Montag, 26. November 2007

Kleine Genugtuung am Ende der Wahlen 2007

Bye, bye Ständeratskandidat Ueli Maurer und Ständeratskandidat Toni Brunner. Für einen SPler wie mich ist das heutige Wahlresultat Balsam für die Seele – schliesslich wurde unsere Partei bisher (verdienterweise) nicht verwöhnt.

Da die Zeitungen morgen voll sein werden über die Nichtwahl der beiden SVP-Ikonen, beschränke ich mich auf die Nennung einiger Spitzfindigkeiten:

  • Ich hatte recht! Der Tagi gab Diener zwar nie eine Chance (der Liebling der Tagi-Journalisten war und bleibt SPlerin Gallade), und auch Kollege Zgräsch und Kure sahen letzten Samstag in Zug Ständerat Maurer schon mit triumphierendem Lächeln ins Stöckli einziehen. Dabei ist es doch arithmetisch ganz simpel: Links von der SVP gibt es nun halt einfach mehr Stimmen zu holen.
  • Doris Fiala, Zürcher FDP-Präsidentin, will zurücktreten. Wieso? Die FDP würde lieber ihre Parteibasis auswechseln.
  • Maurer wählen und als Gratisbeigabe den Schlüer doch noch in den Nationalrat katapultieren? Da kriegten selbst FDPler den Bammel. Liebe Freisinnige: Bei einer solchen Drohkulisse darf man ruhig „über den Zaun grasen“.
  • Freisinnige denken … freisinnig. Wäre ja gelacht, wenn die Liberalen stramm nach Parteirichtlinie marschieren würden.
  • Linke bleiben nicht frustriert zu Hause, wenn kein Kandidat der ihrigen mehr zu wählen ist. Sie wägen ab und wählen des kleinere Übel.
  • Die SVP darf wieder in die übliche Opferrolle schlüpfen: „Wir gegen den Rest der Welt!“ – „Mit Fahnen und Trompeten in den Untergang!“
  • Wenn Toni Brunner in vier Jahren gegen nicht-bisherige antreten muss, wird er die Wahl ins Stöckli problemlos schaffen.
  • These: Wahlen nach den Wahlen sind ein gewisses Korrektiv – hat eine grosse Partei zu gut abgeschnitten, werden in den Nachwahlen die Verlierer gestärkt. Typisch Schweizerisch eben: Hauptsache, es gibt keine klaren Gewinner.

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Samstag, 24. November 2007

Der FC Thun und das Mädchen

Kann eine 15-Jährige Sex haben wollen mit einer ganzen Fussballmannschaft?

Quelle: MÄDCHEN, 15

Wie auch immer: Die Rechtslage ist klar:

Das Gesetz kennt da keine Grautöne: Die sind erwachsen. Die 15-Jährige nicht.

Und doch bleibt der schale Nachgeschmack:

Ein genauer Blick auf die Ereignisse ist (noch) nicht möglich. Nur so viel, dass hier wohl Möchtegernstars auf eine Möchtegernfrau getroffen sind. In einer Möchtegernwelt, wäre noch anzufügen.

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Freitag, 23. November 2007

Das Wetter vor hundert Jahren


Das Wetter vor hundert Jahren
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Das Wetter vor hundert Jahren

K.R. Der „Schweizerfreund“ vom 11. Juni 1816 berichtet: „Letzten Freitag ist in unsern Berner Bergen wieder Schnee gefallen und man hat sich in einem von der Hauptstadt nicht mehr als drei Stunden weit entfernten Dorfe an einer Hauptstrasse gelegen mit Schneeballen beworfen – am 7. Brachmonat!“ Am 18. Juni berichtet das gleiche Blatt aus Basel: „Vor einigen Tagen wurden auch die Anhöhen um unsere Stadt mit Schnee bedeckt. Die Weinreben, welche eine erfreuliche Hoffnung gezeigt hatten, sind nun im traurigsten Zustande und der Ertrag ist ganz dahin, wie es leider auch voriges Jahr schon war, wo an vielen Orten nicht einmal Weinlese gehalten wurde.“

Quelle: Der Bund, 9. Juni 1916, Abendblatt.

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Freitag, 23. November 2007

Apache 2.2 gegen LDAP authentifizieren

Die meisten werden es kennen: Wo man sich auch immer in der IT-Landschaft bewegt benötigt man Zugangsdaten. Vielerorts sind diese noch nicht vereinheitlicht (Stichwort Single-Sign-On, Kerberos etc.) – Administratoren wie Endbenutzer müssen sich eine Vielzahl von Benutzernamen und Passwörtern merken, um der täglichen Arbeit nachzugehen.

Wenn wie bei mir auf der Arbeit hingegen bereits ein von einer anderen Einheit betriebenes LDAP-Verzeichnis besteht, kann man dieses bei der Bewirtschaftung von Web-Applikationen zur Benutzer-Authentifizierung und -Authorisierung hinzuziehen.

In der hier vorliegenden Anleitung erläutere ich, wie Web-Verzeichnis gegen unbefugten Zugriff geschützt werden. Zum Einsatz kommen Debian und Apache 2.2 – ich gehe davon aus, dass beides bereits ordnungsgemäss installiert und konfiguriert wurde.

OpenLDAP & Hilfsprogramme installieren

Als erstes installiert man OpenLDAP sowie die ldap-utils mit einigen nützlichen Hilfsprogrammen:

apt-get install slapd
apt-get install ldap-utils

OpenLDAP lässt man aber unkonfiguriert, denn ein aktiver LDAP-Server befindet sich ja bereits im Netzwerk und versieht seinen Dienst.

Anschliessend passt man die Konfiguration von OpenLDAP an:

$ cat /etc/ldap/ldap.conf
BASE            o=org,c=ch
URI             ldaps://ldap.domain.tld
TLS_CACERTDIR   /etc/ldap/cacerts
TLS_REQCERT     never

SSL-Zertifikate

In unserem Falle reichte es, in /etc/ldap einen Symlink auf /etc/ssl/certs einzurichten. Der LDAP-Server verwendet ein Standard-Zertifikat von CyberTrust, welches bei Debian schon von Beginn weg dabei ist (?).

Bei einer frischen Debian-Installation (4.0r3) existiert dieses Verzeichnis nicht; Zertifikate sind auf dem System standardmässig keine vorhanden. Zuerst gilt es nun also, das Zertifikat des Servers herauszufinden:

openssl s_client -connect ldap.domain.tld:636 -showcerts

Anhand dieser Angaben sucht man über Google nach dem „<anbieter> global root“ des Anbieters (bspw. Cybertrust) und gelangt so normalerweise sofort zu den gesuchten Information. In meinem Fall war es:

ct_root.pem

Dieses Zertifikat laden wir uns herunter und legen es im Verzeichnis /etc/ldap/cacerts ab.

Anstelle in der ldap.conf explizit ein Zertifikat anzugeben, überlassen wir es OpenLDAP, das richtige Ding zu eruiren. Das klappt natürlich nur, wenn der Sysadmin des LDAP-Servers nicht selbst ein Zertifikat gebastelt hat.

Testlauf

Um zu überprüfen, ob OpenLDAP korrekt konfiguriert wurde, lässt man eine erste Abfrage laufen:

$ ldapsearch -x "uid=maeby"
# extended LDIF
#
# LDAPv3
# base <> with scope subtree
# filter: uid=maeby
# requesting: ALL
#

# maeby, suborg, org, ch
dn: ...
objectClass: top
objectClass: person
objectClass: posixAccount
objectClass: shadowAccount
objectClass: ...
objectClass: ...
objectClass: ...
uid: maeby
shadowFlag: 1
description: temporary staff account, imported from domain
homeDirectory: /home/maeby
uidNumber: 0001
gidNumber: 0010
cn: Mario Aeby
loginShell: /bin/bash

# search result
search: 2
result: 0 Success

# numResponses: 2
# numEntries: 1

Wenn dies klappt, geht es zum nächsten Schritt:

Apache 2.2 konfigurieren

Als erstes aktiviert man die zwei LDAP-Module:

$ cd /etc/apache2/mods-enabled
ln -s ../mods-available/ldap.load
ln -s ../mods-available/authnz_ldap.load

Es empfiehlt sich, einen LDAP-Cache einzurichten. Im selben Verzeichnis (/etc/apache2/mods-enabled) erstellt man deshalb eine Datei ldap.conf mit folgendem Inhalt:

$ cat /etc/apache2/mods-enabled/ldap.conf
# Enable the LDAP connection pool and shared
# memory cache. Enable the LDAP cache status
# handler. Requires mod_ldap and mod_auth_ldap

LDAPSharedCacheSize 2000000
LDAPCacheEntries 1024
LDAPCacheTTL 28800
LDAPOpCacheEntries 1024
LDAPOpCacheTTL 28800

# specify shared memory file, to activate cache
LDAPSharedCacheFile /var/cache/apache2/ldap.cache

Web-Verzeichnisse schützen

Das Vorgehen ist ähnlich zu einer Authentifikation über eine htpasswd-Datei, abgesehen davon dass man einige andere Befehle einsetzt:

$ cat .htaccess
AuthType Basic
AuthName Test

AuthLDAPURL "ldaps://ldap.domain.tld/o=org,c=ch?uid"
AuthzLDAPAuthoritative on

AuthBasicProvider ldap

Require ldap-user maeby bgates sjobs

Anstelle Benutzer kann man auch Gruppen spezifizieren – oder gar spezielle Filter mitgeben, die erfüllt sein müssen.

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Freitag, 23. November 2007

Der Zweck heiligt die Mittel

The Directors approached the making of the film in a way that has never been done before, choosing to show the reality of Stress Positions in as authentic a way as possible. They filmed a person being put into Stress Positions over a 6 hour period. There is no acting on the part of the “prisoner” – his pain and anguish is for real.


Quelle: Amnesty International (Hochauflösende Version)

Naomi Wolf hat zehn Punkte einer sich ausbildenden Diktatur definiert:

  1. Invoke a terrifying internal and external enemy – Juden
  2. Create a gulag – Konzentrationslager (KZ)
  3. Develop a thug caste – Sturmabteilung (SA), Schutzstaffel (SS)
  4. Set up an internal surveillance system – Gestapo
  5. Harass citizens‘ groups – ? [Schikanierung von Menschenrechtsgruppen]
  6. Engage in arbitrary detention and release – Schutzhaft
  7. Target key individuals – ? [„Köpfung“]
  8. Control the press – Gleichschaltung
  9. Dissent equals treason – Vaterlandsverräter
  10. Suspend the rule of law – Ermächtigungsgesetz

Quelle: Naomi Wolf Warns That The End of America Is Near

Irgendwie befürchte ich, dass solche Praktiken in den kommenden Jahrzehnten der Ressourcenknappheit wieder hoffähig werden könnten … Wehret den Anfängen!

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Freitag, 23. November 2007

Our Man in Fribourg


Our Man in Fribourg
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Na, wenn das nicht der Tscheche ist!

PS: Über Drittfirmen Angestellte Microsoft-Mitarbeiter erkennt man an dem der E-Mail-Adresse vorangestellten „v-„.

PPS: Tom, jetzt hast du endgültig verloren. Beim nächsten Rundmail von Zgräsch wird deine Geschäftsadresse für Drei- und Vierfachkopien missbraucht.

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Donnerstag, 22. November 2007

Gratis-Parkplätze versteigern!

Alle Gratis-Parkplätze auf öffentlichem Grund sollen aus Basel verschwinden. Als Novum wird eine Jahresparkkarte eingeführt, mit der auch Auswärtige ihr Auto in der blauen Zone abstellen können.

Quelle: Basel schafft Parkkarte für Pendler

Wunderbar! Ich würde aber noch einen draufsetzen und eine Auktion veranstalten. Die begehrten Karten gehen an den Meistbietenden weg.

Lassen wir den Markt spielen! Schliesslich handelt es sich bei Parkplätzen um ein knappes Gut.

Wer nicht mitbieten kann/will, reist künftig mit dem öffentlichen Verkehr an. Und merkt, wie angenehm (und günstig) das Pendeln eigentlich ist.

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Donnerstag, 22. November 2007

Give Up on Vista

Tagesbefehl:

Erleichtert habe ich mir soeben dieses Video angeschaut – da ich die Ad-Server auf DNS-Ebene blockiere, kam ich bisher leider nicht in den Genuss der Werbung …

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Mittwoch, 21. November 2007

Eure Armut kotzt mich an!

What this means is that even the very rich cannot escape into their own little bubble of purity and excellence, of “haute” this and “haute” that. Ride around in a limo and you still have to sit in traffic created by ordinary people who can’t afford to live near where they work. Fly in a private jet and you’re still dependent on archaic, underfinanced, systems of air traffic control. Travel first class on the Acela train and you still have to stare out at the rotting environs of Philadelphia and Newark. Oh, and you lobbied against higher taxes and regulations on business? Then think twice before you sink your teeth into that chocolate and gold dessert. The vermin are always with you.

Quelle: America’s Rich Citizens Can’t Escape Our Poor Public Infrastructure

Wenn ein Schiff leck schlägt, aber keine Rettungsboote mit sich führt, gehen alle mit dem Ding unter – egal ob sie die Überfahrt in der Luxus-Suite oder im Kohlebunker verbracht haben.

Labels: Gesellschaft, USA

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Mittwoch, 21. November 2007

SP-Häuptling


SP-Häuptling II
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Heute Mittwoch durfte ich am regionalen Parteitag der SP Region Bern teilnehmen. Eingeladen war ein prominenter Redner: Der Präsident der SP Schweiz, Hans-Jürg Fehr. In einer ca. 45-minütigen Rede analysierte er die Wahlniederlage vom 21. Oktober 2007 – und betonte vorgängig, dass es sich dabei nur um einen Analyse-Zwischenstand handle.

Obwohl ich hier gleich nach den Parlamentswahlen seinen Rücktritt gefordert habe – eine so fundierte, gut strukturierte und exzellent vorgetragene Analyse hätte wohl kaum ein anderer Genosse hingekriegt.

Stammtisch oder Philosophie Sternstunde?

In der anschliessenden Diskussion wurde von einem Parteimitglied die Frage in die Runde geworfen, wie die SP wieder näher an den Mann kommen könne. Allzusehr hafte der Partei der intellektuelle Touch an, welcher potentielle Wähler abschrecke und so in die Arme der Populisten treibe.

Hier erkannte ich das Dilemma unsere Partei: Gegen innen war und ist Fehr die optimale Besetzung für den Posten des Präsidenten. Denn hier spricht er die meiste Zeit zu „Intellektuellen“ (ob wir das nun hören wollen oder nicht – ist nun mal so, dass in der SP, wie ich sie seit meinem Beitritt von 2004 kenne, kaum noch Büetzer mit dreckigen Händen sitzen).

Und doch wünscht man sich dann, wenn der Präsident eben nicht zu denjenigen Personen spricht, die er längst für sich gewonnen hat, jemanden von einer einfach gestrickteren Natur, mit einem kleineren Wortschatz – aber mit agitatorischen Fähigkeiten. Rein nur der Show willen. So ein urchiger Bodenmann halt.

Baldrian für die Seele

Mein Eindruck nach Fehrs Rede: Die Probleme sind erkannt und dürfen beim Namen genannt werden. Die Worte des Häuptlings liessen keine Zweifel aufkommen und machten Mut – so schlimm steht es noch nicht.

Ein Abschnitt seiner Rede erinnerte mich an meine eigenen Worte, die ich in einem anderen Zusammenhang hier niederschrieb:

Schaue ich mich in meiner örtlichen Sektion um, finde ich kaum mehr einen Büetzer alter Schule (Industriearbeiter), der momentan in der Dorfpolitik aktiv ist. Ist das so schlimm? Ich finde: Nein. Angehörige anderer Parteien mögen uns daraus einen Strick drehen – doch nur weil wir andere Berufe ausüben als die „Gründerväter“ der Partei im 19. Jahrhundert, die Internationale weder auswendig noch singen können, müssen wir nun wirklich nicht aus der Partei austreten. Wo sollten wir auch hin?

Denn: Öffnet man diesen eingeengten Blickwinkel etwas und betrachtet die Eltern der SP-Politiker, findet man oftmals die verschollen geglaubten Büetzer wieder (so jedenfalls meine These). Unsere „Legitimation“ ist es folglich, in einem Büetzer-Haushalt aufgewachsen zu sein. Wir leben das Gedankengut weiter, das wir von unseren Eltern mitgegeben erhalten haben, ohne uns aber dem Wandel der Zeit zu verschliessen. Viele von uns mögen zwar nicht mehr einer Gewerkschaft angehören, vielen dort gelebten Werten leisten wir immer noch Folge. Nicht zuletzt dank der politischen Vorarbeit und Schufterei unserer Eltern war es uns möglich, Gesellschaftlich aufzusteigen; in den Gymer zu gehen und zu studieren. Hätten Sozialdemokraten im 20. Jahrhundert nicht dafür gekämpft, stünden wir heute nicht hier.

Quelle: Hetze gegen Staatsangestellte

Fehr drückte es ähnlich aus: Die Arbeiter hätten sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die bürgerliche Gesellschaft integriert und diese von innen heraus umgeformt. Gäbe es beispielsweise das Frauenstimmrecht oder das Partnerschaftsgesetz, wenn es nicht von offenen Geistern aus der SP vorangetrieben worden wäre?

Verdienter Applaus

Der Applaus, der fast in Standing Ovations auszuarten drohte, gab dem Präsidenten die Gewissheit, im parteipolitischen „Mittelstand“ der SP gut verankert zu sein und für seine Arbeit im Wahlkampf honoriert zu werden.

Oder doch zu früh Friede, Freude, Eierkuchen?

Einzig Peter Vollmer liess in seinem Votum durchblicken, dass er noch nicht ganz an die Selbstheilungskräfte der Partei glaubt.

Die Zukunft wird den Weg weisen

Ich bin gespannt, wie das Wahlresultat von 2011 aussehen wird. Mit einer Wirtschaft, die nicht mehr so ganz rund läuft, und krawallfreien Wochen vor den Wahlen sollte die SP problemlos fähig sein, Ränge gutzumachen.

Wichtig: Das nächste Mal erwähnen wir Herrn Blocher mit keinem Sterbenswörtchen – wer weiss, ob die SVP zu diesem Zeitpunkt nicht gar längst in den „Erbfolgekriegen“ stecken wird …

Nachtrag

Am 28. Oktober, eine Woche nach der Wahlniederlage, fuhr Peter Rothenbühler gegen Hans-Jürg Fehr schweres Geschütz auf:

Eine Partei, die einen wie Sie zum Präsidenten macht, ist einfach selber schuld. Womit wirklich nichts nachteiliges über sie gesagt sein soll. Sie sind ja der Inbegriff einer gewissen aufgeschlossenen Hochanständigkeit. Aber einfach kein Parteipräsident. […]

[…] Was sagt man Ihnen nach? Fairness und ausgleichendes Wirken. Das heisst doch so viel wie Langweiligkeit und mangelndes Charisma. […]

Aber eben, in ihrer Partei gibts zu viele Leute, die echt froh sind, dass es in der SP keine überragenden Leadertypen mehr gibt wie einst Helmut Hubacher oder Peter Bodenmann. All jene, die jetzt Ihre Meriten über den grünen Klee loben, wollten doch nie, dass da einer herausragt.

Quelle: SonntagsZeitung, 28. Oktober 2007, „Lieber Hans-Jürg Fehr“, S. 15.

Labels: Politik, Schweiz

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