Dienstag, 21. September 2010

Peinlich: Marketing-Buden verschlafen immer noch das flashfreie iPhone

If you’re running a multimillion dollar business, as I assume most of these agencies’ clients are, why would you trust your marketing and advertising to a company that still, three years after its introduction, can’t design for the mobile computing device that dominates the popular discourse?

Quelle: Subtraction.com: The Digital Agencies of the Future!

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Dienstag, 21. September 2010

Facebook 2010 effizient nutzen

Nachfolgend einige Tipps vom Facebook-Power User, die einem den Umgang mit dem bisher ungeschlagenen sozialen Netzwerk im Web stark erleichtert:

RSS-Feeds

Als eifriger Leser und Abonnent von RSS-Feeds habe ich selbstverständlich keine Sekunde gezögert, auch die von Facebook angebotenen, auf mich personalisierten Feeds zu abonnieren. Es sind dies:

  • Mario Aeby’s Friends‘ Facebook Status Updates
  • Mario Aeby’s Facebook Notifications

Wofür das Abo der Status-Updates? Nun, zwei Gründe: Einerseits möchte ich nicht immer Facebook in meinem Browser aufrufen, um die neuesten Status-Updates meiner Freunde zu entdecken. Andererseits möchte ich kein Status-Update meiner Freunde verpassen, gleichzeitig aber auch schon gelesene Status-Updates nicht mehr angezeigt erhalten.

Sehr oft kommt es vor, dass ich am Ende eines Tages nach Hause komme, NetNewsWire aufstarte und mich dank dieses RSS-Feeds durch die Status-Updates des Tages durchackere. Vielleicht haben einige meiner Facebook-Freunde bemerkt, dass ich — wenn ich Kommentare auf ihre Status-Updates abgebe — oftmals wenige Sekunden später auch auf Status-Updates von anderen Personen kommentiere, auch wenn sie dieses Status -Update vielleicht bereits am Morgen aufgeschaltet haben. Die Erklärung dafür ist simpel: Da ich die Status-Updates an einem Stück abarbeite, benötige ich im Tag vielleicht fünf zusammenhängende Minuten, um über die Aktivitäten all meiner Freunde auf dem Laufenden zu sein. In diesen fünf Minuten entstehen in der Regel auch die Mehrheit meiner Kommentare.

Leider versteckt Facebook den Direktlink auf den persönlichen Feed der Status-Updates seit einiger Zeit. Im Netz gibt es aber einige Artikel, die einem helfen, den RSS2-Link zusammenzubasteln. Die Linkbasis lautet http://www.facebook.com/feeds/friends_status.php?id={ID}&key={FRIENDS_KEY}&format=rss20, {ID} und {FRIENDS_KEY} muss man mit der Anleitung von herausfinden (offensichtlich ist es heute ungemein kompliziert, den {FRIENDS_KEY} zu eruieren). Jedenfalls funktioniert mein Link seit Monaten, wenn nicht gar seit Jahren ohne Probleme.

Nachtrag: Wie Kollege Dänu in seinem Kommentar zu diesem Artikel schreibt, ist unter View Facebook Friends Status Update Feed In Any Feed Reader ein anderer Weg aufgezeigt, der auch heute (Dezember 2010) weiterhin zum Ziel führt. Kurzfassung: Man suche den Link „My Friends‘ Links“, kopiere die URL und ersetze share_friends_post.php mit friends_status.php. Tatsächlich hat dieser Blog-Autor einen (weiteren) Weg gefunden, wie man den {FRIENDS_KEY} herausfindet. Danke!

Die Notifications wiederum sind Spielerei und nicht zwingend nötig — ich lasse mir nämlich alle Kommentare und persönlich an mich adressierten Nachrichten auf mein privates Mailkonto weiterleiten. Dort habe ich einen Unterordner _FACEBOOK eingerichtet, in welchen die Nachrichten automatisch alle fünf Minuten hinverschoben werden. imapfilter sei dank! Der Beweggrund dahinter: Ich möchte soviele Informationen wie möglich aus Facebook rausholen, da ich der Bude bezüglich privater Daten nicht traue. Je mehr ich lokal abgelegt habe, desto sicherer ist es, dass ich auch in einigen Jahren noch auf die Aktivitäten zugreifen kann. Ich finde es trotzdem nett, die Notifications neben E-Mail auch noch über einen zweiten Kanal aufgelistet zu erhalten. Der Link auf den Notifications-Feed findet sich unter http://www.facebook.com/notifications.php.

Facebook-Chat

Wie grau die Welt doch war, als ich mit Adium nur ICQ- und MSN-Chats führen konnte. Kaum jemand meiner Kollegen benutzt diese beiden Urgesteine von Chatprotokollen noch, weshalb ich Gefahr lief, sozial zu verkümmern. Der „Pöbel“ war nämlich schon lange weitergezogen (respektive hatten sich die veralteten IMs gar nicht mehr erst angetan) und chattete munter und fröhlich auf Facebook.

Erst vor wenigen Wochen entdeckte ich nun, dass das omnipotente soziale Netzwerk einen Jabber-kompatiblen Chat anbietet! (Die Entwickler der Plattform sind halt auch nur Geeks und werden wie ich den Web-Chat fürchterlich verabscheuen). Seither bin ich permanent auf Facebook online und für Chats zu haben. Unglaublich, wie viele neue, im Grunde aber altbekannte Chat-Partner ich so in Reichweite habe.

Die Konfiguration ist recht simpel und in der Facebook-Hilfe detailliert beschrieben. Wissen muss man eigentlich nur:

Jabber ID emeidi@chat.facebook.com
Password *****
Connect Server chat.facebook.com

Die Chat-Nachrichten können aber leider nicht verschlüsselt werden.

Der Vorteil dieser Lösung: Ich muss nicht den verschissenen Web-Chat von Facebook benutzen (und so konstant Facebook in einem Browser-Fenster geöffnet haben), sondern kann meinen altbekannten und bewährten IM-Client verwenden. Desweiteren werden alle Gespräche auf der Festplatte abgespeichert und können später problemlos durchsucht werden.

Weitere Pluspunkte: Alle Chatpartner sind von Anfang an mit ihrem realen Namen in der Liste aufgeführt und werden sogar gruppiert angezeigt, wenn man seine Kontakte in Gruppen wie Arbeit, Studium, Politik etc. eingeordnet hat.

Facebook-Chat wird über kurz oder lang ICQ, AIM, MSN, Yahoo! Messenger und wie sie alle heissen in die Wüste schicken — oder zumindest für einen spürbaren Einbruch im Chatverkehr sorgen.

Und ja, falls mir Mal langweilig werden würde: Es liesse sich sicher auch ein kleiner Bot programmieren, der die An- und Abmeldungen meiner Freunde akribisch festhalten würde und dieses Verhalten anschliessend statistisch auswerten könnte. Aber lassen wir das.

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Montag, 20. September 2010

Ein Düsenjet in 150 Tagen, bitte!

He pared away procedural dross: Whatever used up time without advancing the project was banned—even visits from the customer. Finished drawings were not required; shop men were encouraged to work from sketches and when possible to develop parts directly on the airplane. Decisions, once made, would not be second-guessed; good enough was good enough. Meetings were limited to two or three essential participants. Initial flight tests would be conducted by the builders—not, as was usual at the time, by the customer’s pilots.

Quelle: A look at the design process of aviation innovator Clarence („Kelly“) Johnson – (37signals)

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Sonntag, 19. September 2010

Wann neue Prozesse eingeführt werden sollten

individuals doing hands-on work (e.g. engineers) can easily recognize when it is appropriate to add elements of organization or process, as they have a more direct ability to see how the benefits would outweigh the costs. That is the only time when a new system of organization or process should be added.

Managers will need to suppress their natural fear that things are too chaotic or out of control due to the lack of visibility into details. They should focus on leading by setting accurate and informative context and goals, facillitating the natural organization that results from collaboration between technology workers (who are often not the type prone to falling into anarchy anyhow).

Quelle: Engineering Management – Process

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Sonntag, 19. September 2010

Integration als Hol- wie Bringschuld

Das werden die rechtsbürgerlichen Exponenten nicht gerne hören:

Lotsen für Neuankömmlinge, geringe Arbeitslosigkeit, guter Verdienst: In Schweden geht es Migranten gut, weil man Integration dort anders versteht als im Rest Europas. Nämlich nicht nur als Verpflichtung des Einwanderers, sondern auch als Bringschuld der Gesellschaft.

Quelle: Integration in Schweden: Warme Jacken am Flughafen – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

Doch im Grunde sollte man über so etwas gar nicht lange nachdenken müssen, das gehört zum Allgemeinwissen. Aber nicht dass man mich nun falsch versteht: Fördern, aber eben auch fordern. Nur eine Kombination daraus führt auch hierzulande zu einer weiterhin funktionierenden Gesellschaft.

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Donnerstag, 16. September 2010

„Wer wird Bundesrat?“ für einmal völlig eigennützig beantwortet

Heute präsentierte Marco Jorio vom Historischen Lexikon der Schweiz HLS an der zweiten Infoclio.ch-Tagung in Bern die Zukunft der Online-Version des Lexikons, dem sogenannten e-HLS.

Jorio unterliess es dabei nicht, die bevorstehenden Bundesratswahlen auf süffisante Art in sein spannendes Referat einzubinden. Sinngemäss:

Nun, wie Sie vielleicht wissen wird jeder Bundesrat im Historischen Lexikon der Schweiz porträtiert. Leider haben wir damit aber zunehmend ein Problem: Seit der Erstausgabe von 2002 sind wir mit der Publikationsreihe bei Band 9 angelangt, der die Begriffe „Mur“ bis „Privilegien“ abdeckt.

Bereits zweimal hat uns in der Zwischenzeit das Parlament einen Strich durch die Rechnung gemacht und Bundesräte gewählt, deren Nachnamen mit B beginnen. Diese Biographien fehlen folglich in der entsprechenden Ausgabe, da diese vor der Wahl der betreffenden Bundesräte erschienen ist.

Sie verstehen deshalb hoffentlich, dass wir vom Lexikon — obwohl ansonsten politisch völlig neutral — angesichts der bevorstehenden Bundesratswahlen zwei persönliche Favoriten haben: Sommaruga fänden wir gut, Schneider-Amman ebenfalls. Keller-Suter wiederum wäre genauso wie Fehr nicht so toll …

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Donnerstag, 16. September 2010

Wieso Nokia nicht McDonalds ist

McDonald’s […] doesn’t waste untold time and resources trying to invent filet mignon whole cloth.

Quelle: Nokia Is the McDonald\’s of Phones

Als ich mir im April 2000 mein erstes Mobiltelefon gekauft habe, war der Fall klar: Es musste ein Nokia sein. Als angehender Maturand natürlich nicht irgendeines, sondern das damals vom urbanen, eleganten Publikum so heiss verehrte Nokia 8210 mit roter Ummantelung. Darauf folgte ein Nokia 6210 (Mai 2001). Leider erwies sich das Gerät als qualitativ minderwertig, weshalb es bereits nach einem Jahr (September 2002) mit einem Nokia 6310 ersetzt werden musste — rückblickend das beste Pre-3G-Handy, das ich je besass. Es folgte ein Nokia 6021 (September 2005). Das letzte Nokia-Handy, das ich mir leisten wollte und konnte war das Nokia 6300 im Oktober 2007, vier Monate nach dem Verkaufsbeginn des ersten iPhones in den USA . Bereits damals war mir klar, dass das Nokia innert nützlicher Frist durch ein Apple-Handy ersetzt werden würde. Im Juli 2009 war es dann soweit: Auch für mich brach das 3G-Zeitalter an, zum Leidwesen vieler Facebook- und Twitter-Follower.

Wie sich die Zeiten doch ändern: Zwar habe ich mir Ende des letzten Jahres ein weiteres Mal ein Nokia-Handy geleistet: Ein Nokia 1208. Für meine Afrikareise. Denn meinem iPhone 3GS wollte ich die beschwerliche Reise nicht antun und mir es schlimmstenfalls noch stehlen lassen.

Fazit: Auch in meinem Leben hat sich der „Nobel“-Brand Nokia zum „Fast Food“-Brand degradiert. Verlierer bestraft das Leben — und wer die Autobahnausfahrt trotz guter Signalisation und Schneckentempo verpasst, hat kein Mitleid verdient.

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Dienstag, 14. September 2010

Externer Dienstleister für die Bundesverwaltung

If you can’t get a government job, you try to work as a contractor for the government… or in some government-supported, or government- favored, industry, such as the military or the universities. Or you get your representatives to get you a tax break, or a subsidy, or a grant…

Quelle: US Real Estate Market Sits in the Waiting Room

Lustig wird es immer dann, wenn Beamtensöhne und -töchter vereint mit Zöglingen solcher Dienstleister gegen den ausufernden Staat wettern. Wer anders als der Staat hat ihnen das tägliche Brot und die Ausbildung bezahlt?

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Dienstag, 14. September 2010

Dank der Küche überleben

I knew a fellow who had survived the Nazi death camps. He told me that the secret to surviving in such a situation is to be as close to the kitchen as possible. The further you got from the kitchen, the less food you got. You needed the heat of the kitchen…and the food…to survive.

Quelle: US Real Estate Market Sits in the Waiting Room

Das gilt wohl auch für (Welt)kriege und Wirtschaftskrisen.

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Montag, 13. September 2010

KZs für Asylanten?

Und es wäre auch bei den ersten zehn Rängen zu überlegen, ob man ‚Asylbewerber‘ aus diesen Nationen bis zum endgültigen Asylentscheid nicht in geschlossenen Lagern hält, wo sie sich mit einfachen Arbeiten nützlich machen können (und wer das Lager verlässt, hat seinen Anspruch auf Asyl verwirkt und wird ohne Gerichtsverfahren wieder zurückgeschafft), was im Endeffekt auch den ehrlichen Migranten weiterhilft, da die meisten, die dann in der Kriminalitätsstatistik landen, sowieso nie hätten Asyl bekommen dürfen und illegal eingewandert sein, und vielleicht sogar zum Schein geheiratet haben, damit man sie zumindest nur noch erschwert loswerden kann, sobald sie ihrem inneren Drang nachgeben und auf die schiefe Bahn geraten.

Quelle: Das BfS lässt endlich die Katze aus dem Sack | Snoop InfoSystems

Mousseman (aka René Läderach) hat sich wieder so oft aus der jüngeren europäischen Geschichte inspirieren lassen und bringt einen wahrlich praktikablen Vorschlag an den Tag. Und ich denke, dass er sich als optimale Besetzung für die Rolle des strengen, aber überaus gnädigen KZ-Aufsehers Amon Göth sieht. Wer, wenn nicht er, bringt diesem Asylanten-Pack das Schweiztum und korrekte Verhaltensweisen bei? Eben.

Bei solch rechtsextremen Vorschlägen sträuben sich mir die Nackenhaare und der Linke in mir kommt wieder voll zur Geltung: Toll, wenn man ganze Ethnien und/oder Bürger bestimmter Nationen allesamt in denselben Topf ins selbe KZ wirft …

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