Posts Tagged ‘Kritik’

Samstag, 24. November 2012

Sendung Kontext: Wenn Manager auf Angestellte hören

Nur wenn das Management weiss, welchen Denkmustern die Mitarbeiter folgen, was sie motiviert und welche Geschichten sie über ihre Firma erzählen, können die Ressourcen im Betrieb optimal genutzt werden. Vor allem in Zeiten, in denen ein Wechsel nötig wird. Das jedenfalls ist die These von Beratern, die mit narrativen Methoden arbeiten.

Kontext: Wenn Manager auf Angestellte hören

Via: Rolf F.

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Donnerstag, 5. Januar 2012

Was die Amis so alles in ihr Essen mischen

Da ich 2011 zusammengezählt fast drei Monate in den USA — sprich in Kalifornien und New York — verbracht habe, sind mir einige fragwürdige Ingredienzen zu Ohren gekommen, die das Essen auf der anderen Seite des grossen Teiches “schmackhafter” machen sollen.

Wie ich darauf aufmerksam geworden bin? Heutzutage betonen amerikanische Restaurants und Einkaufsläden mit entsprechendem Zielpublikum stärker, was man in den von ihnen verarbeiteten und verkauften Nahrungsmitteln garantiert nicht findet. Solche “wir nicht!”-Bezeugungen sind der beste Hinweis darauf, dass die meisten Unternehmen, die sich nicht mit solchen Unbedenklichkeitsbescheinigungen brüsten, wohl tagtäglich verwenden.

Da man sich mittlerweile auch in der letzten verbleibenden Supermacht auf diesem Planeten vermehrt Gedanken macht, was man so zu sich nimmt und wie die Nahrungsmittel produziert werden, sind die Konsumenten sensibilisiert und dadurch deutlich wählerischer geworden — sofern ihnen das dortige Schulsystem das nötige Denkvermögen vermittelt hat und es sich die Betroffenen überhaupt leisten können, wählerisch zu sein. Denn in den USA gilt heute wie in jedem westlichen Staat: Gesundes Essen ist leider teurer als Junk-Food.

Um was geht es?

  1. MSG Mit diesem Wundermittelchen — einem Nahrungsmittelzusatz — verstärkt man den Geschmack von Gerichten (vgl. Monosodium glutamate). Restaurants brüsten sich teilweise an ihren Schaufenstern damit, garantiert “MSG free food” anzubieten.
  2. rBGH Mit diesem Wachstumshormon bringt man insbesondere Kühe dazu, mehr Milch zu geben (vgl. Bovine somatotropin). Whole Foods bezeugt auf seiner Web-Site, dass die Lieferanten ihren Kühen das synthetische Wachstumshormon nicht verabreichen.
  3. HFCS (High Fructose Corn Syrup) Filme wie King Corn haben gezeigt, dass sich dieser Zucker-Ersatz aus Maispflanzungen in der ganzen Nahrungskette des Landes findet — in direkter Form in Soft-Drinks wie Coca Cola, oder indirekt als Tierfutter in Burgern und anderen Fleischerzeugnissen. Mehrere Male habe ich bereits gehört, dass das in Mexiko produzierte Coca Cola-Gesöff deshalb viel besser schmeckt, weil man dort noch den herkömmlichen Zucker und nicht den High Fructose Corn Syrup verwendet (mittlerweile sind leider diesbezüglich Fragezeichen aufgetaucht). Auch inländische Getränkehersteller wie Pepsi nutzen die Skepsis gegenüber HFCS direkt aus, um wieder Kalorienbomben mit richtigem Zucker an die fettleibige Bevölkerung zu bringen.

Fazit: Solche sind Ausdruck eines hocheffizienten, industrialisierten Nahrungsmittelproduktionsprozesses, welcher der Kostenminimierung und Gewinnmaximierung gehorcht.

Auf die Gefahr hin, dass ich als idealisiernden Grünen hingestellt werde: Selbstverständlich darf man aber nicht aus dem Auge lassen, dass man die heutige Weltbevölkerung mit mittelalterlichen Landwirtschafts- und Nahrungsproduktionsmethoden nie und nimmer füttern könnte. Somit bleiben solche Erkenntnisse leider ein notwendiges Übel …

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Mittwoch, 4. Januar 2012

US-amerikanische Servicequalität

Ein Kollege von mir, welcher seit über einem Jahr in Yale studiert, über den alltäglichen Überlebenskampf in den USA:

In den USA scheinen Dienstleistungen bei abnehmender Qualität immer teurer zu werden.

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Sonntag, 4. September 2011

Unnütze Präventionskampagnen

Handlungsbedarf besteht gemäss den Studienergebnissen bei den Präventionskampagnen. So gab nur gerade die Hälfte der Befragten an, eine solche Kampagne zu kennen. Und obwohl die Kampagnen zwar innerhalb der jeweiligen Zielgruppe wahrgenommen wurden, hat lediglich rund die Hälfte ihr Verhalten geändert. Die Erkenntnisse der Studie sollen nun helfen, die Kampagnen noch stärker auf die Zielgruppen auszurichten, um eine nachhaltige Verhaltensänderung zu erzielen.

Quelle: Aktuell (Medien) Kantonspolizei Bern – Kanton Bern

Vielleicht sollte man lieber mal einen Schritt zurückmachen und sich überlegen, ob es solche Kampagnen wirklich braucht …

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Sonntag, 4. September 2011

Liebe Investmentbanker, wie wäre es mal mit der Produktion von echtem Mehrwert?

We’d contend that the vast majority of small businesses and enterprises make their profits the old-fashioned way: they earn them! They don’t lie, cheat, steal, or deceive.

Quelle: Aaah, the French

The solution, of course, is not to borrow more money and give it to people to spend. That is not real wealth creation. It is just money shuffling. The solution is creating wealth by producing things of value that people want to buy. This does not include CDOs, RMBS, and synthetic ETFs.

Quelle: Distortions and Imbalances

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Samstag, 3. September 2011

Expertitis

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Medien selbstbewusster. Sie trauten ihren Redaktionen eine eigene Meinung, eine eigene Haltung zu. Die Turbulenzen rund um den Franken hätte ein erfahrener Wirtschaftsredaktor kommentiert und analysiert. Heute grassiert in den Medien aber die Unkultur der Expertitis: Zu allem und jedem werden Experten befragt. Offenbar ist es besonders ehrenvoll, wenn sich Professor X. und Fachmann Z. im eigenen Medium äussern, obwohl sie schlechter orientiert sind als der Ressortchef und in der Not nur zu Worthülsen und Klischees greifen.

Quelle: Stoppt die Experten | Medienspiegel.ch

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Sonntag, 19. Juni 2011

Enorm benachrichtigt, aber nicht richtig informiert

Und da wären wir beim Punkt: Wenn die Konsumenten irgendwann merken, dass sie zwar enorm benachrichtigt, aber doch nicht richtig informiert sind (eine Abwandlung von Peter Studers Fazit zur gegenwärtigen Medienlage), steigt vielleicht wieder die Chance einer «Tagesschau», eines gut recherchierten Inland-Artikels im «Tages-Anzeiger» und eines gescheiten Gastkommentars in der «NZZ».

Quelle: Die SDA für alle | Medienspiegel.ch

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Donnerstag, 9. Juni 2011

State of the Union: Silicon Valley Startups

I think it’ll be sweet to instantly share pictures with my friends in cool new ways.  But I know it’s not a huge problem for Henderson and Rebecca.  It’s just not an issue that affects them.  I’m concerned about how many of us are working on problems that just don’t matter all that much to the rest of the world.

Quelle: Meanwhile, just East of Silicon Valley, in Tupelo Mississippi… – humbledMBA

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Freitag, 15. Oktober 2010

Die Schweizer Nati auf Kurs zum EM-Meister

… logisch nicht:

Ob mit oder ohne ihn: Die Schweiz wird eh nie Europameister. Fliegt sie jetzt raus, erspart das uns peinliche 90 Minuten beim ersten EM-Spiel.

Quelle: arlesheimreloaded – Heulsuse Frei

In Mani Messmer habe ich bezüglich des schweizerischen Nationalfussballs einen bloggenden Bruder im Geiste gefunden.

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Donnerstag, 16. September 2010

Wieso Nokia nicht McDonalds ist

McDonald’s [...] doesn’t waste untold time and resources trying to invent filet mignon whole cloth.

Quelle: Nokia Is the McDonald\’s of Phones

Als ich mir im April 2000 mein erstes Mobiltelefon gekauft habe, war der Fall klar: Es musste ein Nokia sein. Als angehender Maturand natürlich nicht irgendeines, sondern das damals vom urbanen, eleganten Publikum so heiss verehrte Nokia 8210 mit roter Ummantelung. Darauf folgte ein Nokia 6210 (Mai 2001). Leider erwies sich das Gerät als qualitativ minderwertig, weshalb es bereits nach einem Jahr (September 2002) mit einem Nokia 6310 ersetzt werden musste — rückblickend das beste Pre-3G-Handy, das ich je besass. Es folgte ein Nokia 6021 (September 2005). Das letzte Nokia-Handy, das ich mir leisten wollte und konnte war das Nokia 6300 im Oktober 2007, vier Monate nach dem Verkaufsbeginn des ersten iPhones in den USA . Bereits damals war mir klar, dass das Nokia innert nützlicher Frist durch ein Apple-Handy ersetzt werden würde. Im Juli 2009 war es dann soweit: Auch für mich brach das 3G-Zeitalter an, zum Leidwesen vieler Facebook- und Twitter-Follower.

Wie sich die Zeiten doch ändern: Zwar habe ich mir Ende des letzten Jahres ein weiteres Mal ein Nokia-Handy geleistet: Ein Nokia 1208. Für meine Afrikareise. Denn meinem iPhone 3GS wollte ich die beschwerliche Reise nicht antun und mir es schlimmstenfalls noch stehlen lassen.

Fazit: Auch in meinem Leben hat sich der “Nobel”-Brand Nokia zum “Fast Food”-Brand degradiert. Verlierer bestraft das Leben — und wer die Autobahnausfahrt trotz guter Signalisation und Schneckentempo verpasst, hat kein Mitleid verdient.

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