Mittwoch, 23. Mai 2018

Init7 TV7: Installation mit einem Turris Omnia-Router

Gestern liessen Fredy Künzler und seine Init7 die Überraschungsbombe platzen: Ab sofort gibt es TV7, das IPTV-Angebot des ISPs, für alle Fiber7-Kunden kostenlos zum spotgünstigen, symmetrischen 1 Gbit/s Internetabo hinzu:

Medienmitteilung vom 22. Mai 2018

Das bedeutet, dass ich nun über eine 1 GBit/s-Leitung feinste, unkomprimierte HD-Streams aller hierzulande gängigen und einiger eher exotischer Sender empfangen kann — derzeit 215 an der Zahl.

Wieso gerade jetzt? Aus meiner Sicht aus zwei Gründen: Erstens steht die Fussball-WM 2018 vor der Tür, wo man mit einem unkomprimierten Multicast-Stream die Überlegenheit über die Konkurrenz demonstrieren kann (fünf Sekunden vor dem Nachbarn das entscheidende Goal im Final sehen? Check.). Andererseits, weil Salt kürzlich mit seinem (geschwindigkeitstechnisch fragwürdigen) Fiber-Angebot Furore in den Medien gemacht hat, und dort auch IPTV draufpackt (inkl. schicker Integration in iOS).

Installation

Am Abend zog ich zu Hause die Bastelhandschuhe an und machte mich daran, die von TV7 ausgesendeten UDP Multicast-Streams über meinen Router ins interne Netzwerk zu transportieren.

Dank der vom ISP netterweise verfassten Anleitung für den Fiber7-Router meiner Wahl, den Turris Omnia, war das ein Klacks:

Anleitung Fiber7 TV7

Kurz zusammengefasst:

  1. In LuCI einloggen und unter System > Software das Softwarepaket igmpproxy installieren. Hierzu musste ich zuerst einmalig Update lists anklicken, und danach in das Suchfeld Filter den Namen des Pakets eingeben. Noch Find Package klicken und dann in der linken Spalte den Link Install anwählen.
  2. Per SSH auf die Kommandozeile des Routers einloggen und die Konfigurationsdatei unter /etc/config/igmpproxy anpassen (s. unten). Daraus wird dann /var/etc/igmpproxy.conf generiert
  3. In LuCI unter System > Startup igmpproxy auf enabled schalten und einmal start (resp. bei mehrmaligen Versuchen restart) drücken
  4. Per SSH auf der Kommandozeile des Routers mittels ps | grep -i igmp überprüfen, dass der Prozess läuft:
     6728 root       804 S    /usr/sbin/igmpproxy /var/etc/igmpproxy.conf

/etc/config/igmpproxy

config igmpproxy
	option quickleave 1

config phyint wan
	option network wan
	option direction upstream
	list altnet 0.0.0.0/0

config phyint lan
	option network lan
	option direction downstream

Init7 empfiehlt einen Reboot, welchen ich schlussendlich doch noch durchgeführt habe, aber nur, weil etwas mit dem Test-Stream (s. unten) nicht funktioniert hat. Ich kann mir vorstellen, dass der Router Multicast auch ohne Reboot hinkriegt, lasse mir aber gerne das Gegenteil bestätigen.

Test

Um möglichst viele potentiell störenden Parameter auszuschliessen, schloss ich mein MacBook 12″ mittels eines USB-C-auf-Ethernet-Adapters direkt an einen Ethernet-Port des Routers an. So schliesse ich aus, dass Switches zwischen dem Endgerät und dem Router Multicast vermüeseln (mein 8-Port UniFi- und mein 16-Port TP-LINK Gigabit-Switch funktionieren tadellos, ohne irgendwelche Konfiguration).

Anschliessend wollte ich den Empfang mit dem im FAQ-Artikel „Kann ich vorab testen, ob mein Router TV7 (Multicast) unterstützt?“ verlinkten Stream auf den Big Buck Bunny (Bedeutung) testen. Doch leider kriege ich diesen Stream bis heute nicht zu laufen — weshalb ich gestern zuerst auf ein Konfigurationsproblem tippte und deshalb den Router doch noch einem Kaltstart unterzog (ich bin mir fast sicher, dass das nicht nötig gewesen wäre).

Nachdem ich mir sicher war, dass igmpproxy sauber läuft, entschloss ich mich schlussendlich, einfach die im FAQ-Artikel „Kann ich TV7 auch auf anderen Geräten als Apple TV anschauen?“ erwähnte M3U-Datei herunterzuladen und in VLC 3.0.2 zu öffnen. Und siehe da: Wenige Sekunden später, nach nicht einmal 30 Minuten Installationsdauer, sah ich die Tagesschau gestochen scharf in höchster Auflösung auf dem Retina-Display meines MacBooks entgegenflimmern:

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Sonntag, 15. April 2018

Kollege Randal auf YouTube bei der Arbeit

Skippr GmbH zu Gast bei der Garage Baeriswyl in Schmitten, wo Kollege Randal arbeitet und beim Wettbewerb sein Bestes gibt:

Für den Top-Platz hat es dann leider doch nicht ganz gereicht — schlussendlich schaute hinter der Garage Ledermann Automobile mit 13 Sekunden Abstand der zweite Platz heraus:

Hier noch die anderen Folgen:

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Sonntag, 15. April 2018

Die Ereignisse in Syrien sind mit klarem Menschenverstand zu interpretieren

Mehr gibt es dazu glaub‘ ich nicht zu sagen:

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Samstag, 14. April 2018

Testen, ob ein Linux-System (auch) über IPv6 ans Internet angebunden ist

Dies ist ganz simpel:

$ ping6 ipv6.google.com

Quelle: How to test IPv6 connectivity

Da ich mit IPv6 völlig überfordert bin, habe ich es auf all meinen Linux-Systemen deaktiviert, indem ich in die Datei /etc/sysctl.conf folgende Zeilen eingefügt habe:

...
net.ipv6.conf.all.disable_ipv6 = 1
net.ipv6.conf.default.disable_ipv6 = 1
net.ipv6.conf.lo.disable_ipv6 = 1
net.ipv6.conf.eth0.disable_ipv6 = 1

Quelle: How to turn off IPv6

Das Kommando meldet dann folgende Antwort zurück:

$ ping6 ipv6.google.com
connect: Cannot assign requested address

Das bedeutet:

[…] suggests that the inet6 protocol family isn’t loaded

Quelle: IPv6 with miredo: „connect: Cannot assign requested address“

Auf einigen Systemen hiess es aber auch:

$ ping6 ipv6.google.com
ping: socket: Operation not permitted

und auf anderen hiess es:

$ ping6 ipv6.google.com
connect: Network is unreachable

Damit wusste ich, dass ich auf diesen Systemen sysctl.conf noch nicht angepasst hatte. Das ist nun nachgeholt.

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Samstag, 14. April 2018

Ein Backup oder eine alte Version einer Ubiquiti Edgerouter-Konfiguration einspielen

Ich habe bei Bekannten derzeit je ein Ubiquiti Edgerouter X in Betrieb, welche als Router an einem Kabelmodem angeschlossen sind.

Die Router habe ich so konfiguriert, dass sie bei jeder Aktualisierung der Konfiguration über das Web-GUI resp. das CLI ein Backup der vorherigen Konfiguration per TFTP auf einen Linux-Laptop im lokalen Netz ablegen. Dies mit der folgenden Konfiguration:

...
system {
    config-management {
        commit-archive {
            location tftp://10.1.2.3/
        }
        commit-revisions 10
    }
...
}
...

Gestern trat der Notfall ein, dass ich einen der Router komplett zurücksetzen musste und danach eine ältere Version der Konfiguration einspielen wollte.

Dies ist recht trivial: Auf dem Linux-Laptop, auf welchem die Konfiguration versioniert ist, kopiert man das Backup folgendermassen auf den auf Fabrikzustand zurückgesetzten Router:

$ scp config.boot-ROUTER.20180413_133604 ubnt@10.1.2.1:/config

Das Kennwort lautet ubnt und sollte in der so übermittelten Konfiguration zwingend angepasst werden.

Anschliessend verbindet man sich per SSH mit dem Router und führt folgende Befehle aus (compare ist nicht nötig, zeigt aber schön auf, welche Anpassungen zur derzeit aktiven Konfiguration vorgenommen werden):

$ configure
$ load /config/config.boot-ROUTER.20180413_133604
$ commit
[$ compare]
$ save

Quelle: Re: Swap X-SFP to Pro8 – can we upload config.boot from X-SFP?

Siehe auch: EdgeRouter – Archiving and Managing the Configuration Files — Saving and Loading Backup Configurations

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Sonntag, 8. April 2018

Wie lange halten Skis?

Ein Paar Ski sollte bei adäquater Pflege ca. 100-120 Skitage

alt werden.

Quelle: Gebrauchte Ski – Worauf achten?

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Freitag, 30. März 2018

Zwei Tipps zu dd unter macOS

dd verwendet man unter macOS wahrscheinlich normalerweise dann, wenn man Images (1:1 Abbilder) von portablen Datenträgern machen möchte oder diese auf portable Datenträger zurückspielen möchte.

Folgende zwei Dinge sind dabei wichtig:

Geschwindigkeit

Unter macOS sollte man Datenträger immer in der Schreibweise /dev/rdisk1s1 ansprechen und nie als /dev/disk1s1. Damit können Images messbar schneller geschrieben werden, in der Regel mit Faktor 3.

Auch die Blocksize (definiert mit dem Parameter bs) sollte hoch angesetzt werden — nachfolgend auf 2 Megabytes:

# dd if=/tmp/image.img of=/dev/rdisk1 bs=2m

Zwischenstand

Leider gibt dd im normalen Gebrauch keinen Fortschritt aus. Erst sobald der Kopiervorgang abgeschlossen ist, erhält man eine Statistik über die Anzahl der kopierten Blöcke sowie über den Datendurchsatz.

Betätigt man aber bei einem in der Shell laufenden dd-Kopierprozess die Tastenkombination Ctrl-T gibt dd den Zwischenstand des Lese- oder Schreibvorgangs aus, ohne den Kopiervorgang zu unterbrechen.

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Freitag, 30. März 2018

Video: Unterschiede beim Autofahren in den USA und Deutschland (Europa)

Interessant; das meiste kannte ich — da ich aber noch nie in Oregon herumgefahren bin, war mir nicht bewusst, dass man sein Fahrzeug nicht selber tanken darf (wie bescheuert — und — wohl auch ein Arbeitsbeschaffungsmassnahme für Mini-Jobs). In Kalifornien darf man zum Glück selber tanken.

Obwohl ich einverstanden bin, dass die Ampeln in den USA „benutzerfreundlicher“ platziert sind, muss ich deshalb drüben jeweils wie ein Heftlimacher aufpassen: Denn wer in den USA bis auf Höhe der Ampeln aufschliesst, steht nicht am Kreuzungsrand, sondern mitten auf der Kreuzung. Und da sollte man lieber nicht stehen.

Was meine Frau auch noch erwähnt hat: Das Tanken ist in Europa in der Regel Post-Paid (nach dem Tanken wird gezahlt), während man in den USA Pre-Paid machen muss (bevor ein Tropfen Benzin in den Tank kommt, muss man seine Kreditwürdigkeit bewiesen haben).

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Freitag, 30. März 2018

Video: Job-Interview mit Millenials

Lustig, aber wohl näher an der Realität als an der Fiktion … oder wie es ein Kollege sagen würden: „Und die sollen Mal unsere AHV finanzieren?“ Ich bin eindeutig auf dem Weg zum Bünzli.

A Millennial job interview from @TheDanielBrea on Vimeo.

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Freitag, 30. März 2018

Wenn US-Amerikanerinnen (insbesondere Kalifornierinnen) so komisch sprechen …

Meine Frau legt diese Sprechweise zum Glück nicht zu Tage, aber bei einigen ihrer Kolleginnen und bei flüchtigen Bekanntschaften auf unseren Kalifornien-Reisen ist es mir bereits unzählige Male aufgefallen: Dieses ganz-hinten-im-Rachen-sprechen, die Angehörige des weiblichen Geschlechts an den Tag legen. Und einem immer wieder auffällt, sobald man sich einmal darauf geachtet hat.

Bis vor einigen Tagen war ich der Meinung, dass dieses Phänomen bisher nur mir aufgefallen ist und es keinen Namen dafür gibt.

Falsch gedacht! Als Kollege Schaad und seine Catherine kürzlich bei uns auf ein Raclette vorbeikamen, fiel die Konversation irgendwann einmal auf die Kardashians. Und bei diesem Thema erwähnte Raphael den Begriff „Vocal Fry“, der diese froschartige Sprechweise bezeichnet.

Ein Zeitgenosse, der sich wohl wie ich derart ab den Kardashians aufregt, hat dazu auch gleich ein sehr illustratives Video auf YouTube aufgeschaltet, das man kaum in voller Länge schauen sollte, wenn man Wert auf seine geistige Gesundheit legt:

Nachtrag

Naomi Wolf redet ihren Geschlechtergenossinnen in einem Meinungsstück mit dem Titel Young women, give up the vocal fry and reclaim your strong female voice ins Gewissen.

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