Posts Tagged ‘Ferien’

Dienstag, 20. Juli 2010

Wenn das Fernsehen Reisen (nicht) bezahlt

… ich [habe] an einer Redaktionssitzung vorgeschlagen, eine Sommerserie am Meer zu drehen. Mein Chef meinte dann, dass wir das schon machen könnten, dass es aber nichts kosten dürfe. TeleZüri ist schliesslich nicht das Schweizer Fernsehen.

Quelle: TeleZüri-VJ reiste ans Meer – ohne Geld – News Zürich: Region – tagesanzeiger.ch

Da selbst dem Beobachter vor einiger Zeit aufgefallen ist, dass 10vor10-ModeratorInnen zufälligerweise immer im Winter in ferne (und warme) Gefilde verschwinden und dann nach höchsten journalistischen Ansprüchen darüber berichten — finanziert vom Gebührenzahler — musste ich ab diesem Seitenhieb des TeleZüri-Mitarbeiters schmunzeln.

Ob wir auch einmal die gutverdienenden SRG-Journalisten auf einer solchen Low Cost-Reise begleiten dürfen? Dann aber hoffentlich auch mitten im eiskalten Winter …

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Sonntag, 4. April 2010

Wo die Flughafen-Busse in Taipeis Innenstadt abfahren

Vom Taoyuan International Airport gelangt man in einer ca. einstündigen Fahrt nach Taipei in die Innenstadt.

Doch wo besteigt man am Ende seines Taipei-Aufenthaltes den Bus zurück an den Flughafen? Wer sich in der Nähe des Hauptbahnhofes („Taipei Main Station“ oder „Taipei Central Station“) aufhält, nimmt am Besten den Flughafen-Bus des Betreibers Kuo Kwang. Der hochmoderne Busbahnhof befindet sich 2 Minuten vom Bahnhof entfernt.

Um anderen Reisenden etwas zu helfen, stelle ich hier den wunderschönen, von Hand gezeichneten und englisch benannten Situationsplan des Hauptbahnhofes zum Download bereit:

Taipei Central Station Airport Busses Situation Map

Der Busbahnhof ist graphisch sehr schön hervorgehoben (rechts von der Blattmitte).

Wichtig: Bitte vorher abklären, an welchem Terminal (1 oder 2) man aussteigen muss. Ah, und die Fahrt kostet 120 NTD — umgerechnet 4 Franken.

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Freitag, 5. Februar 2010

Who Dat?

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Originally uploaded by emeidi

Abgesehen davon, dass man in New Orleans a) Bier kriegt, ohne sich als Ü21-jährigen ausweisen zu müssen, b) das Bier auf der Strasse getrunken werden darf und c) man schon um 12 Uhr Mittags damit anfängt, fällt einem so kurz vor dem Superbowl noch der omnipräsente Spruch

Who Dat?

auf. Und es kommt noch besser:

I pledge allegiance to the Saints, and to the great city of New Orleans; and to the Super Bowl, for which we will win; one city below sea level, under God, with shrimp and raw oysters for all.

Kurz: Kommenden Sonntag wird hier (hoffentlich) die Hölle los sein (wenn die Colts in Miami in den Boden gestampft werden)!

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Dienstag, 26. Januar 2010

Fussbälle für Afrika!

Seoul, Korea studio UnPlug Design came up with this near-genius idea for providing makeshift soccer balls (okay, footballs) to third world children who otherwise wouldn’t be able to afford them.

Quelle: Subtraction.com: Dream Ball

Auf unserer Reise durch Westafrika wurde ich mehrere Male gefragt, ob wir nicht für einen Fussball spenden möchten. Getan habe ich es nie, weil dies meiner Meinung nach eine neue (?) Masche ist, um leichtgläubige Touristen um einige Cedis oder CFAs zu erleichtern.

Mit obiger Lösung wird das Problem der mangelnden Fussbälle zwar nicht gelöst, aber zumindest gelindert. Tatsächlich habe ich in Kumasi Kinder auf der Strasse Fussball spielen sehen — mit einem selbergebastelten Ball aus Papier.

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Freitag, 4. September 2009

Lonely Planet Pick&Mix respektive Base64 dekodieren

Gestern habe ich bei Lonely Planet drei PDFs über Togo, Burkina Faso und Ghana bestellt. Obwohl ich West Africa bereits als Hardcopy im Regal stehen habe, sind diese ziegelsteingrossen und -schweren Reiseführer nunmal einfach nicht bequem, um sie mit auf Backpacking-Reisen zu nehmen.

Zwei Lösungen gibt es für das Problem: Eine Bekannte, die ich im Februar in Indien kennengelernt habe, reisst sich die Seiten vor ihren Reisen kapitelweise aus dem Reiseführer. So geht sie sicher, dass sie nur das nötigste mit dabei hat und dies äusserst handlich irgendwo verstauen kann. Mir aber widerstrebt es, Reiseführer einfach so zu „zerreissen“, weshalb ich die zweite, deutlich fortschrittlichere Lösung bevorzuge: Pick&Mix – Lonely Planet-Kapitel in Form von PDFs. Kein Passwortschutz, keine Restriktionen bezüglich Druck. Und zudem spottbillig (das grösste Kapitel – Ghana – hat mich 2.47 EUR gekostet).

Lonely Planet hat erkannt, dass man es den potentiellen Kunden äusserst einfach machen muss, damit sie das neue digitale Produkt in Scharen kaufen – kein DRM und auch keine Paranoia, dass die Kapitel alsbald auf Tauschbörsen auftauchen (obwohl, ein Wasserzeichen könnte ja wohl kaum Schaden). Während die Musikindustrie Jahre benötigte, um sich zu Downloads im weltweit anerkannten MP3-Standard durchzuringen, scheint der Prozess bei Lonely Planet deutlich simpler abgelaufen zu sein.

Item. Heute bekam ich nun ein kurliges Mail von einem Shop Batch User <support@lonelyplanet.com.au>, welches wiederum ein Mail enthielt. Doch im Grossen und Ganzen sah das Layout nicht wirklich überzeugend aus – da musste etwas schief gelaufen sein!

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Lonely Planet SAP Fail
Originally uploaded by emeidi


Ein Blick in den Quelltext des E-Mails (unter Apples Mail.app mittels Apfel+Alt+U) zeigte zweierlei:

  • X-Mailer: SAP Web Application Server 6.20 – Das erklärt wohl alles. SAP hat einfach das Internet und das Web immer noch nicht begriffen.
  • Ein Wust von kryptischen Zeichen
    JVBERi0xLjMNCiXi48/TDQoyIDAgb2JqDQo8PA0KL1R5cGUgL0ZvbnREZXNjcmlwdG9yDQovQXNj
    ZW50IDcyMA0KL0NhcEhlaWdodCA2NjANCi9EZXNjZW50IC0yNzANCi9GbGFncyAzMg0KL0ZvbnRC
    Qm94IFstMTc3IC0yNjkgMTEyMyA4NjZdDQovRm9udE5hbWUgL0hlbHZldGljYS1Cb2xkDQovSXRh
    bGljQW5nbGUgMA0KL1N0ZW1WIDEwNQ0KPj4NCmVuZG9iag0KMyAwIG9iag0KL1dpbkFuc2lFbmNv ...

Glücklicherweise war es mit dem Hinweis auf Content-Transfer-Encoding: base64 äusserst simpel, das encodierte Attachment wieder in eine richtige Datei umzuwandeln. Zuerst kopierte ich den ganzen Textwust in eine Textdatei und speicherte diese als lonely.b64 ab.

Anschliessend machte ich mich auf die Suche nach einem Kommandozeilentool, welches Base64-enkodierte Dateien dekodieren konnte. Dank Google wurde ich mit Base64 umgehend fündig.

Dank MacPorts war das Teil schnell heruntergeladen und kompiliert:

# port install base64

Nun war ich nicht mehr weit von der dekodierten Datei entfernt:

$ base64 -d lonely.b64 lonely.unk

Ein Blick in den Header der Datei zeigte mir klar an, um was für ein Ursprungsformat es sich beim Attachment handelte:

%PDF-1.3
%????
2 0 obj
<<
/Type /FontDescriptor
/Ascent 720
/CapHeight 660
/Descent -270
/Flags 32
/FontBBox [-177 -269 1123 866]
/FontName /Helvetica-Bold
/ItalicAngle 0
/StemV 105
>>
endobj
3 0 obj
...

PDF! Deshalb passte ich die Dateiendung an, und scho sah ich die Tax Invoice von Lonely Planet in Apples Preview.

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Samstag, 8. August 2009

Sommerferien 1958

So geil, diese Story :-)

“We have anti-cruelty laws in this state,” the cop told Dad.

Quelle: Vacation 58

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Donnerstag, 16. Juli 2009

Wir feiern hier nicht, wir eskalieren!

Eskalation ist Ollis Lieblingswort, er ruft es in die Busse, er ruft es nachmittags bei der Sangria-Party und abends bei der Tequila-Randale im Aztek, der Disco mit den Plastikreliefs an den Wänden, die an die Azteken erinnern sollen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE – Druckversion – Jugend: „Wir feiern nicht, wir eskalieren“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – SchulSPIEGEL

Ooops – wo war ich 2000, eine Woche nach der Maturfeier? Rischtiiich, in Lloret de Mar. Auch neun Jahre später hat die Betonsiedlung also nichts von ihrem Glanz verloren.

Bei unserer zusammengewürfelter Truppe gings glücklicherweise nicht nur ums (Eimer-)Saufen. Wir haben auch am Strand gelegen und Fast Food gegessen. Einmal fasste ich allen Mut zusammen und quatschte eine dunkelhaarige Frau an, die es sich am Strand gleich hinter uns bequem gemacht hatte. Wie sich herausstellte, war sie Tschechin und nicht auf Urlaub in Lloret. Sie arbeitete im örtlichen Burger King. Meines Wissens war das die einzige tiefgründige Unterhaltung mit einem weiblichen Wesen dort.

An ein weibliches Geschöpf kann ich mich noch ganz genau erinnern: Susi G* (Name der Redaktion bekannt). Leider weiss ich bis heute nicht, ob das ihr richtiger Name war oder nicht – aber spielt ja auch keine Rolle. Auf alle Fälle lernten wir sie und ihre Kolleginnen in einer Vorglüh-Bar kennen (vgl. den SPIEGEL-Artikel), als ich mit einer etwas allzu aprubten Kopfbewegung das Tablett des Servierers touchierte und die Getränke zu Boden und über ihre Hosen leerte …

Übrigens: Da wir noch unbedingt die Maturfeier im Stufenbau in Ittigen (BE) miterleben wollten oder mussten, fuhr leider am nächsten Tag kein Car, weshalb wir – so grün wie wir schon damals waren – mit dem Zug nach Lloret fuhren. Damit kann sich wohl kaum jemand rühmen. Empfehlen würde ich es aber trotzdem niemanden.

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Montag, 29. Juni 2009

Sommerferien 2009 mit dem Web planen

Inspiration: Before you travel, research like crazy

(Dieser Artikel kann von Zeit zu Zeit mit aktualisierten Informationen, Tipps und Links revidiert werden)

Nachfolgend einige Beschreibungen mitsamt Links, die meinen Lesern helfen sollen, ihre Sommerferien möglichst günstig zu buchen, effizient zu planen und schlussendlich möglichst viel – stressfrei – zu erleben:

Flüge

Nachdem man sich über das Reiseziel klar geworden ist, gilt es, die entsprechenden Flüge zu buchen. Wer Pauschalferien bucht, macht dies normalerweise zugleich mit der Hotelbuchung. Als Schnäppchenjäger macht es aber manchmal durchaus Sinn, die Angebote separat zu buchen.

Als erste surfe ich deshalb auf Kayak.com, um Flugpreise abzurufen. Diese Web-Site glänzt mit vielen nützlichen Features und ist Artgenossen wie eBookers meilenweit überlegen (eBookers befindet sich noch im Web 0.1-Stadium, Kayak ist durch und durch Web 2.0 und ein Paradebeispiel für gute Usability). Wer noch ein wenig Zeit bis zur Buchung hat, eröffnet sich ein Benutzerkonto und richtet sich die sog. Fare Alerts ein – täglich oder wöchentlich erhält man ab sofort ein E-Mail, welches die Entwicklung der Flugpreisee für eine bestimmte Route zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzeigt – inklusive einer schicken Grafik. Selbstverständlich kann man die Alerts auch dazu benutzen, verschiedene Varianten einer Flugreise abzulegen (bspw. Basel – London und Zürich – London oder Abflug am Freitag und Donnerstag) und im Benutzerkonto mit einem Klick wieder aufzurufen („Saved Searches“).

Von Vorteil ist es, wenn man sich entsprechendes Piloten-Vokabular aneignet. Jeder Flughafen trägt nämlich einen dreibuchstabigen IATA-Code. Aus Zürich wird ZRH, aus Basel wird BAL (und MUL), aus Los Angeles wird LAX und aus Las Vegas LAS. Von Vorteil sind die Codes spätestens dann, wenn eine Grossstadt mehrere Flughäfen aufweist, wie bspw. London. Wer gerne das konstant verstopfte Heathrow anfliegt und genügend Zeit mitbringt, um auch mal sein Gepäck verloren gehen zu sehen, sucht nach LHR. Intelligente Köpfe wissen aber, dass der beste Flughafen der Metropole London City ist. Das Kürzel dafür lautet LCY. Aufgepasst: Die Suchfunktion von Swiss bietet trotz der expliziten Angabe von LCY manchmal auch Flüge nach LHR an. Wem egal ist, wo er aufsetzt, sucht nach dem sog. IATA-Metropolitan Code LON. So werden alle Flughäfen der Metropole gefunden.

Dennoch ist es nicht schlecht, wenn man anschliessend auch noch kurz auf Web-Sites von Airlines – in meinem Fall die Miles & More-Buden Swiss und Lufthansa – ansurft. Die „Specials“ verstecken sich bei Swiss unter dem grossen Banner in der Mitte der Seite. Dort finden sich oftmals besondere Angebote, die von Suchmaschinen wie Kayak nicht gefunden werden – was von den Airlines vermutlich auch so bewusst gehandhabt wird. Ich habe zudem auch die Newsletter der beiden Airlines abonniert, um über Aktionen frühzeitig informiert zu werden (momentan werde ich mangels Zeit aber nur „gluschtig“ gemacht). Ausserdem habe ich den Air France RSS-Feed abonniert.

Übrigens: Mit Easyjet & Konsorte reise ich nur noch widerwillig. Die Jungs dort haben sich längst vom KISS-Ansatz („Keep It Simple, Stupid“) entfernt: Zu Beginn des Buchungsvorganges wird mir die Fluggebühr angezeigt, anschliessend muss ich – selbstverständlich kostenpflichtig – aufzugebendes Gepäck mitsamt Gewicht noch hinzufügen (wer reist schon mit Gepäck, mögen sich die Easyjet-Deppen wohl gedacht haben), klicke die Reiseversicherung wieder weg und schlussendlich berappe ich noch eine happige Kreditkartengebühr. Bei Swiss und anderen professionellen Airlines weiss ich mittlerweile mit deutlich weniger Klicks, wie teuer mich ein Flug zu stehen kommt – und oftmals können die Profis mit Easyjet und dem irischen Ryan mithalten. Swiss fliegt zudem nicht an Randzeiten (wie gelange ich zu einem Abflug morgens um 7 Uhr nach Genf?!), der Web-Checkin funktioniert (mittlerweile) tadellos, das Personal am Checkin verhält sich deutlich weniger willkürlich und die Bedienung im Flieger ist zuvorkommend – zumal es etwas zu knabbern und zu trinken gibt, ohne dass ich Münz hervorsuchen muss.

Züge

Bei der ersten Version dieses Artikels ging das Transportmittel Eisenbahn vergessen – unberechtigterweise, wie ich anfügen möchte. Gerade für Reisen in umliegende Länder ist der Zug eine gute Alternative zu Flugreisen. Einerseits aus Zeitgründen (Züge kommen mitten in der Stadt an, während Flughäfen oftmals in der Peripherie liegen und deshalb bei Vergleichen zwingend noch die Fahrzeit und -kosten ins Zentrum miteinberechnet werden müssen), andererseits aus Gründen der Komfortabilität (Security-Check am Bahnhof? Negativ. Benutzung des Laptops, inklusive Stromversorgun? Klar doch. Kleine Wanderung durch das Transportmittel? Geräumigere Toiletten?).

Geht es nach Paris, München oder Mailand, wäre der Zug für mich klar erste Wahl. Da die SBB mittlerweile auch das Internet entdeckt haben, ist es nun sogar möglich, Billette nach Deutschland, Frankreich und Italien online zu kaufen und sie per Post nach Hause schicken zu lassen:

SBB Ticket Shop (Ausland)

Nicht nur erspart man sich so den Weg an den nächstegelegenen Bahnhof, man kann so auch gleich den Preis mit Fluganbietern vergleichen. Genial ist zudem, dass Gruppenrabatte rasch ersichtlich sind und Halbtax-Abos und GAs ebenfalls berücksichtigt werden.

Es kann sich durchaus lohnen, die Portale der Bahnen des Ziellandes auch nach Ticketpreisen abzufragen, konkret: tgv.com und deutschebahn.de. Aber Achtung: Leider stecken die Eisenbahnen immer noch im 19. Jahrhundert fest. Liegt das Reisedatum nach dem Fahrplanwechsel – bei SNCF im Juli – können keine Abfragen gemacht werden. Egal welche Beweggründe auch immer dahinter stehen – mir als preis- und konkurrenzbewusstem Kunde ist es schnurzpiepegal, die Techniker haben das irgendwie hinzukriegen.

Unterkunft

Sobald man seine Destination gewählt und den Flug/Zug gebucht hat, sollte man sich um eine passende Unterkunft kümmern. Bevor ich mich in Online-Kataloge stürze, mache immer zuerst einen Zwischenhalt auf Holidaycheck. Auf dieser Seite hinterlassen Leute wie ich (sowie verdeckt handelnde Hotelmanager) Bewertungen von besuchten Hotels. Obwohl man sich über die Qualität und Aussagekraft der Bewertungen streiten mag (der griesgrämige pensionierte Deutsche, der auch in einem **-Hotel eine Fünfstern-Bedienung erwartet ist leider sehr oft zu hören) – es hilft, zumindest quantitativ die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein Hotel, das viele Bewertungen aufweist, sollte man sich auf alle Fälle genauer anschauen.

Die Buchung geschieht anschliessend über Holidaycheck selber (manchmal gibt es dort wirklich Schnäppchen) oder über Sites wie Hotels.ch oder eBookers. Manchmal sind die Preisdifferenzen so vernachlässigbar, dass man auch gleich direkt auf der Web-Site des Hotels buchen kann – Kreditkarte vorausgesetzt. Ganz toll ist auch Kayak.com, welches die beste Visualisierung der Hotels auf einer Karte anbietet – inklusive einer benutzerfreundlichen „Umkreissuche“ von einem bestimmten Punkt auf der Karte.

Wer es billiger mag, schaut sich im Netz nach „Hostels“ – Jugendherbergen – um. Oftmals kann man diese heutzutage online per Kreditkarte buchen und muss bezüglich Infrastruktur kaum Komforteinbussen hinnehmen (WiFi – kostenlos? Kein Problem). Einziger Nachteil, der sich mir beim ersten Hostel-Besuch in meinem Leben im Frühjahr 2009 in Amsterdam eröffnete: Unangenehme Gerüche, Geschnarche, Geschmatze gehören in einem 12er-Schlag dann halt leider dazu …

Ganz kostenlos schaffen es Couchpotatoes Couchsurfers, die im Gegenzug aber auch ihre Couch für Durchreisende hergeben müssen (wäre ich alleiniger Hausherr, würde mich das kaum stören).

Mietauto

Bisher habe ich nur auf meiner Kalifornien-Reise ein Mietauto buchen müssen. Dabei habe ich aber Ratschläge in Foren befolgt, aus Versicherungsgründen nicht vor Ort einen Anbieter auszuwählen, sondern bequem von zu Hause bei Holidayautos ein Auto auszuwählen. Die Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbehalt sowie die Haftpflichtversicherung und der Zusatz bis 2 Millionen Euro überzeugten mich im Nu, wenn auch der Preis vielleicht etwas höher als vor Ort war. So wurde ich auch nicht mit Upselling-Versuchen überhäuft …

Für Amerika ratsam: Die kleinste Wagenkategorie buchen. Vor Ort gibt es meist eh nur die nächsthöhere Kategorie (Amis halt), weshalb man ein kostenloses Upgrade kriegt.

Öffentlicher Verkehr

Normalerweise ist es kein Problem, Mehrtages-Billets für den öffentlichen Verkehr zu erstehen. Normalerweise wähle ich die Pauschalvariante, da ich nicht hundert Mal im Tag aus Kostengründen abwägen möchte, ob ich die U-Bahn nun nehmen soll oder nicht.

In meiner Schublade liegt sowohl eine aufladbare Oyster-Card (für London) als auch eine ähnliche Karte für Amsterdam. So kann man in London City aus dem Flughafen laufen, die Karte am Automaten aufladen und gleich auf die Metro rennen.

Planung des Aufenthaltes

Anschliessend – oder noch während der Suche nach Unterkünften – richte ich mir auf Google Maps eine Karte für die Reise ein. Auf dieser zeichne ich Sehenswürdigkeiten ein, die mich interessieren. Sowie Bahnhöfe, Flughäfen und natürlich auch die potentiellen Unterkünfte. So ergibt sich äusserst rasch ein Bild, in welcher Region ein Hotel vorteilhaft wäre und ob ich ein Mietauto benötige.

Obwohl von meinen Kollegen noch kaum genutzt, ist es dank Google Maps auch möglich, Karten zusammen anzuschauen und zu ergänzen.

Reisegepäck

Ausschliesslich Samsonite! Ich habe sowohl einen Rollkoffer (in Kabinengepäck-Grösse) als auch eine Tragetasche, in der mein MacBook Platz hat. Besonders gut finde ich an Samsonite-Tragetaschen, dass sie ein gut zugängliches, ca. 10cm hohes Fach haben, in welches man den Pass, das Portemonnaie und die Flugtickets deponieren kann.

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Dienstag, 2. Juni 2009

Wider die religiösen Feiertage

Weihnachten geht ja noch, die ist dank dem Weihnachtsmann in profane Hände übergegangen. Doch Ostern, Auffahrt, Pfingsten und Allerheiligen sind doch völlig überflüssig. So wie der 1. Mai.  

Eine Woche mehr Ferien würden die kirchlichen Feiertage bei weitem aufwiegen. 

Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. – Jedes Jahr dieselbe Zwangspause

Recht hat er, unser Arlesheimer Blogger. Aus liberaler Sicht (Religionsfreiheit) müsste man das sofort befürworten – aber auch aus marktwirtschaftlicher Sicht würde dies Sinn machen (und der Initiative für 6 Wochen Ferien pro Jahr in die Arme spielen): Wenn jeder selber bestimmen kann, wann er diese zusätzlichen fünf Tage frei nehmen will, könnte man eine bessere Verteilung hinbringen. Wären die Staus vor Ostern Geschichte? Nun, wollen wir nicht gleich ganz so euphorisch sein: Die Schulferien bestimmen für viele Familien massgeblich, wann man in die Ferien reist und wann nicht. Doch für unsereiner Twens, die den Kindersegen noch nicht erfahren haben, wäre es durchaus ein Vorteil. Und auch für die Herren und Damen der Schöpfung, deren Zöglinge bereits ausgeflogen sind.

In verwandter Sache: Wussten meine Leser übrigens, dass die französischen Aufklärer einen neuen Kalender erfanden und einsetzten? Leider ist das Projekt mit 10-tägigen Dekaden statt 7-tägigen Wochen grandios gescheitert – obwohl es von Säkularität nur so strotzte: Französischer Revolutionskalender.

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Mittwoch, 25. Februar 2009

Indien 2009: Magen- und Darmweh

Dies ist der zweite Blog-Artikel über meine zweiwöchigen Indien-Reise. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich meine Erlebnisse in mehreren Artikeln niederschreiben. Fotos (über 1500 an der Zahl) folgen auch irgendwann einmal auf Flickr.

Neben vielen erfreulichen Erfahrungen sind Reisen in Entwicklungs- und Schwellenländer auch immer ein Gesundheitsrisiko – genau dies ist es, was mich bisher von solchen tollkühnen Trips abgehalten hat. Doch manchmal sollte man über seinen Schatten springen, ohne sich aber leichtsinnig zu verhalten.

Ich möchte im folgenden Text nicht fortgeschrittene Risiken im Schwellenland Indien ansprechen, die sich beispielsweise aus der Teilnahme im indischen Strassenverkehr ergeben (Das Motto lautet hier: „Wer zögert, stirbt!“, was für die verwöhnten Schweizer in unzähligen Nahtoderfahrungen resultiert), sondern diejenigen viel grundlegender Art: Bakterielle Erkrankungen des Magens und des Verdauungstraktes.

Magen

Auf der Reise begann ich zum erstaunen meiner Mitreisenden, zwischen Magen- und Darmweh zu unterscheiden. Die ersten 14 Tage meines Aufenthaltes hatte ich vor allem mit ersterem zu „kämpfen“. Es war zwar nicht lästig, aber doch etwas unangenehm. Komisches Gurgeln aus dem Magenbereich, viel schlimmer waren aber die Blähungserscheinungen.

Auf Grund der Teilnahme an einem Seminar über die Ernährung während des Zweiten Weltkrieges machte ich für diese Erscheinungen die geänderte Ernährung verantwortlich: In Indien isst man oft und viel vegetarisch. In Mumbai fand sich zwar ab und zu Pouletfleisch im Mahl, doch sobald wir die Grenze zum nördlich gelegenen Staate Gujarat überschritten hatten, war es aus mit fleischlichem Genuss. Die Einwohner des Staates rühmen sich – verstärkt durch den bekanntesten Sohn des Staates, Ghandi-ji – Vegetarier zu sein. Zusätzlich ist in Gujarat auch der Alkoholkonsum tabu (für Touristen gibt es Ausnahmen; man kommt sich aber wohl trotzdem vor wie ein Schwerverbrecher) und Zigarettenraucher wird auch eher mit Verachtung begegnet.

Zurück zum Weltkriegsseminar: Aus der damaligen Quellenlektüre wusste ich, dass die Umstellung der Ernährung von fleisch- zu fleischlos (mit viel Gemüse) bei unserer Kriegsgeneration allerhand Verdauungsprobleme hervorrief. Ich bin der Überzeugung, dass ich daran „litt“ (bis mir jemand das Gegenteil beweist; selbstverständlich kann es sein, dass gerade in Indien auch die äusserst scharfe Gewürze einen verstärkenden Effekt haben).

Darm

Lange vor der Abreise wurde ich von meinem Arzt wie auch von Melanie auf den Fall der Fälle trainiert: Durchfall [sic]! In meiner Reiseapotheke fand sich deshalb eine Grosspackung Carbolevure (die guten, alten Kohletabletten) sowie Lopimed, das deutlich stärkere Durchfallmittel.

Rückblickend bin ich immer noch erstaunt, wie lange ich die wildesten kulinarischen Kreationen geniessen konnte, ohne dass mir beim Toilettengang die Quittung präsentiert wurde. Leider kam die Rache sehr, sehr spät – zwei Tage vor Abreise. Da wir am Vorabend in Ahmedabad mit Mirch Masala ein Restaurant gefunden hatte, dass auch Fleisch servierte, schlug ich mir den Magen mit Poulet- und Schaffleisch voll. Kreuz und quer, fast bis ich platzte.

Zwei andere Fehltritte schwirren aber noch in meinem Hinterkopf herum: An einer der Hochzeitsfeierlichkeiten wurde Catering-Mitarbeiter dabei ertappt, wie sie Tanks von leeren Wasserspender mit Hahnenwasser auffüllten. Dabei hatten die Gastgeber doch aus Rücksicht auf die Horde Schweizer extra Wasserspender bestellt, die ursprünglich abgefüllte, bedenkenlose Flüssigkeit von sich gaben. Ich hatte dies leider schon vor der Ertappung der Missetäter erfahren, denn auf einmal hatte das Wasser einen so komisch, chlorigen Geschmack … als ich mich entschied, den Becher wegzuwerfen, hatte ich davon schon drei Schlücke davon getrunken.

Am nächsten Tag, an der eigentlichen Hochzeitsfeier, wurde ich angesichts des frugalen Hochzeitsbuffets schwach, schaltete temporär die Überlebensmaxime „Cook it, peel it or leave it“ aus und ass … Salat. Gurken, Tomaten, Zwiebeln … köstlich!

Wahrscheinlich hat gerade die Kombination dieser drei Missgeschicke ein Inferno in meinem Darm angerichtet. Delhi Belly, wie es der Lonely Planet so schön nennt …

In der Nacht zog es mich stündlich auf die Toilette des Hotels Alka – ausgerechnet hier, in der Low-Cost-Unterkunft, nachdem ich den Anfang der Woche noch im Vier-Sterne-Hotel verbracht hatte. Der Zimmerpreis betrug im Alka zwar nur noch ein Viertel dessen, doch die Einsparung wurde unter anderem wohl damit realisiert, indem man die Toiletten nicht mit WC-Papier ausstattete. Auf jeden Fall muss mein Zimmergenosse auf Grund der Geräusche aus dem Klosett wohl gedacht habe, dass ich stündlich Wasser lassen ging. Was im Grunde auch stimmte, wenn auch … doch auf die Details möchte ich hier aus Anstand nicht eingehen.

Die Tagwacht war früh veranschlagt, weil wir uns mit Fahrer und klimatisiertem Fahrzeug (hier nicht als Segen, sondern als Fluch gemeint: Erkältung ahoi, sowie in unserem Falle auch faktisch „Überschwemmung“ im Auto, gell Noemi?) in die Umgebung von Ahmedabad begeben wollte.

Eigentlich hatte ich innerlich schon entschieden, das Hotelbett zu hüten, als ich mich entschied, die Packung Carbolevure anzubrechen. Auf nüchternem Magen sollte die Tablette rasch ihre Wirkung entfalten – wer braucht da noch einen Korken? Hinzu kam, dass Tarkan mir von seinem ottomanischen Hausmittelchen verabreichte: Eine Handfläche voll Trockenkaffee, pur geschluckt. Damit war der Superkorken erfunden, ich entschied mich mit Koffein aufgeputscht riskanterweise, die Ausfahrt mitzumachen. Arnauds frische Bananen haben vielleicht auch noch ihren Teil zur beigetragen. Ich sollte den riskanten Entscheid auf alle Fälle nicht bereuen und sah unter anderem Swamis Tempel (sozusagen Versailles unter den indischen Tempel), ohne ein einziges Mal die „English Toilets“ aufsuchen zu müssen oder meinen Vorrat an Papiernastüchlein aufzubrauchen.

Die Lopimed-Packung musste ich glücklicherweise erst nach meiner Ankunft in München anbrechen (hinter mir rannte sofort nach der Landung noch ein anderer Leidensgenosse auf die frühmorgendlich blitzblank geputzten Toiletten). Dies half, die nächsten vier Stunden der Heimreise ohne Zwischenfall zu überstehen.

Verträgliches Essen

Da wir im letzten Abschnitt der Reise, nach der Hochzeit, ein in Indien wohnhaftes Pärchen aus der Schweiz mit uns hatten, konnte ich von deren Tipps gegen Durchfallerkrankungen profitieren. So wurde mir geraten, Idli zu essen – simple Küchlein aus gemahlenem Reis (vereinfacht gesagt, Kochprofis lesen ein gut bebildertes Rezept). Ist zwar eintönig, hilft aber hoffentlich. Bananen sind auch gut, hingegen sollte man fettige Dinge meiden. Dass man viel Wasser trinken soll, muss ich kaum erwähnen – das steht überall, im Lonely Planet wie auch in der Packungsbeilage der Tabletten. Empfehlen kann ich hierbei vielleich noch den Genuss einer salzigen Lemon Soda. Tönt für den Westler vielleicht etwas ungewohnt („Was, salzig? Das Gesöff muss süss schmecken!“), ist aber sehr gut, um den Elektrolyt-Haushalt (ich habe gespickt, tönt verdammt klug, he?) in Ordnung zu bringen …

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