Samstag, 8. Mai 2010

Die Energie-zu-Kapital-Alchemie stottert

Theoretically, oil production could continue to rise if there were enough investment. For example, one could theoretically ramp up oil sands production, plus oil shale production, and maybe even add some coal to liquid production. But to do something of this sort would require a huge amount of additional capital, and this in turn would require even more debt. Dennis Meadows of „Limits to Growth“ fame has said the limiting variable in our current predicament is capital. It looks to me as if we are at this point running up against this limit, certainly from the point of borrowing for capital. Real capital, created by net energy, has likely been declining for years.

Quelle: The Oil Drum | What connections are there between debt, oil prices, and personal income?

Genau davor habe ich momentan sehr, sehr grosse Angst.

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Freitag, 7. Mai 2010

Eine kurze Geschichte der Handelsüberschüsse

Wie immer vielleicht etwas simplifizierend, aber im Kern korrekt:

Let’s begin by going back to the 1920s. Back then, the USA was the industrial powerhouse of the world and its number one exporter. In those boom years, America had the largest trade SURPLUS on the planet. At the time, trade balances were settled in gold. So, the US built up the world’s largest reserves – in gold. It still has them. […]

In the 1980s, Japan had the biggest trade surplus in the world. You remember Japan, Inc? It was such an export success story that people worried that the Japanese would take over the world. But in 1989, Japan, Inc. peaked out. Its stocks have been going down ever since – 20 years already.

Now, it’s China’s turn. China has the world’s largest trade surplus and its largest pile of reserves. (Unfortunately for China, after 1971, treasuries switched to using paper dollars for reserves. So China has one enormous pile of paper…not gold.)

Quelle: Volatility in the Police State

Die Frage ist nun doch: Wer kommt nach China? Kann überhaupt noch jemand nachfolgen, oder bricht das ganze Kartenhaus zusammen, wenn uns das Öl auszugehen droht?

Dank des Handelsüberschusses wäre immerhin der WC-Papier-Nachschub Chinas über Jahrzehnte gedeckt. Ob die USA mit ihren Gold-Reserven wirklech glücklich (und zu ihrer alten Stärke zurückfinden) würden, ist hingegen eine völlige andere, unbeantwortbare Frage. Wir werden sehen.

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Mittwoch, 5. Mai 2010

Liebe Mobiliar …

… ich finde es ja wirklich toll, dass ihr auch im vergangenen Jahr so gut geschäftet habt, dass ihr heuer 100 Millionen Franken aus dem Überschussfonds an eure Versicherten ausschütten könnt — mich inklusive.

Würdet ihr aber auch noch auf diese blöden, nichtssagenden Schreiben mitsamt der faltbaren Postkarte zum Thema Überschussfonds verzichten, könnte der Aufwand für Produktion und Versand dieser Sendung ebenfalls an die Kunden weitergegeben werden. Oder noch besser: Ihr stellt gleich euer ganzes Marketing-Team auf die Strasse, welches mit solcher Geldverschwendung glänzt.

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Dienstag, 4. Mai 2010

Was bringt mir die SuisseID?

Derzeit läuft gerade die PR-Kampagne des Bundes und der Privatwirtschaft über jeden Kanal, um uns Bürgern die SuisseID näherzubringen. Mit dieser Karte — ähnlich einer Debit- oder Kreditkarte — soll ich in Zukunft online einwandfrei als diejenige Person identifiziert werden können, für die ich mich ausgebe.

Interessiert daran sind vor allem die Behörden, um in der Schweiz endlich e-Government anbieten zu können, das den Namen verdient. Nebenbei könnte die Karte auch für Online-Shops benutzt werden.

In der Weltwoche bloggt schreibt der in der Schweizer Blogging- und Twitterszene bekannte Andreas von Gunten (ich sass übrigens am Twitterbeer am Oktoberfest in Pfäffikon neben ihm), wieso wir die SuisseID nicht wirklich benötigen. Kurz zusammengefasst:

  • Geographische Insellösung. Das Produkt gibt es nur für den schweizerischen Markt. Im Umgang mit internationalen Online-Anbietern wie Facebook, Google werden wir weiterhin auf das gute alte Passwort angewiesen sein.
  • Technische Insellösung. Mit iPhone und iPad wird das Internet endlich richtig mobil — und dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch weiter verstärken. Die SuisseID setzt aber einen Computer mit USB-Anschluss voraus, um das Lesegerät benützen zu können.

Fazit

Die SuisseID ist ein Produkt aus dem letzten Jahrhundert, mit welchem dem Kunden vorgegaukelt wird, bereit für das 21. Jahrhhundert gemacht zu werden.

Oder wie es Andreas schreibt:

Das eigentliche Problem bei der SuisseID liegt also nicht einfach darin, dass sie keinen Nutzen stiftet und trotzdem im schlechtesten Fall 21 Millionen Franken Steuergelder kostet. Die SuisseID ist eine Gefahr für das offene Internet und für die offene Schweiz. Mit der SuisseID bauen wir eine digitale Mauer um unser Land, denn für unseren kleinen Markt werden ausländischen Anbieter kaum eine weitere Extrawurst implementieren.

Quelle: SuisseID: Eine teure Lösung für nicht existierende Probleme | Die Weltwoche | www.weltwoche.ch

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Dienstag, 4. Mai 2010

SR-71: Liebesgrüsse aus Moskau

The titanium being manufactured in the United States in those days lacked the required purity. The only source of purer titanium available was located in the Soviet Union. So, according to the tour guide at the museum, the CIA set up dummy corporations in Europe and bought titanium from the Soviet Union.

Quelle: „The most remarkable airplane of the 20th century“ – (37signals)

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Sonntag, 2. Mai 2010

9 Lehrer für 1 Klasse

Letzten Mittwoch organisierte mein Lehrer aus der vierten Klasse einen Elternabend. Als er erzählte, dass heute 9 Lehrpersonen für 22 Schüler zuständig sind, musste ich 3x leer schlucken. Logopädie-, Religion-, Sport-, Sonderwasweissichauchimmerpersonal.

Quelle: Internet Briefing Blog / Neun (9!) Lehrpersonen für 22 Schüler

Der Grund dafür scheint schnell gefunden: Viele Lehrer arbeiten heute nur noch Teilzeit, weshalb automatisch mehr Lehrer pro Klasse/Fach nötig werden. Zu verübeln ist das den Ausbildnern nicht, schliesslich erfordern die heterogenen, aufmüpfigen Schulklassen von heute deutlich mehr Aufwand und Engagement — sozusagen ein „Siebesiech“, wer heute Vollzeit unterrichtet und dabei mittelfristig kein Burn-Out erleidet.

Ob heute auch mehr „Spezialisten“ ausgebildet werden, kann ich nicht sagen. Unser Klassenlehrer in der Sekundarschule unterrichtete uns auf jeden Fall in den Fächern Deutsch, Englisch und in Geographie. Desweiteren kam ich mit drei meiner Kollegen in den Genuss, bei ihm auch den Lateinunterricht als Vorbereitung auf das Gymnasium zu besuchen.

Ein anderes Problem ist, dass viel mehr Lehrer heute in andere, weniger anstrengende Sparten wechseln. Favorit ist hierbei die Erwachsenenbildung. In diesen Klassen sitzen Leute, die aus eigenem Antrieb etwas lernen wollen und verhalten sich dementsprechend ruhig.

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Sonntag, 2. Mai 2010

Amis geben ihren Pass ab

The Federal Register, the government publication that records such decisions, shows that 502 expatriates gave up their U.S. citizenship or permanent residency status in the last quarter of 2009. That is a tiny portion of the 5.2 million Americans estimated by the State Department to be living abroad.

[…] American expats have long complained that the United States is the only industrialized country to tax citizens on income earned abroad, even when they are taxed in their country of residence, though they are allowed to exclude their first $91,400 in foreign-earned income.

Quelle: More American Expatriates Give Up Citizenship – NYTimes.com

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Donnerstag, 29. April 2010

Steve kickt Adobe sowas von zwischen die Beine!

In addition, Flash has not performed well on mobile devices. We have routinely asked Adobe to show us Flash performing well on a mobile device, any mobile device, for a few years now. We have never seen it. Adobe publicly said that Flash would ship on a smartphone in early 2009, then the second half of 2009, then the first half of 2010, and now they say the second half of 2010. We think it will eventually ship, but we’re glad we didn’t hold our breath. Who knows how it will perform?

Quelle: Thoughts on Flash

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Mittwoch, 28. April 2010

Hausdurchsuchung schenkt der Polizei Terrabytes an Daten

The police who searched Jason Chen’s home seized the following: A macbook, HP server, two Dell desktop computers, iPad, ThinkPad, two MacBook Pros, IOmega NAS, three external hard drives, and three flash drives. They also seized other storage-containing devices, including two digital cameras and two smart phones. If Jason Chen’s computing habits are anything like mine, the police likely seized many terabytes of disk space, storing hundreds of thousands (millions?) of files, containing information stretching back years.

Quelle: The Gizmodo Warrant: Searching Journalists in the Terabyte Age | Freedom to Tinker

Wie war das im 2006 bei mir? Glücklicherweise nahm man mir nur den Server und den PowerMac G3 weg. Dabei hatte ich im Schrank in meinem Computerzimmer unzählige Speicherkarten, USB-Sticks, Festplatten, Mobiltelefone und zwei Laptops liegen …

Eigentlich könnte ich ja jetzt, da das Verfahren abgeschlossen ist, mal bei der Polizei nachfragen, ob die 1:1-Abbilder meiner Festplatten noch irgendwo auf einem SAN des Fachbereichs Computer- und Wirtschaftskriminalität rumlümmeln.

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Freitag, 23. April 2010

Materieller Vorentscheid

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat eine Aussprache über die Zuteilung der Direktionen geführt und hat in dieser Sache einen materiellen Vorentscheid für die Legislatur 2010-2014 getroffen.

Quelle: Medienmitteilung des Kantons Bern

Was zum Teufel ist ein „materieller Vorentscheid“?! Respektive: Gibt es „immaterielle“ Vorentscheide?

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