Archiv ‘Schweiz’

Freitag, 13. Juli 2012

Wie man die Schweizerischen Nummernschilder von Diplomatenfahrzeugen liest

Da ich und meine Partnerin seit knapp 40 Tagen in Bern wohnen und sich in unserer Strasse zufälligerweise auch die Vietnamesische Botschaft befindet, konnte ich endlich die Struktur der Diplomatenschilder entschlüsseln:

[CD|AT] BE [0-9]{1,2} • [0-9]{1,3}

Von einem Kollegen aus der Zeit am Gymnasium, der seines Zeichens Sohn eines ausländischen Diplomaten ist, wusste ich bereits, dass eine der Nummern das Entsendeland des Diplomaten enthielt. Dank den unzähligen Fahrzeugen vor der Vietnamesischen Botschaft konnte ich durch einen raschen Vergleich der Nummernschilder herausfinden, dass die zweite — und nicht wie von mir ursprünglich vermutet die erste — Nummer das Land kennzeichnet.

Doch wie finde ich nun unterwegs auf der Strasse heraus, welchem Land ein Fahrzeug gehört? Ganz einfach, Wikipedia (und für einmal nicht Google) hilft gerne weiter:

Autokennzeichen (Schweiz) / Diplomaten-Kennzeichen

Indem man die Liste „Diplomatische Kodes (Nationen)“ mit Klick öffnet, finden sich die Nummerncodes von 177 Nationen.

Vietnam hat — wie ich bereits wusste — die Nummer 49 zugeteilt, die USA die Nummer 9 und China die Nummer 55. Wieso China? Bei einem Spaziergang entdeckten wir vorgestern einen Volvo auf dem Areal des Inselspitals, der die Landeskennnummer 55 trug. Anhand der „chinesischen“ Airbags, wie ich die am Rückspiegel angemachten Glücksbringer auch nenne, lag die Vermutung schon vor Ort nahe, dass es sich um ein chinesisches Fahrzeug handelt. Diese Vermutung wurde heute durch Wikipedia bestätig.

Ob jede Nation auch ein Schweizerische Nummernschild besitzt, weiss ich hingegen nicht …

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Sonntag, 15. April 2012

Unsere obersten Politiker versagen auf der ganzen Linie

Was ist das für ein Land, dessen Politik nur aus Rückzugsgefechten besteht? Noch ein Abkommen zur Aufweichung des Bankgeheimnisses, wieder 10.000 Steuerflüchtlinge an Amerika verraten. Es ist ein Land, das immer noch einen Schritt rückwärts macht, in dem aber niemand eine Idee für die Zukunft hat. Die Frage, über die niemand spricht, lautet: Wird die Schweiz, wenn das Bankgeheimnis eines Tages ganz verschwunden sein wird, immer noch so reich sein?

Quelle: Heimat: Was ein Schweizer im Ausland vermisst

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Sonntag, 15. April 2012

Shipi gegen Tschingg gegen SVP

Manchmal tut es uns Bürogummis gut, uns den Spiegel der arbeitenden Gesellschaft vorzuhalten. Auch wenn manche Parteien die gesellschaftlichen Probleme hierzulande als Endkampf zwischen Schweizern und Nicht-Schweizern emporstilisieren, kann ich es mir sehr gut vorstellen, dass unter den Immigranten selber auch die Fäuste fliegen. Zwischen den „alteingesessenen“ Immigranten und den Neuankömmlingen, wie in diesem Video lustig persifliert:

Man erinnere sich diesbezüglich auch an den Film Gangs of New York, wo ein solcher latenter Konflikt sogar zwischen Immigranten mit demselben kulturellen Hintergrund herrscht: Zwischen Amerikanern irischer Abstammung („Natives“) und neu einwandernden Iren.

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Sonntag, 15. April 2012

Waffen sind fürs Töten da

Ein 26-jähriger Mann aus der Region war am Samstagabend, 14. April 2012, in Interlaken aus. Nach 2300 Uhr begab er sich nach Hause und kehrte kurz vor 2330 Uhr mit einer Faustfeuerwaffe der Armee zur Bar an der Centralstrasse zurück.

Quelle: Interlaken: Zwei Verletzte nach Schussabgabe

Die Armee macht auch anno 2012 noch mindestens zwei Dinge richtig:

  • Ihr Personal weiss ganz genau, wie man mit einer Waffe hantiert
  • Ihr Personal ist sich des Zwecks der Waffe bewusst: Menschenleben auslöschen

Leider scheinen die Beschützer des Volkes dabei aber zu vergessen, den Auszubildenden einzutrichtern, welche Menschenleben auszulöschen sind: Nicht etwa Mitbürger, denn wir leben in einem Rechtsstaat, wo immer noch die Polizei das Gewaltmonopol ausübt. Nein, es ginge im Grunde darum, dass sie uns Zivilisten, Zivilschützer und Zivildienstleistende beschützen, wenn der Russe, entschuldigung, der Taliban in Scharen in unser Land einfällt.

Irgendwann ging die seriöse Ausbildung in der Armee flöten, und jeder Mensch wird plötzlich ein potentielles Opfer in den Augen derer, denen man ein Sturmgewehr und 50 Schuss Munition respektive eine „Faustfeuerwaffe“ der Armee austeilt. Dumm gelaufen.

(Natürlich müsste man über solche Dinge keine Worte verlieren, wenn man AdAs den Waffenplatz gar nicht erst mit Mordwerkzeugen verlassen liesse — aber das ist in der derzeitigen politischen Situation eine wahre Häresie.)

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Donnerstag, 8. März 2012

Fragwürdige Bauzonen

Heute verbaut man in der Schweiz entweder ausgezeichnetes landwirtschaftliches Kulturland (Stichwort: Kanton Aargau) oder aber man baut die Häuser in Gefahrenzonen. Diese erkennt man oftmals aber nicht als solche, weil sich die Erinnerungen an weit zurückliegende Ereignisse und Katastrophen aus dem sogenannten „kollektiven Gedächtnis“ verflüchtigt haben:

Die Besiedelungsdichte hat besonders in Zonen zugenommen, die wegen den ungünstigen geologischen Eigenschaften früher gemieden wurden.

Quelle: SEISMO 12: Abstract – Erdbeben, Ursachen und Risiken in der Schweiz

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Autos auch am Tag mit Licht

Mousseman ist und bleibt der Hardliner in der schweizerischen Blogger-Szene:

Gerade das Lichtobligatorium für PKW am hellichten Tag halte ich für einen patenten Schwachsinn. Wer ein Auto am Tag nicht sieht, ist blind.

Quelle: Neues Parlament, neues ‚Via Sicura‘, gleicher Stuss

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Samstag, 3. September 2011

Expertitis

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Medien selbstbewusster. Sie trauten ihren Redaktionen eine eigene Meinung, eine eigene Haltung zu. Die Turbulenzen rund um den Franken hätte ein erfahrener Wirtschaftsredaktor kommentiert und analysiert. Heute grassiert in den Medien aber die Unkultur der Expertitis: Zu allem und jedem werden Experten befragt. Offenbar ist es besonders ehrenvoll, wenn sich Professor X. und Fachmann Z. im eigenen Medium äussern, obwohl sie schlechter orientiert sind als der Ressortchef und in der Not nur zu Worthülsen und Klischees greifen.

Quelle: Stoppt die Experten | Medienspiegel.ch

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Donnerstag, 11. August 2011

Vier Stunden für einen Schweizer Big Mac arbeiten

Der Finanzblog «Zero Hedge» hat das vorgestern mit einem eingängigen Vergleich auf den Punkt gebracht: Ein Big-Mac in Zürich kostete in Dollar an diesem Tag 17,19 Dollar, wofür ein Beschäftigter im US-Bundesstaat Minnesota zum Mindestlohn vier Stunden lang arbeiten müsste. In der Schweiz arbeitet man dafür laut einer Berechnung der UBS nur eine Viertelstunde – wenn man den Durchschnittslohn aus 14 Berufen zur Berechnung heranzieht.

Quelle: «Weisheit und Kraft» für den «Falschmünzer»

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Sonntag, 24. Juli 2011

Die prägende Urangst im Wohlfahrtsstaat

When the farmers protest it is not just because they want more money, it is because they are convinced (sometimes even rightly so) that the reason why they are being denied handouts is that they have been given to someone else instead. It is the combination, therefore, of endless government pandering and patronages that has led to the population’s irresponsible attitude towards money and public finance.

Quelle: The Game of Perpetual Debt

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Sonntag, 24. Juli 2011

Muss man als Bundesrätin nur hübsch sein?

Würde Doris Leuthard aussehen wie Hildegard Fässler von den Sozialdemokraten, wäre ihre neue Atompolitik längst gescheitert. 

Quelle: arlesheimreloaded » Würde Frau Leuthard wie Frau Fässler aussehen…. » arlesheimreloaded

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