Freitag, 13. Februar 2015

Track & Trace der Post mit zwei grossen Schnitzern

Wie man Empfängern einer Postsendung die URL zur Track & Trace-Funktion generiert, habe ich hier bereits erläutert.

Doch die Funktion bietet noch etwas äusserst nützliches mehr: Wer auch immer die Track & Trace-Nummer einer Sendung kennt, kann auf ebendieser Web-Site seine E-Mail-Adresse erfassen und wird in der Folge über jede Status-Änderung der Sendung informiert.

Leider haben die Web-Entwickler der Post bei diesem Feature zwei grobe Böcke geschossen:

  1. Eine E-Mail-Adresse kann unzählige Male registriert werden. Nun gut, nicht weiter schlimm mag der Web-Entwickler denken — dann fügt die Post Einträge halt mittels INSERT IGNORE oder INSERT REPLACE in die Datenbank ein. Denkste. Wenn ich meine E-Mail-Adresse zehnmal abspeichere, erhalte ich für jede Statusänderung zehn identische Mail. Das Problem wird dadurch noch verschäft, dass ich bei der Registrierung einer E-Mail-Adresse keine visuellen Hinweise erhalte, dass die Hinterlegung der E-Mail-Adresse auch wirklich geklappt hat. Deshalb habe ich es bereits mehrere Mal geschafft, meine Adresse drei Mal zu registrieren, bis ich feststellen durfte, dass die Speicherung längst durchgeführt worden war.
  2. Obwohl einem der Erläuterungstext zur Captcha-basierten Turing Tests weismachen will, dass man zwei Wörter erkennen und eingeben muss, geht es (mittlerweile?) nur noch darum, Hausnummern auf Photos eines Google Street View-ähnlichen Dienstes zu erkennen (Google Street View scheint dieses Vorhaben mit viel wissenschaftlichen Hirnzellen und Hardware automatisiert zu haben). Ich frage mich, wie viele Leute beim Anblick dieses Captchas gerätselt haben, wo auf dem Photo überhaupt irgendein Wort abgebildet sein soll?

Post Track Trace Captcha

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Freitag, 13. Februar 2015

Swissleaks im us-amerikanischen TV

Ironisch, aber eine britische Bank mit Ableger in der Schweiz hat es auf Grund ihrer Geschäftspraktiken in die us-amerikanischen Medien geschafft:

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Donnerstag, 12. Februar 2015

Komplexe Zeilen in Word-Tabellen einfügen

Auf der Arbeit muss ich für Prüfberichte regelmässig mehrere komplexe Tabellenzeilen in eine bestehende Word-Tabelle einfügen. Die erste und zweite Zeile enthalten je drei Spalten, gefolgt von einer dritten Zeile, deren Spalten zu einer einzigen grossen Zelle zusammengeführt sind.

Diese Kopieraktion tönt leichter als sie tatsächlich ist; das Frustrationspotential ist riesig und lässt einen an seinen PC-Fähigkeiten zweifeln.

Folgender Tipp half mir schlussendlich auf die Sprünge:

So if you do NOT use Paste Special but simply paste (Ctrl+V), you can put your cursor in the first empty cell (top left) of even a 1-row destination table (the whole row empty), and then paste your 300 rows of content and it will transfer just fine.

Quelle: Word tip – Copy/pasting rows from one table to another

Ich wählte also die drei Zeilen aus, und zwar so, dass die Selektion über das Zeilenende hinaus angezeigt wurde. Wer Absatzmarken anzeigen lässt sieht, wie die Selektion das sonnenähnliche Symbol umfasst. Anschliessend kopierte ich die Zeilen mittels Ctrl+C. Als nächstes fügte ich an der einzufügenden Stelle zuerst eine neue, leere Zeile ein. Ich platzierte den Cursor ganz an den Anfang in dieser Zelle. Und dann betätigte ich Ctrl+V – und siehe da, es klappte. Die Zeilen wurden in der korrekten Dimension und Reihenfolge eingefügt.

Wer hingegen eine der vier Einfügeoptionen anwendet, wird es nicht hinbekommen – entweder erhält man eine verschachtelte Tabelle eingefügt, nur der Inhalt der ersten kopierten Tabellenzeile wird eingefügt, oder schlussendlich verschiebt sich die ganze Tabellenspalten einfach gegen rechts und zerschiessen die Tabelle.

Microsoft – halleluja!

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Donnerstag, 12. Februar 2015

Sprösslinge von Dynastien auf Abwegen

Conrad Hilton III., Bruder von Paris Hilton, eifert offenbar Carl Hirschmann (Sohn eines schweizerischen Privatjet-Tycoons) nach – mit Urgrossvater Hiltons (Hotel-Tycon) Geld lebt es sich eben unbeschwert, und Manieren muss man auch keine kennen, wenn man sich „von“ nennen darf:

Wenn ich von diesen traurigen Gestalten höre, kommt mir jedes Mal Bismarcks sel. Spruch in den Sinn:

Die erste Generation verdient das Geld,
die zweite verwaltet das Vermögen,
die dritte studiert Kunstgeschichte
und die vierte verkommt vollends.

Otto von Bismark

Quelle: Aphorismus zum Thema: Generation

Der Glauben an dieses Zitat hilft mir, solche Klatschnachrichten nur kurz zu beachten: Wie Bismarck bin ich überzeugt, dass das Problem sich selber lösen wird – man braucht nur noch einige Dekaden Geduld.

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Donnerstag, 5. Februar 2015

Wenn Social Media in die Hosen geht

Am 21. Januar 2015 fand ich als Facebook-Fan der Schweizerischen Bundesbahnen folgenden Post in meiner Timeline wieder:

SBB Social Media Fail

Social Media-„Experten“, die mit diesem Titel ihr tägliches Brot verdienen („Hey, auch diese Leute haben Frau und Kinder zu ernähren!“, ist man versucht zu sagen), werden diesen „Unfall“ zu ihren Gunsten auslegen und lauthals fordern, doch gefälligst das Social Media-Team bei den SBB aufzustocken, in Schicht-Arbeit einzuteilen und ein 24/7 Pikett zu organisieren.

Oder aber man macht einen Schritt zurück und überlegt sich zuerst, ob dieser Social Media-Schmarren einen einzigen Franken mehr in die Kassen des Unternehmens spült — notabene nach Abzug der Löhne der Social Media-„Experten“, den Sozialabgaben und den Fringe Benefits wie GA, womit noch mehr SBB-Mitarbeiter unnötigerweise die Züge verstopfen, weil diese nicht an ihrem Arbeitsort wohnen können oder wollen.

Und dann stampft man die Facebook-Seite ohne grosses Tamtam ein und fokussiert den zeitlichen und finanziellen Aufwand wieder auf Rollmaterial und Trassees.

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Donnerstag, 5. Februar 2015

Swiss und Skiplagged

Vor einigen Wochen wurde publik, dass United Airlines und Orbitz Skiplagged, die Suchmaschine für günstige Flugtarife, verklagt haben.

Skiplagged funktioniert anders als die üblichen Suchmaschinen für Flugpreise: Die Web-Site hat sich darauf spezialisiert, dem Reisenden Flüge mit mehreren Zwischenhalten zu verkaufen, obwohl der Reisende schlussendlich nicht alle sog. „Legs“ eines Flugplans abfliegen wird. Wieso? Airlines verkaufen Flüge mit einem Zwischenhalt an einer populären Destination teilweise günstiger, wenn der Flug zum finalen Reiseziel schlecht ausgelastet ist.

Imaginäres Beispiel: Ein Direktflug von Los Angeles nach Paris kann äusserst teuer sein — doch wenn man mit demselben Ticket einen Anschlussflug von Paris nach Marseille bucht, könnte man plötzlich weniger bezahlen als der Direktflug. Paradox, aber so funktioniert die kommerzielle Luftfahrt.

Zwei Haken:

  • Da man an einer Zwischenstation aussteigen wird, darf man kein Gepäck aufgeben. Dieses wird sonst an den Zielort transportiert, während man den Flughafen an der Zwischenstation längst verlassen hat. Internationale Flüge nur mit Handgepäck zu bestreiten erachte ich nun wirklich nicht als mein Ding, weshalb meines Wissens Skiplagged eher auf den Flugverkehr innerhalb der USA abzielt.
  • Hin- und Rückflug müssen als separate Tickets am besten mit separaten Airlines gebucht werden. Erwischt eine Airline nämlich den flunkernden Reisenden, erlauben es die Vertragsbedingungen, alle verbleibenden Flüge der Flugbuchung verfallen zu lassen.

Dass gerade der letztere Punkt keine leere Drohung ist, zeigen die Vertragsbedingungen, welche ich kürzlich bei einer Buchung bei Swiss vorfand:

Swiss Skiplagged

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Dienstag, 3. Februar 2015

Stereotypische Narzissten in Hollywood-Filmen

Wer sich mit tiefer dem Thema Narzissmus auseinandersetzen möchte, sei auf folgende zwei YouTube-Videos des Psychologen Joseph Burgo verwiesen, in welchen er einige Hollywood-Filme vorstellt, die sich um den psychischen Missbrauch durch Narzissten drehen:

Narcissistic Mothers Part I

Narcissistic Mothers Part II

Die erwähnten Filme sind:

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Dienstag, 3. Februar 2015

In der Geiselhaft der Schönheitsideale

Despite eating a dairy-free organic diet, doing yoga, regular exercise, sugar-free, gluten-free, taking fish oil and probiotics regularly and using natural, organic high-quality skin care products my skin is constantly breaking out.

Quelle: Still hoping it might change my skin!

Wenn ich lese, wie einige (weibliche) Zeitgenossinnen in der Geiselhaft der geltenden Schönheitsideale dahinvegetieren, geniesse ich es, meine „Kosmetika“ an einer Hand abzuzählen: Axe Shock Duschgel, Gillette Basis Rasierschaum, Nivea Men Sensitive After Shave Balsam, Speed Stick Fresh Antiperspirant Deodorant Fresh Great Clean, Carolina Herrera 212 Men. Meine Haut ist rein, die noch verbleibenden Haare finde ich gesund und ich fühle mich fit. Seit ich Vollzeit arbeite (Juli 2011) war ich höchstens einen halben Tag krankgeschrieben; mein Immunsystem scheint auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit zu sein. Zudem esse und trinke ich, was mir gerade so gefällt – Hauptsache nichts veganisches oder etwas, das drüben in Hollywood bei den Trophy Wives gerade populär ist (Stichwort: Atkins? Gluten Free? Leckt mich doch). Und, ganz wichtig, habe mein Äusseres so akzeptiert, wie es nun einmal ist.

Nebenbei: Ich kann mir den Gedanken nie verwehren, dass auch hier hauptsächlich einmal eine riesige Industrie dahintersteht, die kräftig an den (gefühlten) Macken des „schwachen“ Geschlechts mitverdient.

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Sonntag, 25. Januar 2015

OneNote 2010 extrem langsam

Da ich bei meinem Arbeitgeber faktisch gezwungen bin, in einem Microsoft-Umfeld zu arbeiten, bin ich auch mit Microsofts OneNote in Kontakt gekommen. Und für einmal muss ich festhalten, dass diese Software eigentlich noch ganz OK ist. Ich verwende sie wie ein Wiki, um mit Arbeitskollegen Infos zu laufenden Prüfungen aufzuzeichen, u.a. Interview-Notizen.

Mitte letzter Woche äusserte sich plötzlich das Problem, dass OneNote 2010 bei der Niederschrift von Notizen äussert träge reagierte — teilweise dauerte es eine oder zwei Sekunden, bis ein betätigter Buchstabe auf dem Bildschirm erschien. Im Task Manager, welchen ich zu Analyse-Zwecken parallel geöffnet hatte, konnte ich sehen, dass die CPU-Auslastung des Prozesses auf bis 25 Prozent anstieg.

Ich googlete herum, konnte aber für einmal nicht wirklich hilfreiche Tipps finden. Aus Verzweiflug heraus sprach ich den Bürokollegen an und bat ihn um Hilfe. Sein Vorschlag, doch alle nicht benötigten Notizbücher zu schliessen, erwies sich als goldrichtig. Als ich nämlich halbwegs durch die Liste durch war, entdeckte ich das Übel: Ein Notizbuch enthielt hunderte Kind-Elemente. Dies deshalb, weil offenbar jemand eine ZIP-Datei voller Screenshots in den Notizbuch-Ordner entpackt hatte. Jedes Bild wurde als Notizbuch-Element angezeigt.

Nebenbei: OneNote 2010 scheint offenbar so schitter programmiert zu sein, dass bei jedem Tastendruck alle Notizbücher neu eingelesen respektive auf Veränderungen gescannt werden.

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Sonntag, 25. Januar 2015

20 Minutens „Friday“-Song

Letzte Woche waren Stephanie und ich im Kino und haben uns an der Carte Bleue Night die Vorpremiere von The Imitation Game — ein exzellenter Streifen, der nach Big Bang Theory und BBCs Sherlock wieder einen Geek (Autisten?) in der Hauptrolle hat, perfekt gespielt von Benedict Cumberbatch — den Star Trek-Fans unter uns auch bekannt aus Star Trek: Into Darkness in seiner Rolle als Übermenschen Kahn Noonian Singh.

Item. Im Vorspann zum Film zeigte 20 Minuten mal wieder eine Werbung für ihr Ausgeh- und Fashion-Magazin Friday. Und dieses Mal entschied ich mich, den Song ausfindig zu machen, welcher den Clip untermalt — und ihn dann zu kaufen. Doch das ist gar nicht nötig, denn 20 Minuten bietet den Song kostenlos zum Download an:

«Friday Child»: Der Song als Gratis-Download! (Direktlink)

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