO, Russland, Ukraine, USA, Zhao Lijian
Labels: Europa, Politik
Samstag, 12. März 2022
In einer meiner Twitterblasen tauchte vor 1-2 Tagen ein Video auf (Nachtrag: Habe den Tweet mittlerweile wieder gefunden, in welchem das Video völlig aus dem Kontext gerissenen wird), auf welchem zwei Personen eine slowakische Fahne aufhielten. Das Video schien in einem Parlament aufgezeichnet worden zu sein, und ich vermutete deshalb, dass es sich bei den Personen mit der Fahne um Politiker handeln musste. Kurz danach platzieren sich zwei andere Personen vor die Politiker und halten eine Ukraine-Flagge auf. Das scheint die Personen mit der slowakischen Flagge zu stören, worauf einer der beiden von einem Pult eine Flasche in die Hand nimmt und eine Flüssigkeit über die ukrainische Flagge leert. Es scheint sich ein Tumult zu entwickeln, der damit endet, dass jemand herbeirennt und den zwei Guerilla-Flaggenträgern die ukrainische Flagge entreisst.
In der heutigen Zeit so unendlich wichtig: Wenn einen die Sache interessiert, oder stört: Nachforschen. Wer? Wo? Wann? Warum?
Mit den richtigen Suchbegriffen findet man die Antworten darauf rasch heraus:
Ob sich die Aktion genau gleich nach dem 24. Februar 2022 ereignet hätte?
Tags: Fake News, Politik, Quelleinterpretation, Quellenanalyse, Russland, Slowakei, Ukraine
Labels: Europa, Politik
Donnerstag, 3. März 2022
(Nachtrag: Schlussendlich sind es zwei erhellende Videos geworden)
Das Video hatte ich bereits seit dem 31. Dezember 2021 in der To Watch-Liste aufgeführt — leider habe ich es erst heute Abend geschaut (unter anderem, weil ein Twitterer kürzlich auch noch einmal darauf verwiesen hat — danke für den Anstoss!):
Die Vorlesung stammt von 2015, lag somit 7 Jahre auf YouTube herum, ohne dass es Leute in Machtpositionen beherzigt hätten. Und jetzt passiert alles wie vorausgesagt.
Basierend auf diesem Video befürchte ich jetzt zu wissen, wohin der Weg geht:
Ich befürchte, die Ukraine wie wir sie heute kennen, ist in mehrfacher Hinsicht verloren.
Und ja, solange diese Ziele nicht erreicht sind, besteht die latente Gefahr, dass es — gerade jetzt, in der brenzligsten Phase — zu einem „Betriebsunfall“ kommt, den keine der beiden Seiten wirklich will: Atomkrieg. Entweder weil Russland versehentlich NATO-Truppen angreift, oder die NATO russische Truppen angreift.
Na dann Guet Nacht!
(Auf die Gefahr hin, dass mich hier nun wieder alle steinigen, weil ich es gewagt habe, Tucker Carlson nicht nur zuzuhören, sondern auch noch hier zu posten)
Ich höre deckungslgeiche Aussagen von Colonel Douglas Macgregor:
Tags: Krieg, NATO, Russland, Ukraine
Labels: Europa, Geschichte, Politik, USA
Samstag, 12. Februar 2022
Nö, ich denke nicht. Könnte aber durchaus Wunschdenken sein, wer weiss.
Gemäss der Qualitätspostille Tagesanzeiger ereignet sich der Einmarsch Russlands in die Ukraine ab Dienstag, 15. Februar, der Spiegel wirft Mittwoch, den 16. Februar 2022, in die Waagschale.
Ich bin da deutlich vorsichtiger, denn: Ein klassischer Fall für die Spieltheorie! Und wenn man Spieltheorie sagt, muss man im selben Atemzug auch Christian Rieck sagen. Und siehe da — er hat offenbar gerade ein Video zum Thema veröffentlicht:
Ich habe das Video noch nicht geschaut (werde ich gleich machen), aber folgender Tweet schält aus meiner Sicht der Kern der Sache bereits hervor:
-zig Anrufe heute von Redaktionen, Freundinnen, family, bin ganz müde vom vielen Runterkochen. Nein, Putin wird die 🇺🇦 nicht so schnell angreifen. Er ist doch nicht blöd und gibt die gute Verhandlungsposition auf, in die er sich gerade erst gebracht hat. Nerven behalten, please!
— Ina Ruck (@InaRuck) February 11, 2022
Ich bin gespannt, ob Rieck es auch so sieht.
Was läuft aus meiner Sicht? Russland sieht die NATO — da immer näher kommender — als immer grösser werdende Bedrohung. Wie stoppt man das Militärbündnis? Sicher nicht, indem man ruhig zu Hause sitzt und … nichts tut … und wartet, bis das ganze Land von Militärbasen mit Truppen und Marschflugkörpern umzingelt ist. Stattdessen: Die Schachfiguren auf dem Schachbrett strategisch positionieren, und dann auf Verhandlungen schielen. Verhandeln kann man aber nur, wenn man Pfande hat und/oder dem Gegner als Dank für dessen Aktion/Nichtaktion Dinge offerieren kann.
Wie die Sache auch immer ausgeht — mich beschleicht der Gedanke, dass Amerika mit Joe Biden nicht unbedingt „das beste Pferd“ im Stall hat, um den geopolitischen Allüren der Supermächte Russland und China zu begegnen. Der nächste Brandherd wird Taiwan sein. Ich bin gespannt, ob das Land bis zum Antritt des neuen (oder: alten) US-Präsidenten im Januar 2025 noch unabhängig sein wird.
Andererseits muss man sich in der gegenwärtigen Situation auch immer vor Augen führen, dass Joe Bidens Umfragewerte auf Grund von massiven, teils selbstverschuldeten Problemen im Inland (Corona, horrende Inflation) katastrophal sind, und dieses Jahr die Mid-Terms (Kongresswahlen) anstehen. Wenn sich Joe also als starker Mann positionieren kann, der Putin und Xi die Stirn bietet, könnte sich das im Wahljahr auszahlen. Und leider war es in der US-amerikanischen Geschichte schon öfters so, dass man mit Kriegen im Ausland von Problemen im Inland abgelenkt hat. Inwiefern die Wählerbasis Verhandlungserfolge anstelle von kriegerischen Handlungen honorieren wird, weiss ich nicht.
Nichtdestotrotz werden bei uns heute und am Montag die Notvorräte aufgestockt. Und da wir am 1. Oktober 2021 umgezogen sind besuchen wir am Wochenende schon mal den Luftschutzkeller im Nachbargebäude. Ein bisschen Vorsicht schadet ja nichts und niemanden.
Tags: China, Joe Biden, Krieg, NATO, Russland, Ukraine, USA, Vladmir Putin, Weltkrieg, Xi Jinping
Labels: Europa, Politik, USA
Sonntag, 15. Dezember 2019
Die nicht-mundartsprachigen Kollegen auf der Arbeit waren verdammt schnell und nennen Elons neuestes Fahrzeug liebevoll „Cybertruckli“ — eine Hommage an den gutschweizerischen Diminutiv.
Wenn es nach aktuellsten Berichten geht, wird das Gefährt in der jetzigen Form aber gar nie die europäischen Strassen befahren:
Because the registration of cars in Europe and the USA is fundamentally different. In Germany, vehicles go through a type approval process involving manufacturers and authorities – and independent technical services such as the TUV [sic!]. According to Teller, 50 to 60 regulations must be complied with. In the USA, on the other hand, it is enough if the car manufacturers themselves certify that their cars are roadworthy.
Quelle: Tuv sees black for Tesla: Cybertruck would not get approval in Europe (Übersetzung von Cybertruck bekäme keine EU-Zulassung)
War da in den USA nicht kürzlich was mit der B737 MAX und der laxen (nicht-existenten) Aufsicht der Flugsicherheitsbehörden? Es scheint sich hier um ein strukturelles Problem zu handeln.
Tags: 737, B737, Boeing, Cybertruck, Cybertruckli, Diminutiv, Elon Musk, EV, MAX, Regulation, Tesla
Labels: Europa, Funny
Freitag, 14. Dezember 2018
[…] the modern 5,300-ton Norwegian frigate KNM Helge Ingstad sank in a Norwegian fjord after a collision with the large Maltese-registered oil tanker Sola TS. […] The watch on the Ingstad, which had just changed, thought that the deck lights of the tanker were part of the well-lit terminal. […] Repeated warnings to the Ingstad after it had been identified failed to get it to alter course until just seconds before the collision. The heavily laden tanker couldn’t manoeuvre out of the way.
First, for questionable operational security reasons, warships often don’t show AIS data, even though it’s a vital collision-avoidance mechanism that’s used extensively by the commercial shipping sector. Not using AIS may be acceptable on the open ocean, but it’s poor practice in busy shipping lanes.
After the US Navy accidents, the chief of naval operations instructed his ships to show AIS when they’re in heavy shipping traffic. This was apparently a message that had not got through to the Royal Norwegian Navy, although it’s been reported that an American naval exchange officer was onboard the Ingstad at the time of the collision.
Quelle: Norwegian frigate sinking has far-reaching implications
Hier noch eine Animation des Vorfalls mit aufgezeichnetem Funkverkehr.