Das kriegt man offenbar mit folgendem Mac-Tool hin:
Leider ist ausgerechnet die arte-Doku, an welcher ich interessiert bin, offenbar nicht verfügbar:
Montag, 29. Oktober 2012
Das kriegt man offenbar mit folgendem Mac-Tool hin:
Leider ist ausgerechnet die arte-Doku, an welcher ich interessiert bin, offenbar nicht verfügbar:
Tags: arte, Finanzwirtschaft, Mac, Mac OS X, TV
Labels: Medien
Mittwoch, 11. April 2012
Seit Jahren befriedige ich mein tägliches Informationsbedürfnis mit RSS-Feeds. Doch wie sieht mein „Workflow“ genau aus?
Um alle möglichen Feeds einzusammeln und festzuhalten, welche Artikel ich bereits gelesen habe, verwende ich Google Reader als Backend.
Der Vorteil dieser Lösung ist auch, dass ich eine zentrale Ablage meiner Feeds habe, welche sich anschliessend mit den Clients synchronisieren lassen kann.
In grauer Urzeit hatte ich meine Feeds in Kategorien abgelegt; bspw. „Politik“, „News“, „Web-Entwicklung“ etc. Doch als mit der Zeit die Zahl der abonnierten Feeds stieg und die Informationsflut überhand nahm, musste ein neues System her. Vor allem auch, weil ich die blöde Tendenz entwickelte, alle meine Feed-Ordner unbedingt auf 0 ungelesene Artikel zu bringen (wahrlich ein überhand-nehmendes Problem der Informationsgesellschaft).
Mittlerweile habe ich nur noch drei Ordner, in denen ich meine Feeds sammeln. Sie heissen folgendermassen:
Der hauptsächliche Client, mit welchem ich die Feeds konsumiere, ist mittlerweile Reeder auf meinem iPad. Jeden morgen, bevor ich das Haus verlasse, starte ich Reeder, damit dieser die neuen Artikel (mitsamt Bildern!) herunterladen kann. So kann ich die Artikel im Zug lesen, da mein iPad leider nur den Wi-Fi-Chip verbaut hat (würde ich nie mehr kaufen, 3G ist einfach ein Muss).
Auf dem Mac verwende ich NetNewsWire, auch wenn ich diese Applikation nur noch wenige Male im Monat starte – für mich ist das iPad das optimale Gerät für Lektüren.
Sehr viele News-Anbieter, die ihr Einkommen mit Werbeanzeigen machen, bringen im RSS-Feed nur Anrisse der Artikel. Interessiert mich ein solcher Artikel, greife ich auf Instapaper zurück, um den Artikel in meine Leseliste zu befördern. Da mein iPad wie erwähnt nicht über eine 3G-Verbindung ins Internet verfügt, muss ich dabei auf die E-Mail-Lösung von Instapaper namens „Email in“ zurückgreifen: Indem ich in Reeder den Titel des Artikels länger gedrückt halte, erscheint ein Menu, mit welchem ich die URL des Artikels vermailen kann. Diese sende ich auf meine geheime Instapaper-Mail-Adresse, worauf der Artikel in die Instapaper-Liste aufgenommen wird, sobald ich mich in einem bekannte WLAN aufhalte und das Mail versendet wird.
Dieselbe Technik verwende ich übrigens auch, wenn ein Artikel zu lange für eine Zugfahrt ist oder mich andere Themen derzeit brennender interessieren.
Tags: Apple, Feedreader, Feeds, Google Reader, iPad, NetNewsWire, Reeder, RSS, Web 2.0
Labels: Medien
Samstag, 3. September 2011
Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Medien selbstbewusster. Sie trauten ihren Redaktionen eine eigene Meinung, eine eigene Haltung zu. Die Turbulenzen rund um den Franken hätte ein erfahrener Wirtschaftsredaktor kommentiert und analysiert. Heute grassiert in den Medien aber die Unkultur der Expertitis: Zu allem und jedem werden Experten befragt. Offenbar ist es besonders ehrenvoll, wenn sich Professor X. und Fachmann Z. im eigenen Medium äussern, obwohl sie schlechter orientiert sind als der Ressortchef und in der Not nur zu Worthülsen und Klischees greifen.
Sonntag, 24. Juli 2011
So antwortet ein Eigentümer. Ein Herrscher. Ein Machtmensch. Wer aus einem australischen Käseblatt ein globales Medienimperium mit 53’000 Mitarbeitenden entwickelt, mit dem Potenzial, in Grossbritannien über Jahrzehnte Regierungen zappeln zu lassen (Blair, Brown, Cameron) und in den USA über Krieg und Frieden mitzuentscheiden (ohne den hämmernden Support von Fox News wäre George W. Bush wahrscheinlich nicht im Irak einmarschiert), der schlägt sich nicht mit dämlichen Fragen nach der Verantwortung für irgendwelche Abhöraktionen durchgeknallter Reporter herum.
Quelle: Mister «No» | Medienspiegel.ch
Wie Christoph Blocher hat sich auch Herr Murdoch von relativ weit unten hochgearbeitet; diesen geschäftlichen Erfolg darf man diesen Personen nicht absprechen, auch wenn man mit ihren Praktiken und (politischen) Einstellungen nicht einverstanden ist. Um an die Spitze zu gelangen, muss man gewisse Charaktereigenschaften mit sich bringen — eine gewisse Kaltblütigkeit wird wohl schon dazugehören müssen …
Tags: Grossbritannien, Journalismus
Labels: Medien
Sonntag, 24. Juli 2011
Es ist recht heikel, jetzt direktemang den Bogen in die Schweiz zu schlagen. Denn hier ist ja alles ganz anders. Da hacken sich nicht Reporter in Privattelefone und Computer ein, um Stories zu generieren. Sie wüssten wahrscheinlich gar nicht, wie das geht (ich übrigens auch nicht).
Quelle: Mister «No» | Medienspiegel.ch
Tags: Journalismus
Labels: Medien, Schweiz
Sonntag, 19. Juni 2011
Und da wären wir beim Punkt: Wenn die Konsumenten irgendwann merken, dass sie zwar enorm benachrichtigt, aber doch nicht richtig informiert sind (eine Abwandlung von Peter Studers Fazit zur gegenwärtigen Medienlage), steigt vielleicht wieder die Chance einer «Tagesschau», eines gut recherchierten Inland-Artikels im «Tages-Anzeiger» und eines gescheiten Gastkommentars in der «NZZ».
Donnerstag, 9. Juni 2011
CNN vermeldet gerade den 27. Toten seit Ausbruch der EHEC-Pandemie. Doch wie viele Leute sterben eigentlich täglich in Deutschland?
Die Sterberate in Deutschland für das laufende Jahr (2011) beträgt geschätzte 11 Personen pro 1’000 Einwohnern (nach der EHEC-Katastrophe wohl das zwanzigfache …). Mit einer Gesamtbevölkerung von knapp 82 Millionen sind das umgerechnet 902’000 Tote im Jahr.
Pro Tag sterben in Deutschland also 2’471 Menschen. Und heute ist einer davon (0.04 Prozent) mal wieder EHEC erlegen. Wahrlich, da muss was dran sein an dieser Krankheit.
Tags: Deutschland, Gesundheit, Hysterie, Pandemie, Viren
Labels: Medien
Montag, 6. Juni 2011
Am 24. Mai 2011 wurden die ersten EHEC-Todesfälle bekannt. Heute, am 6. Juni, ist die Zahl auf 22 Personen gestiegen. Das macht etwas mehr als ein Toter pro Tag (22 Tote/14 Tage).
Nach der Vogel- und Schweinegrippe bin ich etwas skeptisch, wenn der medizinisch-mediale-politische Komplex (als Anspielung auf den militärisch-industrielle Komplex) mal wieder wegen einer angeblichen „Epidemie“ ausflippt. Und die Bevölkerung macht brav mit.
Ich habe mir die Mühe gemacht, die im Wikipedia-Artikel List of causes of death by rate genannten Zahlen auf tägliche Todesfälle umzurechnen. Der Leser kann die EHEC-Katastrophe mit einem fantastischen Toten pro Tag selber in die Rangliste einreihen. Gratistipp: EHEC gehört weit abgeschlagen ans Ende der Liste.
Zur Relativierung: Täglich sterben auf der ganzen Welt über 5’000 Menschen in Strassenunfällen. In der Schweiz sind es mehr als eine Person pro Tag. Fährt deswegen niemand mehr Auto? Eben. Weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen.
| Typ | Beschreibung | weltweite Todesfälle/Tag |
|---|---|---|
| – | Hunger/Malnutrition | 145’573 |
| A | Cardiovascular diseases | 73’644 |
| B | Infectious and parasitic diseases | 57’890 |
| A.1 | Ischemic heart disease | 31’726 |
| C | Malignant neoplasms (cancers) | 31’342 |
| A.2 | Cerebrovascular disease (Stroke) | 24’247 |
| B.1 | Respiratory infections | 17’452 |
| B.1.1 | Lower respiratory tract infections | 17’096 |
| D | Respiratory diseases | 16’301 |
| E | Unintentional injuries | 15’616 |
| B.2 | HIV/AIDS | 12’219 |
| D.1 | Chronic obstructive pulmonary disease | 12’082 |
| – | Perinatal conditions | 10’849 |
| F | Digestive diseases | 8’658 |
| B.3 | Diarrhea diseases | 7’918 |
| G | Intentional injuries (Suicide, Violence, War, etc.) | 7’123 |
| B.4 | Tuberculosis | 6’904 |
| B.5 | Malaria | 5’589 |
| C.1 | Lung cancers | 5’479 |
| E.1 | Road traffic accidents | 5’233 |
| B.6 | Childhood diseases | 4’959 |
| H | Neuropsychiatric disorders | 4’904 |
| – | Diabetes mellitus | 4’356 |
| A.3 | Hypertensive heart disease | 4’000 |
| G.1 | Suicide | 3’836 |
| C.2 | Stomach cancer | 3’753 |
| I | Diseases of the genitourinary system | 3’726 |
| F.1 | Cirrhosis of the liver | 3’452 |
| I.1 | Nephritis/nephropathy | 2’986 |
| C.3 | Colorectal cancer | 2’740 |
| C.4 | Liver cancer | 2’712 |
| B.6.1 | Measles | 2’685 |
| G.2 | Violence | 2’466 |
| – | Maternal conditions | 2’247 |
| – | Congenital abnormalities | 2’164 |
| J | Nutritional deficiencies | 2’137 |
| C.5 | Breast cancer | 2’110 |
| C.6 | Esophageal cancer | 1’973 |
| A.4 | Inflammatory heart disease | 1’781 |
| H.1 | Alzheimer’s disease and other dementias | 1’753 |
| E.2 | Falls | 1’726 |
| E.3 | Drowning | 1’671 |
| E.4 | Poisoning | 1’534 |
| C.7 | Lymphomas, multiple myeloma | 1’479 |
| A.5 | Rheumatic heart disease | 1’452 |
| C.8 | Oral and oropharynx cancers | 1’397 |
| E.5 | Fires | 1’370 |
| B.6.2 | Pertussis | 1’288 |
| C.9 | Prostate cancer | 1’178 |
| C.10 | Leukemia | 1’151 |
| F.2 | Peptic ulcer disease | 1’151 |
| J.1 | Protein-energy malnutrition | 1’151 |
| – | Endocrine/nutritional disorders | 1’068 |
| D.2 | Asthma | 1’068 |
| C.11 | Cervical cancer | 1’041 |
| C.12 | Pancreatic cancer | 1’014 |
| B.6.3 | Tetanus | 932 |
| B.7 | Sexually transmitted diseases excluding HIV/AIDS | 795 |
| C.13 | Bladder cancer | 795 |
| B.8 | Meningitis | 767 |
| G.3 | War | 767 |
| B.7.1 | Syphilis | 685 |
| – | Neoplasms other than malignant | 658 |
| J.2 | Iron deficiency anemia | 603 |
| C.14 | Ovarian cancer | 603 |
| B.9 | Tropical diseases excluding malaria | 575 |
| H.2 | Epilepsy | 548 |
| – | Musculoskeletal diseases | 466 |
| B.10 | Hepatitis B | 466 |
| H.3 | Parkinson’s disease | 438 |
| H.4 | Alcohol use disorders | 411 |
| H.5 | Drug use disorders | 384 |
| B.1.2 | Upper respiratory infections | 329 |
| C.15 | Uterine cancer | 301 |
| – | Skin diseases | 301 |
| C.16 | Melanoma and other skin cancers | 301 |
| B.11 | Hepatitis C | 247 |
| B.9.1 | Leishmaniasis | 219 |
| B.9.2 | Trypanosomiasis | 219 |
| I.2 | Benign prostatic hyperplasia | 137 |
Tags: Gesundheit, Krankheiten, Tod
Labels: Medien, Politik
Freitag, 15. April 2011
Nachfolgenden Text habe ich für den Studentenpreis 2010/11 der SonntagsZeitung eingereicht. Leider bin ich damit weder in die Top 5 noch in die Top 20 gelangt — immerhin wurde aber meine Reportage aus dem Hochschulleben als allererstes im einleitenden Text erwähnt. Ich habe Rang 38 von 102 erreicht.
Nachfolgend der minimal überarbeitete Artikel, damit er der Nachwelt überliefert werden kann …
Ab dem 21. Februar 2011 ist es wieder soweit: Mehrere zehntausend Studenten strömen nach dem Ende der vorlesungsfreien Zeit zurück in die Hörsäle der schweizerischen Universitäten. Immer mehr von ihnen sind in ihrem Studentenalltag ständig mit dem Internet verbunden. Mit nicht zu unterschätzenden Auswirkungen auf den Unterricht — sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne …
Während Laptops im studentischen Betrieb — mit Ausnahme von stark technikzentrierten Studiengängen wie Informatik — immer noch Seltenheitswert haben und deren Anwesenheit praktisch an jeder Vorlesung an einer Hand abgezählt werden können, hat sich die eigentliche digitale Revolution unterdessen längst in den Hosentaschen der Hochschüler abgespielt.
Der Beweis für die mobile Vernetztheit der heutigen Studierenden lässt sich spielend leicht überprüfen, in dem man sich im kommenden Frühjahrssemester unter das akademische Volk mischt. Man begebe sich in eine der unzähligen Einführungsveranstaltungen der nächstgelegenen SoWi-Fakultät, setze sich in die hinterste Reihe der grössten Hörsäle und blicke der frischen Studentengeneration bei ihrem Eintreffen und beim Bezug ihres Sitzplatzes über die Schultern. Kenner werden das in diesen Kreisen klar favorisierte Mobiltelefon auf einen Blick ausmachen: Apples iPhone. In garantiert jeder Sitzreihe finden sich Besitzer solcher Telefone — klar erkennbar daran, dass die Studenten sowohl beim Eintreffen als auch zuweilen während der Vorlesung an dem unverwechselbaren Gerät herumhantieren.
Schweifen die Professoren in ihren Erläuterungen ab oder sind sie schlicht nicht fähig, den Stoff in attraktiver Form an die Auszubildenden zu vermitteln, folgt die drakonische Strafe der gelangweilten Studenten innert Sekunden: Das ständig mit dem Internet verbundene Mobiltelefon wird gezückt und man widmet sich reizvolleren Inhalten, die man bei Bedarf in Windeseile aus dem weltweiten Informationsnetzwerk direkt in den Hörsaal holt. Studenten konsumieren dabei nicht nur Informationen, sondern tauschen sich natürlich auch auf mannigfaltige Weise mit ihren über den ganzen Hochschulbetrieb verstreuten Kommilitonen aus. Die Notifikationsfunktionen der heutigen Smartphones erlaubt es den Besitzern, die Aufmerksamkeit der Kollegen über alle möglichen Kanäle einzufordern. Permanente Ablenkung ist so garantiert.
Während man früher das Gespräch mit dem Sitznachbarn suchte und beim überschreiten des tolerierbaren Lärmpegels böse Blicke der umsitzenden Lernwilligen erntete, kann das Gespräch mit nahen und fernen Kollegen heute in völliger Stille vollzogen werden. Facebook, welche eine für das iPhone optimierte Oberfläche des in Studentenkreisen omnipräsenten sozialen Netzwerkes zur Verfügung stellt, und WhatsApp, welche das kostenlose Versenden von SMS-ähnlichen Nachrichten erlaubt, sind dafür essentielle Applikationen.
Schweift das Gesprächsthema der Studenten während den Pausen zuweilen auf das iPhone und die mannigfaltigen dafür verfügbaren Applikationen, erhalten Zuhörer kostenlose Tipps, welche iPhone-Spiele derzeit der grosse Renner sind. Es scheint, als würden nicht wenige Studenten die Anonymität der grossen Vorlesungen nutzen, um statt ihres Fachwissens vor allem ihre Gaming-Skills aufzubessern. Klar: Solche luditive Tendenzen gab es bereits lange vor der mobilen Revolution, doch in grauer Vorzeit bedienten sich die Hochschüler noch Papier und Bleistift, um sich Tic Tac Toe- und Schiffe-Versenken-Schlachten in epischen Ausmassen zu liefern.
In der Rangliste der bevorzugten elektronischen Spiele heutiger Studenten finden sich die üblichen Verdächtigen, die auch die Spielcharts im App Store für Apples iOS-Geräte anführen. Wie viele Studenten sich in Vorlesungen bereits zum Veggie Samurai ausgebildet haben, lässt sich nicht eruieren. Gewisse Professoren können sich aber mit (den zugegebenermassen zweifelhaften) Meriten schmücken, in ihren Vorlesungen den einen oder anderen Profi-Gemüsezerkleinerer hervorgebracht zu haben.
Daneben finden sich aber gerade im Studenten-Alltag nicht von ungefähr eine ganze Menge Spiele, die einen Mehrspielermodus mitbringen. Durchaus verständlich: Ist es nicht viel lustiger, über WiFi- oder Bluetooth-Verbindungen mit dem einige Reihen hinter sich sitzenden iPhone-Besitzern Schiffe zu versenken (Battleship), mit Tic-Tac-Touch: FS5 einen Klassiker digital wiederauferstehen zu lassen oder sich als Skyguide-Mitarbeiter zu versuchen und möglichst viele Flugzeuge ohne Zusammenstoss auf Landebahnen zu landen (Flight Control)? Hoch im Rennen sind auch Spiele, welche zwei Personen gegeneinander spielen können, wenn sie ihre iPhone-Bildschirm auf dem Pult parallel zueinander ausrichten. Pong – iPhone Edition ist der wohl simpelste, aber zugleich unterhaltsamste Zeitvertrieb für Studenten.
Der Boom von portablen internetfähigen Endgeräten äusserte sich an der Universität Bern zu Beginn des Herbstsemesters 2010 aber nicht nur durch spielverrückte Studenten: Wie die Netzwerktechniker der dortigen Informatikdienste an ihrer monatlichen Benutzerkonferenz im November 2010 mitteilten, kämpfte man zu Studienbeginn über Probleme mit dem kabellosen Internetzugängen in den Hörsälen. Über die Ursache hinter dem technischen Problem verloren die Verantwortlichen zwar kein Wort, aber es ist mit den verfügbaren Informationen unschwer zu erraten, dass die Studenten vom mittlerweile ausgezeichneten Ausbaustandard der Hörsäle mit kostenlosem Funkinternet massiven Gebrauch machen. Wenn sich die Studenten unter Angabe ihrer persönlichen Zugangsdaten in das Universitätsnetzwerkes einwählen, ist der Internetzugang auf den Mobiltelefonen nicht nur viel schneller, die Geräte verbrauchen beim Surfen und Abrufen von E-Mails weniger Akkuleistung. Erst als die Netzwerktechniker der Informatikdienste den Pool an für WiFi-Geräte verfügbaren IP-Adressen auf 2’000 Stück erhöhten, kehrte Ruhe ein. So ist seither sichergestellt, dass sich auch an Spitzenzeiten alle Laptops und Smartphones mit dem Funknetzwerk auf dem Campus verbinden und auf Internetangebote zurückgreifen können.
Im Wissen, dass die mobile Revolution in den Hörsälen nicht mehr aufzuhalten ist, beginnen erste Dozenten endlich auch, die neuen Möglichkeiten zu ihren Gunsten zu umarmen und einzusetzen. Dass an der Universität Bern dabei gerade das Fach Informatik am Institut für Angewandte Mathematik die Vorreiterrolle einnimmt, ist nicht weiter verwunderlich. Doktorand Adrian Kuhn fordert in Veranstaltungen seine Studenten beispielsweise dazu auf, Koryphäen aus der Informatikerzunft auf der Kommunikationsplattform Twitter zu folgen. Eine andere Möglichkeit, die ebenfalls auf Twitter aufsetzt, ist die Verwendung eines sogenannten Hashtags, um Kommentare über eine Vorlesung abzugeben. In 140 Textzeichen umfassenden “Tweets” können Studenten sich die Frust von der Seele reden, wobei mit der Verwendung des Hashtages sichergestellt ist, dass die Äusserungen nicht in der Nachrichtenflut untergehen — so erhalten die Kommilitonen und der Dozent mittels Knopfdruck ein umgehendes Feedback auf die Vorlesung. Der Dozent kann auf diese Art auch auf Fragen eingehen, die während der Vorlesung in den Köpfen der Studenten auftauchen, ohne dass diese mündlich geäussert werden müssen.
Der Siegeszug der Smartphones in die Hörsäle ist nicht mehr aufzuhalten. Es wird wohl aber noch einige Zeit vergehen, bis die Hochschulen wie auch die Studenten die richtige Umgangsformen mit dieser neuen Technologie finden. Es bleibt zu hoffen, dass innovative Dozenten die Möglichkeiten der Hosentaschencomputer erkennen und verstärkt in die Vermittlung von akademischen Wissen und Fähigkeiten integrieren — aber ausschliesslich dort, wo es auch wirklich Sinn macht. Sind wir gespannt, welche heute noch ungeahnten Anwendungsarten die nächsten Semester hervorbringen werden.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Die sichergestellten Waffen waren im Besitz des älteren Bruders. Es handelt sich um einen Revolver der Marke „Sturm Ruger“, Modell SP101 sowie um eine Pistole der Marke „SIG Sauer“, Modell P226. Aus beiden Waffen wurden Schüsse abgegeben.
Quelle: Kanton Bern (Kantonspolizei Bern): Medien – Aktuell
Habe nur ich das Gefühl, dass die Polizei angesichts der brenzligen Abstimmung am kommenden Wochenende besonders Acht darauf gibt, möglichst keinen Verdacht aufkommen zu lassen, dass Armeewaffen in Tötungsdelikten benutzt wurden?
Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich bei der „Offizierspistole“ der Schweizer Armee um eine SIG Sauer, Modell P220.
Tags: Abstimmung, Armee, Polizei, Waffen
Labels: Medien, Politik, Schweiz