Montag, 5. April 2010

Die Romands und ihre Mühe mit dem Schweizerdeutsch

Weshalb aber tun sich viele Romands mit den Deutschschweizer Mundarten so schwer, während andere Minoritäten wie die Tessiner, die Italienischbündner und die Rätoromanen – und viele Immigrantengruppen – damit keine unüberwindbaren Probleme bekunden?

Quelle: Die Romands und das Schweizerdeutsch (Schweiz, NZZ Online)

Das habe ich mich auch schon mehrmals gefragt … und keine Antwort darauf gefunden. Der Autor des NZZ-Artikels vermutet folgenden Grund:

Die Schwierigkeiten vieler Romands mit den Deutschschweizer Mundarten stammen auch daher, dass die welsche Schweiz – wie der Grossteil der frankofonen Welt – ihre eigenen Dialekte weitgehend ausgemerzt hat. Es fehlt den meisten Romands deshalb am Verständnis dafür, dass Dialekte nicht etwa korrumpierte Formen einer «richtigen» Sprache darstellen; sie verkennen also, dass Dialekte selbst «richtige» Sprachvarianten sind, die aber aus geschichtlichen Gründen nicht den Status einer geschriebenen und über eine enge Region hinaus verbreiteten Sprache erlangt haben.

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Montag, 5. April 2010

Wie man an Konferenzen neue Kontakte richtig knüpft

You know the way to be interesting to others is to be interested in them. (Why is this so hard for self-promoters to understand?)

So, the week before the conference, read “How to Talk to Anyone” or any book about how to be a great listener.

Then use the conference as your testing ground for your new listening skills. Get extremely interested in those around you. Think like an investigative reporter.

Quelle: Attending a music biz conference? Here’s the REAL way to do it…. | Derek Sivers

Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob Derek Sivers Tipps ausschliesslich für Musikkonferenzen (wie SXSW) Gültigkeit haben — oder nicht doch etwa für ungefähr alle Kontakte mit fremden Leuten (inkl. dem anderen Geschlecht)?

Wer seinen Laptop im Hotel dabei hat, sollte sich diesen Ratschlag ebenfalls zu Herzen nehmen — am WorldMUN 2010 in Taipei habe ich auch jeden Abend im Aufenthaltsraum unseres Hostels Visitenkarten durchgeackert und die Leute über Facebook zu meinen Freunden hinzugefügt:

Get their business card. Take notes on the back of it as soon as the conversation is done.

Each night, before bed, enter everyone’s info into your computer, including your notes. (Trust me: it only takes 15 minutes, but it’s crucial to do it that night before you meet more people the next day!)

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Montag, 5. April 2010

Fehlende Songs aus iTunes löschen

Da ich meine MP3-Sammlung zentral auf meinem Linux-Server ablege und mit mt-daapd (Firefly) im Netzwerk freigebe, kommt es vor, dass ich manchmal Songs über ein Samba-Share in iTunes lade, um damit den iPod oder das iPhone zu bestücken.

Sobald das Share dann aber verschwunden ist, fehlt logischerweise auch die Verknüpfung zu den Songs. In der Liste erhalten diese Stücke dann dementsprechend ein graues Ausrufezeichen.

Um diese Songs auf die Schnellstmögliche Art (und am besten auf einen Rutsch) loszuwerden, gehe man folgendermassen vor:

  1. Auswahl aller Lieder unter Library > Music (Apfel+A)
  2. Drag & Drop dieser Songs in den Abschnitt Playlists (es wird eine neue Playlist erstellt, die nicht vorhandenen Songs sind in dieser Playlist nicht aufgeführt)
  3. Die Playlist benennt man mit einem aussagekräftigen Namen, bspw. „Alle vorhandenen Songs“
  4. Nun erstellt man eine neue Smart Playlist mit folgenden Eigenschaften:
    • [x] Match all of the following rules:
    • Playlist is Music
    • Plalist is not Alle vorhandenen Songs
  5. Nun kann man alle Lieder in dieser Smart Playlist auswählen (Apfel+A) und löscht diese endgültig mit Alt+Del

Via: Purging broken track from iTunes

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Montag, 5. April 2010

Wenn man sich mit denyhosts.py selber aussperrt …

… ist es an der Zeit, in der Datei /etc/hosts.allow endlich folgenden Eintrag anzufügen:

...
sshd: 192.168.0.2
...

Wobei hier natürlich anstelle von 192.168.0.2 die IP-Adresse angegeben werden sollte, die der Client (also die Workstation, von welcher man sich per SSH auf den Server verbindet) trägt.

Via: Debian Linux Stop SSH User Hacking / Cracking Attacks with DenyHosts Software

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Montag, 5. April 2010

Kontrollverlust am Ende einer Beziehung

The shitty part about breakups is that sometimes you feel like you have no control in the situation.

Quelle: My girlfriend of 6 years dumped me. We still live together but she’s moving out next month. How do I get through these next few weeks? : reddit.com

Sometimes? Ich würde sagen permanent! Das Wichtigste ist deshalb — und da spreche ich aus brandaktuell-leidiger Erfahrung, dass man so rasch als möglich Herr über das eigene Leben wird und sich aus der Geiselhaft befreit, die der Ex-Partner über einen ausübt (ob willentlich oder nicht).

Auch ganz gut (sozusagen als Auflockerung zu einem so ernsten Thema):

And… find yourself a wingman.

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Sonntag, 4. April 2010

Wo die Flughafen-Busse in Taipeis Innenstadt abfahren

Vom Taoyuan International Airport gelangt man in einer ca. einstündigen Fahrt nach Taipei in die Innenstadt.

Doch wo besteigt man am Ende seines Taipei-Aufenthaltes den Bus zurück an den Flughafen? Wer sich in der Nähe des Hauptbahnhofes („Taipei Main Station“ oder „Taipei Central Station“) aufhält, nimmt am Besten den Flughafen-Bus des Betreibers Kuo Kwang. Der hochmoderne Busbahnhof befindet sich 2 Minuten vom Bahnhof entfernt.

Um anderen Reisenden etwas zu helfen, stelle ich hier den wunderschönen, von Hand gezeichneten und englisch benannten Situationsplan des Hauptbahnhofes zum Download bereit:

Taipei Central Station Airport Busses Situation Map

Der Busbahnhof ist graphisch sehr schön hervorgehoben (rechts von der Blattmitte).

Wichtig: Bitte vorher abklären, an welchem Terminal (1 oder 2) man aussteigen muss. Ah, und die Fahrt kostet 120 NTD — umgerechnet 4 Franken.

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Samstag, 3. April 2010

Wann sich pendeln nicht (mehr) lohnt

A commuter who travels one hour, one way, would have to make 40% more than his current salary to be as fully satisfied with his life as a noncommuter, say economists Bruno S. Frey and Alois Stutzer of the University of Zurich’s Institute for Empirical Research in Economics. People usually overestimate the value of the things they’ll obtain by commuting — more money, more material goods, more prestige — and underestimate the benefit of what they are losing: social connections, hobbies, and health. „Commuting is a stress that doesn’t pay off,“ says Stutzer.

Quelle: Extreme Commuting

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Samstag, 3. April 2010

if I had an iPad rather than a real computer as a kid, I’d never be a programmer today.

Quelle: On the iPad

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Freitag, 2. April 2010

Carsten Schloters Zukunftsvisionen

Am 23. März 2010 war ich am JobForum 2010 der Swisscom zugegen und kam nach einer Einführung der HR-Verwantwortlichen in den Genuss einer ca. 30-minütigen Rede von Carsten Schloter, CEO der Swisscom AG.

Der Chef des ehemaligen Monopolisten sprach mit gewohnt mitreissender Eloquenz, frei ohne jegliche Notizen. Im Grunde dürfte man das aber durchaus von einem CEO erwarten, welcher über das Kerngeschäft und dessen zukünftige Entwicklung philosophiert — wer in einem solchen Fall nicht sattelfest ist, muss sich fragen, ob er am richtigen Ort ist.

Dass sich der CEO eines 16’000 Mitarbeiter zählenden Unternehmens mit soviel Einsatz um potentielle Stellenbewerber kümmert sieht man definitiv nicht alle Tage. Die anwesenden Studienabgänger dankten es ihm mit vielen Fragen und einem grossen Applaus.

Als interessierter Geek und Blogger habe ich mir selbstverständlich meine Notizen zu seiner Rede gemacht und werde die wichtigsten von ihm angetönten Punkte nachfolgend knapp wiedergeben:

iPhone / iPad

Aus seiner Sicht hat das iPhone und das bald erscheinende iPad einen Paradigmenwechsel eingeläutet. Heute verwendet man noch die guten alten Browser, um auf Internetangebote zuzugreifen. Mit iPhone und iPad verlagert sich nun aber des Gewicht auf Applikationen. Diese böten zwar keinen so grossen Funktionsumfang und so vielfältige Möglichkeiten wie ein Browser an, aber sie vereinfachen den Zugang zu Informationen für den Endbenutzer.

Desweiteren sieht es Schloter als sehr wahrscheinlich, dass Apple in den nächsten 12-18 Monaten einen internettauglichen Fernseher auf den Markt bringen wird.

Von Push zu Pull

Wir erleben heute dank diesen Technologieprodukten auch den Wechsel hin von „Push“ (der Inhalteanbieter, bspw. das Fernsehen, „stossen“ die Informationen/Inhalte zum Endkunden) hin zu „Pull“ — die Endkunden suchen sich die gewünschten Informationen und ziehen sie zu sich hin. Konkret: Die Jugendlichen unterscheiden sich stark von ihren Eltern, weil sich die mit den neusten Technologien aufgewachsenen Nachkommen nicht mehr an ein Radio- oder Fernsehprogramm richten möchten, um ihre Unterhaltung zu konsumieren.

Informationsflut

In den letzten Jahren hat sich die Information, die von uns konsumiert wird, versechsfacht. Es gibt keine Gründe die dagegen sprechen, dass sich dies bis 2020 ein weiteres Mal wiederholt.

Mit ein Grund für diese Flut wird sein, dass sich die Bandbreiten auf 1 Gigabit/s für kabelgebundene Kommunikation und auf 1 Megabit/s für den Mobilfunk erhöhen werden.

Swisscom und die Konkurrenz

Stolz vekündete Schloter, dass 20 % der Cablecom-Kunden einen Wechsel zur Konkurrenz ins Auge fassten — bei der Swisscom-Kundschaft seien dies nur 2.5 %. Der Grund gemäss Schloter: Swisscom setzt konsequent auf guten Service, während andere Anbieter viel zu stark möglichst billige Produkte auf den Markt bringen.

Inhalteanbieter

Dank dem Internet werden alte Vertriebsketten überflüssig — die Inhalteanbieter seien bereits heute bestrebt, direkt mit dem Kunden in Kontakt zu treten und Zwischenstellen auszuschalten. Dies sei mit ein Grund, weshalb auch Swisscom vermehrt als Inhalteanbieter auftreten möchte.

Organisation

Der Top-Down-Ansatz habe bei der Swisscom ausgedient. Dies sei eine Organisationsstruktur die für die heutige Zeit nicht mehr einen effizienten Betrieb garantieren könne. Niemand könne prophezeien, wie der Markt in einigen Jahren aussieht — deshalb sei es sehr gefährlich, wenn sich das Unternehmen auf genau ein Szenario einschiesst. Viel mehr müsse man offen gegenüber Neuerungen sein und rasch auf Veränderungen reagieren.

Unternehmensethik

Die Swisscom könnte bereits heute erotische Inhalte vertreiben und ein Heidengeld machen — tue dies aber nicht, weil dies nicht mit der Unternehmensphilosophie vereinbar sei. Bei der Swisscom frage man sich täglich: „Was erwartet die Schweiz von uns?“ — und das würde man auch tun, wenn das Unternehmen zu 100 Prozent in Hand von Privaten wäre.

Swisscom als Arbeitgeber

Andere Unternehmen böten durchaus auch spannende Jobs an, doch bei der Swisscom müssen Investitionen nicht innert 3 oder 5 Jahren wieder hereingeholt sein. Dies führe zu einem geringeren Druck und erlaube, viel längerfristige Projekte in Angriff zu nehmen. Unternehmen, die solch einen kurzen Horizont verfolgten, sind von den Aktionären getrieben und dies führe dazu, dass sich die Arbeitnehmer über jegliche ethischen Werte hinwegsetzten.

Fazit

Mit Schloters Rede und den anschliessenen Gesprächen mit Swisscom-Angestellten hat sich mein Eindruck des bösen Monopolisten radikal geändert. Ich musste erkennen, dass neben dem marktbehindernden Verhalten ein Teil des Unternehmens durchaus auch fortschrittlich ist und die Zukunft mitgestalten will. Diese Unternehmensteile haben kaum mehr etwas mit dem verstaubten Kupferkabel-Monopolisten und den ehemaligen Postbeamten zu tun — insbesondere die Forschungsabteilung mit über 100 Köpfen, die ähnlich wie die Ingenieursbude und Platzhirsch Google an zukünftigen Technologien und Einsatzmöglichkeiten forscht. Diese „Swisscom 2.0“ besteht meiner Meinung nach aus sehr jungen, innovativen Köpfen. Ich hoffe, dass die Swisscom diese neue Unternehmenskultur weiterführt und vielleicht dereinst sogar so selbstbewusst ist, um sich komplett vom Monopolistenstatus und -gehabe zu entledigen. Hoffnung besteht!

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Sonntag, 28. März 2010

In Mumbai wie in Peking

But you can’t help but notice that India is moving forward. It’s chaotic; it’s uncomfortable; it’s unpredictable…but it is going ahead. People are young. Buildings are new. There are new cars on the road…and new shops opening up.

Quelle: The Depression Now Known as „The Great Correction“

Bill Bonner beschreibt wieder einmal äusserst treffend, wie sich Mumbai beim ersten Besuch anfühlt. Und da ich gerade aus Peking zurückgekehrt bin: Dort ist es nicht anders. Elendes Verkehrschaos — aber im Stau stehen brandneue Autos (okey, abgesehen von den VW Jettas, aber das ist ein anderes Kapitel). Aber auch die Gebäude — meist Wolkenkratzer — glänzen und zeigen, wie jung sie sind. Auf der Strasse, den Gehsteigen, in der Metro und in den Bussen herrscht ein emsiges Treiben.

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