Donnerstag, 17. April 2008

Neue Schweizer Parteienlandschaft?

Der Druck auf Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und auf die Graubündner Sektion durch die SVP folgt einer Logik, die zu einer Neuordnung im bürgerlichen Lager führen dürfte. Es kommt zu einer Ausdifferenzierung zwischen einem gemässigten und einem national-konservativen bürgerlichen Lager. Das gemässigte Lager wird durch FDP/Liberale und teilweise die CVP vertreten, das national-konservative durch die SVP, beziehungsweise dessen gegenwärtig tonangebenden Flügel.

Quelle: Die politischen Karten werden neu gemischt

Genau diese Entwicklung habe ich schon vor einem halben Jahr postuliert: Neuaufteilung der Parteienlandschaft

Mal schauen, ob diese Entwicklung wahrscheinlicher wird, wenn sie nun sogar von waschechten Politologen prophezeit wird …

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Mittwoch, 16. April 2008

Zugbillette nach D, F und I online buchen

Neu im SBB Ticket Shop.

Jetzt Zugreisen nach Deutschland, Frankreich und Italien bequem und einfach online buchen.

Quelle: SBB: Ticket Shop

Bravo, wurde auch Zeit. Zehn Jahre nachdem Easyjet das erste Flugticket über das Internet verkauft hat, schaffen es nun auch die SBB, Billette für den Fernverkehr in die drei grossen Nachbarn der Schweiz online zum Kauf anzubieten. Hell froze over!

Bis vor kurzem musste ich schon nur für eine simple Preisauskunft nach Bern (oder Flamatt) an den SBB-Schalter (Telefonauskunft für 1 Stutz/Minute? Nicht mit mir!)- mit ein Grund, weshalb ich den umweltschädlicheren Flugverkehr lange der Eisenbahn vorgezogen habe. Drei Klicks, und Easyjet sagte mir ganz konkret, wann ich für welchen Preis von A nach B gelange. Schön, dass die SBB nun mit bedächtigen Schritten in das Internet-Zeitalter eintreten …

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Mittwoch, 16. April 2008

Knallharte Halb-Opposition

Mit Blocher im Bundesrat war die Volkspartei eine halbe Regierungspartei – an der Macht und dennoch permanent am Opponieren. Heute ist sie eine halbe Oppositionspartei – trotz Anti-Classe-politique-Radau und Widmer-Schlumpf-Abstrafung behält sie einen Vertreter in der Machtzentrale. […]

[…] die Konkordanz ist nur dann das Beste aller Systeme, wenn alle Mitspieler an gemeinsamen Lösungen arbeiten. Sie ist das schlechteste aller Systeme, wenn die Regierungsparteien die kollektive Zuständigkeit lediglich missbrauchen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen und die Politik, die sie mitgestalten müssten, narrenfrei zu sabotieren.

Quelle: BINSWANGER: SCHIZOPHREN MIT SYSTEM

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Dienstag, 15. April 2008

kann vom büro nicht auf partyguide


kann vom büro nicht auf partyguide
Originally uploaded by emeidi

Liebe lernende UBS-Kauffrau, lieber lernender UBS-Kaufmann: Es gibt halt einfach Web-Sites, die du auf der Arbeit nicht ansurfen sollst! Vor allem, wenn deine Bank derart in den Miesen steckt …

Vergesst nicht: Hätte es zu Marcel Ospels Stifti-Zeiten das Internet und Party-Portale gegeben, hätte er es garantiert nur zum Back-Office-Mitarbeiter dritten Ranges geschafft. Euer aller Idol wäre nicht dort, wo es heute ist – steinreich, arbeitslos, wohnhaft in einer angemessenen Villa in einem typisch schweizerischen Steuerparadies.

Erläuterung

Ich habe mir einen Spass daraus gemacht, Zugriffe von Proxy-Servern schweizerischer Unternehmen auf mein Blog speziell hervorzuheben (natürlich nur zum internen Gebrauch).

Unter anderem fand ich heute obigen Eintrag in meinem proprietären Analyse-Tool vor. Der Besucher hinter dem UBS-Proxy wurde mit einer Google-Suche „kann vom büro nicht auf partyguide“ (gekennzeichnet mit „[G]“ im Referer) auf mein Blog aufmerksam …

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Dienstag, 15. April 2008

Sushi-Man sei Dank!

Erstmals hat VW letztes Jahr mehr seiner Autos in China abgesetzt als in Deutschland, genau 910’491 Stück. Damit ist jetzt Zhong Guo 中国 zum wichtigsten Absatzmarkt der Wolfsburger geworden. An einen Boykott denken die nicht mal im Traum.

Quelle: VW und China

Es kann nicht anders sein – das muss Sushi-Mans Verdienst sein (auch wenn er 2007 noch gar nicht im Reich der Mitte weilte und die Bude mit den sprichwörtlich geilsten Gewerkschaftern der Welt mit seinem BWL-Know-How versorgte).

Wir sehen sogleich auch, wieso H6 damals Sushi-Man und nicht seinem hier ungenannt bleibenden Mitkonkurrenten das Lebensabschnittspartner-Ja-Wort gegeben hat: Was sind 1-2 verkaufte Mazdas im Jahr gegen knapp eine Million VWs, die man Kommunisten gewinnbringend vertickt hat?

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Montag, 14. April 2008

Peak Oil abgeblasen?

Vor Rio de Janeiro würden 33 Milliarden Barrel Öl vermutet, sagte Lima nach Angaben seines Sprechers Luiz Fernando Manso. Die Informationen stammten allerdings aus «nicht offiziellen, nicht betätigten Kreisen».

Quelle: Riesiges Ölfeld vor brasilianischer Küste?

Ha. Skeptiker wussten es schon immer: Dieses Peak Oil-Geschwafel hat weder Hände noch Füsse.

Nach kurzer Überlegung sprechen zwei Gründe gegen das Aufschnaufen:

  • Die Förderung von Tiefsee-Erdöl ist noch unerprobt (siehe Folie „Some Deepwater Challenges“ ff.)
  • 33 Milliarden Barrel sind ein Mückenfurz

Gerade Letzteres sollte zu denken geben. Man rechne:

The global petroleum consumption amounted to 84.5 barrels per day in 2006, up 0.96% y-o-y, and it reached 86.1 million barrels per day in 2007, rising 1.9%. Influenced by the season, it is forecasted ……

Quelle: China Shipping Industry Report, 2007

33’000’000’000 Barrel durch 87’000’000 Barrel/Tag ergeben 379.31 Tage oder 1.03 Jahre. Wenn also jeder vor der Küste Brasiliens vorhandene Tropfen Erdöl gefördert und nutzbar gemacht werden könnte (Produktionsausfälle und die Energieaufwendung zwecks Transport und Raffinierung des Öls nicht einberechnet), würde die Galgenfrist um ein sattes Jahr verlängert.

Toll, die Party geht weiter …

Nachtrag

Passend dazu auch folgende Meldung:

Russlands Erdölproduktion hat ihren Zenit erreicht. Das sagte Leonid Fedun, Vizechef von Russlands größtem unabhängigen Erdölkonzern Lukoil, im Interview der Financial Times.

Quelle: Lukoil warnt vor sinkender Ölproduktion

Umgangssprachlich kann man das auch „Russian Peak Oil“ nennen. Wer ist als nächstes dran?

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Montag, 14. April 2008

Mit Geld-Ausgeben reich werden

Do you know of any person or any nation that ever spent its way to prosperity? Neither do we.

Quelle: Food, Fuel, and Finance: The Crisis of the Three Fs

Hebo?

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Montag, 14. April 2008

Magaluf dieses Jahr trocken?

Britons heading to Europe for their summer holidays will certainly feel the pinch. Those cervezas on the Spanish beach will be as expensive as anything in a London pub; […]

Quelle: In for a penny

Wenn ich mich an etwas bei meinem London-Besuch von Oktober 2007 erinnern kann, dann an die ungeheuer teuren Pints in The City. Schön, dass der Spiess diesen Sommer in Mallorca und auf Zypern umgekehrt wird …

Ach ja, der Bierpreis für das Oktoberfest 2008 in München ist … auch gestiegen.

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Montag, 14. April 2008

Auch Männer haben manchmal "Kopfschmerzen"

Das maskuline Imperium schlägt zurück?

Men are expected to want sex from puberty to death but, in reality, a man’s sex drive can fluctuate for all the reasons a woman’s can. It could be that he’s stressed, unhappy, tired or under pressure at work.

[…] One desperate entry reads, ‚I asked him if he wanted to fix the problem but he said he wasn’t bothered, and that at 43 he has had more than his „share“ of sex. This absolutely crucified me, especially as I’m not yet 30…‘

Quelle: Men’s sex-drive: where has it gone?

Und dann der übliche Ratschlag – nicht handeln, sondern reden (anscheinend sind auch Männer für diese Kommunikationsart empfänglich):

‚Don’t buy naughty knickers and sex toys,‘ she says. ‚Women often try to fix the bedroom first, when that’s rarely the cause. Whether it’s been two weeks, two months or two years since you last did it, if it bothers you, the best start is to tell him,‘ she says. ‚Ask if there’s anything he wants to talk about and tell him you miss it – tell him that you’re frightened.‘

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Sonntag, 13. April 2008

Falsche Hoffnung auf Hydrogen

Hydrogen wird ja gerne als die Lösung unserer Probleme mit den schwindenden fossilen Energieträgern gesehen. Doch halt:

[…] For example, an electrical current can split water into hydrogen and oxygen, but energy is needed to make that electricity. It might come from nuclear, solar, wind, geothermal, or whatever, but it has to come from somewhere.

[…] That said, you would never get any more energy out of burning the hydrogen than it cost you to make it in the first place.

Quelle: Why is hydrogen seen as a more viable energy source than wind or solar?

Wer sich mit den Hauptsätzen der Thermodynamik auskennt, weiss dies natürlich längst. Immer noch aber gibt es Leute, die Energie aus dem Nichts entstehen sehen …

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