Montag, 23. Januar 2023

Sprengung des Raiffeisen-Bancomaten in Neuenegg: Die Tonaufnahme

Seit einiger Zeit habe ich auf unserer Terrasse eine Wyze Cam installiert, die den Unterstand und Sitzbereich filmt (denkt daran: In der Schweiz den öffentlichen Raum zu filmen ist verboten).

Wenn wir auf Reisen sind, oder ich in Zürich arbeite, schaue ich gelegentlich auf das Kamerabild, um zu sehen, was das Wetter so macht, oder ob wir die Storen vergessen haben einzufahren. Zum Beispiel letzte Woche, als es wieder mal heftig geschneit hat.

Am 8. September 2022 wurde um circa 2 Uhr morgens der Raiffeisen-Bankomat in Neuenegg gesprengt. Die Kamera hat seinerzeit die vier Explosionsgeräusche aufgezeichnet, und ich habe das Tonmaterial am nächsten Tag extrahiert:

Ohrenbetäubend.

Tags: , , , , ,
Labels: Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 23. Januar 2023

Bomben für den Frieden

Die Lieferung sei dringend nötig, «um die russische Aggression zu stoppen, der Ukraine zu helfen und den Frieden in Europa schnell wieder herzustellen», teilte am Samstag der lettische Aussenminister Edgars Rinkevics mit.

Quelle: Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen amerikanische Rüstungsinteressen?

Wie sagte die Generation unserer Mütter und Väter damals so schön:

Bombing for Peace Is Like Fucking for Virginity

Faszinierend, wie die schweizerischen Rot-Grünen, welche bis zum 23. Februar 2022 die hiesige Waffenindustrie vernichten und die Armee abschaffen wollten, nun danach geifern, Waffen in den Osten zu liefern:

Ein Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf (paraphrasiert): Wir sollten die Politiker, die Waffenlieferungen fordern, in eine Uniform stecken und mitsamt den Waffen an die Front schicken.

Ich lebe in einem Orwellschen-Alptraum.

Tags: , , , , , ,
Labels: Krieg

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 23. Januar 2023

Ukraine-Krieg: Selbstlose USA

Wenn die Amis in solche Händel involviert sind, muss man sich immer fragen: Cui bono? Und in den allermeisten Fällen lautet die Antwort: Den USA:

Aus der deutschen Rüstungsindustrie ist jedoch die Sorge zu hören, dass die Amerikaner nur darauf warteten, den Europäern für ihre Leopard-Lieferung Ersatz durch eigene Panzer zu offerieren. Der Ukraine-Krieg biete den USA gerade die Gelegenheit, nach Helikoptern, Kampfjets und Raketen nun auch mit Panzerfahrzeugen auf dem europäischen Rüstungsmarkt Fuss zu fassen und die deutsche Konkurrenz zu verdrängen.

Quelle: Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen amerikanische Rüstungsinteressen?

Tags: , , , , , , , ,
Labels: Krieg, USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 22. Januar 2023

Reisetipps für Japan

Dieser Artikel von Patrick McKenzie richtet sich an Leute, die neben generischen, geschliffenen Informationen in Reiseführern auch noch an Tipps eines Expats interessiert sind: Travel recommendations for Japan.

Tags:
Labels: Reisen

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 22. Januar 2023

How To: Bei der Einreise in die USA auf die Gesichtserkennung verzichten

YK Hong beschreit, wie man das mit genug Ausdauer schafft (Vorwarnung: Nicht ganz einfach!): Since folks asked what happens whenever I opt out of facial recognition, I documented it for you while going through US border patrol. (Original-Tweet)

Spannend dabei ist, dass ich das offenbar neue Prozedere bis jetzt nicht durchmachen musste, obwohl ich im Dezember 2021 und im Juli 2022 in die USA geflogen bin. Im ersten Fall bin ich in San Francisco gelandet, im zweiten Fall in Las Vegas.

Tags: , , ,
Labels: USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 22. Januar 2023

Einen guten Roten erkennt man …

Manchmal liest man Artikel, und muss auf Grund eines Satzes laut herauslachen — egal, ob man das Gesagte nun unterstützt oder nicht.

Am 19. Januar 2023 war es wieder Mal so weit, als ich einen Artikel von Christoph Mörgeli las:

Dem angeschlagenen Kulturminister eilt jetzt Viktor Giacobbo auf Twitter zu Hilfe: Man habe vertrauliche Dokumente an Ringier in Joe Bidens Büro entdeckt. Und die People-Journalistin von Ringier unterhalte eine Standleitung in den Buckingham-Palast. Auch der öffentlich-rechtliche Mike Müller lenkte ab – auf Adolf Ogi, der «zweimal rausging, um Frank A. Meyer anzurufen». Dank neuen Indiskretionen wissen wir, dass Alain Berset gerne eine Zigarre und einen guten Rotwein geniesst. Weinkenner wissen: Einen guten Roten erkennt man an seinem Abgang.

Quelle: Das System Berset wankt

Wie kommt jemand auf solche bombastische Pointen?

Tags: , , , , ,
Labels: Politik

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 22. Januar 2023

15 amerikanische Nahrungsmittel, die in anderen Ländern verboten sind

Spannend:

Here are 15 American foods that are so bad they’re banned (yes, illegal) in other countries (Original-Thread auf Twitter).

Hier die Liste:

  1. Twinkies. Grund: „Yellow 5“ Nahrungsmittelfarbe.
  2. Stove Top stuffing. Grund: beta-hydroxy acid (BHA), butylated hydroxytoluene (BHT).
  3. Skittles. Grund: Titanium dioxide. Daneben auch Yellow 5, und Yellow 6.
  4. Coffe-mate. Grund: Hydrogenated soybean, cottonseed oils.
  5. US Pork. Grund: Ractopamine.
  6. Ritz Crackers. Grund: Hydrogenated cottonseed oil.
  7. US pre-packaged ground beef. Grund: „Pink slime“, mit ammonia gas behandelt
  8. Swiss Rolls. Grund: Yellow 5 und Red 40 Nahrungsmittelfarbe.
  9. Maraschino cherries. Grund: Red 40 Nahrungsmittelfarbe.
  10. Farmed salmon. Grund: Methyl mercury, dioxins, Antibiotika.
  11. US milk. Grund: rBGH/rBST growth hormone.
  12. Mountain Dew. Grund: Brominated vegetable oil.
  13. US chicken. Grund: washed in chlorine.
  14. Froot Loops. Grund: Nahrungsmittelfarben.
  15. US corn. Grund: sprayed with atrazine.

Tags:
Labels: Essen, USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 15. Januar 2023

Die Causa Alain Berset, finales Kapitel?

Unter Bekannten von mir läuft gerade die Wette, ob Alain Berset am Montag, 23. Januar 2023, noch Bundesrat sein wird. Eine Person ist überzeugt, dass er bis dann zurückgetreten ist, andere haben dagegen gewettet.

Ich persönlich weiss es nicht, und ich habe auf eine Wettteilnahme verzichtet.

Er hat seit Beginn der Pandemie 2020 (leider) jedem Angriff standgehalten, welcher (meistens selbstverschuldet) auf ihn niedergeprasselt ist. Respekt.

Was nun anders sein könnte? Es ist Wahljahr. Mir erscheint er für die SP eine Hypothek, persönlich aber eher auf Grund seiner amourösen Eskapaden, als wegen der Weiterleitung von vertraulichen Unterlagen aus seinem Departement an den Ringier-Verlag. Und: Die Pandemie ist durch, ein Austausch käme also nicht in einer Zeit, wo von etablierten Bundesräten Kontinuität und Führungsstärke benötigt wird.

Was gegen einen Rücktritt spricht: Er ist heuer Bundespräsident.

Ringier: Schweigen.

Gestern Abend, als die meisten Schweizer Medien einen Artikel online hatten, welcher die neuesten Erkenntnisse über die „Standleitung“ aus Bersets Laueners Büro zur Firma Ringier beleuchtete, herrschte auf Blick.ch … Totenstille:

2023-01-14 Blick.ch Berset Totenstille.mp4 (288 MB)

Wie merkwürdig! Ich hoffe, dass auf den Ringier-Redaktionen die Fetzen nur so fliegen. Falls nicht handelt es sich bei der Bude um einen hoffnungslosen Fall.

Übrigens: Sogar die SRG scheint heute Mittag die Handschuhe ausgezogen zu haben: Corona-Indiskretionen: Ohne Erklärung könnte es eng werden für Alain Berset.

Nachtrag 1

Blick brauchte zwei Tage, um sich zu fassen, und veröffentlichte am Dienstag, 17. Januar 2023, folgende Stellungnahme ihres Chefredaktors Christian Dorer: Statement von Christian Dorer, Chefredaktor Blick-Gruppe: Niemand beeinflusst Blick!

Nachtrag 2

In der Samstagsrundschau vom Samstag, 21. Januar 2023, nahm Cédric Wermuth, Co-Präsident der SP Schweiz, zur Causa Berset Stellung. Hut ab vor dem Moderator Dominik Meier, der sich nicht mit Floskeln abspeisen liess (es besteht doch noch eine kleine Hoffnung, dass SRF auch anders kann als Hofberichterstattung):

Wird Berset zur Belastung für die SP, Cédric Wermuth?

Tags: , , , , , , ,
Labels: Politik, Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 15. Januar 2023

Europa: Kein kohärenter, langfristiger Plan für die Ukraine

Anknüpfend an den gerade veröffentlichten Post, und meine Aussage, dass uns in Westeuropa fähiges politisches Personal fehlt, noch folgender Artikel (natürlich wieder aus den „verbotenen“ Medien):

Die Schweiz des Ostens – oder ein slawischer Libanon?

Der Artikel beginnt mit der sich abzeichnenden taktischen Massnahme Westeuropas, der Entsendung von „unseren“ Kampfpanzern an die Ukraine, und spinnt die (fehlenden) Folgeüberlegungen hinter dieser Aktion dann weiter.

es scheint mir, dass kein Plan existiert, wie dieser Krieg beendet werden kann und was aus einem Sieg oder einer Niederlage der Ukraine für Konsequenzen erwachsen.

Geschlagene Kräfte müssen weiterverfolgt werden, um eine erneute Sammlung zu verhindern. Man stelle sich vor, Napoleon wäre nicht über die Beresina verfolgt worden, oder die Alliierten wären an Rhein und Oder einfach stehengeblieben und wären nicht ins Dritte Reich vorgedrungen. Eine feindliche Armee kann nicht einfach besiegt werden – sie muss vernichtet und aufgelöst werden. Wie soll das bei einer Atommacht wie Russland funktionieren?

Landverluste bleiben immer eine offene Wunde, getreu dem Motto „Nie darüber reden, immer daran denken“. Die Franzosen hatten 1871 auch die Geduld, sich erst 1918 das Elsass wieder einzuverleiben, und Schlesien blieb Jahrzehnte der Zankapfel zwischen Preußen und Österreich. Und Polen fordert heute noch von Deutschland Reparationen für seine Ostgebiete, die sich doch lustigerweise die Russen bereits 1939 einverleibt haben. Es wird also keine Gewinner geben, sondern einen auf vielleicht 10 – 20 Jahre eingefrorenen Konflikt, auf dessen Fläche es zwangsläufig ethnische Säuberungen geben muss, wenn sich die Ukraine nicht auf Jahrzehnte hinaus mit russischen Guerillatruppen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen herumschlagen will. Das ist moralisch nicht hübsch, aber militärstrategisch und politisch unabdingbar. Die Russen, Polen und Tschechen mussten exakt so 1945 handeln, so grauenhaft das für die deutschen und jeweiligen polnischen Minderheiten war.

Man sollte eigentlich erwarten, dass die Damen und Herren und Diversen mit den Schulterklappen aus 3000 Jahren dokumentierter Militärgeschichte gelernt hätten.

Die Hoffnung (meiner Meinung nach deutlich zu spät), und die Befürchtung über des Resultat:

Ich würde mir die Ukraine als eine Art Schweiz des Ostens wünschen – aber bestenfalls wird sie wohl zum Libanon der slawischen Staaten.

Tags: , , , , ,
Labels: Krieg

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 15. Januar 2023

Filme eines Apple TV 4K an einem Sony Bravia OLED „stottern“

Seit wir unseren Sony Bravia KD-65AG8 haben und mit einem daran über HDMI angeschlossenen Apple TV 4K Netflix und Apple TV+ Fernsehserien schauen, stört mich das gelegentliche „gestottere“ der bewegten Bilder. In einem Moment läuft das Video flüssig, im nächsten Moment gleicht es eher einer Dia-Show, in welcher einzelne Frames aus irgendeinem Grund deutlich länger gezeigt werden, als sie sollten.

Meiner Frau fallen diese Stotterer aus irgendeinem Grund nicht auf — mir aber schon, andauernd. Können Augen und die Verarbeitung von Bewegtbildern im Hirn so unterschiedlich sein?

Auf Grund eines Tweets der mir unbekannten „lauren“ (@notABigJerk), welchen ich vor Weihnachten zufällig entdeckt habe, versuchte ich heute eine Anpassung der Einstellungen:

Bei Sony heisst das „Feature“ Motionflow. Ich habe es unter Home > Settings (Zahnrad) > Picture > Advanced settings > Motionflow für HDMI 3, an welchem der Apple TV hängt, deaktiviert (es gibt verschiedene Einstellungen; Standard, Cinema usw. usf.).

Die zweitletzte Episode von 1899 schauten wir noch mit aktiviertem Motionflow an, in der Pause zur letzten Episode (persönliches Fazit: meh!) schaltete ich dann Motionflow aus, und tatsächlich: Meines Erachtens zeigte sich kein einziges Stottern mehr. Ich vermute, dass dies wirklich das Problem war, aber werde die Sache noch etwas länger beobachten.

Nachtrag

Variety schrieb im Februar 2022 bereits einen Artikel darüber: How to Shut Off Motion Smoothing — and Why You Should

Kurz zusammengefasst liegt die Ursache des Problems daran:

A standard film or TV show is usually shot at 24 to 30 frames per second, while modern TVs are capable of operating at 60, 120 or occasionally even 240fps.

When motion smoothing settings are turned on your TV, the TV essentially adds fake frames into a film or show in order to artificially increase the frame rate. […] Motion smoothing works best when the scene is moving slowly in a predictable way, like a panning shot or a big object moving sideways. Small objects moving fast in unpredictable ways or complex transformations like explosions are the hardest to estimate and will result in weird visual artifacts.

Tags: , , , , , , ,
Labels: Technik

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen