Sonntag, 6. Februar 2022

Joe Rogan praktiziert Journalismus?

Vorbemerkung: Ich habe bisher nur die je über drei Stunden langen Podcasts mit Robert Malone (#1757) und Peter A. McCullough (#1747) gehört, um mir selber eine Meinung zu bilden (Einschub: Für einige woke Zeitgeister habe ich mich mit dieser Offenbarung vermutlich gerade zum Nazi gemacht). Natürlich mit doppelter Geschwindigkeit, sonst kommt man da ja nie durch. Das kürzlich stattgefundene Interview mit Jordan Peterson (#1769) steht noch auf meiner To Do-Liste — mal schauen, wann ich Zeit finde, mir die beiden anzuhören.

Wenn wir gerade dabei sind: Ich bin der Überzeugung, dass die meisten Anti-Joe Rogan Heulbojen kaum eine Sendung von Anfang bis Ende geschaut/gehört haben. Prove me wrong!

Ich bin mit der Aussage „performs actual journalism“ („praktiziert echten Journalismus“) nicht einverstanden.

Joe Rogan lädt Leute in seinen Podcast ein, und bietet ihnen eine Plattform, auf welcher sie ihre Meinung kund tun können. Rogans „Mehrwert“ (oder: „Anziehungskraft“ — Spotify hat ihm 100 Millionen US-Dollar bezahlt, damit es seinen Podcast publizieren darf, seine Seher- und Hörerschaft beläuft sich angabegemäss auf 11 Millionen pro Episode) liegt einerseits in der Wahl der Interviewkandidaten (unter anderem Leute, die in den traditionellen Medien wenn überhaupt nur (noch) im Biowaffen-Schutzanzug angefasst werden), andererseits darin, dass er genug Zeit bietet, damit sich die Leute um Kopf und Kragen reden in aller Ruhe bis ins hinterste Detail ihrer Überzeugungen vorkämpfen können. Gelegentlich unterbrochen von ihm mit klärenden Kurzfragen, oder Anstossfragen, um weitere Aspekte eines Themas anzusprechen.

In Zeiten von 30 Sekunden-YouTube-Häppchen mit Sich-einander-Ansschrei-Tiraden sind solche Podcasts eine Wohltat, schon nur weil alles ruhig und ohne Zwischenrufe vor sich geht. Man erinnere sich für Negativbeispiele an Sendungen wie die Arena, Talk im Hangar 7 (ServusTV) und viele Produkte des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ah, der NDR-Podcast mit den Virologen ist spontan gerade das einzige Erzeugnis, welches ich mit Joe Rogan’s Experience (JRE) vergleichen würde.

Doch: Ich empfinde Formate wie Schawinskis Interviewsendungen deutlich näher an „Journalismus“, weil Schawinski es wagt, kontroverse Gäste ins Kreuzverhör zu nehmen und sich jeweils so gut auf die Themen vorzubereiten, dass er notfalls (belegbar) Widerspruch üben kann. Manchmal kann das natürlich gegen hinten losgehen, bspw. als Andreas Thiel zu Gast war und eine Schawinski rückblickend meinte, dass er die Sendung eigentlich hätte abbrechen müssen (es aber nicht tat).

Nachtrag

Spotify hat damit begonnen, bestimmte Episoden von Joe Rogans Podcast von der Plattform zu entfernen. Eine von dritten entwickelte Web-Applikation zeigt auf, welche Episoden es (bereits) erwischt hat: JRE Missing. Nach welchem Muster Episoden offline genommen werden ist (mir) nicht bekannt.

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Samstag, 5. Februar 2022

Wie zwei fehlende Meter Deutschland und die Schweiz in die Stromknappheit führen

Aeby Faktencheck: Der Spur nach richtig.

Its seawall was 19 feet high. Despite warnings in a 2008 report suggesting that the plant could be exposed to a tsunami of up to 33 feet, the plant was still protected only by the existing 19-foot seawall when the tsunami struck. The tsunami that made landfall reached over 40 feet high, even larger than the earlier report had suggested was possible.

Quelle: Fukushima Daiichi Nuclear Disaster

Die damalige Mauerhöhe von 19 feet entsprechen 5.79 Meter. Die 2008 in einem Bericht empfohlenen 33 feet entsprechen 10.06 Meter. Die Tsunamiwelle war aber tatsächlich 40 feet hoch, das entspricht 12.19 Metern.

Ergo: Wäre die Mauer vor dem Unglück um 6.40 Meter erhöht worden, wären Deutschland und die Schweiz energietechnisch jetzt nicht auf bestem Weg zurück zu Schwellenländern, wo Stromausfälle an der Tagesordnung sind.

Übrigens auch ein Lehrbuchbeispiel von gescheitertem Risk Management: Selbstverständlich hätte die Erhöhung der Mauer einiges an Geld gekostet. Doch hätte man diese perfekt planbaren Baukosten den Kosten des Unglücks gegenübergestellt (u.a. ein Menschenleben wegen Radioaktivität, und 2202 Menschenleben bei der darauffolgenden Evakuierung, Evakuierung, Betriebsausfall, Engpässe in der Stromversorgung, vorzeitige Abschreibung des Reaktors, Reparaturkosten, Reputationsverlust), hätte jede Person mit gesundem Menschenverstand und minimster mathematischer Grundbildung die Variante Risiko-Mitigation gewählt.

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Donnerstag, 3. Februar 2022

Wer hat Walders Synchronschwimmerbefehl geleakt?

WICHTIG:

  • Nachfolgend bringe ich nur Vermutungen zum Ausdruck. Ich weiss nicht, wer der Leaker ist.
  • Unbedingt auch den Nachtrag ganz unten beachten. Vermutlich bin ich doch nicht der Sherlock, den ich zu sein scheinte …

Die Bombe platzte wohl nicht ganz unpünktlich zum Jahresende 2021: Walders Prahl-Video machte die Runde, geleakt von unbekannt, veröffentlicht vom Nebelspalter.

Wäre der Schaden (und die Blamage?) nicht bereits gross genug gewesen, ging letztes Wochenende auf Inside Paradeplatz im Artikel Walder trieb alle Grossmedien in Covid-Panik eine weitere Bombe hoch.

Einschub: Ist es nicht verwunderlich, dass kein klassisch-traditionelles Medium (bspw. Tagesanzeiger, NZZ) mit seinen hochbezahlten „Investigativ“journalisten diese Primeure landete? Medien, die im Falle einer Annahme des Mediengesetzes in der Abstimmung vom 13. Februar 2022 einen Millionensegen in die Kassen gespült bekommen? Gut, immerhin, der Nebelspalter ist ein Abonnementsmedium und könnte auch Subventionen beantragen … Inside Paradeplatz aber nicht, da Lukas Hässig seine Inhalte bekanntermassen gratis veröffentlicht. Item.

Über den Inhalt des Emails möchte ich keine Worte verlieren.

Für mich stellte sich angesichts der extrem kleinen Empfängerschaft aber die Frage, wer das Email geleakt hat. Da das Email ausgedruckt, abphotographiert und im Artikel publiziert wurde, kann man dieses analysieren:


Quelle / Als Bild direkt eingebunden von: insideparadeplatz.ch

Für jemanden, der auf Mustererkennung getrimmt ist, fallen zwei drei Dinge sofort auf:

  • Alle Empfänger werden mit Vornamen Nachnamen <Emailadresse> angegeben. Ausser „Walden, Bakel“, wo das Muster „Nachnamen, Vornamen“ ist
  • Alle Empfänger sind einzig mit Vornamen Nachnamen aufgeführt. Ausser beim Empfänger Bakel Walden, wo noch ein irritierendes und irgendwie unpassendes „(GD)“ steht: Walden, Bakel (GD) <Emailadresse>
  • Die Emailadressen aller Empfänger werden klein geschrieben. Ausser bei Bakel.Walden -at- srgssr.ch

Doch was bedeutet „(GD)“? Wer Microsoft Outlook und Active Directory kennt, weiss, dass in Unternehmen oftmals die Organisationshierarchie im Sender- und Empfängernamen abgebildet wird. Bspw. stand bei mir bei einem früheren Arbeitgeber „VR-IA-AIN“ beim Namen.

Druckt man solche Emails von Computern innerhalb eines Unternehmens aus, würde ich behaupten, dass Outlook die ihm bekannten Mitarbeiter „auflöst“ und so ausdruckt, wie sie im Active Directory stehen. Das heisst (1) in dem in Active Directory definierten Namensformat (bspw. „Nachnamen, Vornamen“, oder „Nachnamen Vornamen“ oder „Vornamen Nachnamen“) sowie (2) mit dem Organisationskürzel im Namen. Dabei wird der Empfängernamen wie er im Quellcode des Emails steht bewusst übersteuert.

(einige Tests später) Das mit dem Organisationskürzel konnte ich mit Hilfe einiger Bekannten in Microsoft-Umgebungen nicht bestätigen. Bei einer einzigen Person wurde der Namen des Unternehmens (nicht aber das Organisationskürzel) auf Ausdrucken eingeblendet; bei den anderen stand nur der Name der Person.

Eine Suche im Archiv zeigte immerhin, dass bei einem meiner Arbeitgeber das Kürzel 2014 tatsächlich in den Ausdrucken aufgeführt war. Passiert das somit nur in einem alten Outlook/Active Directory? Oder nur in grösseren Unternehmen mit zehntausenden Mitarbeitern? Oder ist das eine Outlook-Konfigurationseinstellung, die über die Jahre standardmässig deaktiviert wurde?

Man muss nicht einen IQ von über 200 besitzen, um zu erraten, dass GD – vermutlich – Generaldirektion bedeutet. Hier ist Bakel Waldens Homepage, welche auch ein Organigramm zeigt. Zwar gibt es eine eigenständige Box Geschäftsleitung, aber in unmittelbarer Nähe befindet sich die Box … wait for it … Generaldirektion.

Müsste ich wetten, würde ich das Leak somit irgendwo bei der SRG vermuten.

Nachtrag

Jetzt erst fällt mir auf, dass meine Theorie ein grosses Problem hat: Neben Bakel Walden ging das Email auch an Gilles Marchand, ebenfalls SRG. Würde meine Theorie stimmen, müsste dessen Emailadresse identisch formatiert sein wie die von Bakel Walden. Somit ist es wahrscheinlicher, dass Marc Walder den Kontakt Bakel Walden einfach anders in seinem Outlook gespeichert hat als bei den anderen Empfängern. Was aber das „(GD)“ nicht wirklich erklärt. Dieses könnte aber durch eine .vcf Visitenkartendatei in Walders Adressbuch reingerutscht sein.

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Sonntag, 30. Januar 2022

AirTag wird beim erstmaligen Einrichten nicht gefunden

Obwohl der AirTag nach dem Entfernen der Plasticbarriere ein Geräusch gemacht hat, konnten ihn weder Stephanies noch mein iPhone finden. Ein einminütiger Airplane Mode der iPhones brachte auch nichts, wie auch das Entfernen der AirTag-Batterie (kurz: auf die Metallkappe drücken, und nach links rotieren).

Die Lösung fand ich in folgendem Video:

Kurz: Die Batterie entfernen, wieder einlegen, auf das Geräusch warten, und wieder entfernen. Das zeitnah fünf Mal nacheinander, danach die Metalkappe sauber montieren. Bescheuert, aber funktioniert! Danach poppte der Einrichtungsdialog umgehend auf meinem und Stephanies iPhone auf.

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Montag, 24. Januar 2022

Mac CPU-Temperatur und Lüftergeschwindigkeit auf der Kommandozeile auslesen

Nachtrag: Das scheint nur auf meinem iMac 27in mit Intel-CPU zu funktionieren; auf meinem Mac mini M1 klappen die Befehl nicht.

Die Temperatur der CPU-Kerne liest man kontinuierlich folgendermassen aus:

# powermetrics --samplers smc | grep -i "CPU die temperature"
CPU die temperature: 47.70 C
CPU die temperature: 46.17 C
CPU die temperature: 46.41 C
CPU die temperature: 46.48 C
CPU die temperature: 46.30 C
...

Die Lüftergeschwindigkeit zeigt man sich folgendermassen an:

# powermetrics --samplers smc | grep Fan
Fan: 0 rpm
Fan: 0 rpm
...

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Sonntag, 23. Januar 2022

iMac Late 2015 mit kaputtem Lüfter

Gestern Samstag-Abend: Vor dem-zu-Bett-gehen starte ich die Aktualisierung meines iMac 27 Zoll (iMac 17,1), Late 2015, Quad-Core i7, 24 GB, 2 TB von macOS Big Sur 11.6.1 auf 11.6.2. Ich habe das Gerät im Oktober 2017 für 1950 CHF gebraucht gekauft; da ist das Gerät gerade sieben Monate alt. Schnäppchen!

Heute Morgen ist das elektronische Postfach voll mit in Episoden an- und abklingenden monit-Meldungen. Als ich mich am Vormittag hinter das Gerät setze, ist schnell klar, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Es folgt ein Debug-Marathon, ursprünglich davon ausgehend, dass ich es mit einem Software-Problem zu tun habe. Im Laufe des Tages folgt das (widerwillige) Upgrade auf macOS Monterey, bis ich schlussendlich der Ursache des Ausfalls auf die Schliche komme:

Der im Innern des iMacs installierte Lüfter muss während — oder kurz nach — dem Betriebssystem-Upgrade kaputt gegangen sein.

Die Symptome:

  • Der Prozess kernel_task beansprucht knapp 500 Prozent der CPU-Leistung (siehe Link weiter unten)
  • In der Prozessliste findet man dutzende mds_stores Prozesse
  • Die Kiste läuft, plötzlich wird der integrierte sowie der angeschlossene Dell P2415Q-Bildschirm schwarz — und plötzlich startet der iMac ohne zu tun neu
  • Der per DisplayPort angeschlossene Dell P2415Q verliert andauernd das Signal
  • Jede Aktion im GUI dauert extrem lange — es fühlt sich an, als würde man einen 286er bedienen. Doppelklick, eine Minute warten. Alt-Tab, Sekunden vergehen bis die gewählte Applikation in den Vordergrund tritt
  • Die Eingabe über die Tastatur hakelt extrem — zwischen Tastendruck und Anzeige auf dem Bildschirm können Sekunden vergehen
  • Die Situation verbessert sich spürbar, wenn man das Kabel des externen Monitors abhängt
  • htop weist eine Load Average nördlich von 15 aus
  • Im /var/log/system.log (per SSH eingeloggt kann man das Gerät debuggen, ohne mit dem GUI kämpfen zu müssen) liest man verschiedene komische Meldungen …
    • … der Service mds (Spotlight-Indexierung) muss andauernd Indexierungsprozesse abschiessen. Auch das Deaktivieren von Spotlight mittels sudo mdutil -a -i off (Quelle) bringt nichts
    • … Apps finden Grafikkartentreiber nicht (nicht sicher, ob das wirklich ein echtes Problem ist): VTDecoderXPCService[558]: getattrlist failed for /Library/GPUBundles/AMDRadeonVADriver.bundle/Contents/MacOS/AMDRadeonVADriver: #2: No such file or directory und Dock[1242]: getattrlist failed for /Library/GPUBundles/AppleIntelSKLGraphicsVADriver.bundle/Contents/MacOS/AppleIntelSKLGraphicsVADriver: #2: No such file or directory
    • … immer wieder erscheinen com.apple.xpc.launchd[1] (com.apple.xpc.launchd.domain.user.89): entering bootstrap mode und com.apple.xpc.launchd[1] (com.apple.xpc.launchd.domain.user.89): exiting bootstrap mode
  • Die Ping-Latenz fluktuiert spürbar in einer Art Wellenform; von den erwarteten einstelligen Millisekunden bis zu dreistelligen Werten (siehe Anhang)

Obwohl sich dieser Stackexchange-Artikel und dieser offizielle Apple-Artikel auf (überhitzende) MacBook Pros bezieht, gibt er mir den wichtigsten Tipp: Hitze!

Und tatsächlich, das Gehäuse ist heiss. Und plötzlich erinnere ich mich, dass ich den Lüfter des iMacs verdächtig lange nicht (mehr) gehört habe. Normalerweise lief der täglich mehrmals an, insbesondere, wenn zwei Mal täglich Backups (rsync auf das Synology NAS, TimeMachine auf die TimeCapsule sowie mit Arq zu Backblaze) durchgeführt wurden.

Ich installiere mir die Software Macs Fan Control, welche den Verdacht bestätigt: Die aktuelle Umdrehungszahl beträgt (orange eingefärbt) 0. Minimal müssten eigentlich 1200 Umdrehungen gefahren werde. Ich schalte auf Full Blast (2850 Umdrehungen) — doch kein Wank, kein Geräusch, keine Zirkulation. Währenddessen sehe ich, dass die CPU-Temperatur bei 87 Grad angekommen ist.

Nachtrag: Das geht übrigens alles auch von der Kommandozeile, ohne Installation von Drittsoftware. Um die Temperaturen der CPU-Kerne auszulesen:

# powermetrics --samplers smc | grep -i "CPU die temperature"
CPU die temperature: 47.70 C
CPU die temperature: 46.17 C
CPU die temperature: 46.41 C
CPU die temperature: 46.48 C
CPU die temperature: 46.30 C
...

Um die Lüftergeschwindigkeit auszulesen:

# powermetrics --samplers smc | grep Fan
Fan: 0 rpm
Fan: 0 rpm
...

Und plötzlich macht alles Sinn: Die CPU droht zu überhitzen, weil sie der iMac mangels funktionierendem Lüfter nicht mehr kühlen kann. Deshalb schreitet nun kernel_task zur Tat: Er drosselt alle laufenden Prozesse, damit diese die CPU nicht weiter strapazieren. Für den Benutzer bedeutet das ein extrem träges System. Indem ich den externen Monitor abgehängt habe, läuft die GPU nicht mehr (so) heiss, was ebenfalls Linderung in der „finnischen Sauna“ im Innern des iMac bringt.

Rückblickend ein Wunder, dass ich Monterey während Stunden (!) tatsächlich installieren konnte und die Kiste dabei nicht gegrillt habe (geschweige denn einen Wohnungsbrand ausgelöst habe).

Ich trenne den iMac vom Strom, um den System Management Controller (SMC) zurückzusetzen (Quelle). Leider springt der Lüfter auch danach nicht mehr an. Damit sind alle Lösungsversuche, die auch unter folgender Frage beschrieben wurden, ausgeschöpft: iMac fans stopped, what must I do?

Die leider letzte verbleibende Lösung? Den defekten Lüfter austauschen — hilfreich könnte diese iFixIt-Anleitung sein. Ich habe aber keine Lust, an meinem iMac rumzumechen.

Nun habe ich mir als Ersatz einen Mac mini M1 bestellt.

Sobald das Ersatzgerät da ist, werde ich abklären, wie viel mich bei DataQuest DQ Solutions in Bern ein Austausch des Lüfters kosten wird (ich befürchte mehrere hundert Franken, da der ganze Mac auseinandergebaut und ein Ersatzlüfter eingebaut werden muss).

Dann werde ich mir überlegen müssen, ob ich das Gerät repariere, und falls ja, ob ich es danach wieder in Betrieb nehme, oder es auf Ricardo verkaufe. Vermutlich Letzteres: Die Zukunft gehört M1, und wahrscheinlich wäre das der richtige Zeitpunkt, auch auf dem Desktop den Wechsel zu vollziehen (diesen Text schreibe ich auf einem MacBook Air M1).

Anhang

64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11856 ttl=64 time=5.659 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11857 ttl=64 time=5.565 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11858 ttl=64 time=8.133 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11859 ttl=64 time=6.890 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11860 ttl=64 time=6.753 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11861 ttl=64 time=14.673 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11862 ttl=64 time=52.217 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11863 ttl=64 time=101.217 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11864 ttl=64 time=153.161 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11865 ttl=64 time=11.308 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11866 ttl=64 time=6.809 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11867 ttl=64 time=9.474 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11868 ttl=64 time=5.172 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11869 ttl=64 time=6.211 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11870 ttl=64 time=7.839 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11871 ttl=64 time=5.575 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11872 ttl=64 time=5.559 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11873 ttl=64 time=20.077 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11874 ttl=64 time=60.732 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11875 ttl=64 time=107.225 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11876 ttl=64 time=159.577 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11877 ttl=64 time=6.760 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11878 ttl=64 time=13.282 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11879 ttl=64 time=15.027 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11880 ttl=64 time=6.770 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11881 ttl=64 time=4.986 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11882 ttl=64 time=5.948 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11883 ttl=64 time=8.361 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11884 ttl=64 time=5.632 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11885 ttl=64 time=21.801 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11886 ttl=64 time=66.570 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11887 ttl=64 time=109.075 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11888 ttl=64 time=153.075 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11889 ttl=64 time=10.720 ms
64 bytes from 1.2.3.4: icmp_seq=11890 ttl=64 time=8.682 ms

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Donnerstag, 20. Januar 2022

Die „Pandemie“ aus Sicht eines ausgebildeten Historikers

Ich bin ausgebildeter Historiker, war aber nach dem Lizentiatsabschluss 2011 nie mehr im Fach tätig.

Das Studium hat mir aber folgende zwei Pandemie-Referenzpunkte mit auf den Weg gegeben, welche mich in den letzten zwei Jahren mehr und mehr an der grottenschlechten Darstellung der Situation durch den pharmazeutisch-medial-politischen Komplex zweifeln liessen:

Das Alter der Toten

Ich weiss nicht, wie viele Leute da draussen das folgende Lizentiat kennen, und noch weniger weiss ich, wie viele es gelesen haben: Die Grippeepidemie 1918/19 in der Schweiz von Christian Sonderegger, veröffentlicht 1991. Rückblickend hätte der Autor das Werk wohl eher „Spanische Grippe“ getauft, damit es in den Katalogen einfacher gefunden werden kann …

Es befand sich zu meiner Studienzeit tief unten im Keller in einer dunkle Ecke der Historischen Bibliothek in der Unitobler. Ich habe dieses Lizentiat während dem Verfassen meines Lizentiat ausgeliehen (oder war es nur vor Ort einsehbar?) und gelesen. Doch zu behaupten, dass ich den Inhalt noch wiedergeben könnte, wäre etwas verwegen.

Christian Sonderegger hat den Eintrag zu „Grippe“ im Historischen Lexikon der Schweiz verfasst.

Doch was mir in Erinnerung geblieben ist (auch, glaube ich, verstärkt durch mindestens eine Vorlesung und ein Seminar): Während der Spanischen Grippe in der Schweiz starben vornehmlich junge, und somit eigentlich als gesund geltende, zwanzig- bis vierzigjährige Männer.

Das war in der Covid-Pandemie eindeutig nicht der Fall, sonst müsste ich in meinem Bekanntenkreis schwer Erkrankte und Tote verzeichnen und regelmässig an Beerdigungen gehen.

Die Zahl der Toten

Im Geschichtsstudium des Mittelalters kommt man unweigerlich auch am Schwarzen Tod, der Pest, vorbei. So tragisch dieses einschneidende Ereignis auch war, ich kann mich erinnern, dass nach der Pest vieles anders war: Arbeitskräftemangel führte zu einer deutlich besseren Verhandlungsposition der Proto-Arbeitnehmenden und Bauern, was sich auch im Lohn respektive den Preisen für Agrarprodukte widerspiegelte.

Und wenn ich mich richtig erinnerte hatte die Pest auch einen massiven Einfluss auf die Kunst (Stichwort „Renaissance“). Sozusagen die Golden Twenties im Mittelalter.

Auch hier kann ich die Entwicklung dieser Pandemie nicht wiedergeben, zu verschwommen sind meine Erinnerungen. Aber auch hier nahm ich einen wichtigen Referenzpunkt mit: In den Pest-Schüben starben dreissig Prozent der Bevölkerung Europas. Ein Drittel. Auf den einzelnen Menschen hinuntergebrochen: Jedes dritte Familienmitglied, jeder dritte Bekannte wurde dahingerafft.

Nachtrag

An meiner Alma Mater wurden 2015 zwei weitere Masterarbeiten zum Thema publiziert:

  • Brack, Simon: Ein unsichtbarer Feind. Der kommunalpolitische Umgang mit der Grippeepidemie 1918 in den drei Gemeinden Bern, Thun und Langnau i. E
  • Tscheerig, Andreas: Die Spanische Grippe in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt. Zum Umgang der Sanitätsbehörden mit der Grippe-Pandemie von 1918/19

Quelle (mit Abstracts): BeHMi 2015

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Donnerstag, 20. Januar 2022

Tipps zum Anfang vom Ende der Pandemie

Ein augenöffnender Artikel Pueyos. Ich kann mich erinnern, dass er zu Beginn der Pandemie mit zwei längeren Artikeln gross von sich reden machte. Gehen wir den aktuellen Artikel durch.

Mit folgenden Aussagen Pueyos bin ich nicht einverstanden …

In Simpson’s Paradox vs. Upper Respiratory Tract Hypothesis, I stated that we didn’t know yet whether the lower virulence was due to a milder virus or simply more people immune through vaccines and natural infection. It turns out it was both, and the reduction of virulence is dramatic.

… Add to that the fact that good vaccines reduce fatality rates by ~90%,

Quelle: Coronavirus: Game Over — It’s time to start living again

Schauen wir mal, was der wissenschaftliche Konsens dazu nach — sagen wir — fünf Jahren sein wird.

… mit den nachfolgenden Aussagen aber vollkommen (insbesondere mit Blick auf Twitter-Bubbles, aber auch Bekannte):

  • When you see in a TV show scenes with lots of people indoors, do you think “Eww, gross! These guys are spreading germs and they don’t even realize it!”?
  • When you enter a store, does your hand automatically search your pockets for a mask? Are you scared of how others will judge you if you don’t wear one?
  • Do you do a disinfecting gel facial after seeing this [three welcome kisses]? In French, we call this “la bise”. Depending on the region in France, you can give up to four kisses to people you don’t know!
  • When you meet somebody, are you wondering whether you should fist bump, wave, shake their hands, hug, or even do the European thing, give a few kisses?
  • When somebody invites you to a party, is your first reaction to ask “Is it indoors?”

„If you’ve answered yes to 50% of these or more, you might have PCSD, post-COVID stress disorder. You should ask yourself: Do I want to be like this for the rest of my life? If the answer is no, that’s good.“

Meine Prognose: Wir werden erst über die nächsten Jahre entdecken, welch massive mentale Schäden die Handhabung der Pandemie hier im Westen verursacht hat. Zum einen bei völlig verängstigten Erwachsenen, denen durch SARS-CoV-2/Covid-19 auf Grund ihres Alters und Gesundheit statistisch nie bedroht waren (Stichwort: Angstneurose). Aber auch bei Babies, die nur die Gesichtsausdrücke ihrer Eltern kennen, weil Besucher immer Masken trugen; bei jungen Kindern, welche acht Schulstunden am Tag Masken tragen mussten; aber auch bei den Kindern, die von angstneurotischen Eltern grossgezogen werden und die panische Angst vor dem Virus über die letzten zwei Jahre eingebrannt erhalten haben.

„You’ve [= governments] increased your powers during COVID. If you give them back, and you prepare legislation for the next pandemic, citizens will trust you more next time.“ […] „But if you linger with your measures and don’t have a horizon in sight for stopping them, your citizens will lose even more trust in you.“

Wenn ich sehe, wie Politik die „Pandemie“ bisher vergeigt hat, befürchte ich das Schlimmste …

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Dienstag, 18. Januar 2022

Twitter Rundschau KW3 2022: Corona, Djokovic, Mediengesetz, Lustiges

Positiver Test, Infiziert, Erkrankt

Erkältungs-Antikörper schützen vor Corona

Ich könnte schwören, dass Sucharit Bhakdi das schon im Frühjahr 2020 „geschwurbelt“ hat …

Cross-reactive memory T cells associate with protection against SARS-CoV-2 infection in COVID-19 contacts (doi.org/10.1038/s41467-021-27674-x)

Corona Virtue Signalling, Episode 7439

Irrenanstalt

Spassfakt: Twitter wurde erfunden um kostengünstig die Irrenanstalten zu ersetzen.

A. M. Berger🇨🇭 (⁦‪@A_M_Berger_) am ‬⁩09.01.22, 02:05 (Link, Konto suspendiert)

Don’t question „The Science“

„The Science“ has changed

Cédric fürchtet sich vor Weltwoche und Nebelspalter

Rinks-lechts-vertauschte politische Argumentation im Fall Djokovic

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Dienstag, 18. Januar 2022

„Remove password from bank statement“

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Remove password from Bank Statement

Nur eine Frage: Welche bescheuerte Bank druckt das eBanking-Kennwort auf Kontoauszüge?!

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