Zhao Lijian, Sprecher des Chinesischen Aussenministeriums:
We noted Secretary Blinken also claimed that “China is already on the wrong side of history” in his statement. Such smear against China fully exposes the US’ Cold War mentality featuring bloc confrontation. China is firmly opposed to such remarks that do no good to solving the problem.
On the Ukraine issue, China has been independently making its judgment based on the merits of the matter itself in an objective and just manner. The Chinese side always maintains that the sovereignty and territorial integrity of all countries must be respected, and the purposes and principles of the UN Charter must be observed. We attach importance to the security concerns of all countries and support all efforts that are conducive to peaceful resolution of the crisis. As a responsible major country, China will continue to play a constructive role in maintaining world peace and stability.
International media lately mentioned many times that George Kennan, former US ambassador to the Soviet Union, suggested to the US government in the 1990s that expanding NATO up to Russia’s borders would be the most fateful error of American policy. Many well-known experts on international relations across the world have also made such advice. Regrettably, the US government turned a deaf ear to this, and was bent on advancing NATO’s eastward expansion, for five times already. The US’ decision on NATO’s eastward expansion is directly linked to the Ukraine crisis now. I read a report the other day that Tulsi Gabbard, former member of the US House of Representatives, said the crisis could have been ended and the war easily avoided if the US had simply promised not to accept Ukraine’s becoming a member of NATO. But they chose not to do so.
The key to solving the Ukraine crisis is in the hands of the US and NATO. We hope the US and NATO, the culprits of the crisis, can reflect upon their roles in the Ukraine crisis. They should earnestly shoulder due responsibilities and take real actions to ease the situation, resolve the problem and end the conflict in Ukraine at an early date.
Tölpelhafte Interpretation eines Laien wie mir: „Liebe USA, liebe NATO (und somit: liebes Westeuropa) — wir halten uns raus, bitte kümmert euch um euer hausgemachtes Problem.“
Man beachte insbesondere die Wortwahl: „culprits of the crisis“. Culprits kann man mannigfaltig übersetzen, von einem sanften „Urheber der Krise“, „Verantwortliche“, „Schuldige“, „Angeklagte“, „Übeltäter“ bis hin zu „Verbrecher hinter der Krise“.
Wenn die Sache nicht vollends eskaliert, werden Schweizer Geschichtslehrer und -professoren in ungefähr zehn bis fünfzehn Jahren ihren Schülern und Studenten genau solche Texte zur Quelleninterpretation vorlegen.
i can tell from looking at the audience that most of you are old enough to remember the cuban missile crisis like i am. you remember how we went stark raving crazy at the idea of the soviets putting military forces in cuba. „this is unacceptable! nobody puts military forces in the western hemisphere!“ that’s what the monroe doctrine is all about.
can you imagine 20 years from now a powerful china forming a military alliance with canada and mexico and moving chinese military forces onto canadian and mexican soil and us just standing there and saying this is no problem?
we’re all 20th 21st century people. worrying about chinese forces that is what 19th century people like vladimir putin worry about.
of course that’s not going to happen we’re going to maintain the monroe doctrine with regard to china just as we did with the soviet union during the cold war. so nobody should be surprised that the russians were apoplectic about the idea of us putting ukraine on the western side of the ledger.
Ich finde Mearsheimers Hypothese sehr spannend, bin nun aber auf der Suche nach einer Definition von 19th century people und 21st century people.
Nachtrag: Gefunden, ich Depp! Mearsheimer definiert die Begriffe erst danach, bei etwa 27 und 31 Minuten:
There is no evidence that we were talking about expanding NATO because we had to contain the Russians, because, again, NATO expansion was driven by 21st Century men and women. They believe balance of power politics is dead. That’s what happened here.
Do you understand?
Putin is a 19th Century man. He does view the world in terms of balance of power politics.
[…] it became known that the world’s first female F-35 pilot was at the helm of the US Navy’s fifth generation fighter. This, according to American sources, was her first flight from the deck of an aircraft carrier, which was enough to destroy a fighter worth more than $ 100 million.
The information that the fighter was flown by a woman was presented to the media by one of the crew members of the American aircraft carrier Carl Vinson, noting that despite the fact that the woman had completed a full course of training and successfully completed the take-off and landing training program on the deck of an aircraft carrier, for her, the current flight was the first from the deck of a real warship.
Die Pilotin wurde nicht mit Namen genannt, aber gemäss dem Photo handelt es sich um Christina Mau. Hier ein Video-Interview mit ihr, aus dem Jahr 2015.
Zwei Möglichkeiten: Der Autor des Artikels hat einfach ein beliebiges Photo einer Pilotin vor einer F-35 gewählt. Oder es handelt sich schlicht um Fake News — schliesslich schaut die Website nicht vertrauenswürdig aus, und bringt beim Kopieren kyrillische Schriftzeichen mit.
Nun, schauen wir mal. Vielleicht erfahren wir irgendwann einmal, welches Geschlecht der Pilot hatte. Aber ich hoffe auch die U.S. Navy pflegt eine blameless culture, und dabei spielt das Geschlecht absolut keine Rolle.
Immerhin habe ich drüben bei Dan Barber einen Ausschnitt davon gefunden:
As soon as you arrive in the United States from overseas, people are yelling at you. First, they’re telling you which queues to use depending on which passport you have. Somehow, the printed signage doesn’t suffice, though I have a hard time believing that uniformed officers quickly barking orders at people is of much use to a foreign-language speaker.
Ich bin da deutlich vorsichtiger, denn: Ein klassischer Fall für die Spieltheorie! Und wenn man Spieltheorie sagt, muss man im selben Atemzug auch Christian Rieck sagen. Und siehe da — er hat offenbar gerade ein Video zum Thema veröffentlicht:
Ich habe das Video noch nicht geschaut (werde ich gleich machen), aber folgender Tweet schält aus meiner Sicht der Kern der Sache bereits hervor:
-zig Anrufe heute von Redaktionen, Freundinnen, family, bin ganz müde vom vielen Runterkochen. Nein, Putin wird die 🇺🇦 nicht so schnell angreifen. Er ist doch nicht blöd und gibt die gute Verhandlungsposition auf, in die er sich gerade erst gebracht hat. Nerven behalten, please!
Was läuft aus meiner Sicht? Russland sieht die NATO — da immer näher kommender — als immer grösser werdende Bedrohung. Wie stoppt man das Militärbündnis? Sicher nicht, indem man ruhig zu Hause sitzt und … nichts tut … und wartet, bis das ganze Land von Militärbasen mit Truppen und Marschflugkörpern umzingelt ist. Stattdessen: Die Schachfiguren auf dem Schachbrett strategisch positionieren, und dann auf Verhandlungen schielen. Verhandeln kann man aber nur, wenn man Pfande hat und/oder dem Gegner als Dank für dessen Aktion/Nichtaktion Dinge offerieren kann.
Wie die Sache auch immer ausgeht — mich beschleicht der Gedanke, dass Amerika mit Joe Biden nicht unbedingt „das beste Pferd“ im Stall hat, um den geopolitischen Allüren der Supermächte Russland und China zu begegnen. Der nächste Brandherd wird Taiwan sein. Ich bin gespannt, ob das Land bis zum Antritt des neuen (oder: alten) US-Präsidenten im Januar 2025 noch unabhängig sein wird.
Andererseits muss man sich in der gegenwärtigen Situation auch immer vor Augen führen, dass Joe Bidens Umfragewerte auf Grund von massiven, teils selbstverschuldeten Problemen im Inland (Corona, horrende Inflation) katastrophal sind, und dieses Jahr die Mid-Terms (Kongresswahlen) anstehen. Wenn sich Joe also als starker Mann positionieren kann, der Putin und Xi die Stirn bietet, könnte sich das im Wahljahr auszahlen. Und leider war es in der US-amerikanischen Geschichte schon öfters so, dass man mit Kriegen im Ausland von Problemen im Inland abgelenkt hat. Inwiefern die Wählerbasis Verhandlungserfolge anstelle von kriegerischen Handlungen honorieren wird, weiss ich nicht.
Nichtdestotrotz werden bei uns heute und am Montag die Notvorräte aufgestockt. Und da wir am 1. Oktober 2021 umgezogen sind besuchen wir am Wochenende schon mal den Luftschutzkeller im Nachbargebäude. Ein bisschen Vorsicht schadet ja nichts und niemanden.
Am Sonntag ist es soweit — ich fliege das erste Mal seit Oktober 2019 wieder Langstrecke. Es geht in die USA, zur Familie meiner Frau, um mit ihnen Weihnachten und Neujahr zu verbringen.
Gestern habe ich mich nun um die Roaming-Kosten gekümmert:
Bei Swisscom kosten 10 GB Roaming-Daten für die USA 99.90 CHF (inOne mobile go). Nicht mit mir.
Deshalb wollte ich wieder einmal eine T-Mobile eSIM ordern. Die haben für 50 US-Dollar ein für 30 Tage gültiges Unlimited-Angebot (sowohl Voice als auch Daten). Doch leider scheint es in der App nun einen Geoblock zu geben (oder war es der erneute AWS-Ausfall, der mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat?):
Deshalb bin ich auf Ubigi ausgewichen, welche ich bereits im September 2019 in Japan und in den USA verwendet habe. Zuerst löste ich das Roaming Paket (10GB für 33 US-Dollar), und erst dann realisierte ich, dass ja meine eSIM noch gar nicht auf dem iPhone vorhanden war.
Problem: Ich hatte die eSIM beim Wechsel von einem iPhone XS 64GB zu einem iPhone XS 256GB nicht migriert, und mittlerweile verwende ich ja ein iPhone 13 mini.
Leider war bei mir in der App unter Settings nach der Sprachauswahl Ende. Die Sektion eSIM fehlte.
Dieser Fall wird im Hilfeartikel auch abgearbeitet:
NB: if the “re-install my Ubigi eSIM” button is not displayed, please contact our Customer Service for more help as you may have an old profile that cannot be reinstalled. Our team will send you an updated profile that you can reinstall on your new device to keep your Ubigi account.
Es scheint also, dass meine eSIM von 2019 nicht (mehr) reaktiviert werden kann.
Die Lösung: Ich kontaktierte den Customer Service über das Web-Formular, und innerhalb weniger als 12 Stunden erhielt ich einen neuen QR-Code, mit welchem ich die eSIM problemlos installieren konnte.
Andere Anbieter
Nomad. Die App scheint im Schweizerischen App Store nicht verfügbar zu sein
Dank dem beherzten, sofortigen Einschreiten von Twitter, Facebook, Apple und anderen Tech-Giganten verliert Trump seine digitalen Sprachrohre. Nach Joe Bidens Vereidigung verschwindet Trump und sein Clan kurz- bis mittelfristig von der Bildfläche und ward nie mehr gesehen. Die 75 Millionen Trump-Wähler vergessen ihren Heiland über Nacht, schlussendlich auch der harte Kern, den man an all den Trump Rallies über das ganze Jahr 2020 gesehen hat.
Bonuspunkte für:
Joe und Kamala formen in Windeseile das „neue Amerika“ mit den „neuen Amerikanern“, und alle Einwohner leben am Ende der ersten Amtszeit Joes (oder: Kamalas) im Land, wo Milch und Honig fliessen
Trump wird strafrechtlich belangt und verbringt seinen Lebensabend sogar im Knast
Szenario 2: Die parteipolitische Abspaltung
Trump verlässt die Republikanische Partei (freiwillig, oder gezwungenermassen). Er und sein Clan gründen ihren eigenen Fernsehsender und ihre eigene Social Media-Plattform. Die Vereinigten Staaten entwickeln sich in den nächsten vier Jahren zum Drei-Parteien-Staat (oder: Vier-Parteien-Staat, wenn sich die (für amerikanische Verhältnisse) „radikalen“ Linken ebenfalls von der Demokratischen Partei abspalten). Die altehrwürdigen Demokraten und Trumps neue Partei dominieren, Republikaner und Linke werden zum Juniorpartner. Zu den Wahlen 2023 tritt wieder ein Trump an (nicht zwingend Donald J.). Entweder etablieren sich die Trumps bis spätestens dann zum ernsthaften Partner/Gegner, oder dann geht es nach denn Wahlen mit etwas Verzögerung zu Punkt eins über (vergleiche: EWS und BDP).
Szenario 3: Der zweite Bürgerkrieg
Das Land zerfällt in die Küstenregionen (Pacific States, Atlantic States) und das, was dazwischen liegt (Fly Over Country). Die zwei vorher aufgezählten Szenarien werden irrelevant, da sich die zwei/drei Regionen gegenseitig zerfleischen.
Wenn die Prozentzahlen der gezählten (und dementsprechend auch der noch ausstehenden) Stimmen korrekt sind, die Reuters angibt, kann der Sieger theoretisch noch in jedem der 7 pendenten Staaten (Nevada, Arizona, Georgia, North Carolina, Pennsylvania, Michigan, Wisconsin) wechseln.
Da die Medien (wieder einmal) einen schlechten Job machen, musste ich die Daten selber zusammenpfriemeln (dementsprechend kein Gewähr):
Denn was ich wissen möchte: Wie viele Stimmen sind noch ausstehend, und können die ausstehenden Stimmen den Vorsprung des jeweiligen Leaders noch ausradieren? Antwort für die Ungeduldigen: Ja, in jedem Staat ist das noch problemlos möglich.
Praktisch aber sieht es für Biden viel besser aus, weil in diesen Staaten (1) es primär die tendenziell linkslastigen Städte sind, die noch nicht fertig ausgezählt sind, und (2) es vor allem um die brieflich abgegebenen Stimmen geht — Briefwähler bevorzugen angabegemäss den demokratischen Kandidaten.
In New York ist vor wenigen Minuten die Sonne aufgegangen, heute finden die Präsidentschaftswahlen statt. Angabegemäss haben aber in den letzten Tagen und Wochen bereits über 50 100 Millionen Amerikaner brieflich oder an der Urne abgestimmt; es ist deshalb fraglich, inwiefern die Entscheidung heute Dienstag fällt, oder ob sie nicht schon längstens gefallen ist.
Jedenfalls fängt der Höhepunkt des medialen Zirkus in den nächsten Stunden an. Am Abend wird bei uns in der Stube vermutlich CNN laufen und die ersten Hochrechnungen bekannt geben.
Ich persönlich werde auf Pennsylvania schauen, ein Kollege denkt, dass auch Florida und Ohio entscheidend sein werden (wenn Trump einer dieser Staaten verliert, sei es aus für ihn).
Was ich aber weiss, dass eines der beiden Lager massiv auf die Schnauze fallen wird. Denn ich kann mich nicht erinnern, dass sich beide Seiten mit Prognosen derart aus dem Fenster gelehnt haben (2016 war das noch verzeihlich, doch seither sollte man aus den Befragungsunfällen gelernt haben).
Schön und gut. Dennoch einige Gegenstimmen — in (hoffentlich bereits) 24 Stunden werden wir wissen, welche Seite Recht hatte:
RealClearPolitics Vergleich der Umfragewerte in Battleground States zwischen 2016 und 2020. Wenn ich die Statistiken richtig lese liegen die Abweichung für/gegen Trump im Fehlerbereich, sind also knapper als man aus den etablierten Medien erfährt.
Trafalgar Group, welche bereits 2016 ausgeschert und einen Sieg Trumps vorausgesagt hat, sieht in ihren Umfragen einen erneuten Sieg Trumps kommen. Siehe auch RealClearPolitics, wo Trafalgar als einziges Umfrageinstitut Trump um 1-2 Prozentpunkte vorne liegen sieht. Die Frage ist nun einfach, ob die anderen Umfrageinstitute seit 2016 aufgerüstet und ihre Fragen verbessert haben, oder ob sich das Spiel auch 2020 wiederholt.
Jim Rickards (kenne ich nicht) sagt ebenfalls einen Sieg Trumps voraus, wie er das bereits 2016 gemacht haben soll (Video 1, Video 2)
Benjamin Wolfmeier macht meiner Meinung nach primär „Malen nach ZahlenParteigesinnung“, für mich eine nicht nachvollziehbare Art, Wahlprognosen zu machen.
Was mir persönlich aufgefallen ist: Trumps Wahlkampfveranstaltungen sind überlaufen (und das mitten in einer „Pandemie“!), und die Fernsehkameras zeigen Trump auch stets mitten in den Massen, umgeben von den Make America Great Again (MAGA)-Hüten. Schaut man sich aber Wahlkampfvideos von Biden und bspw. Barack Obama (in Philadelphia) an, sieht man nur immer die Redner aus dem Blickwinkel des Publikums — ohne Publikum. Man hört zwar Applaus und sonstigen Lärm der offenbar ebenfalls anwesenden Teilnehmern. Das Publikum wird aber nie bis gar nie auf den Videoaufnahmen gezeigt. Und wenn, dann derart reingezoomt, dass man nicht ausmachen kann, wie gross die Masse wirklich ist. Zufall? Absicht? Ob diese Feststellung mit einem Wahlkampfsieg korreliert sehen wir bald (frühestens morgen Mittwoch).
Mario Aeby, geboren am 25. September 1980 in Bern, Schweiz
Ein Weblog über IT (Linux, OSS, Apple), Heim-Automation; mein mittlerweile abgeschlossenes Geschichtsstudium; Erkenntnisse aus meiner aktuellen Tätigkeit in der Informationssicherheit, meine Erfahrungen als IT-Berater, IT-Auditor, Web-Developer und IT-Supporter; die Schweiz, den Kanton Bern, meine ursprüngliche und auch wieder aktuelle Wohngemeinde Neuenegg, meine vorherige Wohngemeinde Bern, über lokale, regionale und globale Politik; meine Reisetätigkeit und Erfahrungen mit anderen Kulturen; und zu Guter letzt auch das Älter werden.
Alle in diesem Blog gemachten Aussagen und Meinungen sind persönlich und nicht als Ansichten meines aktuellen und/oder meiner bisherigen Arbeitgeber zu verstehen.