Archiv ‘Gesellschaft’

Sonntag, 11. April 2010

Wichtige Termine per SMS fixieren? Ohne mich.

Der Pendlerzeitung NEWS liegen mehrere Fälle vor, bei denen SMS mit bis zu drei Tagen Verzögerung oder nie ihr Ziel erreichten. Die 22-jährige N. aus Zürich beispielsweise verschickte am vergangenen Samstag Einladungen für einen Apéro, die viele ihrer Freunde erst Montag erreichte. Auch der 24-jährige Student C. aus Rapperswil konnte sich nicht auf den Dienst verlassen: «Meine Freundin schrieb mir, ich solle zwei Entrecôtes und einen Rotwein heimbringen. Doch die Nachricht kam nie an, also gab es halt nur Nudeln und eine beleidigte Freundin zum Znacht.» Gefrustet war auch die 18jährige KV-Lehrtocher S. aus Bern: «Ich habe meinem Schwarm ein intimes SMS geschrieben und weiss jetzt nicht mal, ob er es je bekommen hat.»

Quelle: SMS landen im Nirvana – News Digital: Internet – tagesanzeiger.ch

Diese Meldung aus dem letzten Jahr ist ja schön und gut — und ich verstehe auch den Frust der Betroffenen. Aber ich bin halt immer noch ein Mensch der alten Schule, der dringende und wichtige Termine sicherlich nie im Leben per SMS abmachen wird:

  1. Zur Fixierung von Terminen sind oftmals eine Vielzahl von SMS nötig
  2. Man weiss bei Funkstille der Gegenseite nie so genau, ob das SMS nun eigentlich angekommen ist oder nicht. Auf dem Mobiltelefon gibt es wenigstens die Möglichkeit, die Sendebestätigung einzuschalten, doch das empfinde ich als höchst paranoid

Nein, liebe Zeitgenossen, Apéros und Essenslisten übermittelt man doch immer noch am Besten per Telefongespräch. Das kostet kaum mehr Geld und Aufwand als mehrere SMS auf der mülligen Handy-Tastatur zu tippen, und ausserdem hat man ein sofortiges Feedback, da es sich um eine ganz klassische synchrone Kommunikation handelt.

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Freitag, 19. Februar 2010

Wie werde ich Grossverdiener?

Drastisch formuliert, meint Dorothee Echter, renommierter Topmanagement-Coach: „Wer nur eine glückliche Kindheit hatte, aus dem wird nix.“ Wobei man auch reich und unglücklich sein darf, um später Erfolg zu haben. Denn bei den Überfliegerkarrieren stehe nicht selten ein solches „Trauma“ aus der Jugend Pate: Wer dann noch Intelligenz und Vitalität mitbringt, neutralisiert die verstörende Erfahrung durch eigenen Erfolg, anstatt daran zu zerbrechen – und startet durch.

[…] „Die eigenen Schwächen ausbügeln zu wollen ist wenig effektiv. Erfolg hat, wer seine Stärken ausbaut und sich Aufgaben sucht, die für ihn ein Heimspiel sind.“

Quelle: Traumgehälter: Große Verdienste – manager-magazin.de

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Mittwoch, 17. Februar 2010

Fehlen uns die Produzenten?

As much as we like to think of our culture as being entrepreneurial, the reality is 99% of our top talent doesn’t seriously contemplate starting companies. Colleges crank out tons of extremely smart and well-educated kids every year. The vast majority go into “administrative” careers that don’t really produce anything – law, banking and consulting. Most of the rest join big companies. As I’ve argued many times before, big companies (with a few notable exceptions) aren’t nearly as successful as startups at creating new products.

Quelle: Every time an engineer joins Google, a startup dies cdixon.org – chris dixon’s blog

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Dienstag, 16. Februar 2010

Ultrakurzkritik Eyes Wide Shut

Abgesehen davon, dass ich mehr als 10 Jahre seit der Kinopremiere gebraucht habe, um diesen Streifen zum ersten Mal zu sehen, bringt es der Kritiker auf Rotten Tomatoes süffisant auf den Punkt:

Misunderstood as a psychosexual thriller, Stanley Kubrick’s final film is actually more of an acidic comedy about how Tom Cruise fails to get laid.

Quelle: Eyes Wide Shut Movie Reviews, Pictures – Rotten Tomatoes

Nebenbei: In der Szene in der Wohnung der Prostituierten habe ich für einen kurzen Augenblick den Buchtitel völlig falsch gelesen: „Introducing Scientology“ anstelle von „Introducing Sociology“. Wieso wohl?

Der Titel dieses Buchs stand übrigens Pate für eine Filmkritik mit demselben Titel: Introducing Sociology. A Review of Eyes Wide Shut

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Freitag, 12. Februar 2010

Anecken gehört dazu

Ironically, by procrastinating on the difficult choices, by trying not to get anyone mad, and by treating everyone equally “nicely” regardless of their contributions, you’ll simply ensure that the only people you’ll wind up angering are the most creative and productive people in the organization.

Quelle: The Benefits of Pissing People Off

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Freitag, 12. Februar 2010

Sie sind Helden

I did something today that Indiana Jones would have been impressed by. I just took my corpulent, over indulged, out of shape, one glass of wine too many, sorry ass up a mountain to visit a group of men, women and children living in the most difficult circumstances that you could possibly imagine. These people were…absolutely real! You would have loved the eyes of the women with their corn cob pipes. I would rather spend ten minutes with any one of them than have an opulent lunch with Ben Bernanke. I guess Ben and Tim and Henry or any one of those fat cats on Wall Street would faint at the very idea of living the way I just saw these people living. They hike up this trail that would kill a camel and they live with almost nothing. When they want to come to town they start at 2 in the morning and walk for 8 hours on a nearly impossible path knee deep in mud. They work hard getting the little flecks of gold out of the river. They have only kitchen pans, and an old spring from a truck is their only tool for moving the big rocks. They may deserve it but nobody gives them a bonus.

Quelle: Tackling Economic Clouds

Genau dieses respektvolle Gefühl erfährt man unweigerlich, wenn man Entwicklungsländer besucht. Und sich auch mal abseits von breitgetretenen Touristenpfaden bewegt.

Der Mole National Park in Ghana war dann äusserst surreal — überall bleiche, weisse Touristen, die sich am Pool in der Mittagssonne ihren wohlverdienten Sonnenbrand holten, während ihnen Schwarze Serviceangestellte Cocktails und Softdrinks an die Liege brachten.

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Mittwoch, 10. Februar 2010

Wer den Alltag in den USA am Laufen hält

In this area, the Latinos seem to do all the housework, the roadwork, gardening, landscaping and much of the construction. They truck, they bus, they tote and lift. They’re everywhere. They don’t seem to mind hard work. And they are enterprising – like real Americans! This weekend, they hustled. And each one of them probably made $500 to $1,000. In cash.

Quelle: Here Comes More Snow!

Ähnliches in New Orleans: Meine Taxi-Fahrer vom und zum Flughafen waren schwarz. Die Dame des privaten Sicherheitsdienstes, die den Eingang „Gated Skyscraper“ mit dem Appartment meines Kollegen bewachte: Schwarz. Die Mehrheit der Polizisten: Schwarz. Die zwei Damen im Kentucky Fried Chicken — schwarz. Und die jüngere der beiden zudem noch hocherfreut darüber, wie ich „Macaroni“ aussprach. Der Fahrer des Trams: Schwarz.

Ja, sogar während der einen Parade, die ich während ca. 20 Minuten beobachtete, waren die Cheerleaders und Musikanten schwarz. Zwischen den zwei Schulen, die an mir vorbeimarschierten, dann eine Vierergruppe weisser Cheerleader, die sich irgendwie in den Umzug geschmuggelt hatten. Diesen Eindruck machte es jedenfalls.

Anders hingegen in den etwas gehoberen Restaurants im French Quarter. Dort wurden wir mehrheitlich von jungen, weissen Amerikanern bedient. Das war schade, denn ich mag diesen extremen Südstaatenakzent, den die Schwarze Mehrheit in New Orleans von Generation zu Generation weitergibt.

Die Mehrheit der Saints setzt sich aus schwarzen Spielern zusammen — der Quarterback Drew Brees (offensichtlich der wichtigste Spieler eines Teams, was mir aber während dem Superbowl nicht wirklich auffiel) ist aber ein Weisser. Ah, und in einem in Barnes & Nobles integrierten Starbucks wurde ich auch von einer Weissen bedient. Und auf den vier Flügen (ZRH–IAD, IAD–MSY, MSY–IAD, IAD–ZRH) zählte ich nur gerade eine schwarze Flight Attendant. Der Rest war weisser Hautfarbe. Immerhin war das Video mit den Sicherheitsinstruktionen beim Hinflug politisch korrekt: Ein schwarzer, ein weisser und ein asiatischer Sprecher.

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Samstag, 6. Februar 2010

Immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

There is no resistance. Nobody thinks anymore, they just follow silly rules and procedures. I was just on a trip outside the US with a group of older people. We traveled around other countries with no problem. But coming back to the US was a hassle. They carefully searched all these old people…as if they really thought these folks posed a threat to homeland security.

Quelle: Not Questioning Authority

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Dienstag, 26. Januar 2010

Völlig Risikoscheu

our goal in most aspects of life is to increasingly and arbitrarily discard the risky—and therefore often unsuccessful—paths in our work and to pay attention only to the provably-successful paths. By my observation, this practice is increasingly common in all facets of Western life. In short, risk is quite systematically and perhaps literally being bred out of our intellectual arsenal.

Quelle: Design View / Andy Rutledge – Again With the Risks

Wieso diese Risiko-Aversion so schlecht ist? Reist man nach Afrika, China oder Indien, realisiert man äusserst rasch, wie hart dort der Wettbewerb zwischen den einzelnen Menschen spielt. Mit unserer Risiko-Aversion und unserem Sicherheitswahn sind wir Westler kaum mehr auf die Realität im angebrochenen 21. Jahrhundert vorbereitet. Dieses Jahrhundert gehört den Abermillionen, deren Länder sich gerade industrialisieren — und die täglich, von Kindesbeinen an um ihr Überleben und das wirtschaftliche Wohlergehen kämpfen müssen. Sie sind trainiert, Risiken einzugehen und erachten dies als selbstverständlich — denn bei 999’999’999+ Landsleuten um einen herum realisiert man rasch, dass man völlig entbehrlich ist. Packe ich etwas an, gibt es garantiert jemand anderes, der es zumindest versuchen wird. Abgesehen davon ist man in solchen Regionen tatsächlich weniger „wertvoll“ — schliesslich haben die Eltern nicht hunderttausende Franken in die Ausbildung und Gesundheit ihrer Zöglinge investiert. Eine Investition, die es um jeden Preis vor Schaden zu schützen gilt.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Nach dem Minarett- nun das Kamelverbot

Es gibt kaum Minarette bei uns. Ebenso gut hätte man die Kamele in der Schweiz verbieten können, die auch irgendwie muslimisch sind.

Quelle: «Ich lasse mir mein Land nicht wegnehmen» – Schweiz: Standard – bernerzeitung.ch

Lesenswerter Artikel zum Beginn der neuen Dekade …

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