Freitag, 24. Juli 2020

SARS-CoV-2-Immunität dank früheren Corona-Viren?

T-Zellen sind Lymphozyten. Die CD8+ sind besser bekannt als „Killerzellen“, welche von einem Virus infizierte Zellen zu entdecken und töten vermögen (sozusagen ein reaktiver Schutzmechanismus, im Gegensatz zum präventivem Schutz mittels Antikörpern):

It also showed that there are, in fact, people who have both CD4+ and CD8+ T cells that recognize protein antigens from the new coronavirus even though they have never been exposed to SARS, MERS, or the new virus. The paper speculated that this might be due to cross-reactivity with proteins from the “common cold” coronaviruses”, and raised the possibility that there might be a part of the population that has at least some existing protection against the current pandemic.

Quelle: New Data on T Cells and the Coronavirus

Sucharit Bakhdi hat im Grenzgänger-Interview mit Sky Dumont etwas ähnliches gesagt. Den genauen Fundort im Video weiss ich nicht mehr auswändig, aber Bakhdi versucht den Mechanismus sinnbildlich mit den „Händen“ und dem „Kopf“ des Virus zu vergleichen.

Falls sich dies wissenschaftlich bombenfest nachweisen lassen würde, würde das erklären, wieso hier nicht viel, viel mehr Leute richtig krank geworden oder gestorben sind. Und es würde die Wirkungen der anderen Vorsichtsmassnahmen wie Hände waschen, Lockdown und Maskenpflicht relativieren.

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Donnerstag, 16. Juli 2020

Digitec-Bestellungen aus dem öffentlichen Profil entfernen

(Da Galaxus auf derselben Shop-Plattform läuft, sollten auch Galaxus-Einkäufe auf demselben weg versteckt werden können)

Digitec bietet seinen Benutzern seit Jahren die Möglichkeit, gekaufte Artikel im persönlichen Profil öffentlich anzeigen zu lassen.

Ich habe zwar noch nie Sex-Toys bestellt und auch kein waffenfähiges Plutonium. Dennoch hat es mich gestört, dass in meinem öffentlichen Digitec-Profil von gefühlten tausenden Bestellungen aus mir unerklärlichen Gründen vier gekaufte Artikel angezeigt wurden. Wie diese um 2016 herum dorthin gelangt waren, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht war es wirklich ein Anwenderfehler und ich hatte dummerweise bei einer Bestellung das „publizieren“-Häkchen versehentlich aktiviert. Und dieses blieb dann für drei darauffolgende Bestellungen aktiv.

Auf jeden Fall wollte ich letztes Wochenende diese Bestellungen ein für allemal aus meinem öffentlichen Profil entfernen. Ich dachte schon, dass dies ein Fall für den EDÖB sei, doch der Digitec-Support hat mich auf die richtige Spur geführt.

Im Bestellarchiv gibt es in der Detailansicht jeder Bestellung — wahrhaft gut versteckt — das Häkchen. Deaktiviert man es (notabene: kein explizites speichern möglich), dann verschwindet der Artikel aus dem öffentlichen Profil.

Und so sieht das bei einem der Käufe aus:

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Freitag, 10. Juli 2020

Trump schafft in einem Monat, wofür Obama 12 gebraucht hat

In other words, the deficit for a single month under the “conservative” Trump was greater than the deficit for the entire last year of the “liberal” Obama.

Quelle: The American Empire Continues its Decline – Rogue Economics

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Freitag, 10. Juli 2020

Was bringen Corona-Vorschriften, wenn man sie nicht umsetzen will?

Okay, mein Lieber. Wir alle sind schon oft durch die Zollkontrolle am Euroairport. Auch bei der Einreise von ausserhalb des Schengenraums.

Erzähl uns also nicht solchen Bullshit, ihr könntet dort die Leute aus den Risikogebieten nicht erfassen.

Quelle: Herr Engelberger nervt um 10vor10

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Freitag, 3. Juli 2020

Maskenpflicht: Ja, aber …

Ich bin kein Fan von Masken, aber so ist es nun Mal.

Wo ich aber noch eine klitzekleine Frage habe: Wieso nur im ÖV? Will das BAG herausgefunden haben, dass die Ansteckungen der letzten Woche(n) grösstenteils im ÖV stattgefunden haben? Dann wäre die Massnahme gerechtfertigt. Hat man diesen Beleg aber erbracht und wissenschaftlich verifiziert? Ich weiss es nicht.

Ich hege meine Zweifel, wenn ich an all die Demos, illegalen und legalen Parties der letzten Wochen denke. Wären die Infektionen stattdessen grösstenteils auf solche Aktivitäten zurückzuführen, müsste man doch viel eher alle Demos und Parties verbieten.

Denn wir sollten in dieser Pandemie nun wirklich langsam in einen Modus kommen, wo man ganz gezielte, kleinräumig abgrenzbare Massnahmen ergreift um (1) einerseits Risikogruppen zu schützen und (2) andererseits nicht unnötig (asymptomatische) Virenschleudern zu produzieren. Den grossen Rest sollte man aber unbehelligt und sich wieder ihrem Leben widmen lassen.

Ich versuche es mit einem Vergleich: Wenn die Autofahrer auf der A1 nach der Raststätte Grauholz Richtung Zürich regelmässig zu schnell fahren (und mich das als Bundesrat stört) stelle ich den Blitzer auch nicht in der West-Umfahrung in Zürich auf.

Und zum Schluss noch dies: Meine Hoffnung ist, dass sich an den Demos, illegalen und legalen Parties vor allem junge, kerngesunde Menschen anstecken. Das treibt zwar die Infektionszahlen in die Höhe, sollte meiner Vermutung nach aber (1) weder zu überfüllten Spitälern, und schon gar nicht Intensivstationen (2) noch zu Toten führen.

Wir dürfen nicht vergessen: Die Schweiz zählt am 3. Juli 2020 offiziell 6 Corona-Tote, die bei ihrem Tod an/mit Corona unter 40 Jahre alt waren. 6 von 1966 entsprechen 0.3 Prozent aller Corona-Toten. Und: 6 von 31’938 entsprechen 0.018 Prozent aller positiv Getesteten (besser wäre natürlich, die 6 nur gegen die Zahl der positiv Getesteten unter 40 Jahren zu vergleichen; diese Zahl habe ich auf die schnelle aber nicht gefunden).

Äugen wir also auf die Situation in ein paar Wochen und drücken uns die Daumen.

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Freitag, 3. Juli 2020

Sechs Monate Corona-Statistiken, und immer noch nichts begriffen

Da ich die World In Data-Grafiken mittels IFRAMEs einbette, aktualisieren sie sich in Echtzeit. D.h. die Grafiken sehen am 3. Juli anders aus als am 4. Juli, oder 20. Juli, oder 31. Dezember 2020. Als ich den Artikel geschrieben haben, sahen die Grafiken so aus. Sind wir gespannt, was die Halbwertszeit meines Blog-Posts ist.

CNNs Quest Means Business von heute Donnerstag-Abend:

Kann man als Journalist machen, sagt der ganzen Welt damit aber primär, dass man eine Statistik-Pfeife ist.

Wenn man eine solche Grafik bringt, dann bitte positive Getestete relativ zur Einwohnerzahl. Und wenn man wirklich die Auszeichnung ergattern möchte, legt man noch die Zahl der Tests darüber (denn es gilt auch hier: „Wer sucht, der findet“).

Dank Our World in Data kann man sich etwas ansatzweise davon zusammenklicken:

Wer ist der Spitzenreiter mit positiv ausfallenden Tests pro Tag? Die … haltet euch fest … Schweiz! Am 28. März mit 160 positiv Getesteten pro Million Einwohner. Die USA sind heute erst bei 158 positiv Getesteten pro Million Einwohner. Doch die USA könnten uns in den nächsten Tagen den unrühmlichen Rang abjagen.

Die Frage ist eigentlich nur noch, ob die Zahlen der positiv Getesteten gerade am durchstarten sind und in den nächsten Tagen durch die Decke gehen, oder ob die Kurve dann abzuflachen beginnt. So wie es in all den anderen dargestellten Ländern auch der Fall war.

Und jetzt nehmen wir noch eine logarithmische Skala:

Ich habe keinen Weg gefunden, die Tests darüberzulegen, deshalb in einer separaten Grafik:

Die USA testen derzeit doppelt soviele Personen pro Tausend Einwohner als es die Schweiz macht. Für mich nachvollziehbar, dass man dementsprechend auch mehr Infizierte findet.

Meine Einschätzung: Not great, not terrible.

Ich persönlich schaue wenn überhaupt gelegentlich nur noch folgendes Diagramm an:

Ich schreibe Schweden und Amerika dann ab, wenn deren Linien die Skala gegen oben markant sprengen.

PS: Vergleicht man die Länder auf einer logarithmischen Skala, sind die Unterschiede noch viel weniger markant:

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Sonntag, 28. Juni 2020

Corona in Schlachtbetrieben (und wie die Medien weiter Panik schüren)

Zurück von einer Woche Urlaub am wunderschönen Achensee (wo man glücklicherweise einen extrem pragmatischen Pandemieschutzansatz fährt), zurück in die Corona-Medienhölle der Schweiz:

Corona-Fälle auch in Schweizer Schlachtbetrieb

Dies vermutlich als „Antwort“ auf die „Schreckensmeldungen“ der Berufskollegen aus Deutschland, die von Masseninfektionen in Schlachtereien, allen voran Tönnies, berichten. „Challenge accepted!“, werden sich die Tx-Journis gesagt haben.

Vielleicht wird ja ein Entscheider in Deutschland Herrn Professor Streeck vorbeischicken, um eine Studie über die verseuchte Tönnies-Fleischfabrik zu machen (analog zu seiner Heinsberg-Studie). Was auch immer dieses wissenschaftliche Papier zu Tage fördern würde — Panik ist eindeutig fehl am Platz:

In den Schreibstuben hat sich offenbar die Erkenntnis immer noch nicht durchgesetzt, dass man anstelle über die Zahl an Infizierten („75% mehr neue Fälle in der Schweiz als in der Vorwoche“ — Hintergedanke: Habt Angst! Und klickt mich, wir brauchen die Klicks und Werbeeinnahmen!) doch eigentlich über die aktuelle Zahl der Patienten im Spital (im Kanton Bern: genau eine Person) sowie davon solche auf der Intensivstation (im Kanton Bern: 0) sowie die Entwicklung der Zahl der Toten (trotz Unlockdown seit Wochen schweizweit (!) um 0 herum dümpelnd) melden sollten. Und wenn man die Zahl der Neu-Infizierten nun wirklich bringen will, dann bitte immerhin in Relation zur Anzahl der Tests!

Angewendet auf die Schlachtbetriebe:

  • Bern:

    […] Anfang Mai […] Der zur Ernst Sutter AG gehörende Fleischverarbeiter Reber in Langnau im Emmental […] 16 positiv getestete Mitarbeiter. […] Mittlerweile sind alle Betroffenen wieder gesund und an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt.

  • Gütersloh:

    1331 Tönnies-Mitarbeiter infiziert – fünf liegen auf der Intensivstation

    Quelle

Schlussfolgerung (unnötig für diejenigen Mitbürger, welche das selbständige Denken und ihre Mathematikfähigkeiten noch nicht vollständig an Journalisten outgesourct haben): Würden wir Mitarbeiter ALLER Schlachthöfe Europas testen, würden wir vermutlich eine riesige Zahl an Infizierten und/oder von Mitarbeitern mit SARS-Cov-2 Antikörpern finden. SARS-CoV-2 scheint es in solchen Industriemilieus (aus noch wissenschaftlich zu klärenden Gründen) zu gefallen.

Doch das Zwischenfazit müsste ein anderes sein: 100 Prozent der „Fallstudie“ Langnau i.E. haben Corona überlebt und arbeiten wieder. Mindestens 99.6 Prozent der (infizierten) Schlacht-Mitarbeiter in Gütersloh haben Corona überlebt, und ich drücke den fünf Personen auf der Intensivstation alle Daumen, dass sie die Infektion überleben. Sie haben das Glück, in einem der besten auf Corona gewappneten Gesundheitssysteme der Welt behandelt zu werden. Ich denke nicht, dass sie in ihren Heimatländern bessere Überlebenschancen gehabt hätten.

PS: Bewusst lasse ich die wirtschaftlichen Konstrukte mit Subunternehmen und Leiharbeitern aus Osteuropa hier vor; falls diese prekären Umstände den Bürger mehr stören als teures Fleisch, müssen sie mittels Proteste (fühlt sich gut an, hat vermutlich aber null Effekt) und Wahlen (äusserst effektiv, sofern die Mehrheit sich daran stört) Gegensteuer geben.

Ich persönlich kaufe wann immer möglich Schweizer Fleisch. Wir haben zwar schon vereinzelt Shopping-Ausflüge über die Grenze gemacht, wehre mich aber jedes Mal mit Händen und Füssen, wenn die bessere Hälfte im Kaufland deutsches Müllfleisch in den Warenkorb legt.

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Samstag, 13. Juni 2020

Vaclav Havel definiert „Post-Totalitär“

„Within the system, every individual is trapped within a dense network of the state’s governing instruments…themselves legitimated by a flexible but comprehensive ideology, a ’secularized religion’…it is therefore necessary to see, argued Havel, that power relations…are best described as a labyrinth of influence, repression, fear and self-censorship which swallows up everyone within it, at the very least by rendering them silent, stultified and marked by some undesirable prejudices of the powerful…“

Quelle: The Power of the Powerless

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Samstag, 13. Juni 2020

NZZ Standpunkte: Medizin-Ethik in der Corona-Pandemie

Leben und sterben mit Covid-19 – Wie schaffen wir das?

Die knapp einstündige Sendung wurde mir von einem Bekannten empfohlen. Ich habe sie mit youtube-dl heruntergeladen und dann während dem Rudertraining mit dem Mediaplayer Infuse 6 auf meinem iPad mit 1.75-facher Geschwindigkeit geschaut (meiner Meinung nach die Mindestgeschwindgkeit, die man wählen sollte — mehr Zeit ist das Gespräch nicht wert).

Was ich mitgenommen habe:

  1. Eine Patientenverfügung ist eine äusserst gute Sache und sollte in gesunden und unbeschwerten Zeiten verfasst und mit dem Partner und einem (geschulten?) Arzt besprochen werden.
  2. Das radikale Besuchsverbot in Alters- und Pflegeheimen war ganz klar ein Fehler des Bundesrats und des BAG (aus meiner Sicht: einer von vielen). Es war wissenschaftlich nicht rechtfertigbar, und hat viel Leiden ausgelöst (ein Corona-Kollateralschaden mehr).
  3. Generell sollten deutlich mehr evidenzbasierte Entscheide gefällt werden, ein Mittel dabei sei der „Rapid Review“ von wissenschaftlichen Artikeln.
  4. Eine breit abgestützte Task Force sofort einberufen. Meine Ergänzung: Bitte lasst die Viro- und Epidemiologen mit narzistischen Persönlichkeitsstörungen aussen vor. Mir scheint es als gäbe es eine sehr starke Korrelation zwischen der Berufswahl und der Geilheit auf Medienauftritte.
  5. Sterbenskranke Ärzte ziehen es vor, nicht im Spital zu sterben, sondern zu Hause (Palliativmedizin). Das sind die Experten, haben viele auf dem letzten Weg begleite — und genau das sollte uns zu denken geben.

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Samstag, 13. Juni 2020

Geniales Unboxing-Video

Die Qualität, die Musik, der Schnitt …

… im Gegensatz zu den Kommentaren unter dem Video gehe ich bei meinem derzeitigen Wissensstand davon aus, dass die Räder für den neuen Mac Pro die $699 tatsächlich wert sind.

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