Archiv November 2009

Donnerstag, 12. November 2009

Der wahre Grund hinter Ali Kebap

Die ganze Schweiz kennt ihn mittlerweile: Den Kebapbrater, den Hotelbesitzer und Pilot in Personalunion: Ali! Mit dieser schweizweiten Plakataktion zeigt die APG wieder einmal die bleibende Wirkung von Plakatwerbung auf.

Sollte man deshalb der Marketingabteilung des Unternehmens gratulieren? Nun, ich vermute seit Beginn der Kampagne, dass dahinter mehr steckt als reine Eigenwerbung.

Ein Blick in die Tagespresse und die Wirtschaftsblätter der Nation bestätigen meinen Eindruck:

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) wappnet sich mit einer Reorganisation für die anhaltende Krise am Werbemarkt. Dabei fallen in der ganzen Schweiz 20 Vollzeitstellen weg.

Quelle: APG baut 20 Stellen ab

Schlussendlich ist Ali also nicht viel mehr als ein Platzhalter für Plakatwerbung, die schlicht und ergreifend nicht mehr geschaltet wird. APG wäre ja sonderlich blöd, wenn man bei einer riesigen Nachfrage nach Plakatfläche das Angebot künstlich verknappen würde. Ali hat höchstens interne Verrechnungen im Konzern zur Folge, ohne dass irgendeine Wertschöpfung stattfindet.

Natürlich kann man nun argumentieren: Aber der Bekanntheitsgrad der APG steigt doch mit dieser Aktion! Veto — ein Unternehmen, dass 75 Prozent Marktanteil hält, hat Eigenwerbung wohl kaum nötig.

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Donnerstag, 12. November 2009

Vista stabiler als Mac OS X

We’ve significantly improved the graphical user interface, but it’s built on that very stable core Vista technology, which is far more stable than the current Mac platform, for instance.

Quelle: AppleInsider | Microsoft official admits Windows 7 design inspired by Mac OS X

Der glaubt wohl tatsächlich, was er da rumposaunt … Rock Solid Unix — BSD mit Mach Microkernel, sag‘ ich als Mac-Verfechter nur.

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Sonntag, 8. November 2009

Computerspiele sind unschädlich!

“Computer games don’t affect kids; I mean if Pac-Man affected us kids, we’d all be running around in darkened rooms, munching magic pills and listening to repetitive electronic music.”

Quelle: Facebook | Alison M. …

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Sonntag, 8. November 2009

Die Deutschen — ein Volk von Schnäppchenjägern

In Deutschland ist die Spezies der Schnäppchenjäger laut Konsumforschern wesentlich stärker verbreitet als in anderen Ländern. «In Deutschland steht der Preis immer im Mittelpunkt, wenn das Geschäft angekurbelt werden soll. Durch die Dauerberieselung mit solcher Werbung auf allen Kanälen sind die Deutschen zu Schnäppchenjägern erzogen worden», sagt Manfred Twardawa von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Quelle: Das Land der Schnäppchenjäger (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

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Samstag, 7. November 2009

Überbevölkertes Indien

„What happens if India trains all these talents and then they leave the country?“ – The answer was: „What happens, if India doesn’t train all these talents and they stay in the country?“.

Quelle: Facebook | Christoph Burgdorfer is at NASSCOM …

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Samstag, 7. November 2009

Geschenk an die nächste Generation

We might also say that there is something tawdry about insisting that modern living standards are not negotiable and must be preserved with high public sector debt. In effect, today’s policy makers are saying to the future, „Our current well-being and comfort is more important than any debt you may have to repay. We refuse to live within our means because it would inconvenience us to do so. We are too lazy and selfish to recognise our financial mistakes and pay for them. We’re going to leave that to you. Suckers!“

Quelle: More Money in Cash Right Now Than Equity in U.S. Companies

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Samstag, 7. November 2009

IT-Departemente des 21. Jahrhunderts

I was frustrated that we continually kept creating new documentation within the department, and that our servers were always filled lots of outdated and bloated Microsoft Office documents.

Quelle: Implementing an internal wiki – Dan Collins on the Powerhouse’s rollout of Confluence

IT-Departemente, die auch heute, 2009, noch eine solche dateibasierte Dokumentation in proprietären Dateiformaten pflegen, müssen schlichtwegs die schlimmsten IT-Arbeitsplätze dieser Welt sein. Keine 1’000 Pferde würden mich dazu bewegen, zu einer solchen Bude arbeiten zu gehen.

Besitzt ein IT-Departement ein anständiges Wiki, welches von seinen Mitarbeitern gehegt und gepflegt wird, ist das nicht zuletzt auch ein Ausdruck einer fortschrittlichen, offenen und ergebnisorientierten Firmekultur.

Nachtrag

Im selben Artikel kommt auch eines der von mir am heissesten geliebten CMS unter die Räder:

However, I found that Drupal required a large investment in time to understand how all the various components and plugins fitted together. Whilst Drupal is a very flexible tool and there was never just one particular way to achieve what you were after – which has its benefits -but also posed a number of difficulties.

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Mittwoch, 4. November 2009

Wer hat keine psychische Störung?

Pro Jahr werden im Kanton Zürich rund 4000 jugendliche Straftäter verurteilt. Rund 80 Prozent davon haben eine psychische Störung, sagen Experten.

Quelle: Wir müssen noch einmal 2000 Sozi-Psychiater und -‚Arbeiter‘ anstellen | Snoop InfoSystems

Das erinnert mich an den Spruch „If all you have is a hammer, everything looks like a nail!“. Und an dieses Experiment, das man in den USA vor einigen Jahrzehnten durchgeführt hat: Freiwillige, völlig gesunde Menschen opferten sich im Namen der Wissenschaft und liessen sich in psychiatrische Anstalten einweisen, indem sie sich als geistig gestört auswiesen. Jeder (?) wurde behandelt, und bei jedem (?) Probanden wurde eine psychische Störung diagnostiziert.

Aber das ist halt so im medizinisch-psychologischen Metier: Lieber nicht zum Doktor gehen, denn der findet bestimmt immer irgendwas, was nicht stimmt.

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Dienstag, 3. November 2009

Adobe motzt auf dem iPhone

Adobe sucks at programming, then apple told them they sucked at programming.

Quelle: Adobe UI Gripes

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Dienstag, 3. November 2009

SVP will die Schweiz autark machen

Ernährungssouveränität? Spinnen die?

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Nehmen wir die SVP zum Nennwert

Als angehender Historiker, der in seiner Lizentiatsarbeit („Missernte 1916/17 in der Schweiz“) auch ausführlich auf den Selbstversorgungsgrad der Schweiz im Ersten Weltkrieg eingegangen ist, musste ich gestern ob den Worten Toni Brunners den Kopf schütteln. Egal was der St. Galler Bauer und SVP-Parteipräsident raucht, er sollte schleunigst damit aufhören!

Gerade er als (Meister?)Landwirt sollte doch um Gottes Willen wissen, wie viel die Schweiz ihres Grundbedarfs an Nahrungsmitteln importieren muss. Damit nicht genug, hinzu kommen riesige Mengen an Treibstoff, Dünger, Pestiziden und Futter, die offensichtlich auch Bauern geflissentlich aus ihrer Rechnung ausblenden.

Man muss sich nun wirklich nicht lange mit der industrialisierten Landwirtschaft auseinandergesetzt zu haben, um zu realisieren, dass die Schweiz schon nur ohne fossile Energieträger (damit meine ich aber nicht nur Diesel für die Traktoren, sondern auch Grundbausteine von Dünger) landwirtschaftstechnisch komplett am Arsch wäre.

Hinzu kommt, dass wir Unmengen an sogenannt veredelten Nahrungsmitteln produzieren (Milch, Käse, Fleisch). Für eine tierische Kalorie herzustellen, sind zwischen 5 bis 10 pflanzliche Kalorien nötig. Um die Ernährung von 7 Millionen Menschen auch nur annähernd sicherzustellen, müssten wir folglich allesamt über Nacht zu Vegetariern mutieren, um die Verschwendung von Getreide, Mais etc. an Nutztiere zu stoppen.

Etwas, was das letzte Mal im Zweiten Weltkrieg versucht wurde. War Wahlens Anbauschlacht ein Erfolg? Wenn man die Mythisierung der geistigen Landesverteidigung von der Anbauschlacht abschält, bleibt

Immerhin stieg der Selbstversorgungsgrad von 52% auf 59%, verbunden allerdings mit einer Senkung der durchschnittl. Kalorienmenge pro Person von 3’200 auf 2’200 kcal.

7 mickrige Prozent! Es darf angenommen werden, dass der Selbstversorgungsgrad des Landes heute noch viel niedriger liegt.

Was gedenkt also die SVP zu tun? In meinem Bücherregal habe Herbert Backes „Um die Nahrungs-Freiheit Europas“ stehen. Erschienen 1943 — im Dritten Reich. Ob die dort angepriesen Lösung für das Problem der Nahrungsmittelknappheit („Lebensraum im Osten“) von unserer SVP wirklich verfolgt werden möchte, wage ich zu bezweifeln.

Auch ein Strukturwandel hin zu pflanzlichen Erzeugnissen wäre im derzeitigen „Agrarfreihandel“ reiner Selbstmord — Schweizer Bauern können auf Grund der Kleinräumigkeit der Höfe und des Landes nun mal nicht zu den Preisen Getreide produzieren, wie es die USA oder Argentinien tun.

Ich bin also gespannt, welches Patentrezept die SVP aus dem Ärmel schütteln wird.

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