“Frau Merkel hat sich in einen Tunnel vergraben. In der Risikoforschung nennt man das Kuba-Syndrom, wenn sich eine Führungsgruppe nur mit Menschen umgibt, die alle der gleichen Meinung sind. Dann gibt es nur die dauerhafte Fortsetzung von Fehlern.” […]
“Aber was macht man, wenn man wieder aufhören will? Die Logik dieses Instruments [Lockdowns] ist, dass man es immer weiter anwenden muss. Denn sonst werden die Zahlen ja wieder schlechter.”
Kürzlich las ich von folgender Telefon-Konversation, wie sie angeblich zwischen Joe Biden, POTUS; Ron DeSantis, Gouvernour von Florida; und Anthony Fauci, Direktor von NIAID, stattgefunden haben soll:
[Ron DeSantis] “How much do you stand to earn from these vaccines, Dr. Fauci? And, Joe, if you continue with this course of action, I will authorize the state National Guard to protect the movement of Floridians,” DeSantis said.
“Address me as Mr. President or President Biden,” Biden said.
“I will not, and you can go fuck yourself,” DeSantis said before hanging up.
Natürlich nahm mich Wunder, ob sich das wirklich so ereignet hatte, und landete nach einer kurzen Google-Suche auf einer dieser Fact Checking-Websites:
Die Herleitung fand ich dann aber etwas … schwach. Zusammengefasst nach Bethania Palma von Snopes hat sich das alles nicht ereignet, weil …
die Website Real Raw News diese Meldung ohne Belege veröffentlich hat
kein „credible news outlet“ (ich nehme an: CNN, NBC, CBS, FOX, AP, …) diese Meldung gebracht hat
es auch sonst keine Belege gibt, dass DeSantis Joe Biden angeflucht haben soll
Snopes nicht einmal Belege gefunden hat, dass dieses Telefonat überhaupt stattgefunden hat
Was aber genau als „Beleg“ akzeptiert werden würde, erschliesst sich mir ad-hoc nicht. Eine Mitschrift? Eine Aufnahme? Eine anonyme Quelle aus „regierungsnahen“ Kreisen, die das Geschehene bestätigt? Das aber nur dann, wenn ein „credible news outlet“ sagt, mit der anonymen Quelle gesprochen zu haben?
Wer Argo Nerd auf Twitter noch nicht abonniert hat, sollte das schleunigst nachholen.
Inspiriert durch seine legendären Tweets von Screenshots von zwei sich komplett widersprechenden Artikeln aus ein- und derselben Redaktion wage ich hier nun auch meinen ersten Versuch:
23. August 2020, von Dana Liechti und Danny Schlumpf
Immo-Boom wegen Corona: Die Schweizer ziehts aufs Land
Das Land ruft! Hohe Preise und Corona sind die Hauptgründe für eine zunehmende Stadtflucht. Auf den Immobilienmarkt kommen turbulente Zeiten zu.
Liebe @migros ich war vorhin im Bläuacker Köniz einkaufen (weil es auf dem Weg lag). Ich glaube, sie Zutrittssteuerung funktioniert nicht. Ein unglaubliches Gedränge v.a. im Food-Bereich, ein richtiger Seuchenherd. Ich glaube nicht, dass ihr das wollt….
Jedes Mal, wenn die Kinder aus der Schule kommen, weiss ich nicht, ob #Covid_19 mitkommt. Eines scheint sicher: das Risiko steigt von Tag zu Tag. #BildungAberSicher
Wir befinden uns in einer kritischen Situation in Sachen Corona. Mehr und mehr sieht man solche Bilder. Warum schauen wir zu und politisch passiert nichts? In einer Krise braucht es klare Ansagen. Scheinbar reicht die momentane Pflicht nicht. pic.twitter.com/gDNcoBSuhe
Tamara Funiciello: „Ich sage einfach es macht überhaupt keinen Sinn das zu verbieten in der Verfassung. Man muss Sachen als Gesellschaft anders angehen, und nicht mit einem Verbot.“
Gestern erwähnt ein militär-affiner Kollege beim Jassabend eher nebenbei diesen Streifen:
Zu meiner Schande als ausgebildeter Historiker muss ich gestehen, dass ich dieses Werk noch nie gesehen und auch noch nie davon gehört habe. Den zwei anderen Jasspartnern ging es ebenso.
Das Zielpublikum erscheint mir klar: Einerseits das Schweizer Volk selber (zur Herstellung und Erhaltung der geistigen Landesverteidigung), aber garantiert auch als Warnung adressiert an die kommunistischen Machthaber im Osten Europas und im Kreml.
Der zwanzigminütige Film hat seinerzeit 1 Million Franken gekostet, was auf 2009 umgerechnet Kosten von 3.6 bis 8.8 Millionen entspricht (je nachdem welchen Deflator man wählt).
Das zum 50-jährigen Jubiläum restaurierte und digitalisierte Original kann man sich aus der Historischen Mediathek des Bundes herunterladen. Der Download der hochauflösenden Version (ca. 7 GB) erfordert eine Registrierung und die Akzeptierung der Nutzungsbestimmungen.
Gestern habe ich ohne lange zu Überlegen Kibana auf meinem ELK-Server gelüpft. Schlechte Idee:
{"type":"log","@timestamp":"2021-02-11T23:20:13+01:00","tags":["error","savedobjects-service"],"pid":501,"message":"This version of Kibana (v7.11.0) is incompatible with the following Elasticsearch nodes in your cluster: v7.10.0 @ 10.1.2.3:9200 (10.1.2.3)"}
Abbruch, zurückbuchstabieren — aber wie?
Zuerst überprüft man, was die letzte funktionierende vorherige Version war:
Beipackzettel: Hans-Werner Sinn zerstört in einer Stunde und achtundfünfzig Minuten (mit YouTubes 2× Geschwindigkeitsfunktion in weniger als sechzig Minuten) in bestimmten Gesellschaftsschichten Weltbilder und/oder verursacht zumindest fundamentale Sinnkrisen.
Dass Klimaaktivisten und -retter diese Rede nicht schauen (oder: verstehen) ist das eine, aber dass irrlichternde Politiker hier nicht mal reinschauen verstehe ich nicht …
Stell dir vor, wir hätten Virologen und Epidemiologen von seinem Kaliber.
Diese Kritik in der WirtschaftsWoche (WiWo) ist datiert auf den 19. April 2019, die auf YouTube publizierte Rede hielt Sinn am 16. Dezember 2019. Der WiWo-Artikel scheint Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Sinn nicht umgestimmt zu haben.
Verzicht auf NEFZ-Laborwerte, stattdessen soll man bei Dieselfahrzeugen und Benzinern 40 Prozent zu den NEFZ-Werten hinzurechnen, bei Elektroautos seien nur 8 Prozent nötig; oder man soll gar nicht erst NEFZ verwenden, sondern WLTP, EPA oder aber „empirische Verbrauchswerte“. Im Artikel werden die WLTP- und EPA-Werte nicht genannt und sind somit auch nicht mit den NEFZ-Werten vergleichbar.
Für Tesla-Batterien darf man nicht mit 300, sondern muss mit 3000 Ladezyklen rechnen. 3000 ist der Spitzenwert, den ein Tüftler erreicht hat, indem er die Batterie aus seinem Tesla 3 ausgebaut, die Ladeelektronik und alle Schutzmechanismsen deaktiviert und die Batterie dann ununterbrochen geladen und entladen hat. Tönt echt viel realitätsnaher, und ich finde es auch überaus sinnvoll, wenn Tesla-Besitzer händisch ihre Ladeelektronik überbrücken und Schutzmechanismen deaktivieren … (wer Sarkasmus findet …). Anderer Fun Fact: Rechnet man eine Reichweite von 500 Kilometer pro Ladezyklus (ich bezweifle, dass das ein von Normalsterblichen zu erreichender Durchschnittswert ist, insbesondere im Winter) machen Teslas mit 3000 Ladezyklen 1.5 Millionen Kilometer. Steht so im Artikel. Für mich tönt das alles grenzwertig und unrealistisch, aber ich halte ab sofort Ausschau nach Teslas mit Originalbatterie und 1’500’000 Kilometer auf dem Tacho (Geboten werden 900’000 Kilometer mit einer ausgetauschten Batterie. Korrektur: 1’000’000 Kilometer, aber: „As we previously stated, these miles are not all on the original motor and battery. In fact, by November 2019, Gemmingen had gone through four motors and three battery packs.“). Forumsdiskussion dazu, und auch noch bei Heise: Fragezeichen. Hajek hat vermutlich eine solche Reaktion erwartet und relativiert im Artikel, dass man die ausgelatschten Tesla-Batterien ja anderenorts weiterleben lassen kann. Nebenbei:
Sinn weist in seiner Rede darauf hin, dass Batterien von Elektroautos in der Praxis eben gerade nicht optimal geladen werden (Stichwort: „range anxiety“), und dieser Umstand die Lebenszeit der Batterien verkürzt.
[Den dritten Punkt verstehe ich nicht; hier mein Deutungsversuch] Gemäss Hajek hat Sinn „vergessen“, die CO2-Bilanz zur Herstellung der Bauteile des Diesel-Autos ebenfalls einzurechnen (das wäre doch selten dämlich, eines Prof. Dr. Dr. h.c. mult. unwürdig und würde ihn der Lächerlichkeit preisgeben). Auch vergässe Sinn, die Förderung, Raffinierung und den Transport des Diesels einzuberechnen.
Die CO2-Emissionen für Fahrten mit dem Tesla sind falsch und müssen um 16 Prozent nach unten korrigiert werden
In Sinns Replik wird auch noch eine Volkswagen-Studie erwähnt, die aufhorchen lässt:
[…] eine von Volkswagen veröffentlichte Studie, die den E-Golf mit einem Golf TDI vergleicht. VW hatte errechnet, dass ein E-Golf beim heutigen deutschen Strommix geringfügig mehr CO2 je Kilometer ausstoße als ein Diesel-Golf – 142:140 Gramm CO2.
Sinn spricht im Video über viele andere Themen, die meiner Meinung nach deutlich wichtiger sind. Elektroautos machen nur einen Teil des Vortrags aus.
Meine Meinung zur Diskussion mit Elektroauto-Verfechtern: Der wahre Umweltretter ist vermutlich diejenige Person, die gar kein Auto fährt (d.h. weder Benziner, noch Diesler noch Elektroauto). Wir sind das sicherlich auch nicht, fahren aber immerhin unseren alten, popeligen Toyota Verso-S benzingetriebenen Gebrauchtwagen zu Boden. Vermutlich die ökologischste unter den schlechten Varianten.
Mario Aeby, geboren am 25. September 1980 in Bern, Schweiz
Ein Weblog über IT (Linux, OSS, Apple), Heim-Automation; mein mittlerweile abgeschlossenes Geschichtsstudium; Erkenntnisse aus meiner aktuellen Tätigkeit in der Informationssicherheit, meine Erfahrungen als IT-Berater, IT-Auditor, Web-Developer und IT-Supporter; die Schweiz, den Kanton Bern, meine ursprüngliche und auch wieder aktuelle Wohngemeinde Neuenegg, meine vorherige Wohngemeinde Bern, über lokale, regionale und globale Politik; meine Reisetätigkeit und Erfahrungen mit anderen Kulturen; und zu Guter letzt auch das Älter werden.
Alle in diesem Blog gemachten Aussagen und Meinungen sind persönlich und nicht als Ansichten meines aktuellen und/oder meiner bisherigen Arbeitgeber zu verstehen.