Archiv 13. Mai 2007

Sonntag, 13. Mai 2007

Grand-Prix von Bern 2007: Ich war dabei!

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Originally uploaded by emeidi.

… aber nur als Zuschauer und Amateur-Photograph:

Flickr-Photoset: Grand-Prix von Bern 2007

Zuerst stand ich bei Kilometer 2 mitten in der Altstadt und wunderte mich hier über die unzähligen Laufstile (u.a. „schwebender Engel“). Ein wenig verstört war ich aber schon, als ich bereits hier in schmerzverzerrte und verschwitze Gesichter blicken musste. Wie die wohl die restlichen 14 Kilometer durchgehalten haben?

Danach wanderte ich die Kramgasse hinuntert über die Nydegg-Brücke zum Kreisel beim Bärengraben. Den Aargauerstalden, das „pièce de resistance“ (oder wie der Kommentar immer wieder betonte: „die Alpe d’Huez“ des Grand-Prix), darf man auf keinen Fall verpassen. Neben einem Läufer, der just zu Beginn des „Stotzes“ einem Oberschenkel-Krampf erlag, führte bei mir auch ein Pinkel-Austritt eines älteren Läufers zu Erheiterung. Wie viele Zuschauer die Strecke in der einen oder anderen Richtung überquerten, zählte ich am Schluss gar nicht mehr – es waren einfach zu viele. Folgenschwere Kollisionen blieben wie ein Wunder aus …

Übrigens …

Bisher habe ich erst einmal die 10 Meilen (ca. 16km) gelaufen. 2003, als es bewölkt und kühl war. Damals benötigte ich nicht wirklich berauschende 1h30min für die Strecke. Den Aargauerstalden nahm ich recht locker, da ich mich vorher überhaupt nicht überanstrengt hatte. Am Ziel gab es als erstes eine Banane – und ein kühles Bier. Erstaunlich, wie der Gerstensaft nach einem solchen Lauf einfährt …

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Sonntag, 13. Mai 2007

Wetterphänomene

Von den Eisheiligen Pankraz und Servaz war heute wenig zu spüren: Kloten und Vaduz hatten mit 28 und 27,5 Grad sogar ihren bisher wärmsten Tag des Jahres. Die Kalte Sophie soll aber ihrem Namen gerecht werden.

Quelle: Wärmster Tag des Jahres in Kloten

Wer’s nicht schnallt, sollte es auch nicht schnallen – ist nämlich ein Insider-Witz.

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Sonntag, 13. Mai 2007

Spider-Man 3 sucks

Am Freitag entschloss ich mich zusammen mit meiner Freundin zu einem spontanen Kinobesuch: Spider-Man 3 war kürzlich angelaufen und die Sause wollten wir uns nicht entgehen lassen. Leider kehrte bald Ernüchterung ein.

Einige Erkenntnisse:

  • Verspätung? Denkste … Da ich die falsche Uhrzeit im Kopf hatte, trafen wir mit mehr als 20 Minuten Verspätung im Alhambra ein. Dank dem beherzten Einsatz eines Kitag-Angestellten (Hechtrolle über die Theke, um einen Barcode-Leser zu ergattern; Führung durch den dunklen Saal mit der Taschenlampe) nahmen wir pünktlich zum Intro des Streifens Platz. Merke: Wer pünktlich im Kino eintrifft, ist selber Schuld.
  • Zu viel gewagt, alles verloren. Die Story ist enttäuschend. Die Drehbuchautoren haben zu viel in den Film gepackt – die unzähligen Szenen verhelfen der Story nicht zu einem Guss. Auch die Animationssequenzen (Steckenpferd des Regisseurs?) sind zwar technisch gut umgesetzt, doch man merkt einfach zu sehr, dass die Szenen der Szenen willen in den Film kamen und nicht, um das Drehbuch anständig zu unterstützen …
  • Drei Gegner … sind zwei zuviel!
  • Seien wir also dem liebenswerten Butler dankbar, der Harry Osborne gerade noch rechtzeitig über die wahren Hintergründe des Todes seines Vaters verrät. Verdammt blöde Murkserei der Story-Schreiber.
  • Tobey Maguire blüht so richtig auf, als er den „bösen“ Spidey spielen darf, der machohaft durch New Yorks Strassen stolziert und Frauen anmacht (oder es zumindest versucht). Äusserst lustig auch die Szene mit der osteuropäischen Einwanderin, die sich von ihm herumkommandieren lässt und ihm bereitwillig Cookies und Milch serviert. Ich kann die sichtliche Begeisterung Maguires nachvollziehen: Ansonsten hat er immer diesen an der Grenze zum Depressiven stehenden Typ mit allzusanfter Stimme zu spielen (Bubi!). Nun darf er mit Hitler-Frisur endlich mal einen drauf machen. Diese Szenen waren der einzige Lichtblick während der ganzen Vorstellung. Eine dritte Fortsetzung rechtfertigt dies dennoch nicht.
  • One person can make a difference. Nuff said

    Quelle: Dunkel ist doof – „Spider-Man 3“. Wer diese Sequenz nicht verstanden hat ist nicht allein: Ich habe es auch nicht begriffen, habe mir aber umgehend vorgenommen, das zu googeln. Es scheint sich dabei um Stan Lee zu handeln, der allzu gerne in Marvel-Verfilmungen aufzutreten scheint.

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Sonntag, 13. Mai 2007

Crédit Suisses Direct Net mit Usability-Schwächen

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Crédit Suisse Direct Net
(Close-Up)

Originally uploaded by emeidi.

Crédit Suisse hat vor Kurzem ihre Internetbanking-Software Directnet aufgefrischt. Sowohl die Strukturierung der Funktionen als auch die graphische Aufmachung erhielten eine Frischzellenkur.

Obwohl das Update aus meiner Sicht im Grossen und Ganzen gelungen ist (CSS, wow!), habe ich doch eine grosse Schwachstelle bezüglich der Usability feststellen müssen:

  • Zurücksetzen Vor langer, langer Zeit fand ein Entwickler der Seitenbeschreibungssprache HTML, dass es doch äusserst nett wäre, Formularen eine „Reset“-Möglichkeit mitzugeben. Daraus resultierte ebendiese Funktion. Schön und gut, doch ich mag mich nicht erinnern, in den letzten fünf Jahren diese Funktion a) jemals benutzt noch b) diese in letzter Zeit bei irgendwelchen Web-Formularen angetroffen zu haben. Obwohl Banken ein konservatives Image und eine gewisse Trägheit anhaftet – dieser Knopf wäre nun echt nicht nötig gewesen.
  • Vorwärts » • « Zurück Nicht wenige Benutzer müssen sich seit dem Update deutlich mehr in Acht nehmen, wenn Sie das Zahlungsformular benutzen. Entgegen jeden Regeln der Usability ist der „Weiter“-Knopf nicht unten am äussersten rechten Rand platziert. Dort steht unlogischerweise der (überflüssige!) Zurücksetzen-Knopf. Wie viele User wohl bereits auf diesen fiesen Trick der Entwickler hereingefallen sind? Ich empfehle die Lektüre der Introduction to Apple Human Interface Guidelines: Dialogs, wobei mir besonders der Abschnitt „Dismissing Dialogs“ von Wichtigkeit erscheint. Dort steht:

    Usually the rightmost button or the Cancel button is the default button. The default button should be the button that represents the action that the user is most likely to perform if that action isn’t potentially dangerous.

    Obwohl ich mit der Bank einer Meinung bin, dass Überweisungen „potentiell gefährlich“ sind (Unerwünschtes Resultat: Mein Vermögen verringert sich!), denke ich doch, dass gerade bei einem Überweisungsformular die Überweisung das schlussendliche Vorhaben des Benutzers ist. Wohl oder übel sollte der unheilbringende Knopf folglich ganz rechts stehen.

Ich werde Crédit Suisse gleich nach der Veröffentlichung dieses Artikels benachrichtigen. Mal schauen, wie lange eine solche minime Änderung durch die Mühlen der Bankenbürokratie aufgehalten werden wird …

Labels: Web

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Sonntag, 13. Mai 2007

Wir unechten Liberalen

Und weiter geht der sonntägliche Streifzug durch die Wochenendpresse …

In der Schweiz dagegen reden Politiker dagegen zwar gern von Liberalismus, in der wirtschaftlichen Praxis jedoch bevorzugen sie den Protektionismus. Gerade viele Freisinnige und SVP-Politiker tun sich mit der „Lauberhornisierung“ der Schweizer Wirtschaft schwer. Denn in Wengen läuft es ähnlich wie in Wimbledon: Das Skirennen findet in der Schweiz statt, es siegen jedoch meistens Ausländer, allen voran Österreicher.

[…] [Ronny Pecik und Georg Schlumpf] müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, „sich auf Kosten der Schweizer Volkswirtschaft schamlos zu bereichern“. Der Vorwurf kommt nicht etwa von Gewerkschaftern, sondern vom offenbar pseudofreisinnigen Luzerner Nationalrat und Unternehmer Otto Ineichen.

Während Ineichen gegen die „Heuschrecken“ aus dem Ausland poltert, weibelt sein Partei- und Parlamentskollege Johan Schneider-Ammann für neue staatlich verordnete Regelungen. Für Auflagen also, die Übernahmen von Schweizer Firmen erschweren sollen. […]

Egal, welche Mittel man gegen den Einfluss ausändischer Investoren einsetzt, sie dienen in erster Linie der Marktabschottung.

Quelle: Das Magazin, 19/2007, „Kauft uns!“, S. 14f.

Labels: Politik, Wirtschaft

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Sonntag, 13. Mai 2007

Angelsachsen in der Schweiz

Dass ihre Liebe zerbrach – nun, könnte man sagen, Liebe kommt, Liebe geht. Aber damit gibt sich Christina [Kanadierin, die in der Schweiz lebt] nicht zufrieden. Sie sucht – naheliegenderweise – interkulturelle Gründe. Der englische Humor (zu sarkastisch), ihre Kontaktfreudigkeit ( Antennen immer auf Sendung), ihr Geschmack (es darf auch mal ein Polka-Tänzchen sein), ihre Exaltiertheit (Gesellschaftsspiele wie „You can’t wear this“, und Christina geht als Playboyhäsli oder als Biene Maya verkleidet). Sie war in seinen Augen [denjenigen des schweizerischen Freundes] „niveaulos“. Wobei er ihre sogenannte Niveaulosigkeit manchmal auch als eine ihm fremde Lockerheit bewundern konnte. Er war in ihren Augen ein Spiesser.

Quelle: Das Magazin, 18/2007, „Die City in der Stadt“, S. 23.

Labels: Gesellschaft

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