Mittwoch, 4. November 2009

Wer hat keine psychische Störung?

Pro Jahr werden im Kanton Zürich rund 4000 jugendliche Straftäter verurteilt. Rund 80 Prozent davon haben eine psychische Störung, sagen Experten.

Quelle: Wir müssen noch einmal 2000 Sozi-Psychiater und -‚Arbeiter‘ anstellen | Snoop InfoSystems

Das erinnert mich an den Spruch „If all you have is a hammer, everything looks like a nail!“. Und an dieses Experiment, das man in den USA vor einigen Jahrzehnten durchgeführt hat: Freiwillige, völlig gesunde Menschen opferten sich im Namen der Wissenschaft und liessen sich in psychiatrische Anstalten einweisen, indem sie sich als geistig gestört auswiesen. Jeder (?) wurde behandelt, und bei jedem (?) Probanden wurde eine psychische Störung diagnostiziert.

Aber das ist halt so im medizinisch-psychologischen Metier: Lieber nicht zum Doktor gehen, denn der findet bestimmt immer irgendwas, was nicht stimmt.

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Dienstag, 3. November 2009

Adobe motzt auf dem iPhone

Adobe sucks at programming, then apple told them they sucked at programming.

Quelle: Adobe UI Gripes

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Dienstag, 3. November 2009

SVP will die Schweiz autark machen

Ernährungssouveränität? Spinnen die?

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Nehmen wir die SVP zum Nennwert

Als angehender Historiker, der in seiner Lizentiatsarbeit („Missernte 1916/17 in der Schweiz“) auch ausführlich auf den Selbstversorgungsgrad der Schweiz im Ersten Weltkrieg eingegangen ist, musste ich gestern ob den Worten Toni Brunners den Kopf schütteln. Egal was der St. Galler Bauer und SVP-Parteipräsident raucht, er sollte schleunigst damit aufhören!

Gerade er als (Meister?)Landwirt sollte doch um Gottes Willen wissen, wie viel die Schweiz ihres Grundbedarfs an Nahrungsmitteln importieren muss. Damit nicht genug, hinzu kommen riesige Mengen an Treibstoff, Dünger, Pestiziden und Futter, die offensichtlich auch Bauern geflissentlich aus ihrer Rechnung ausblenden.

Man muss sich nun wirklich nicht lange mit der industrialisierten Landwirtschaft auseinandergesetzt zu haben, um zu realisieren, dass die Schweiz schon nur ohne fossile Energieträger (damit meine ich aber nicht nur Diesel für die Traktoren, sondern auch Grundbausteine von Dünger) landwirtschaftstechnisch komplett am Arsch wäre.

Hinzu kommt, dass wir Unmengen an sogenannt veredelten Nahrungsmitteln produzieren (Milch, Käse, Fleisch). Für eine tierische Kalorie herzustellen, sind zwischen 5 bis 10 pflanzliche Kalorien nötig. Um die Ernährung von 7 Millionen Menschen auch nur annähernd sicherzustellen, müssten wir folglich allesamt über Nacht zu Vegetariern mutieren, um die Verschwendung von Getreide, Mais etc. an Nutztiere zu stoppen.

Etwas, was das letzte Mal im Zweiten Weltkrieg versucht wurde. War Wahlens Anbauschlacht ein Erfolg? Wenn man die Mythisierung der geistigen Landesverteidigung von der Anbauschlacht abschält, bleibt

Immerhin stieg der Selbstversorgungsgrad von 52% auf 59%, verbunden allerdings mit einer Senkung der durchschnittl. Kalorienmenge pro Person von 3’200 auf 2’200 kcal.

7 mickrige Prozent! Es darf angenommen werden, dass der Selbstversorgungsgrad des Landes heute noch viel niedriger liegt.

Was gedenkt also die SVP zu tun? In meinem Bücherregal habe Herbert Backes „Um die Nahrungs-Freiheit Europas“ stehen. Erschienen 1943 — im Dritten Reich. Ob die dort angepriesen Lösung für das Problem der Nahrungsmittelknappheit („Lebensraum im Osten“) von unserer SVP wirklich verfolgt werden möchte, wage ich zu bezweifeln.

Auch ein Strukturwandel hin zu pflanzlichen Erzeugnissen wäre im derzeitigen „Agrarfreihandel“ reiner Selbstmord — Schweizer Bauern können auf Grund der Kleinräumigkeit der Höfe und des Landes nun mal nicht zu den Preisen Getreide produzieren, wie es die USA oder Argentinien tun.

Ich bin also gespannt, welches Patentrezept die SVP aus dem Ärmel schütteln wird.

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Sonntag, 1. November 2009

Drupal im Weissen Haus

O’Reilly lobt Drupals „riesige“ Bibliothek an Modulen, mit denen whitehouse.gov zum Beispiel skalierbare Livechats anbieten und seine Inhalte in mehrere Sprachen übersetzen könne. Außerdem werde die Webseite durch Drupal sicherer.

Quelle: heise open – Open Source zieht ins Weiße Haus ein

Dass das Weisse Haus unter der Fuchtel von Obama langsam mit der Adaption von Opensource-Software beginnt, ist äusserst lobenswert. Ich frage mich aber, ob man diesen Einstellungswechsel ausgerechnet mit Drupal gehörig feiern sollte.

Meine Kritikpunkte:

  • „riesige“ Bibliothek an Modulen Für Microsoft Windows gibt es auch zig-Millionen Applikationen. Dass Mac OS X heute unter Computerspezialisten klar das Betriebssystem der Wahl ist, zeigt, dass man wohl eher die Qualität statt die Quantität von Applikationen, Modulen oder Erweiterungen beurteilen sollte, die für ein Betriebssystem (oder CMS) existiert. Abgesehen davon muss man sich bewusst sein, dass viele dieser „riesigen Bibliothek“ an Erweiterungen für Drupal durch deren raschen Versionssprünge gar nicht mit der aktuellen Version kompatibel sind.
  • Skalierbare Livechats Mal ehrlich … das Weisse Haus stellt auf ein neues CMS um — und ausgerechnet Live-Chats müssen als das Killerfeature herhalten? Abgesehen davon, dass ich mich frage, wie viele Beamte eingestellt werden müssen, um chatwilligen Antwort zu geben, frage ich mich schon ein wenig, ob Livechats angesichts der Situation des Landes wirklich lebenswichtig sind.
  • Inhalte in mehrere Sprachen übersetzen Viel Spass — und mein Beileid an die Entwickler. Um Drupal wirklich bis in die letzte Ritze (bspw. Taxonomy) multilingual zu machen, wird es den einen oder anderen Death March geben.
  • werde die Webseite durch Drupal sicherer. Ja klar. So sicher wie WordPress in den letzten Jahren? Viel Spass in der Drupal/Modul-Upgrade-Hölle.

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Sonntag, 1. November 2009

Verpasster Bankensturm 2008

«Der Bank-Bank-Markt war klinisch tot. Noch ein Konkurs – und nach drei Tagen wären drei grosse Banken dicht gewesen. Und drei Tage später 1500 Banken», sagte ein Banker von Credit Suisse. «Der letzte Herbst war eine aufregende Zeit.» Die nächsten Schritte würden dann «logisch wie eine atomare Kettenreaktion» (so der Banker) folgen: Panik, gestürmte Schalterhallen, Schliessung der restlichen Banken. Und darauf: Tote Bankomaten, wertlose Kreditkarten, keine Überweisungen mehr. Alle Transaktionen auf Cash.

Quelle: Was, wenn das Weltfinanzsystem abstürzt? – News Wirtschaft: Konjunktur – bernerzeitung.ch

Hmmm … wahrlich ein äusserst spannender Gedanke! Mit Edelmetallen in der Hand hätte man wohl auf Grosseinkauf gehen können. Und für was wäre man dann eigentlich noch arbeiten gegangen? Sparen wir uns die Hypothesen für den Ernstfall.

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Samstag, 31. Oktober 2009

Schleichende Islamisierung der Schweizer Nati

Nassim Ben Khalifa schoss die Schweiz zum 1:0 gegen Brasilien. Nach Mexiko und Japan schlug das Team von Dany Ryser auch den dreifachen Titelträger Brasilien. Das entscheidende Tor fiel schon nach 21 Minuten.

Quelle: 1:0 gegen Brasilien: Mit Sieg in die Achtelfinals – News Sport: Fussball – tagesanzeiger.ch

Was uns Herr Köppel in den letzten Wochen mit seinem Kampfblatt permanent weiszumachen versucht — die schleichende Islamisierung unseres Landes, die sehr sehr gefährlich ist — wurde der Öffentlichkeit gestern auf eindrückliche Art und Weise gewahr: Dank den Ballkünsten eines Fussballers mit arabischem Namen kommt es wohl tatsächlich noch so weit, dass wir fussballerisch endlich einmal Erfolge zu verzeichnen haben. Angesichts dieser verdammt gefährlichen Entwicklung gebe ich den xenophoben Rechtsaussen vollkommen Recht: Solche Erfolgserlebnisse sind unserer Nati zwingend zu verwehren. Schickt gefälligst die Uelis und die Sepps aus der Innerschweiz wieder auf die Spielfläche!

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Samstag, 31. Oktober 2009

Was brächten uns 66 Prozent Maturanden?

«Die Herren Professoren scheinen noch nie etwas von einer Grundbildung mit Berufsmatur und anschliessenden Weiterbildungen an Fachhochschulen und Universitäten gehört zu haben. Unsere Berufsbildung ist heute so durchlässig wie nie zuvor und fein abgestimmt auf die Bedürfnisse sowohl der Wirtschaft als auch der Arbeitnehmenden.» Der Gewerbedirektor entkräftet die These wonach mehr Maturanden unbedingt nötig seien. «Das Pisa-Musterland Finnland weist eine Maturitätsquote von 95 Prozent auf, während sich die Schweiz mit 26 Prozent begnügt. Die Finnen zahlen aber für diese Verschulung einen hohen Preis: Die Jugendarbeitslosenquote lag vor Ausbruch der Krise bei 27,5 Prozent, während sie in der Schweiz bloss tiefe 7,5 Prozent betrug.»

Quelle: Impuls – die Zeitung der FDP Sense, 3/2009, S. 4.

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Samstag, 31. Oktober 2009

Wie man Introvertierte behandelt

Früher nannte man sie ausschliesslich Introvertierte, heute fallen durchaus auch Computer-Geeks in diese Kategorie:

  • Respect their need for privacy.
  • Never embarrass them in public.
  • Let them observe first in new situations.
  • Give them time to think. Don’t demand instant answers.
  • Don’t interrupt them.
  • Give them advanced notice of expected changes in their lives.
  • Give them 15 minute warnings to finish whatever they are doing before calling them to dinner or moving on to the next activity.
  • Reprimand [massregeln] them privately.
  • Teach them new skills privately rather than in public.
  • Enable them to find one best friend who has similar interests and abilities: encourage this relationship even if the friend moves.
  • Do not push them to make lots of friends.
  • Respect their introversion. Don’t try to remake them into extraverts.

Quelle: On Introversion

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Gesucht: Schweizer Wehrwillen

Den Schweizern ist irgendwann mal in den letzten Jahren der Wille abhandengekommen, sich gegen andere zur Wehr zu setzen.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Vom Schweizer Unwillen, sich zu wehren

Wäre Mani Historiker, wüsste er, dass bereits Gen. Wille sel. den Wehrwillen unseres Volkes verloren gegangen sah. Das war um 1900. Seither ist er nie mehr aufgetaucht, dieser Wille, das Land bis auf den letzten Blutstropfen zu verteidigen. Doch irgendwie war es auch nicht wirklich nötig, denn kann sich jemand erinnern, wann die Schweizer Armee das letzte Mal an eine Front gezogen ist?

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Mehr japanische Tugenden für schweizerische Putzjobs

In Japan, even ordinary jobs such as cleaning and cooking are filled with this craftman’s spirit. It is is common sense in Japan.

Quelle: iA » Kenya Hara On Japanese Aesthetics

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