Samstag, 14. August 2010

E-Mails mit imapfilter serverseitig ablegen

Seit vielen Jahren verwende ich das IMAP-Protokoll zum Zugriff auf alle meine Mail-Adressen. Doch leider nimmt die Mailflut immer mehr zu, und das stört.

Bis zum heutigen Tag habe ich mich „Regeln“ in Apple Mail beholfen, um Mails beim Eintreffen in die entsprechenden Unterordner abzulegen. Seit ich aber einen Laptop und ein iPhone besitze und zunehmend auch unterwegs Mails abrufe, wäre es äusserst nützlich, wenn ich eingehende Mails vollständig automatisch serverseitig vorsortieren und in Unterordner ablegen könnte.

Bisher war ich dazu genötigt, die Regeln von Apple Mail auf meiner Workstation zu Hause auf den Laptop zu übertragen. Immer wieder habe ich mir dabei vorgenommen, diese Redundanz aufzuheben. Heute ist es nun soweit!

Was tun? Wer einen dedizierten Mailserver im Keller stehen hat, wird sich auf procmail-Scripts stützen (ich habe auch schon darüber berichtet), die eingehende E-Mails nach bestimmten Kriterien in Unterordner verschieben. Dies ist für mich keine Option, weil mein von Genotec betriebener Mailserver keinen Shellzugriff bietet. Auch bietet der Hoster keine anständige Möglichkeit an, serverbasierte Filter einzurichten.

Heute nun bin ich via einer diesbezüglichen Frage auf der Community Serverfault auf imapfilter gestossen.

Installation

Zuerst installiert man sich das Paket unter Debian auf einem ans Internet angeschlossenen Server, der nonstopp läuft:

apt-get install imapfilter

Filterregeln erstellen

Anschliessend schreibt man sich mit der Sprache Lua (vgl. die Beispiele Rotating email into your inbox using imapfilter sowie sample.config.lua.txt) entsprechende Filter-Rezepte und legt diese nach einem chmod 600 * im Homefolder beispielsweise unter ~/.imapfilter/filter/ ab.

Nachfolgend ein solches „Rezept“ für einen meiner Mailkonti:

mbox = IMAP {
    server = 'mail.server.tld',
    username = 'user@domain.com',
    password = '********',
    ssl = 'ssl3'
}

-- Facebook
messages = mbox.INBOX:contain_from('facebookmail.com')
messages:move_messages(mbox['Facebook'])

...

-- AHC
messages = mbox.INBOX:contain_field('List-ID','gi-ch.googlegroups.com')
messages:move_messages(mbox['AHC'])

...

Wie man anhand dieses Beispiel sieht, kann man jedes beliebige Feld des Mail-Headers auswerten. Als Hilfe für alle verfügbaren contain_X-Befehle sei auf die Dokumentation unter imapfilter_config – imapfilter configuration file verwiesen. Es gibt auch noch andere Befehle, die es ermöglichen, noch deutlich feingranuliertere Regeln zu programmieren.

Hat man wie ich mehrere Mail-Konti, die abgegrast werden sollen, erstellt man entsprechende Filter für jedes Konto und legt diese im selben Ordner unter einem aussagekräftigen Namen ab.

Shell-Script schreiben

Damit man diese nun alle auf’s Mal durchackern lassen kann, empfiehlt sich, ein kleines Shell-Script zu schreiben:

#!/bin/sh

IMAPFILTER=`which imapfilter`
RECIPESROOT="~/.imapfilter/filter"

cd $RECIPESROOT

for RECIPE in *
do
        #echo "Running $IMAPFILTER -c '$RECIPESROOT/$RECIPE'"
        $IMAPFILTER -c "$RECIPESROOT/$RECIPE"
done

exit 0

Cron-Job einrichten

Anschliessend richtet man einen Cron-Job ein, der die Mailserver beispielsweise alle 5 Minuten nach neuen Nachrichten abfragt und je nachdem die Filterregeln anwendet:

*/5 * * * *	/usr/local/bin/imapfilter.sh

Fertig ist der kostenlose, transparente Filterservice für eingehende Mails.

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Samstag, 14. August 2010

Wenn Juristen glänzende Augen kriegen …

… muss der Knochen riesig sein.

During the integration meetings between Sun and Oracle where we were being grilled about the patent situation between Sun and Google, we could see the Oracle lawyer’s eyes sparkle.

Quelle: The shit finally hits the fan…. : On a New Road

Es gibt Tage, an denen ich am liebsten 80 Prozent der Juristen auf dieser Welt an die Wand stellen und … Ach, lassen wir das. Die können nicht anders.

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Freitag, 13. August 2010

HP Pavilion statt MacBook Pro?!

Bis hierhin tönt alles noch vernünftig:

The MacBooks never seem to go on sale and so how could I possibly justify paying more than double for something that got less Ram and storage? I couldn’t and that is why I got the PC.

Quelle: Apple MacBook Pro vs HP PC: The Decision Was Easy | WORK FROM HOME JOBS AT DAY JOB NUKER.COM

Apple-Laptops fallen im Tech Spec-Porno-To-Price-Benchmark (auf den ersten Blick) sehr schnell aus dem Rennen.

Doch dann dies:

I don’t like the fact that it no longer comes with the operating system backup discs and it says you need to burn them yourself. I guess this is the new trend. It also has a pretty slim instruction manual as they want you to go online now for everything it seems. I love the fact that it has 2 hard drives so I can put Microsoft XP on one of the hard drives if I end up disliking Vista. Without the two hard drives you would have to partition your one hard drive in order to install the second operating system. That is something I hope I never have to attempt. 

  • Apple liefert seit eh und je eine Betriebssystem-DVD mit seinen Geräten mit.
  • Ein Handbuch braucht man dank benutzerfreundlicher Oberfläche und intuitiv zu bedienendem iLife-Paket nun wirklich auch nicht
  • Zwei Festplatten braucht man auch nicht, weil ein jüngeres Mac OS X bisher immer besser war als die Vorgängerversion

Abgesehen davon würde ich den Pavilion-Schrott sofort in die Klasse der Consumer-Geräte abschieben. Billig auf der ganzen Linie: Schon nur das Plastic-Gehäuse lässt mir die Haare zu Berge stehen. Das MacBook Pro ist hingegen aus einem einzigen Alublock gefertigt.

Weiter sind die 2.5 Stunden Akku-Betrieb das Pavilion ein Lacher. Das MacBook Pro 17″ brachte schon vor zwei Jahren locker die doppelte Dauer hin.

Ah, und wenn man dann noch die „tolle“, liebenswürdigerweise vorinstallierte Software anschaut, ist man froh, wenn man stattdessen das Produkt aus dem Hause Apple erstanden hat:

It’s powered by a 8-cell rechargeable lithium-ion battery, which has a battery life of up to 2.5 hours (depending on usage).

Quelle: Amazon.com: HP Pavilion DV9740US 17.0-inch Entertainment Laptop…

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Freitag, 13. August 2010

Gute Programmierer wollen mit guten Programmierern arbeiten

In technology, once you have bad programmers, you’re doomed. I can’t think of an instance where a company has sunk into technical mediocrity and recovered. Good programmers want to work with other good programmers. So once the quality of programmers at your company starts to drop, you enter a death spiral from which there is no recovery.

Quelle: What Happened to Yahoo

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Donnerstag, 12. August 2010

Das blockierte Wetter

Ausgangspunkt ist die Beobachtung von sogenannten „blockierenden Wetterlagen“, wie sie seit Wochen die Hitze über Osteuropa hochtreiben und den pausenlosen Monsunregen über einem großen Gebiet Pakistans und Nordindiens herunterprasseln lassen. Sie sind nichts Ungewöhnliches, ein immer mal wiederkehrendes Naturphänomen, besonders auf der Nordhalbkugel. Normalerweise müssen solche Zellen über kurz oder lang aber wieder weichen, und das Wetter ändert sich. Über Eurasien ist das offenbar nicht der Fall. Der Grund: Seit Wochen sind die als „Jet Streams“ bekannten Starkwindströme in der oberen Atmosphäre, in mehr als sieben Kilometern Höhe, über diesen Regionen quasi wie festgefroren. Normalerweise blasen die Winde dort mit Hunderten Stundenkilometern und reißen auch darunter liegende Luftströme mit sich. Nicht so, wenn es zu „blockierenden Wetterlagen“ kommt. Dann ist das Wetter darunter, so Cubasch, „wie festgefressen“.

Quelle: Jüngste Naturkatastrophen: Das Wetter hat sich festgefressen – Klima – Wissen – FAZ.NET

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Mittwoch, 11. August 2010

Die USA auf dem absteigenden Ast

… the U.S. is losing its essential character: it is no longer the land of opportunity and upward mobility; no longer the place where the future will surely be better, and more prosperous, than the past.

Quelle: Europeans Can\’t Be Bothered to Hate America – Newsweek

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Mittwoch, 11. August 2010

Mein Mantra

„Studies of consumption and happiness show that people are happier when they spend money on experiences rather than material objects,“ says the Times.

Quelle: Monetary Avalanche

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Mittwoch, 11. August 2010

Die negative Seite von Unternehmern

He very pointedly said that he worked hard at the business at hand. Sometimes this can be a real struggle for an entrepreneur. Many (personally I’d say most) entrepreneurs are risk takers and challenge seekers. Read that as people who have the attention span of a gnat and spend a great deal of their lives having great ideas about the next big thing.

Quelle: From My Basement Corner Office: More Proof That Johnny Carson Was Brilliant

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Dienstag, 10. August 2010

Die beste Hotelzimmerausstattung. Ever.

It struck gold again in this decade with another combination — speakers with a dock for the iPod music player from Apple. By tapping into the Apple system, the company, now called SDI Technologies, has become the largest supplier of speaker and alarm clock docks. It is also the leading maker of hotel alarm clocks.

… In the hotel market, though, the company has placed more than two million alarm clocks with iPod and iPhone docks in almost 40 percent of the 4.9 million hotel rooms in the United States, according hotelnewsnow.com. It cleverly gave itself an edge by designing an iPod alarm clock that would ring only once and then reset itself, preventing the next guest in the room from being unexpectedly awakened at 5:30 in the morning.

Quelle: SDI Technologies Strikes It Rich With iPod Docks – NYTimes.com

Das erste Mal kam ich wohl im Januar 2009 im Park Plaza Orchid in Tel Aviv in Kontakt — und war auf der ersten Sekunde Fan dieser Lösung. iPod rein in den Wecker, und man hört genau die Songs, die einem passen. iPod oder iPhone rein, und man muss keinen Netzadapter mehr mit sich in die Ferien herumtragen, um die stromhungrigen Geräte aufzuladen.

Schade ist eigentlich nur das mit dem Alarm-Reset — dabei war es doch immer ein Höllenspass, dem nachfolgenden Gast so ein richtig nettes Geschenk zu machen …

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Dienstag, 10. August 2010

Bluewin-Mails über Outlook abrufen

Heute hatte ich die Gelegenheit, den E-Mail-Zugang zu einem Bluewin-Konto über Outlook 2003 einzurichten. Und durfte dabei bemerken, dass der Monopolist und die Bürokratiemaschine Swisscom in Sachen Kundenfreundlichkeit immer noch rein gar nichts dazugelernt hat. Leider ist das ein grosser Dämpfer, habe ich doch vor einigen Monaten die angeblich neue, kundenorientierte „Kultur“ in dem Laden gelobt.

Serveradressen?

Zuerst einmal ging es darum, die Adressen der Mail-Server ausfindig zu machen. Wie besser als über Google mit der Suche nacht bluewin pop? Symptomatisch dabei war, dass natürlich an erster Stelle nicht etwa eine offizielle Seite von Bluewin erschien, die die Adressen fein säuberlich auflistete, sondern dutzende Seiten Dritter, wie beispielsweise TipTom oder PCTipp.

Dort wurde mir beschieden:

  • Posteingangsserver: pop.bluewin.ch
  • Postausgangsserver: mail.bluewin.ch

Nun gut. Wäre es nicht besser, wenn man nur noch eine einzige Adresse für den Versand und Empfang angeben könnte? Die IT-Profis von Swisscom werden wohl herausfinden, wie man die Server gegen aussen unter einer Adresse anpreist, im Backend dann aber Empfang und Versand von Mails auf verschiedene Server aufteilt.

Sichere Serveradressen?

Als auf Sicherheit bedachter ITler wollte ich natürlich wenn möglich POP3S und verschlüsseltes SMTP benutzen. Folgt man den Anleitungen aus dem Internet, kann man dabei aber nicht einfach das Häkchen in Outlook setzen und mit den oben genannten Servern sprechen. Nein, man muss spezielle Serveradressen eingeben:

  • Posteingangsserver: pop3s.bluewin.ch mit Port 995
  • Postausgangsserver: smtpauths.bluewin.ch mit Port 465

Herrgott, wieso kann man diese verschlüsselten Verbindungen nicht einfach über die allgemeinen Serveradressen abwickeln?!

Benutzernamen

Die Geschichte wird noch besser: Es gibt @bluemail.ch- und @bluewin.ch-Adressen. Um es den Kunden nicht einfach zu machen, haben sich die Mailserverbetreiber etwas lustiges einfallen lassen:

  • @bluemail-Kunden verwenden als Benutzernamen adresse@bluemail.ch
  • @bluewin-Kunden verwenden als Benutzernamen nur adresse von adresse@bluewin.ch

Von Konsistenz keine Spur …

Swisscom-Login

Im Grunde ist es löblich, dass Swisscom seine Dienstleistungen gebündelt über ein Konto zugänglich macht. Hierfür hat man den Swisscom-Login erfunden.

Offensichtlich besteht nun aber ein Problem, wenn das Passwort für den Swisscom-Login identisch mit dem Bluewin-Passwort ist:

pass: xxxxx ACHTUNG in 99% der Fälle wird hier das falsche benutzt kannst du dich auf der BW Page mit diesem PW anmelden? Dann isses Falsch das ist dein Swisscom Login PW.
Lösung: gehe auf swisscom.com, auf SC Login. Log dich ein, gehe auf BW services, ändere dein Email PW und gib es gleich in deinem PPC ein!

Quelle: einstellungen bluewin

Somit loggt man sich auf www.swisscom.ch mit dem Swisscom-Login ein, hangelt sich durch diverse Submenus, um dann mit einem Klick die „zusätzlichen“ Konten anzuzeigen. Dort setzt man ein Passwort, das nicht identisch ist mit dem Swisscom-Login.

Geschafft

Nun sollte der Abruf und Versand von Mails per verschlüsseltem POP3-Protokoll klappen.

Fazit

All diese Ausführungen sind Beispiel genug, dass bei Swisscom immer noch die „faulen“ und „bequemen“ ITler das sagen haben, anstelle dass man den Kunden und die Kundenfreundlichkeit ins Zentrum stellt. Schade! Für wie viele Supportminuten die oben genannten Fallstricke wohl schon gesorgt haben?

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