Toller Song (sowohl melodisch, … als irgendwie auch inhaltlich passend für 2020), erstmals gehört als Stephanie auf unserem neuen Apple CarPlay-fähigen Autoradio Taiwan Top 100 gespielt hat …
Das Lied mit englischen Untertiteln …
… und in Pinyin (romanisiert):
Den Namen des Künstlers — 阿冗 — zu übersetzen scheint gar nicht so einfach; Google Translate macht daraus Arong. Offenbar wird das im vorliegenden Fall aber als A Rong geschrieben. Da bleibt nur eine Frage: Ist damit der Name Aaron gemeint, „mandarinisiert“? Ich weiss es nicht. Hier jedenfalls eine Webseite mit englischen Informationen über den gebürtigen Festland-Chinesen mit Jahrgang 1994.
Der Titel des Lieds 你的答案 heisst auf Pinyin (romanisiert) Nǐ de dá’àn (ohne Betonungszeichen: Ni De Da’An) und (mit Google) übersetzt somit Deine Antwort. Zusammen mit den gesamten Lyrics tönt das verdächtig nach einer Schnulze eines Verlassenen — oder doch jemanden, der seine grosse Liebe gefunden hat? Mich soll’s nicht stören.
Der Song ist schon über ein Jahr alt, tönt aber richtig poppig-fetzig. Mandopop halt.
Übrigens: Ich dachte ich hätte bu zai bu dan gehört (eine Passage im Song, welche für nicht mandarin-sprachige am einfachsten herauszuhören ist), aber tatsächlich ist es bù zài gūdān: 不再孤单, oder deutsch „Nicht mehr allein“.
Vincent Racaniello erläutert ruhig und sachlich, was in der Geschichte wirklich Sache ist. Das Ganze beginnt mit einem Tadel gegen Apoorva Mandavilli, welche einen reisserischen New York Times-Artikel zum Thema verfasst hat. Gegen Schluss des Videos nimmt er dann noch die Unwissenschaftlichkeit von NERVTAG ins Visier und spricht PCR-Tests ab, Infektiosität zu diagnostizieren — wenn es sogar Vincent „den Deckel lüpft“, muss das was heissen:
Ganz wichtig: Begriffe!
isolates
mutations
variants
strains
Überarbeiteter Text
(Nachdem ich Vincents Video geschaut habe, habe ich den Text wo fehlerhaft angepasst)
Deshalb kenne ich Nehers Datenset auf der Website Nextstrain schon seit dem Frühjahr 2020. Kann man ganz doll mit rumspielen und sehen, welche sog. „Variants“ des Virus mit Genom-Mutationen wann und wo aufgetaucht sind, und wohin sie sich während der „Pandemie“ weltweit verteilt haben.
Die Schweizerische Journalistenelite — sprich die Besten der Besten — scheint erst jetzt entdeckt zu haben, dass SARS-CoV-2 ganz viele verschiedene Varianten aufweist. Gemäss Vincents Video wurden seit der Entdeckung von SARS-CoV-2 bis Oktober 2020 über 12’000 Mutationen in über 90’000 „isolates“ (dt. einzelnen Virenspezimen, die in Infizierten isoliert wurden) festgestellt.
Notabene: Von „strains“ (dt. „Stämme“) von SARS-CoV-2 würde man dann sprechen, wenn Virus-Varianten (im Menschen!) neue biologische Eigenschaften entwickeln. Vincent sieht bei SARS-CoV-2 noch keine „strains“. Das ist höchstens verwirrend, als dass Nehers Web-Applikation auf nextstrain gehostet wird.
Da aber „Mutation“ viel, viel gefährlicher tönt als „Variante“ (und zu deutlich mehr Klicks führt), ist die Print- und Online-Presse in Kalenderwoche 52 ausgeflippt: Nun enthält jede zweite Schlagzeile den Begriff „Mutant“ oder „Mutation“.
Christian Drosten dachte sich gestern, dass er dem noch einen draufsetzen sollte, und setzte folgenden Tweet ab:
Neue Daten zur B.1.1.7-Mutante (heute veröffentlicht). Das sieht leider nicht gut aus. Positiv ist, dass Fälle mit der Mutante bisher nur in Gebieten zunahmen, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante. https://t.co/s3Wd3X7ukF
So viele Mutationen gibt es zwischenzeitlich von #SARSCoV2 – Jetzt Schlagzeilen aus einer neuen Mutation zu machen ist völlig absurd. pic.twitter.com/NsYv1Sg6wG
Mit der Formulierung „Das sieht nicht gut aus“ habe ich ja was losgetreten… Um Spekulationen ein Ende zu bereiten: dies bezog sich allein auf den jetzt deutlicheren Beleg der verstärkten Verbreitung der Mutante. Sonst keine Änderung meiner Einschätzung. https://t.co/mj1AyNag7i
Persönliches Update zu #LongCovid: Dank der Impfung sind die direkten #LongCovid Symptome bei meiner Partnerin endlich weg. Das macht uns sehr hoffnungsvoll – aber damit ist das Thema noch nicht abgeschlossen. 1/x pic.twitter.com/8MzNcZlbXH
Nun auf Twitter eine neue Hiobsbotschaft, und wieder hat es eine Mutter getroffen:
Auf dem Bild ist meine Lebenspartnerin zu sehen. Wir waren mit den Kindern spazieren um die Lichter von Basel wiedermal zu sehen. Sie hatte vor mehr als 2.5 Monaten das #Coronavirus mit einem schweren Verlauf. Seihet ist kein Alltag möglich: u.a. Schwindel, Übelkeit, Ohnmacht. pic.twitter.com/damzYB3R8F
Che Wagner (wie ich ausgebildeter Historiker) berichtet, wie seine Frau Marilola Wili nach einer Corona-Erkrankung an den Rollstuhl gefesselt sei. Auf Facebook hat Che einen ähnlichen Beitrag gepostet (meiner Meinung einfacher zu lesen als der Twitter-Thread):
Gemäss der offiziellen Web-Site des BAG wurden in der Schweiz seit Ausbruch der „Pandemie“ 3’349’768 SARS-CoV-2 Tests durchgeführt (Stand 21. Dezember 2020, 22 Uhr).
Bei 169 CHF Kosten pro PCR-Test ergibt dies die unglaubliche Summe von 566 Millionen Franken, die mittlerweile aufgelaufen sind. Welche wir, d.h. die Steuer- und die Krankenkassenprämienzahler, berappen dürfen.
Kleingedrucktes:
Der Antigen-Schnelltest, der immer populärer wird, kostet „nur“ 57.50 CHF; falls der Test-Mix bekannt wäre, müsste dies in die Berechnung einfliessen; die hier angegebene Summe ist tendenziell zu hoch.
Diese Summe erscheint wie ein Trinkgeld, wenn man sich die Wirtschaftsstützungsmassnahmen des Bundes von 70 Milliarden Franken vor Augen führt
Mich stören an dieser Summe spontan folgende Dinge:
Krethi und Plethi können sich ohne irgendwelche Symptome testen lassen. Da es einen ja (vordergründig) nichts kostet, kann man nach Gutdünken in das Testzentrum fahren. Ich helfe wetten, dass sich gewisse Hypochonder seit Februar 2020 locker eine handvoll Male haben testen lassen haben, während eine grosse Mehrheit noch nie in den Zentren aufgetaucht ist. Für was auch? Es gilt doch seit jeher die Regel: Wenn man Symptome irgendwelcher (übertragbarer) Krankheiten zeigt, bleibt man zu Hause, egal was man jetzt genau hat. Und bleibt dort, bis man sich auskuriert hat. Und ja, falls es besonders schlimm wird, geht man zum Hausarzt, oder — Gott behüte — in die Notfallaufnahme.
Zweitteurstes Gesundheitssystem der Welt, nach ein paar „Pandemie“-Wochen am Anschlag (Mehr dazu hier) Man stelle sich vor, wie viele zusätzliche Intensivbetten man mit 500 Millionen Schweizer Franken im Frühjahr 2020 bestellen und dann hätte hochfahren können. Und da uns Betten alleine nichts nützen: Wie viele Experten Intensivpflege man ausreichend lange vor 2020 hätte für den Ernstfall ausbilden und beschäftigen können.
Ich habe es hier bereits gesagt, und wiederhole mich gerne: Alain Berset, seit Amtsantritt am 1. Januar 2012 Vorsteher des EDI und somit oberster Gesundheitshäuptling, ist Teil des Problems, und nicht der Lösung, wie er uns weismachen möchte.
After careful consideration, our international consortium of Life Science scientists found the Corman-Drosten paper is severely flawed with respect to its biomolecular and methodological design. […] Considering the severe errors in design and methodology of the RT-PCR test published by “Eurosurveillance”, this raises the concern whether the paper was subjected to peer-review at all.
Wir weisen erneut darauf hin, dass die Risikogruppen viel zu zahlreich, zu heterogen und zum Teil auch unerkannt sind, um aktiv abgeschirmt werden zu können. […] De facto sind also weite Teile der Bevölkerung in Deutschland den Risikogruppen zuzuordnen. Dementsprechend ist eine allein auf diese Gruppen abzielende Abschirmungsstrategie in der Realität weder umsetzbar noch ethisch vertretbar.
Aus meiner (naiven Laien-)Sicht haben wir hier doch einen extrem markanten Cluster, und die Risikogruppe hinter diesem Cluster kann klar abgegrenzt werden: Jahrgang 1950 und älter, mit besonderem Fokus auf Jahrgang 1940 und älter.
Advocatus Diaboli Aeby: Hat schon jemand aus Politik und der Task Force nur eine Sekunde an eine Ausgangssperre für diese Altersgruppe gedacht? Und wehe, es schreit mir gleich ein schweizweiter Lockdown-Befürworter oder ein Skigebiet-Schliesser etwas von „Verhältnismässigkeit“ ins Ohr …
20min stellt eine ähnliche Frage: Könnten disziplinierte Senioren den Lockdown verhindern?: Rund 80 Prozent der Covid-Patienten in den Spitälern sind älter als 60 Jahre. Der Kanton Tessin verlangt eine «Sensibilisierung» der älteren Bevölkerung.
Ein Sprecher von Pro Senectute opponiert im Artikel vehement gegen solche Gedankenspiele:
Gegen Massnahmen, die nur die Freiheit der Senioren einschränken, ist Peter Burri von Pro Senectute: «Das Virus kennt keine Altersgrenze. Eine Ausgangssperre für über 65-Jährige wie im Kanton Uri im Frühjahr ist falsch. Wir dürfen niemanden aufgrund des kalendarischen Datums komplett aus dem öffentlichen Leben verbannen, um neue Massnahmen abzuwenden.»
Drüben beim Blick spricht EWS zum selben Thema und kommt — als Präsidentin von Pro Senectute — erstaunlicherweise zum selben Schluss: Geht nicht, darf man nicht, wie kann man nur! Stattdessen:
Es braucht jetzt Einschränkungen von allen, ansonsten wird die Situation noch schlimmer.
Somit verbleiben noch zwei Möglichkeiten:
Alle, vom Baby bis zum Hundertjährigen, einsperren (Lockdown), obwohl Leute wie ich (40-jährig, keine Vorerkrankungen) vermutlich eine höheres Risiko habe, beim Duschen auszurutschen und zu sterben, als dass mich SARS-CoV-2 hinraffen würde
Wir fahren weiter wie bisher, und schauen zu, wie die Todesbalken der Alterskategorien 70-79 und Ü80 weiterhin in den Himmel wachsen
Nebenbei: Schwangere?!
Ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ergibt sich z.B. bei Übergewicht, Diabetes, Krebserkrankungen, einer Niereninsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen, Lebererkrankungen, Schlaganfall, nach Transplantationen und nach ersten Erkenntnissen auch während einer Schwangerschaft.
A propos: Ich bevorzuge den Begriff „Lockdown“ im Sinne von „Ausgangssperre“. Wobei das dann neudeutsch ja eigentlich „Curfew“ heissen müsste. Vielleicht ist „Abriegelung“ die bessere Übersetzung? „Shutdown“ bedeutet für mich als IT-Spezialist „(ein System) herunterfahren“, übertragen also die Einstellung der (meisten) wirtschaftlichen Aktivitäten im Land. Ich bin mir nicht sicher, ob Letzteres wirklich jemand will (und falls doch, ob diese Leute wirklich verstehen, was sie da fordern).
*) Selbstverständlich sollte man die beiden Zahlen nicht ohne vorgängige Prüfung für bare Münze nehmen — je nach Web-Applikation ist es Script-Kiddies problemlos möglich, hunderte oder gar tausende gefälschte Unterschriften abzusetzen.
Nachtrag
In dem Zusammenhang auch ganz lustig, wenn es nicht so besorgniserregend wäre: Lockdown light, hard oder medium rare – was denn jetzt?
Die Schalmeienklänge eines zweiten Lockdowns werden immer lauter. Alain Berset und sein BAG arbeiten eng mit der PR-Agentur ihrer Wahl zusammen, um die beabsichtigte Verschärfung salonfähig zu machen. Vermutlich haben die Ringier-Journalisten zu Beginn der Pandemie ein Pult in Alains Bundesratsbüro beziehen dürfen und sind jetzt Best Buddies …
Ich hebe schüchtern die Hand und Frage in die Runde: Schaut sich in Bundesbern und in den Redaktionsstuben eigentlich irgendjemand die Grafiken an, die Laien seit Monaten erstellen und allen Interessierten im Internet zur Verfügung stellen? Insbesondere diese hier:
Wer die Grafik nicht versteht: Stand heute waren 5237 der insgesamt 5691 SARS-CoV-2-positiven Toten über 70 Jahre alt, das entspricht 92.1 Prozent aller Toten.
Ich frage weiter: Wann endlich beginnen wir mit gezielten, risikobasierten Schutzmassnahmen in der Alterskategorie der grossen Mehrheit der Toten? Massnahmen, die mittels wissenschaftlicher Ansätze der alten Schule permanent verfeinert und immer effektiver gemacht werden?
Ein Auto ohne Knautschzone und Sicherheitsgurten kann man zwar sicherer machen, indem ich alle anderen Autos im Strassenverkehr nur noch mit Tempo 30 fahren lasse und vielleicht sogar Kontingente einführe, wer wann überhaupt Auto fahren darf. Ein risikobasierter Ansatz wäre hingegen, das sicherheitstechnisch unbefriedigende Auto sicherer zu machen — Gurten, Airbags, Abstandswarner und intelligente Autopiloten einzubauen, und — man verlaube es mir — dieses Geschwindigkeitstechnisch so abzuriegeln, dass es nur noch auf Landstrassen gefahren werden darf.
Stattdessen fährt man seit neun Monaten den völlig gegenteiligen (aus meiner Sicht: sinnbefreiten!) Ansatz: Diejenigen, die ein vernachlässigbares Risiko haben, an Covid-19 zu sterben, mussten bisher den grössten Teil der Massnahmen über sich ergehen lassen. Und die Wirtschaft, insbesondere die Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsunternehmungen, werden über kurz und lang in den Konkurs gebombt.
Dass es Politiker und Gesundheitsexperten gibt, die das Problem erkannt haben, zeigt das Beispiel aus der Stadt Tübingen. Die Stadt geht einen anderen Weg:
Menschen jenseits der 60 müssen dort nicht mehr mit Bussen und Bahnen fahren, sondern können sich zum Nahverkehrstarif ein Taxi rufen, das Gesundheitsamt verteilt in großem Stil die deutlich besseren FFP-2-Masken an Senioren – und in den Supermärkten der Stadt können ältere Kunden dank spezieller Einkaufszeiten mit weniger Gedränge an den Vormittagen vergleichsweise sicher einkaufen.
Gepaart mit den üblichen Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln sowie einer konsequenten Teststrategie in Heimen und mobilen Pflegediensten hat Oberbürgermeister Boris Palmer die Lage so zu überschaubaren Kosten von bislang rund 500.000 Euro besser im Griff als viele andere Städte.
Ich wünsche Florence F. bestmögliche Genesung und ihrer Familie viel Mut in dieser schwieriger Zeit. Sie hat in ihrem ganzen Unglück das Glück, in der Schweiz zu leben: Sie kommt in den Genuss eines finanziell immer noch verkraftbaren Gesundheitssystems, welches zu den weltweit Besten gehört. Weiter haben wir hier in der Schweiz gut ausgestattete Sozialwerke. Selbstverständlich hoffe ich, dass sie mittelfristig weder das Gesundheitssystem noch die Sozialwerke beanspruchen wird, sondern wieder „ganz die Alte“ wird.
Heute habe ich auf SRF folgenden Video-Clip gesehen:
Erschreckend. Mein naives Alter Ego würde spätestens jetzt fordern: „Knallharter Lockdown, und zwar so lange, bis der hinterletzte Einwohner geimpft ist!“
Doch vorerst einmal stört den Sapere Aude-Mario in mir die Berichterstattung des Schweizerischen Fernsehens: 3 Minuten 30 Sekunden lang Monologe der Betroffenen.
Kann man machen, aber dann hätte ich von einem Qualitätsmedium eigentlich einen einordnenden Vor- oder Abspann — oder Einschübe — erhofft, welche folgende Punkte adressieren:
„Langzeitfolgen“ — Kann/darf/soll man nach bald 10 Monaten „Corona-Pandemie“ in der Schweiz wirklich schon von Langzeitfolgen sprechen? Kann man jetzt, rein rechnerisch maximal 10 Monate nach der Infektion, mit Sicherheit sagen, dass Florence F. für den Rest ihres Lebens mit diesen Symptomen weiterleben muss?
Fachmeinungen — was sagt Florence F.s Hausarzt, der ihre Krankheitsgeschichte und ihre Fitness kennt? Was sagen führende Covid-19 Experten zu diesen „Langzeit“folgen? Was sagen Infektiologen, die sich nicht (zwingend) mit Covid-19 auskennen, aber in ihrer Karriere hunderte, wenn nicht tausende andere Infektionsverläufe gesehen und begleitet haben?
Ursache — sind diese Symptome eindeutig einer SARS-CoV-2 Infektion zuzuschreiben?
Behandlung — ist Florence in Behandlung, und falls ja, wie schaut die Behandlung aus? Wirkt die Behandlung (bspw. Medikamente, Trainings, regelmässige Messungen), d.h. sehen die Therapeuten Fortschritte? Wird es besser, wird es schlimmer?
Quantitativ in Relation setzen — seit Beginn der „Pandemie“ wurden über 370’000 Einwohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet (Coronavirus. So entwickeln sich die Corona-Zahlen in der Schweiz). Leiden alle diese 370’000 positiv-getesten an solchen extremen Symptomen? Oder handelt es sich hier um ein tragisches Einzelschicksal? Wie oft zählt man solche extremen Komplikationen (bspw. 0.1, 1 oder 10 Prozent aller Infizierten)? Wurde Florence F. von einer extrem hohen Virenlast befallen, oder hat sie eine genetische Prädisposition, die eine Infektion deutlich schlimmer macht? Oder war es tatsächlich einfach nur der „negative“ Lotto-Sechser?
Studienobjekt — Interessiert sich die Wissenschaft für solche Fälle? Werden die Fälle gesammelt und mit den Betroffenen Studien durchgeführt, um isolieren zu können, wieso einige Fälle sich derart entwickeln?
Was ich weiss: In meinem Familien- und Bekanntenkreis gab es in den letzten zehn Monaten eine (1) mit PCR-Test bestätigte SARS-CoV-2-Infektion mitsamt Covid-19-Symptomen. Die Person lag zwei Wochen flach, ist aber wohlauf und arbeitet wieder in ihrer physisch wie auch psychisch anstrengenden Anstellung. Einzig der Geschmacks- und Geruchssinn sind derzeit noch nicht ganz zurück. Von solchen Erschöpfungserscheinungen hat die Person nie etwas erwähnt.
Was mache ich nun mit solch‘ unterschiedlichen Schicksalen?
Nachtrag
Jetzt habe ich in der SRF App noch einen Text-Artikel entdeckt, mit mindestens einem zusätzlichen Einspieler. Von einer medizinischen Einordnung liest man weder im Artikel noch hört man im zusätzlichen Einspieler etwas.
Immerhin erfahren wir da mehr über die Entwicklung der Krankheit:
Mitte April meldete sich ein trockener Husten, worauf Florence I. den Arzt konsultierte, der ihr ein Mittel gegen Asthma verschrieb. Ein Corona-Test habe nicht stattgefunden, da sie kein Fieber hatte, erzählt sie. Allerdings stellte sie schon damals fest, dass sich ihr Geschmacks- und Geruchssinn verändert hatten: Süsse Speisen nahm sie als salzig wahr. Ende Mai liess Florence I. einen Antikörpertest machen, der positiv ausfiel. Offensichtlich hatte sie sich doch mit dem Virus angesteckt.
Unter diesen vagen Umständen wäre eine Einordnung durch Mediziner doch umso wichtiger?!
Nachtrag: Das Unternehmen Bett1 liefert nun über bett1.ch auch ohne Umwege über Mittelsmänner in die Schweiz. Halleluja!
Im Zuge der Corona-„Pandemie“ nahmen wir im Mai 2020 ein seit langem geplantes, aber bisher immer aufgeschobenes Vorhaben in Angriff: Unser neues Bett.
Im Gegensatz zur üblichen (?) Vorgehensweise, dem Kauf über einen „Möbel-Generalunternehmer“, haben wir uns dazu entschieden, die Komponenten von verschiedenen Lieferanten zu beziehen.
Der grösste Nachteil: Kein Pauschalangebot, das heisst keine Lieferung aus einer Hand, kein Aufbau durch die Transporteure, und auch kein Abtransport und Entsorgung des alten Betts.
Der grösste Vorteil: Wir konnten genau diejenigen Komponenten auswählen, welche wir als nützlich empfanden. Und: Deren Preis sich herleiten und rechtfertigen liess.
Das Ziel
… unser 140 mal 190 Zentimeter messendes Boxspring-Bett zu ersetzen. Offizieller Name der Matratze: Simmons Beautyrest World Class Exceptionale Warwick.
Das Bett hatte meine Frau 2012 bei ihrer Übersiedlung aus den USA über den Seeweg in die Schweiz importieren lassen. Nicht optimal: Das Bett war bereits damals in einem gebrauchten Zustand und hatte ungefähr zehn Jahre auf dem Buckel („Manufactured: 11/01“, las ich auf dem Matratzen-Etikett).
Neben dem physischen Ersatz hatten wir noch ein weiteres Ziel: Die Schlafqualität sollte gleich bleiben, wenn nicht gar besser werden.
Die Anforderungen
Dem allgemeinen Trend folgend sollte das Bett breiter werden. Wir schwankten zwischen 160 und 180 Zentimer; schlussendlich fiel die Wahl auf 180 Zentimeter. Getreu meinem kurzerhand erfundenen Motto: Wenn schon eine Neuanschaffung, dann mit einem spürbaren Resultat.
Meine Frau bestand darauf, weiterhin auf einem sehr hohen Bett zu schlafen. Eine ihrer wichtigen Anforderungen war es, aufrecht auf dem Bettrand sitzend in der Kniebeuge mindestens einen 90 Grad-Winkel aufzuweisen.
Weiter musste der Bettrahmen gepolstert sein, damit man beim Dagegenlaufen das Schienbein nicht anschlägt. Unverkleidete Holzrahmen kamen (leider) nicht in Frage.
Neu sollte das Bett auch über ein Kopfteilpolster verfügen, damit man Hände und den Kopf nicht aus Versehen an der Wand anschlägt und/oder aufkratzt.
Stephanie ist kein Fan von Doppelmatratzen, da sie den Spalt zwischen den beiden Matratzen als störend empfindet. Schlussendlich konnte ich mich aber durchsetzen, d.h. wir haben zwei 90 mal 200 Zentimer messende Matratzen angeschafft. Mit den zusätzlichen Erweiterungen (siehe weiter unten) ist der Spalt für mich nicht fühlbar.
Im Zuge des Lockdowns offerierten verschiedene Lieferanten/Widerverkäufer signifikante Rabatte. Wir entschieden uns für Schlafwohl, welche über eine Filiale in Bern-Breitenrain verfügen. Der Rabatt betrug hier über 20 Prozent.
Da wir schlussendlich nur den Rahmen von Schlafwohl bezogen und der Preis keine 1500 CHF erreichte, mussten wir diesen in der Filiale abholen gehen und zu Hause selber zusammensetzen.
Der Zusammenbau klappte mit einer kleinen Ausnahme problemlos: Eine der 24 Fassungen, in welche die Schrauben versenkt werden, wies kein Gewinde auf (Produktionsfehler). Die Schraube konnte deshalb nicht versenkt werden:
Wir entschieden uns, das Risiko auf uns zu nehmen, und bauten das Bett trotzdem fertig zusammen.
Gleichzeitig schrieb ich Hasena an, welche uns zwei Wochen später kostenlos eine neue, funktionierende Fassung mit DHL zukommen liess.
Wir liegen nun bereits seit sechs Monaten im neuen Bett, und bisher machte sich der Mangel noch nicht bemerkbar — bspw. indem das Bettgestell zusammengekracht wäre. Sollten wir das Gestell jemals auseinander- und wieder zusammenbauen, würden wir das neue Gewinde einsetzen.
Lattenrost
Schlafwohl offerierte uns auch zwei Lattenroste, doch mit einem Preis von insgesamt über 600 CHF lagen diese deutlich über unserem Budget.
Die Ware wurde innert weniger Tage zu Ottos Warenposten in Köniz-Liebefeld geliefert, wo ich sie mit einem geliehenen Lieferwagen abholen musste.
Matratze
Vor einigen Jahren hörte ich von der sogenannten Anti-Kartellmatratze aus Deutschland. Es handelt sich dabei um eine preisgünstige Matratze, welche ein findiger Unternehmer entwickelt hat: Er störte sich daran, dass die etablierten Matratzenhersteller überrissene Preise für lausige Qualität verlangen. Durch den Direktvertrieb sollten die Mittelmänner ausgeklammert werden, was auch gelangt. Das Geschäftsmodell erinnert spontan an Casper (und wie all die Startups mit derselben Idee heissen), mit dem Unterschied, dass die Bodyguard-Matratze mit einem Einstiegspreis von 199 EUR deutlich günstiger ist als die Konkurrenz.
Einziger Nachteil: Es ist kein Versand in die Schweiz möglich — die Lieferung muss an eine Adresse in Deutschland erfolgen.
Nach etwas Recherche entschied ich mich, die Dienstleistung von Grenzpaket.ch als Relay von Deutschland in die Schweiz in Anspruch zu nehmen. Ich eröffnete je ein Konto bei Grenzpaket und Bett1.de und liess die Ware an den Grenzpaket-Standort Weil am Rhein liefern. Von dort aus können Lieferungen dann verzollt und in die Schweiz weitergeleitet werden. Als Abholstandort wählte ich Bern-Wankdorf.
Leider dauerte es fast zwei Wochen, bis die Ware in Bern ankam. Obwohl die Matratze gemäss Kurier als geliefert gemeldet wurde, dauerte es nach der ersten Kontaktaufnahme von Grenzpaket.ch eine ganze Woche, bis wir wieder vom Unternehmen hörten: Ich erhielt per E-Mail endlich die Meldung, welchen Betrag bestehend aus Zoll und Spesen man als Vorauskasse auf das Schweizer Konto der Firma überweisen musste. Ein paar Tage später war dann die Ware in der Lagerhalle der VOGT.CARGO abholbereit. Tipp: Der Eingang befindet sich am südlichen Ende des Gebäudes an der Stauffacherstrasse 130A, d.h. in Richtung Bahngleise.
Das nächste Mal würde ich stattdessen die Dienstleistung von meineinkauf.ch in Anspruch nehmen — das System dort finde ich besser durchdacht, da die Ware beim Empfang automatisch an die eigentliche Wohnadresse des Käufers weitergeleitet wird. Einzig, dass die Bestellung im Online-Shop der Wahl nicht mit der persönlichen E-Mail-Adresse gemacht werden darf, sondern mit der eigens von meineinkauf.ch erstellten Adresse.
Topper
Um den Spalt zwischen den zwei Matratzen möglichst zu verdecken, haben wir uns entschieden, einen grossen Topper in der Dimension des Betts anzuschaffen. Dieser liegt nun auf den zwei Matratzen auf. Die Wahl fiel auf IKEA TALGJE (Art. Nr. 102.982.36). Der Topper und die Matratzen sind mit einem IKEA VIPPVEDEL (Art. Nr. 804.623.70) überzogen und werden so perfekt in Position gehalten.
Aufbewahrungsschachteln
Da wir dank den grösstmöglichen Füssen über 25 Zentimeter Stauraum unter dem Bett verfügen, schafften wir vier IKEA SOCKERBIT Schachteln (Art. Nr. 204.115.24) an, in welchen wir nun unser Bettzeug lagern. Leider scheinen diese Schachteln mittlerweile (Dezember 2020) nicht mehr hergestellt zu werden; nur noch wenige Schweizer IKEAs führen die Boxen.
Entsorgung Boxspring
Beim Rückbau des Boxspring-Betts wurde uns beiden sofort bewusst, weshalb herkömmliche Europäische Betten mit Bettrahmen, Lattenrost und Matratzen die deutliche bessere Wahl sind: Die unhandliche, extrem schwere Boxspring-Matratze mussten wir mit enormer Anstrengung über das Treppenhaus temporär auf den Estrich hieven, wo die Bestandteile des Boxspring-Betts einige Tage lagerten.
Zuerst versuchte ich, das Bett über Tutti kostenlos (!) an eine interessierte Person abzugeben, doch es meldete sich rein gar niemand auf das Angebot.
Anschliessend kontaktierte ich die Bärner Brocki von Gewa. Auf Grund eines grösseren Fleckens auf der Matratze zeigte die Brockenstube ebenfalls kein Interesse.
Somit blieb uns nicht anderes übrig, als das Bett der Entsorgung zuzuführen. Dabei entdeckte ich das geniale Angebot von Entsorgung & Recycling der Stadt Bern: Abholdienst.
Kurz nachdem ich das PDF-Formular ausgefüllt und per E-Mail an die Behörde gesendet hatte, erhielt ich einen Telefonanruf, um einen Abholtermin abzumachen. Pünktlich zur vereinbarten Zeit fuhr ein einziger (!) Mitarbeiter mit einem Fahrzeug vor und lud das Bett auf. Einige Tage später erhielten wir eine Rechnung der Stadt Bern in der Höhe von 43.60 CHF.
Das grösste Problem an der gesamten Entsorgungsaktion war, die sperrige, extrem schwere Boxspring-Matratze zu zweit ohne Lift über das Treppenhaus vom Estrich im dritten Stock an die Bordsteinkante zu bugsieren.
Mario Aeby, geboren am 25. September 1980 in Bern, Schweiz
Ein Weblog über IT (Linux, OSS, Apple), Heim-Automation; mein mittlerweile abgeschlossenes Geschichtsstudium; Erkenntnisse aus meiner aktuellen Tätigkeit in der Informationssicherheit, meine Erfahrungen als IT-Berater, IT-Auditor, Web-Developer und IT-Supporter; die Schweiz, den Kanton Bern, meine ursprüngliche und auch wieder aktuelle Wohngemeinde Neuenegg, meine vorherige Wohngemeinde Bern, über lokale, regionale und globale Politik; meine Reisetätigkeit und Erfahrungen mit anderen Kulturen; und zu Guter letzt auch das Älter werden.
Alle in diesem Blog gemachten Aussagen und Meinungen sind persönlich und nicht als Ansichten meines aktuellen und/oder meiner bisherigen Arbeitgeber zu verstehen.