Archiv 4. August 2018

Samstag, 4. August 2018

Frau, Universitätsabschluss, Teilzeitangestellte

Blogger und BaZ-Kolumnist Manfred Messner, mit spitzer Zunge wie immer:

Und weil es sich um eine 50-Prozent-Stelle handelte, haben sich nur Frauen beworben. Gegen hundert. Nicht alle haben Kinder, […]. Das waren alles gut ausgebildete Frauen, die meisten mit einem Hochschulabschluss und zusätzlichen Weiterbildungen. Fast alle so um die dreissig, […]. Lohnt es sich überhaupt für uns, die Gesellschaft, in die akademische Ausbildung von Frauen zu investieren? Schliesslich kippt die Bildungsrendite bei einem 50-Prozent-Pensum ins Minus. Das heisst verständlich ausgedrückt: Wir alle zahlen für etwas, das viel weniger als erhofft bringt.

Quelle: Frauen, ihr seid selbst schuld

Wenige Tage später dann folgende Meldung aus Japan:

Tokyo Medical University deducted points from the entrance exam scores of all female applicants to keep the ratio of women studying at the university at about 30 percent, […]

The practice likely began around 2010 and was apparently aimed at avoiding a shortage of doctors at affiliated hospitals. The medical college believed female doctors often resign or take long leave after getting married or giving birth, leading to a shortfall, according to the sources.

Quelle: Tokyo Medical University discriminated against female applicants by lowering entrance exam scores: sources

Das wäre einmal die wirtschaftliche Sicht.

Der Arzt meiner Frau, mittlerweile in Pension, hat ihr beim letzten Arztbesuch auch noch von einem mit dieser Problematik verwandten negativen Entwicklung erzählt: Ärztinnen, die Teilzeit arbeiten, brauchen länger, um den nötigen Erfahrungsschatz für knifflige Diagnosen und komplizierte Verfahren aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

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Labels: Arbeit, Gesellschaft

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Samstag, 4. August 2018

Wie voll ist die Gasflasche des Grills?

Kurz nachdem wir in die Mietwohnung in Bern eingezogen sind, haben wir uns einen Weber Q 220 Gasgrill geleistet und auf dem Balkon platziert.

Am Dienstag, dem Tag vor dem Schweizerischen Nationalfeiertag, haben Stephanie und ich zu einem Grillabend eingeladen. Ein Punkt der Vorbereitung war, sicherzustellen, dass wir noch genügend Gas zur Verfügung hatten, um den Grill den ganzen Abend lang feuern zu lassen.

Doch wie macht man das? Ich entschied mich schlussendlich für die Gewichtsmessungsmethode: Grill auf die Withings WS-30 stellen, Gewicht messen (11.1 Kilogramm), und auf der Gasflasche die Tara-Angabe suchen (7.3 Kilo). Das Tara vom gemessenen Gewicht abziehen, et voilà, das ist die verbleibende Gasmenge in Kilogramm: 3.8 Kilo. Gemäss Aufdruck auf der Flasche beträgt das Gesamtgewicht beim Verkauf 12.4 Kilogramm und die Flasche enthält 5 Kilo Gas. Somit haben wir seit dem Kauf am 2. August 2017 1.3 Kilogramm Gas oder 26 Prozent verbrannt. Müsste also selbst für den Vorabend der Bundesfeier reichen.

Gestern nun wurde ich von einem Bekannten auf folgendes Video hingewiesen, welches weitere Messmethoden erläutert und bewertet:

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Labels: Leben, Wissenschaft

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Samstag, 4. August 2018

Tweet-Hygiene — oder wieso einem alte Tweets noch Jahre später jagen können

They take tweets and other statements out of context because they want to disrupt us and harm [us] individual reporters.

Quelle: A note from the editorial leadership of The Verge

Als ich diesen Satz gelesen habe, musste ich kurz stoppen, schmunzeln und zu mir sagen: „Dasselbe Zitat hätte jetzt aber auch von der Gegenseite stammen können …“. Topaktuell: Guardians of the Galaxy cast come out in support of fired director James Gunn

Mein Lieblings Gadget-Blogger Volker Weber (vowe) hat eine simple, aber effektive Lösung: Deleting my tweets after 10 days

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Labels: Medien, USA

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Samstag, 4. August 2018

Das Müll-Web („The Bullshit Web“)

An honest web is one in which the overwhelming majority of the code and assets downloaded to a user’s computer are used in a page’s visual presentation, with nearly all the remainder used to define the semantic structure and associated metadata on the page. Bullshit — in the form of CPU-sucking surveillance, unnecessarily-interruptive elements, and behaviours that nobody responsible for a website would themselves find appealing as a visitor — is unwelcome and intolerable.

Quelle: The Bullshit Web

Labels: Web

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Samstag, 4. August 2018

logrotate meldet „mysqladmin: connect to server at ‚localhost‘ failed“

/etc/cron.daily/logrotate:
mysqladmin: connect to server at 'localhost' failed
error: 'Access denied for user 'root'@'localhost' (using password: NO)'
error: error running shared postrotate script for '/var/log/mysql/mysql.log /var/log/mysql/mysql-slow.log /var/log/mysql/mariadb-slow.log /var/log/mysql/error.log '
run-parts: /etc/cron.daily/logrotate exited with return code 1

Hat man das root-Passwort angepasst (sprich: es ist nicht mehr leer, wie standardmässig vorgegeben), muss man das Passwort in der Datei /etc/mysql/debian.cnf ergänzen.

Die dort erfassten Parameter werden vom logrotate-Script unter /etc/logrotate.d/mysql-server eingelesen und zum Zugriff verwendet.

Quelle: MySQL logrotate error

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Labels: Linux

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Samstag, 4. August 2018

General Magic und Jodorowskys Dune: Wie „Erben“ gescheiterter Vorhaben die Gesellschaft bis heute prägen

General Magic, ein (gescheitertes) Silicon Valley-Startup der 90er, von welchem ich bis vor kurzem noch nie in meinem Leben gehört hatte. Aber seine „Erben“ sind auch 2018 allgegenwärtig:

Tony [Fadell] went on to build the iPhone, Andy Rubin built Android, Pierre Omidyar built eBay, Megan Smith became VP of Google and then America’s CTO, Kevin Lynch built apple Watch…I could keep going.

Quelle: That time in 1994 when Steve Jobs got to use a device like an iPhone

Im September 2018 erscheint ein Dokumentarfilm über das Unternehmen und sein Erbe.

Die ganze Geschichte erinnert mich an einen anderen Dokumentarfilm über das Filmprojekt Dune in den 1970ern, dessen Erbe in den Blockbustern Star Wars, Blade Runner, Alien und Terminator aufging. Der Film Dune kam 1984 zwar doch noch in die Kinos, hatte aber kaum noch etwas mit Jodorowskys Vision gemein.

PS: Die Songs der Band, welche den Soundtrack für den 1970er Dune-Film hätte liefern sollen, gehören zu den abgefahrensten Stücken auf meinem iPhone. Ich weiss immer noch nicht, ob ich die Songs mag.

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Labels: Apple, Medien

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