Archiv ‘Funny’

Mittwoch, 27. August 2008

Club über Botellones

Halten wir fest: es geht um eine Art Jugendtreffen. Aber so genau weiss das niemand.

Gerade weil das so ist, muss nun unbedingt etwas getan werden. Angriff ist der Reflex, Jugendschutz die Parole von SP-Stadtpräsident Alexander Tschäppät, in roter Krawatte. Er hadert mit der namenlosen Bedrohung, einem Feind, der organisationstechnisch überlegen ist und sich weigert, Stellung zu beziehen. Überhaupt, diese Saufpartys, betrüblich. Niemand übernimmt Verantwortung und also weiss Tschäppät auch nicht, wohin er seine Polizei schicken soll, um die Jugend zu schützen. «Ich fühle mich hilflos.»

Quelle: TV-Kritik: «Die Jugend ist stinkbrav und politisch mumifiziert» – News Kultur: Fernsehen – Tagesanzeiger

Dieses „Verantwortung übernehmen“ scheint die grösste Gefahr für die Menschheit in westlichen Demokratien zu sein – wenn nicht Verantwortung übernommen wird, droht Anarchie.

Die Phalanx Imhof-Jobé hat ihren Job gut gemacht, so weit ich das während ca. 20 Minuten reinzappen beurteilen konnte. Wichtig war vor allem Jobés Hinweis darauf, dass der Begriff „Massenbesäufnis“ von den Medien hochgespielt werde – obwohl die sich die Besucher einer solchen Versammlung nicht ins Koma saufen, sondern gemeinsam Spass haben, einander kennenlernen und einen nicht-kommerziellen Abend verbringen wollen.

Wichtig war auch die Aussage, dass sich Komasäufer am kommenden Wochenende auch ohne Botellon ins Koma saufen werden. Nicht der Botellon macht aus braven Neuntklässlern Komasäufer, aber selbstverständlich kann er solche Gruppierungen ebenfalls ansprechen und anlocken.

Ganz komisch wurde es, als der FDPler von Vereinen und der damit praktizierten Jugendförderung zu sprechen begann. Sein Verein veranstalte auch solche Saufparties, um sich finanzieren zu können (so meine klarifizierte, sinngemässe Übersetzung). Ich finde es irgendwie schon komisch, dass man so etwas vor laufender Kamera sagen kann. Verbietet es nicht die Moral, einen Verein mit Saufparties zu finanzieren?

Ungeschlagen bleibt aber der JSVPler, der seiner Herkunft, folgendes von sich gab:

«Die Medien haben das Thema, äh, hochdestilliert.»

War ja auch eine hochprozentige Diskussion, gell Wohlgemut *hicks*?

Ah, und da war ja noch Genosse Lexu, der fast wie Donald Rumsfeld über die „Known Unknowns“ zu philosophieren begann:

Man habe eben einen solchen Botellon noch nie erlebt …

Euro08? YB-Matches? anyone? Oder wie es der Zürcher Kommentarschreiber von sich gab:

Botellónes, resp. „Sauforgien“ haben noch nie den öffentlicheh Friedengestört. Die Sauforgien hiessen bisher nur anders, zum Beispiel „Albanifest Winterthur“, wo sich 100’000 Erwachsene drei Tage und zwei Nächte lang in 120 Festbeizen nichts anderes tun als saufen und fressen… Darunter befinden sich auch die Erzieher, die jetzt den Jungen an den Karren fahren.

…deshalb seien die Politiker und die Ordnungshüter etwas macht- und orientierungslos. Wenn sich die Botelloner zu benehmen wüssten – nun, das wünsche und hoffe er doch. Aber man müsse eben auch auf den Fall vorbereitet sein, wo alles aus dem Ruder laufe.

Sowieso, lassen wir zum Schluss einen Kommentarschreiber sprechen:

Zum guten Glück ist der Berner Stapi bekennender Abstinenzler…

Den Lexu habe ich also wirklich auch noch nie mit einem alkoholischen Gesöff in der Hand gesehen.

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Donnerstag, 21. August 2008

Wie unsere Armee nach richtigen Prioritäten investiert

Die Armee hat zwar kein Geld für den Bereich Logistik, will aber für über zwei Milliarden neue Kampfflugzeuge kaufen. «Das kommt mir vor wie eine Familie, die kein Geld für Putzmittel ausgeben, aber einen Ferrari kaufen will», sagt Armeekritiker Jo Lang von der Grünen Partei.

Quelle: Logistik-Chaos legt Schweizer Armee lahm – Schweiz – Espace

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Mittwoch, 20. August 2008

How-To: Mit einem BMW rasen, ohne von der Polizei gebüsst zu werden

Police Car Chasing a BMW

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Mittwoch, 20. August 2008

Raffi wird in The Abridged Script … geehrt

Leider habe ich The Incredible Hulk noch (?) nicht gesehen, weshalb ich über die gekürzte Story nicht schmunzeln kann. Der folgende Satz ist aber eine stinkfreche Beleidigung an Raffi in LA:

EDWARD turns into a GREEN GLOB OF PIXELS and the two PIXEL GLOBS are rendered far apart, then close together, then far apart, and then close together.

WILLIAM HURT
Is this really supposed to pass for entertainment? CGI shit throwing other CGI shit around? It’s 2008 for christsake.

Eventually, the machine rendering BROWN TIM ROTH runs out of DISK SPACE and he is DEFEATED.

Quelle: The Incredible Hulk: The Abridged Script | The Editing Room

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Mittwoch, 20. August 2008

Der umtriebige Philippe Müller (FDP)

Stadtrat Philippe Müller (hässliche Web-Site, notabene!), und was er von den stadtbernischen Sozialhilfe-Mitarbeiterinnen zu hören kriegte:

„Herr Müller, Sie haben manchmal komische Vorstellungen. Möchten Sie nicht ein Praktikum machen bei uns?“

Quelle: BernerZeitung, 20. August 2008, „Wie um die Einsicht in Dossiers diskutiert wurde“ S. 23.

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Dienstag, 19. August 2008

Zur Hochzeit gibt es Mein Kampf mit dazu

„Mein Kampf“ – Ob das wohl der Untertitel einer jeden Heirat sein sollte?

Ab 1936 wurde von den Standesämtern deutschen Brautpaaren anstatt der Bibel Mein Kampf auf Staatskosten geschenkt.

Quelle: Mein Kampf – Wikipedia

Noch bizarrer ist folgende Entwicklung:

Da Hitler bis zu seinem Tod mit Wohnsitz am Prinzregentenplatz 16 in München gemeldet war, wurde sein Vermögen, das von den Alliierten beschlagnahmt worden war, nach Kriegsende vom Freistaat Bayern eingezogen. Zu diesen Vermögenswerten zählen nach Ansicht des Freistaats Bayern auch die Nutzungsrechte an Mein Kampf. Sie enden am 31. Dezember 2015 (70 Jahre nach Hitlers Tod, gemäß Urheberrechtsgesetz). Der Bayerische Staat geht gegen unkommentierte oder vollständige Nachdrucke mit allen rechtlichen Mitteln vor.

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Montag, 18. August 2008

Wenn deutsche Parlamentarier nach Kalifornien reisen

Ich hätte alles gegeben, um mit dieser Spasti-Truppe durch den Sonnenstaat zu „tourisieren“:

Dieser Service sollte wohl vor allem der Freizeitgestaltung dienen. Vor Reiseantritt habe Krüger „wiederholt“ darauf hingewiesen, „dass das Programm bitte nicht mit inhaltlichen Terminen zu überfrachten sei und genug Zeit zur freien Verfügung bleiben möge“, notierte Generalkonsul Schütte.

[…] Jene „souveräne Entscheidung“ beim Frühstück, die Termine in Sacramento platzen zu lassen, begründet Widmann-Mauz damit, dass ihnen dort ohnehin nur Gespräche mit Mitarbeitern von Abgeordneten sicher gewesen seien. „Wir legen schon Wert auf Augenhöhe“, sagt die CDU-Frau.Für die Absage musste der Generalkonsul eine „Notlüge“ – Erkrankung der Delegationsleiterin Widmann-Mauz – erfinden.

Quelle: Abgeordnete: Neger gesucht – Politik – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

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Montag, 18. August 2008

SBB und die Behandlung ihrer GA-Stammkundschaft

Bei den SBB verlangt man jedoch von jedem Kunden, der ein Familien-GA verlängern will, jedes Jahr neu den amtlich beglaubigten Nachweis des Verhältnisses Eltern-Kind. Oder übersehen die SBB, dass jeder GA-Besitzer ein Stammkunde ist und nicht ein potentizeller Betrüger?

Quelle: SonntagsZeitung, 17. August 2008, „Bürohr“.

Auch chm hat kürzlich eine interessante und überaus berechtigte Frage an die SBB aufgeworfen:

Immerhin habe ich seit 16 Jahren ein GA, mein halbes Leben sozusagen. Da fände ich es eigentlich nicht übertrieben, mal einen entsprechenden Bonus zu erhalten. […] Nach 5 Jahren “GA-Mitgliedschaft” gibt es 5 Prozent Reduktion auf den Kaufpreis. Und nach 10 Jahren dann 10 Prozent.

Quelle: Ihr GA ist da.

Nun, das ist wohl wegen der Autolobby so. Sonst würde plötzlich jeder Autofahrer Rabatt für die alljährlich zu erwerbende Autobahn-Vignette verlangen …

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Sonntag, 17. August 2008

Auch Schweizer Journalisten fahren auf das iPhone ab

[…] seit ich mit fünf oder sechs Jahren ein Playmobil-Piratenschiff zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, konnte mich kein Spielzeug mehr in einen solchen Zustand blindseliger Ekstase versetzen.

Quelle: Das Magazin » Wenn Männer nur noch streicheln

Das iPhone kann auch zum Beziehungskiller werden – aber anders, als wir Männer uns das bisher vorgestellt haben:

«Sie hatte einfach den Eindruck, dass ich sie so zart noch nie berührt habe», meinte er schuldbewusst. Die i-Revolution oder: wenn Männer nur noch streicheln wollen.

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Freitag, 15. August 2008

Ich will da rein! – Der muss da raus!

In Malle hatte ich mit Kollege Zgräsch (derzeit mit Kegelhut als Vietcong getarnt in HCMC unterwegs) eine kleinere Suff-Diskussion, in der er immer wieder Stoibers „Der muss da wieder raus!“ nachäffte:

Ich wies ihn darauf hin, dass Stoibers Aktion Bezug nahm auf eine weit, weit in der Vergangenheit liegende Aktion Schröders – erst so macht das ganze Sinn und wird doppelt lustig:

Es gibt eine immer wieder gern erzählte Legende um Gerhard Schröder: Vor Jahren soll der junge SPD-Bundestagsabgeordnete im Scherz am Zaun des Bundeskanzleramts gerüttelt und dabei gerufen haben: „Ich will da rein.“

Quelle: Gerhard Schröder

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