Archiv 14. Dezember 2007

Freitag, 14. Dezember 2007

Die Weltwoche zündet Stufe 2

Redaktionsschluss war am Mittwoch, dem 12. Dezember 2007, um 12 Uhr. Aus offensichtlichen Gründen reichte es nur für einen Artikel in der Druckausgabe des Oppositionsblattes: Ins Komplott gestolpert.

Um die Zeit bis zum nächsten Donnerstag zu überbrücken, zündet die Weltwoche die zweite Stufe. Muss sie ja, als einzig verbliebenes Blatt, welches wohl sogar Christoph Blocher höchstpersönlich zum Abonnement empfehlen würde:

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Freitag, 14. Dezember 2007

Integration – jetzt!

Tele Blocher:

Christoph Blocher: „Blocher? Der lässt sich nicht integrieren!“

Und was will die SVP mit Ausländern machen, die sich nicht „integrieren“? Eben.

„Wieviele Reaktionen haben Sie jetzt bekommen?“ – „Briefe? Ich kann die nicht zählen …“

Das ist der Unterschied von Blocher zu Widmer-Schlumpf: Letztere erhält innerhalb von 24 Stunden Tausende Mails (auch ich habe ihr gratuliert: eveline.widmer@dfg.gr.ch), Blocher hingegen erhält hunderte Briefe. Vielleicht verwechselt er E-Mails auch mit Briefen – wer weiss?

«Heute haben Sie mich aus dem Amt entfernt, durch eine Nichtwahl, ohne eigentlich zu sagen, was der Hintergrund ist.»

Quelle: Die SVP will keine Kompromisse eingehen

Eh ja, die SVP will ja auch Einbürgerungen durch das Volk, ohne dass die allfällige Abweisung auf irgendeine Art und Weise begründet werden muss.

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Freitag, 14. Dezember 2007

Umfrage zur neuen Bundesrätin


Umfrage neue Bundesrätin
Originally uploaded by emeidi

Linkes Staatsfernsehen zieht halt nur Linke und Nette an. Der Bias ist offensichtlich.

Wer als Bürgerlicher das Resultat korrigieren will: Widmer-Schlumpf: «Grosse Aufgabe» (Die Umfrage-Box befindet sich in der Mitte der Web-Seite)

Wer sich nur für das Resultat interessiert: Umfrageresultat zur neue Bundesrätin (nicht repräsentativ – ich hätte gerne noch eine Angabe zur Anzahlgezählter Stimmen)

Nachtrag

„Unterschriftensammlung“ einmal anders:

Mitsprache.ch

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Freitag, 14. Dezember 2007

Neues Swisscom Logo


Neues Swisscom Logo
Originally uploaded by emeidi

Quelle: Swisscom – Brand 2008

  • Typographie: Gefällt mir (kommt ja auch von einem Profi aus der Schweiz)
  • Graphische Komponente: Wie auch beim Monopol-Betrieb selber ist nicht ganz klar, was dieses rot-blau-weisse Ding eigentlich bedeuten soll (wie auch bei Sunrise zeichnet sich ein britisches Unternehmen für den Vorschlag verantwortlich)

Fazit: Die Rangliste der besten CIs bleibt unverändert: Orange vor Sunrise (langsam gewöhne ich mich an den Sonnenuntergang) vor Swisscom.

Nachtrag

Ausdruckslose Logos scheinen eine durchaus britische Krankheit zu sein:

Dank: LuLu

Nachtrag 3

Einige ausgewählte Kommentare zum Artikel Swisscom mit neuem Markenauftritt auf Persoenlich.com:

[…] Ich frage mich schon ob bei Swisscom wirklich Profis am Werk sind oder ob man hier einfach durch „Schnickschnack“ geblendet wurde. Wenigstens ist die Typo ok. Aber wo bleibt die solide Schweizer Graphik. Wieder eine verpasste Chance. Nach dem Super Gau Credit Suisse.

Was ist das? Eine Schreckschraube.

„Die Dynamik im Logo soll beim Betrachter Emotionen auslösen.“ So ein Schwachsinn kann nur einem theorieverseuchten HWV/HSG-Fuzzi ohne jegliche Erdung einfallen.

Grauenhaft! – m m m lalala… Grässlich. Dann doch noch lieber Blocher im Bundesrat.

Ja, doch. Jedem Swisscomchef sein Logo. Wo käme man hin, wenn er nicht sein eigenes Zeichen setzen könnte. Schliesslich soll die Nachwelt wissen, dass man da war. Koste es was es wolle.

Da haben wohl mal wieder irgendwelche Manager entschieden, die nichts – aber auch rein gar nichts – von sauberer (Schweizer-) Graphik verstehen.

Ich finde jedoch, dass die Vaginalflatterschiene besser zum Sommerteam passt als zur Swisscom.

Ein weiterer Beitrag aus der Kategorie „selbst gebastelt“… Sieht aus wie Powerpoint oderso…

Toll, jetzt hat also die Hirslanden-Klinik auch ein Herz-Lungen-Center. Oder habe ich was falsch verstanden?

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Freitag, 14. Dezember 2007

Mysterium Gerhard Blocher

Erst gestern konnte ich mir auf YouTube jene Folge der Sendung „reporter“ des Schweizer Fernsehens anschauen, die wenige Woche nach den Parlamentswahlen 2007 grosse Wellen geworfen hatte. Bis dahin hatte ich in der Tagespresse nur eine Transkription der wichtigsten Aussagen Gerhard Blochers gelesen – diese nun in Ton und Bild zu sehen, ohne dass die Aussagen an Schlagkraft verlieren, liess mich etwas perplex zurück. Welchen Einfluss hatte diese Sendung auf die Gemüter der Parlamentarier? Und noch wichtiger: Irgendwas stimmt mit diesen Blochers einfach nicht …

Was würden wohl die Zuschauer denken (und sagen), wenn eine solche Reportage über den Bruder von SP-Parteipräsidenten Hans-Jürg Fehr gezeigt werden würde?

Hat sich die Weltwoche eigentlich zu dieser Fernsehsendung geäussert, oder diese stillschweigend unter den Teppich gekehrt? Schliesslich zeichnet das kommunistische Staatsfernsehen ein äusserst fragwürdiges Bild des Bruders unseres (selbsternannten) Landesvaters …

Trotz all der dunklen Wolken, die da aufziehen: Die Nuancen der Blocherschen Auftritte (Sprache, das Gestikulieren) scheinen eindeutig vererbbar respektive anerzogen zu sein. Rede ich eigentlich auch gleich wie mein Bruder?!

Dank: Kure

Nächste Sendung, bitte …

Nun gehts gleich weiter zu Tele Blocher, wo ich das Wort zum Donnerstag direkt aus dem Führer-Hauptquartier geniessen werde:

Tele Blocher

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Freitag, 14. Dezember 2007

Strassenschlacht SVP gegen die Polizei?!

Korrektur: In der ursprünglichen Version des Textes hieß es, am sechsten Oktober hätten sich Anhänger von Blochers Schweizerischer Volkspartei (SVP) in Bern Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Wir haben diese Passage fälschlicherweise von der dpa übernommen. Tatsächlich lieferten sich am sechsten Oktober linksautonome SVP-Gegner Schlachten mit der Polizei.

Quelle: Rechtspopulist Blocher geschasst – Freudenfeier in Bern

Na na, Spiegel. Soviel zu „qualitativ hochstehendem“ Journalismus.

Rund 1500 Menschen haben die Entscheidung des Parlaments bejubelt, den umstrittenen Justizminister Christoph Blocher nicht wieder in die Regierung zu wählen.

Anhand der Fernsehbilder würde ich die Zahl deutlich tiefer ansetzen.

Wobei: Rechnet man wie die SVP, haben „70% der Schweizer Bevölkerung“ im stillen Kämmerchen gejubelt, als Widmer-Schlumpf ihre Wahl annahm …

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Freitag, 14. Dezember 2007

Obligatorische Waffenversicherung?

Aufgrund des grossen Zuspruchs in der Vernehmlassung will der Bundesrat zudem für alle Hunde ein Versicherungsobligatorium einführen. Zwar berge dies die Gefahr, dass die Verantwortung weniger wahrgenommen werde, da die Versicherung ja für Schäden aufkomme, gab Blocher zu bedenken.

Quelle: Haftung für alle Hundehalter

Könnte dies auch ein gangbarer Ansatz sein, um das Problem mit den Schusswaffen zu entschärfen? Jeder Waffenhalter benötigte in gemäss dieser Überlegung eine Versicherung, die für Schäden aufkommt, die der Halter mit der Schusswaffe anrichtet …

Selbstverständlich würde man die Preisgestaltung dem freien Markt überlassen: Der Staat würde einzig vorgeben, dass eine Versicherung Pflicht ist. Die Abklärung über die psychische Eignung eines Waffenbesitzers würde dann die Privatwirtschaft übernehmen. Da die Versicherungen bedacht sind, ihre Profite zu maximieren, würde die Erlangung einer solchen Versichungspolice äusserst rigoros geprüft.

Selbstverständlich liefe man damit aber Gefahr, dass so der Schwarzmarkt für Waffen stark ausgedehnt würde. Umkehrschluss: Wer eine Schusswaffe trägt, aber keine Versicherung abgeschlossen hat, führt garantiert etwas im Schilde … (oder ist mausarm – aber halt, wie kann er sich dann eine Waffe kaufen?).

Die Fahrzeugversicherung ist ein Beispiel einer solchen obligatorischen Versicherung, um die man nicht herum kommt.

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Freitag, 14. Dezember 2007

Zweiter!

„Second Place is the First Loser“

Quelle: Lies Cosmo[politan] Tells Women

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Freitag, 14. Dezember 2007

Ist Blocher "die" SVP?


Dein armseliger Blog
Originally uploaded by emeidi

Nachtrag

Die Nerven liegen offensichtlich blank:

Ui!!! Und Dein behinderter Blog ist uns allen so scheissegal, weil den eh nur Deine Berner Sozi-Kollegen anschauen. Also veröffentliche dort doch was Du willst…

Quelle: Facebook-Nachricht von David Wille (HSG, GBA) an mich, 13. Dezember 2007, 24:00 Uhr

Gott bewahre uns vor dieser „Elite“, die drüben in St. Gallen herangezüchtet wird.


Nachtrag 2

„Aber Herr Blocher, Frau Widmer-Schlumpf macht doch die gleiche Politik wie Sie?!“ – „Äääh …“:


Quelle: Blocher labert Stuss!


Da die im vorletzten Artikel erwähnte Facebook-Gruppe meine zwei Kommentare gelöscht hat, gebe ich sie hier auf meinem Blog nochmals wieder:

Fakt ist, dass wenn sich das Parlament […]

Falsch. Es war nicht „das“ Parlament, sondern Mitglieder des Parlaments.

[…] gegen einen Bundesrat verbündet, […]

Das nennt man landläufig Politik. Politik hatte nie den Anspruch, ausschliesslich mit Samthandschuhen zu hantieren. Gerade SVP-affine Personen sollten das doch wissen – entspricht es doch exakt der politischen Kultur dieser Partei.

[…] welcher von mehr als einem drittel der Schweizer Bevölkerung gewählt worden ist, […]

Falsch. Die SVP wurde von einem Drittel der Stimmenden vom 21. Oktober 2007 gewählt. Siehe dazu auch meinen Blog-Artikel vom Juni: Repräsentiert die SVP 30% der Schweiz?

[…] das mit Demokratie nichts mehr zu tun hat. Die Stimme des Volkes wurde gänzlich auser Acht
gelassen. […]

Parlamentarier sind gemäss unserer Verfassung Repräsentanten des (Stimm)volkes und somit dessen „Stimme“. Ein Grundkurs Politologie würde dir gut tun.

Und im zweiten Kommenar:

[…] wie gesagt 30% wählten blocher […]

Blocher wurde am 21. Oktober 2007 nicht gewählt. Er stand auf keiner Liste seines Wohnkantons – Blocher kandidierte weder für den National- noch den Ständerat. In das Parlament gewählt wurden am 21. Oktober 2007 69 Vertreter der Schweizerischen Volkspartei aus der ganzen Schweiz:

Fraktionen der 48. Legislaturperiode 2007-2011

Die Partei, der Christoph Blocher angehört, versammelte gesamtschweizerisch ungefähr 30% der Wählerstimmen hinter sich.

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