Sonntag, 15. Dezember 2019

Über das Kinder haben

Paul Graham, in einem kürzlich veröffentlichten Blog-Artikel (Ausschnitte, die mir in Erinnerung geblieben sind):

Of course the times I noticed kids were when things were going wrong. I only noticed them when they made noise. […] So it seemed to me that parenthood was essentially law enforcement. […] What I didn’t notice, because they tend to be much quieter, were all the great moments parents had with kids. People don’t talk about these much […]

In particular, you’re going to have to work to a schedule. Kids have schedules. I’m not sure if it’s because that’s how kids are, or because it’s the only way to integrate their lives with adults‘, but once you have kids, you tend to have to work on their schedule.

Well enough to miss some things a lot, like the ability to take off for some other country at a moment’s notice. That was so great. Why did I never do that? See what I did there? The fact is, most of the freedom I had before kids, I never used. I paid for it in loneliness, but I never used it.

Quelle: Having Kids

Für mich sind solche Offenbarungen immer sehr einsichtsreich, weil wir ja (noch?) nicht mit Kindern gesegnet sind. Das hilft mir, meine Vermutungen über das Eltern-Dasein zu belegen oder widerlegen.

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Sonntag, 15. Dezember 2019

Stellenanzeige: Experte auf dem Gebiet der Expertise

Ich bin derzeit beruflich wunschlos glücklich und nicht auf Stellensuche. Ich war aber zu faul, die im Frühjahr 2019 abonnierten Job-Suchen abzubestellen. Abgesehen davon ist es manchmal noch interessant zu sehen, welcher Arbeitgeber wo wie oft/wiederkehrend Security-Personal sucht.

Kürzlich in meiner INBOX:

Enseignant ou enseignante dans le domaine de l’enseignement

Quelle: Ihr Job-Abo „security“ beim Kanton Bern, E-Mail vom 13. Dezember 2019

Ich muss aber zugeben, dass ich der reisserischen Schlagzeile wegen etwas geflunkert habe. Der ganze Job-Titel lautet:

Enseignant ou enseignante dans le domaine de l’enseignement et la recherche en mécanique et sécurité des véhicules 80 – 1000 %

Wie ich aber jetzt gerade bemerke sucht der Kanton einen Übermenschen, der ein Pensum von satten 1000 Prozent ausfüllen soll.

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Sonntag, 8. Dezember 2019

Es weihnachtet auch auf YouTube sehr …

Nachfolgend einige aktuelle Werbungen zur Weihnachtszeit. Mir persönlich gefällt die diesjährige Coop-Werbung sehr; Weltklasse-Niveau!

Coop: „Lulu und Louis — Ein Fest für mich und dich“

Neu entstehende Liebe …

Apple: „Holiday — The Surprise“

… verstorbene Liebe:

Microsoft: Rentier-isch Lost in Translation

Definitiv die lustigste Werbung die ich heute gesehen habe:

Waitrose & Partners and John Lewis & Partners

Äh … haut mich nicht vom Hocker.

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Sonntag, 8. Dezember 2019

Video: Unter dickem Eis herumtauchen und sonstige Ausschnitte aus dem aktuellen Sauna-Video im Bernaqua

In der gemischten Sauna „Ein Stück Natur“ im Bernaqua im Einkaufszentrum Westside in Bern läuft auf einem grossen, horizontal an der Decke montierten TV jeweils ein saisonales Video, das man sich während des Saunagangs liegend anschauen kann.

Im aktuellen Winter-Video dreht sich alles um Kälte und verschneite Landschaften.

Unter anderem werden Ausschnitte aus dem folgenden Video von Regisseur Ian Darry gezeigt, das die finnische Eistaucherin Johanna Nordblad (persönliche Homepage) porträtiert:

Ein solch waghalsiges Unterfangen wäre absolut nichts für mich: Ohne Sauerstoffgerät, in eiskaltem Wasser unter einer dicken Eisdecke herumtauchen — das schaudert mir.

(Das identische Video findet sich auch auf National Geographic)

Andere Videos

Folgende Videos werden aktuell auch noch gezeigt:

SamiWay: Reindeer sledding

One Man’s Walk in the Snow Creates a Giant Masterpiece (ab ca. 2min22) (Muster im Schnee erstellt von Simon Beck, dem „Schneekünstler“)

Spectacular Norway Northern Lights | National Geographic

… und somit hätte ich den grössten Teil des Bernaqua-Zusammenschnitts reverse-engineered *smile*

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Sonntag, 8. Dezember 2019

„Freedom of Speech“ garantiert nicht „Freedom of Reach“

Sacha Baron Cohen (hierzulande besser bekannt als Schauspieler, welcher seinerzeit Borat verkörpert hat) stellte an einem Treffen der Anti-Defamation League im November 2019 in New York eine wichtige Frage:

Hat man mit „Freedom of Speech“ auch ein „Recht“ auf „Freedom of Reach“?

Von The Guardian gekürzte Fassung (3min31)

Volle Fassung (24min43)

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Sonntag, 24. November 2019

Rechenschieber in For All Mankind

Meine Frau nervte sich fürchterlich, doch in der in dieser Woche erschienen Folge der Apple TV+-Serie For All Mankind musste ich kurz zurückspulen und das Bild anhalten.

Das Standbild wurde von einem Rechenschieber ausgefüllt — meiner Frau völlig unbekannt, mir noch ganz knapp geläufig (obwohl ich selbst auch zu spät geboren wurde, um noch mit einem solchen Ding zu hantieren).

Ich interessierte mich dafür, von welchem Modell wir sprachen, welches Wernher von Braun (real existierend) der ersten weiblichen Flight Controllerin Margo Madison (fiktiver Charakter) übergibt:

Nestler

Diese rote Zeichenfolge vermochte im Pixelhaufen zu erkennen. Eine kurze Google-Suche lotste mich auf die Web-Site von Rechenschieber-Enthusiasten, und tatsächlich, es gibt einen Hersteller mit diesem Namen:

Nestler bis 1955

Mangels Photos auf der Web-Site konnte ich aber (noch nicht) herausfinden, um welches Model es sich genau handelt — sprich, ob die Ausstattungsspezialisten in Hollywood ihre Geschichts-Hausaufgaben gemacht haben. Ich bin mir zumindest aber fast sicher, dass es sich um ein Modell handelt, welches auf einer Seite Zentimeter-Markierungen besitzt …

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Sonntag, 24. November 2019

Mit autistischen Kindern reisen

In der vergangenen Woche hatten wir auf der Arbeit die „Accessibility Week“. Unzählige Veranstaltungen versuchten uns Mitarbeitern auf die Bedürfnisse von Leuten mit Behinderungen zu sensibilisieren.

Am Freitag wohnte ich einem Referat bei, in welchem ein aus Polen stammender Ex-BBC Journalist uns in bestem Englisch erzählte, wie es ist, einen autistischen Sohn zu erziehen.

Insbesondere folgende Aussage blieb mir in Erinnerung, die besonders schön aufzeigt, wie sich autistische Menschen von „uns“ neurotypischen Menschen unterscheiden (paraphrasiert!):

„One example is going on family vacation: It doesn’t matter to Bartek wether he is going to Hell or Heaven. It matters that he knows when and how he is going there …“

Rafal Motriuk hat seine Erfahrungen in einem Buch niedergeschrieben.

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Montag, 18. November 2019

Navy SEAL empfiehlt auf YouTube, jeden Tag um 4:30 Uhr morgens aufzustehen: Die besten Kommentare

Das Beste an diesem Video sind die Kommentare. Unter anderem diese:

I took his advice and lost my job. My shift started at 3am.

Wake up 3 mins after I go to sleep? That’s a bold move there.

His reasons for waking up early are the same reason why I go to bed late.

My high school football coach was like this. He died at 43

Why wake up at 4am when you can go to sleep at 4am?

Guy: you‘re just winding down and watching stupid youtube videos

Me watching this video at 3 a.m.: The guy in the video is right

Das beste am letzten Kommentar: Ich habe dieses Video in der Nacht von Sonntag auf Montag um 1 Uhr morgens geschaut …

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Montag, 18. November 2019

SUVA: Für einmal eine wirklich gelungene TV-Werbung!

Als wir gestern im Kino waren, wurde uns vor Ford v Ferrari folgender wirklich äusserst gelungener Werbestreifen der SUVA gezeigt:

Quelle: SUVA — Das Leben ist schön, solange nichts passiert

Insbesondere die CGI-Effekte (das sind CGI-Effekte, oder?!) sind für mich auf Hollywood-Niveau.

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Sonntag, 17. November 2019

Wieso Netflix gewinnen wird

Heute waren wir im cineBubenberg und haben uns den Rennstreifen Ford v Ferrari (in Europa als Le Mans ’66 beworben) angeschaut.

Ganz grosses Kino, die Produktion hat mir sehr sehr gut gefallen und gehört neben Niki Laudas Biografie Rush (2013) aus meiner Sicht zu den zwei besten Rennfilmen der letzten zehn Jahre.

Dies war vermutlich mein erster Kinobesuch in der Schweiz in diesem Jahr. Und kaum hatten wir uns in unsere Sessel gesetzt, wurde mir wieder einmal klar vor Augen gehalten, wieso die Zukunft Streamingdiensten gehört (ob es wirklich das Aushängeschild Netflix sein wird, ist aus meiner Sicht noch nicht entschieden und steht immer noch völlig in den Sternen) und Kinos zu einem Nischenprodukt verkommen werden:

  • Gespräche Während die obligatorischen Trailer liefen, unterhielten sich zwei mitteilungsfreudige Zeitgenossen in den hinteren Reihen lautstark über irgendein belangloses ein Thema.
  • Essensgeräusche Ein gutes halbes dutzend Leute um uns herum schienen in den ersten zehn Minuten des Films alle je eine XXXXXL-Packung Pop-Corn zu verdrücken. Konstant wurde Nahrung aus den Behältern geholt, und ich könnte schwören, dass sie es jeweils auf ein ganz bestimmtes Pop-Corn ganz zuunterst im Behälter abgesehen hatten. Schlimmer wurde es gegen die Unterbrechung, als die Teenagerin neben meiner Frau damit begann, ihren nur noch Eisstückchen enthaltenden Starbucks-Eiskaffeebecher mit dem Röhrchen leerzusaugen. Das wiederholte sie im Fünfminutentakt und ich war kurz davor, ihr den Becher zu entreissen und durch das halbe Kino zu schleudern.
  • Territorialkonflikte Die Dame, neben welcher ich Platz genommen hatte, hatte wie ich eine Winterjacke mit dabei. Ist halt kalt im dunklen und feuchten November … Ich legte meine voluminöse Daunenjacke (ein Produkt von von UNIQLO, und nicht von diesem überteuerten, von Hipstern verehrten kanadischen Hersteller) über den Vordersitz, da vor uns niemand sass. Sie hingegen liess den gefühlt ganzen rechten Ärmel der Jacke über die mit mir geteilte Armlehne auf meine Seite „rüberlampen“. Falls es eine Regel gibt, wer im Kino welche Armlehne aus welchem Grund besetzen darf — ich kenne diese jedenfalls noch nicht. Doch irgendwie scheine ich die Arschkarte gezogen zu haben.
  • Zwangspause Wie in Schweizer Kinos üblich gab es in der Mitte des Streifens die Zwangspause. Da wir insgesamt drei Stunden im Kinosessel sassen und ich die Pause tatsächlich nutzte, um mich zu entwässern, ein bisschen weit noch nachvollziehbar. Alle Meisterwerke Hollywoods werden durch diese Pausen aber verhunzt — da kann man sagen was man will.

In all diesen Momenten sehnte ich mich danach, hier zu Hause auf dem Sofa zu sitzen und diesen Film auf unserem neuen OLED 4K-Fernseher mit Sonos DD5.1 Surround-Sound zu geniessen.

Übrigens: Vermutlich regten sich einige der Kinogänger auch über mich auf: Ich war der, der vor allem zu Beginn des Streifens lautstark über Dialoge lachte, die offenbar sonst niemand lustig fand … Bale und Damon bilden ein fantastisches Schauspiel-Duo!

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