Donnerstag, 9. Juli 2009

Tilllate konkurs

Auf Drängen hin von gleich zwei voneinander unabhängigen Tippgebern mache ich hier noch die formelle Mitteilung, dass eine Firma namens tilllate management SA zu Beginn dieses Monats konkurs gegangen ist:

Aguna AG

Adliswil (ZH)

Übersetzungen des Firmennamen

  • tilllate management Ltd
  • tilllate management SA

Mit Verfügung vom 01.07.2009 hat der Konkursrichter des Bezirksgerichts Horgen über die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 01.07.2009, 08.00 Uhr, den Konkurs eröffnet; demnach ist die Gesellschaft aufgelöst.

Quelle: Aguna AG in Liquidation

(Bemerkenswert, dass die Firma im Februar 2009 von tilllate management AG nach Aguna AG umbenannt wurde – wollte man damit weniger Aufmerksamkeit auf sich lenken? Vielleicht auch einfach nur um zu verhindern, dass ein blöder, kleiner Blogger einen Artikel mit „Tilllate konkurs“ betitelt … *zwinker*)

Keine Angst, liebe Züricher Partyszene – ihr könnt euch weiterhin im Indochine oder Kaufleuten ablichten lassen. inside-it hat am Tag der Konkurseröffnung bereits verdeutscht, was uns die Firma und das Handelsamtsblatt eigentlich mitteilen wollten:

Die im Jahr 2000 in der Schweiz gegründete Nightlife-Site Tilllate hat nach „intensiver Suche“ einen Abnehmer für ihre internationalen Ableger gefunden. Das internationale Geschäft und die Markenrechte für alle Länder ausser der Schweiz und Liechtenstein werden vom schottischen Konkurrenzunternehmen Equitate übernommen. Die Schotten sind Besitzer des Nightlife Magazins „M8 Magazine“.

In der Schweiz und Liechtenstein wird die Site weiterhin von der Tilllate Schweiz AG, die seit Januar dieses Jahres zum Tamedia-Verlag gehört, betrieben.

Quelle: Tilllate wird internationales Geschäft los

Bye bye, multinationales Tilllate. Dabei ergeht es Tilllate in etwa wie Rivella, welche vor einiger Zeit in England und den USA Fuss fassen wollte. (die BWLer verloren trotz dieses Misserfolgs keine Zeit und lancierten gleich die nächste Schlappe: Rivella Gelb) Einige Schweizerische Unternehmen sind von Marketing-Fuzzis und BWLer einfach falsch beraten, wenn sie den Sprung ins Ausland wagen – und grandios scheitern. Lieber sollte man seine Fähigkeiten auf den lokalen Markt konzentrieren statt sich international zu verzetteln.

Doch unter uns gesagt gelingt Tilllate selbst die nationale Präsenz mehr schlecht als recht. Zu lange ist man mit dem uralten Design von 2000 unterwegs gewesen, zu lange hat man vor sich hingewurstelt, anstelle Innovationen auf den Markt zu bringen. Kein Wunder, dass Facebook kam, sah und siegte. Bestes Indiz: Hat Facebook einen „tilllate connect“-Knopf prominent auf seinen Seiten? Eben …

Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das Geschäft mit der Ankündigung von Parties und der Publikation von Partyföttelis den durch die Wirtschaftskrise veränderten Bedingungen weiter anpassen wird.

Totgeschwiegen?

Wieso erschien der Konkurs nicht als Eilmeldung auf meinem Blog? Nun, momentan widme ich mir der Lektüre meiner Lizentiatsprüfung, die ich im Herbst absolvieren werde. Dies hat momentan die höchste Prioritätsstufe.

Abgesehen davon: Ich habe den „Markt“ für schweizerische Partyfötteli-Flirt-Kindergarten-Communities längst als tot erklärt, weshalb ich meine Zeit nicht mehr mit Artikeln über dieses Web-Segment vergeuden möchte. So fand auch das erst kürzlich veröffentlichte Tilllate-Redesign (ja, der Murks vom letzten Oktober (2008) musste schon überarbeitet werden) keine Erwähnung hier. Auf den Punkt gebracht: Das Redesign macht sicherlich einiges Besser, doch das reicht im Zeitalter von Facebook halt einfach nicht mehr.

Tags: ,
Labels: Medien, Schweiz, Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 9. Juli 2009

Im Gold-zu-Schulden-Verhältnis sind wir Spitze!

What nation has the best gold/debt ratio? Switzerland. It has only twice as much in government debt as it has in gold.

Quelle: War Between the Uighurs and Han Chinese

Labels: Schweiz, Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 8. Juli 2009

Bill O’Reillys Reality Check muss einem Fact Check unterzogen werden

Eigentlich könnte man meinen, dass Bill von der Schweizerischen SVP eingeladen worden wäre (beide haben die Ideologie in etwa auf derselben Bühne), doch dann würde er doch nicht derart schmeichelhaft über unser Land sprechen:

I was in Switzerland last week and I did not see any litter on the street. Let me repeat: I drove hundreds of miles there was no litter anywhere. Switzerland is the cleanest country in the world.

And I went there to look at the Swiss environmental approach. The place is stunning! There are 7.5 … there are 12.5 I should say million people living in Switzerland … 22 % foreign born but apparently they are all greens according to environmental performance index. Switzerland is Number 1 in the world.

Health care is mandatory for the Swiss, but the government does not pay. And the worker, and the company that he works for, do. However the poor receives subsidies from the government, you can choose your own doctor there.

Retirements also funded by workers, not by the government. By law, retirement contributions are deducted from all pay checks. Companies are also required to pay into retiree accounts.

If you want to become a Swiss citizen … they don’t want you! It takes 12 years or longer and you can be rejected without a reason. If you sneak in there, they’ll boot you right out.

Income taxes top out at 40 %, just about like here. There are a number of other taxes, like here. But very little poverty, not like here. Only 3 % of Swiss citizens run on welfare.

So the country works and our leaders should be studying it. They should also stay at the Palace Hotel in Gstaad – it’s a great place.

Quelle: Schweizer: «Sie sind alle grün»

Meine kritischen Bemerkungen:

Tags: ,
Labels: Medien, Schweiz, USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 8. Juli 2009

In den USA geht es aufwärts …

… mit den Kreditkartenschulden! Aber gerne lausche ich auch in Zukunft Schönfärbern, die die Krise längst ihren Tiefpunkt durchschritten sehen:

Wegen der stark steigenden Arbeitslosigkeit können so viele Amerikaner wie noch nie ihre Kreditkartenschulden nicht rechtzeitig begleichen. Die Ausfallquote stieg im ersten Quartal auf das Rekordniveau von 3,23 Prozent, wie der US-Bankenverband ABA am Dienstag mitteilte. Seit Einführung der Statistik 1974 habe es keinen höheren Wert gegeben. Die Statistik gibt den Anteil der säumigen Schuldner wieder, die mit ihren Rückzahlungen mindestens 30 Tage in Verzug geraten sind. „Dahinter steckt vor allem der Stellenabbau“, sagte ABA-Chefvolkswirt James Chessen.

Quelle: Krisenticker: American Express leidet unter säumigen Schuldnern – manager-magazin.de

Tags: ,
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 8. Juli 2009

Star Trek (2009) – Der leider allzu treffende Vergleich mit Star Wars

My Favourite Sci-Fi-Movie of All-Time

Tags: , , , ,
Labels: Funny

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 8. Juli 2009

Sind glückliche Kinder automatisch gute Kinder?

Eine ähnliche Frage habe ich mir gestern Montag gestellt. Heute kommt über Twitter per Zufall eine mögliche Antwort darauf:

Every generation of parents has a child-raising mission. My research suggests that this generation’s mission is happiness. Many parents campaign fiercely for their kids to feel good and feel good about themselves.

But will that make them good people?

Quelle: What We’re Missing By Raising Happy Kids : NPR

Tags: ,
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 7. Juli 2009

Die Blogger des 18. Jahrhunderts

„Eine von den vielen Folgen, die die französische Revolution für Deutschland gehabt hat, ist die grosse Menge neuentstandener politischer Schriftsteller, Blattschreiber, und Buchmacher, die aus Zeitungsblättern (sollten es auch die elendesten im südlichen Deutschladen seyn) ihre Kenntnisse schöpfen, und dann sogleich die Feder in die Hand nehmen, um ihre Urtheile über die grossen Begebenheiten des Tages, der Welt mitzutheilen.“

Quelle: Rolf E. Reichardt: Das Blut der Freiheit, S. 300.

Tags: , ,
Labels: Blogosphäre, Funny

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 6. Juli 2009

Arme "Lumpeninvestoren"

But what you can’t count on is how much that cash will really be worth. And there lies the great trap for the lumpen investoriat. The lumpen, as you know, get their investment ideas from TV and the newspapers. The poor rubes are the last to buy in a boom and the last to sell in a bust. A day late and a dollar short, they always get the worst deals. When the papers tell them there’s a recovery – they believe it. When the Fed chief tells them to use adjustable rate mortgages…the silly clumps do it. When a governor of a Federal Reserve banks urges them to „go out and buy an SUV“ they head for the dealers.

Quelle: People Flee Back to the U.S. Dollar

Tags: ,
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 5. Juli 2009

Orange Box auf dem iPhone deaktivieren

Die Combox (oder in meinem Fall Orange Box) ist eine der lästigsten Erfindungen der Telekommunikationsgeschichte. Trotz Visual Voicemail bin ich nicht scharf darauf, wenn mir Anrufer eine Nachricht hinterlassen, wenn ich einen Anruf nicht annehmen kann. Die sollen mir ein Mail schreiben …

Die Deaktivierung der Combox ist simpel:

  1. Phone
  2. Keypad
  3. ##004#
  4. Call

Quelle: Orange Box-Funktionen

(Re-)Aktivierung

**004*+41860786905011#

Tags: , ,
Labels: Allgemein

9 Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 5. Juli 2009

Bank- oder Bankkundengeheimnis?

Nicht nur UBS, Credit Suisse oder ZKB, auch viele Auslandbanken trennen sich von jedem Kunden, der ihnen früher oder sdpäter Ärger mit den Behörden eintragen könnte. Es rollt eine Well von Kontoschliessungen. Sie betrifft nicht nur amerikanische, sondern auch europäische Kunden. Bevor es zu spät ist, wollen sich weitsichtige Finanzinstitute absichern. Das „Bankkundengeheimnis“ schrumpft zu dem, was es schon immer war, nämlich dem Bankgeheimnis: Trotz allen verlogenen Beteuerungen hatte immer das Interesse der Bank und nicht das ihrer Kunden Vorrang.

Quelle: „Roger de Weck: Erst die Bank, dann wir“, SonntagsZeitung, 5. Juli 2009, S. 5.

Tags: , ,
Labels: Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen