Einen Raspberry Pi 3, der auf einem 22 Zoll-Bildschirm neben der Wohnungstüre hochkant ein Dashboard mit Zeitzonen, Abfahrten von Trams und Bussen, Temperaturen von Netatmo und Sense Peanut-Sensoren, Wetterprognosen, Twitter-Meldungen, Aktienkurse und Umrechnungskurse anzeigt (vor Jahren inspiriert durch einen Besuch bei Cyon in Basel).
Der Raspberry Pi ist (vermeintlich) günstig, benötigt aber ein Gehäuse und flinke SD-Karten. Immerhin läuft er mit dem Strom eines USB-Ports eines Bildschirms und hat mittlerweile Bluetooth und WLAN direkt eingebaut. Trotzdem ein Gefrickel, was die Installation und Konfiguration angeht. Mit nicht immer zeitnahem Software-Support. Wehe, wenn ein Software-Update fehlschlägt oder eine Fehlkonfiguration ausgerollt wird — viel Spass, die SD-Karte unter macOS zu mounten, die Konfigurationsdateien anzupassen, neu zu booten und das Spiel von vorne zu wiederholen, bis man den wirklich Schuldigen gefunden hat (der DAU an der Tastatur, meistens). Ausserdem ist die Hardware sehr schwachbrünstig (Chrome im Fullscreen lässt ihn fast austicken) und eignet sich nicht für jeden Einsatzzweck.
Andererseits einen Intel NUC, welcher primär Netzwerkaufgaben übernimmt: OpenVPN, DHCP, DNS und UniFi-Controller.
Performance-mässig nichts auszusetzen, aber auf Grund der Dimensionen nicht wartungsfreundlich. Und teuer, weshalb meistens Overkill für Standardaufgaben im heimischen Haushalt.
Mein Tipp: Wer die perfekte Hardware für einen Linux-Server sucht, halte nach älteren, gebrauchten Lenovo-Laptops Ausschau. Auf dem Gebrauchtmarkt kriegt man die Modelle X200, X201 und X220 (12 Zoll-Monitor) sowie T400 und T420 (14 Zoll-Monitor) zwischen 50 und 250 CHF.
Wieso ich auf diese Dinger schwöre?
x86 respektive x86_64 Prozessorarchitektur, auf welchem ein hundsnormales Linux ohne irgendwelche Handstände läuft
Ausgezeichneter Linux-Treibersupport — das neueste Debian ISO mit Etcher auf einen USB-Stick schreiben, Standardinstallation durschpielen, läuft (abgesehen von der leidigen Geschichte mit den WLAN-Treibern, aber solche Server betreibt man am Ethernet, nicht im WLAN).
Günstig
Man findet sie auf Ricardo, Tutti und Anibis wie Sand am Meer
Eingebaute Tastatur und Bildschirm — Debugging leichtgemacht (man wird nie einen Ersatzbildschirm und eine USB-Tastatur anschleppen müssen, wenn das Ding mal die Netzwerkverbindung verliert)
Stromsparend
Leise
Überhitzen nicht kaum
RAM und Festplatten lassen sich problemlos aufrüsten; entweder mit kleinen, flinken SATA SSDs oder aber mit fetten, aber etwas teureren Magnetplatten
Funktionieren zugeklappt und nehmen dann etwas mehr als die Fläche eines Papierstapels und die Höhe eines Buches (kein Tolstoi) ein
Haben die „USV“ (richtig geraten, die Laptop-Batterie) gleich eingebaut. Und wenn deren Kapazität wegen Memory-Effekten und dergleichen nachlässt: Günstig ersetzbar.
Docks findet man auf dem Gebrauchtmarkt auch viele (wobei ich immer noch nicht sicher bin, ob es besser ist, diese Dinger im oder ausserhalb des Docks zu betreiben)
Elon Musk und seine Spinnereien mag ich nicht. Er verkörpert für mich vieles, was in Silicon Valley falsch läuft, wobei Uber niemandem den Platz streitig machen kann.
Ein Physik-interessierter Zeitgenosse hat in einem halbstündigen YouTube-Video Musks „Achterbahn“ demontiert:
Die us-amerikanische Zeitschrift The Atlantic hat vor drei Tagen ein Video veröffentlicht, das einen Aufmarsch von amerikanischen Nazis im Februar 1939 am Madison Square Garden in New York zeigt:
Wer bisher meinte, dass die Amazon-Serie The Man in the High Castle (basierend auf Philip K. Dicks Roman) einem reinen Hirngespinst entstammt, wird mit diesem Originalfilmmaterial eines Besseren belehrt: Offenbar gab es lange vor der von Dick ausgedachten deutschen Invasion Nordamerikas Strömungen im Land, die dem Nationalsozialismus viel abgewinnen konnten.
Als ich das Video geschaut habe, standen mir die Haare zu Berge: „Das kann doch nicht real sein?!“ Da war alles präsent, was wir vom Filmmaterial aus Nazi-Deutschland kannten: Leute in Scharen, die Standarten und Flaggen, das Hakenkreuz, die Fahnenträger, die Uniformen, die Armbinden, der Hitlergruss, (kurios: anstelle von Hitler prangte ein überlebensgrosser George Washington hinter dem Redner), der Saalschutz, die Hitlerjugend.
Und das Beste: Ein Göring in Uniform als Redner, mit hörbarem deutschen Akzent, der Amerika über Alles preist. Was uns vielleicht auch einen Hinweis gibt, wer die feurigsten Anhänger der „Glaubensbrüder“ in Übersee waren: Deutsche Immigranten. Aber ich kann mich täuschen.
Normalerweise warte ich bei Major-Releases von iOS jeweils die Version X.0.1 ab, bevor ich meinen Gerätepark auf die neue Version des mobilen Betriebssystems „lüpfe“. Diese Woche hielt ich mich nicht an meine eiserne Regel — unter anderem, weil die Medienberichterstattung nicht von gravierenden Problemen berichtete. Ein Fehler, der aber auch nicht mit Abwarten auf X.0.1 Linderung gebracht hätte.
Leider kämpfe ich auf meinem iPhone SE (Kaufdatum: April 2016) mit folgenden permanenten oder sporadisch auftretenden Problemen:
Das Gerät ist spürbar langsamer als unter iOS 10 — sowohl das Betriebssystem selber als auch die Applikationen. Wenn ich Podcasts höre und dann Applikationen öffne oder bediene, höre regelmässig verzerrtes Audio, als würde die Podcast-Applikation mit der laufenden Applikation um Systemressourcen kämpfen. Mit der Haptik und der Reaktion fühlt sich das UI eher wie Android als iOS an. Furchtbar! Derzeit tippe ich Probleme mit dem Netzwerkstack (Bauchgefühl, kann ich nicht belegen).
Das Thumbnail für soeben gemachte Screenshots wird einige Male nach einem Reboot des Geräts angezeigt, dann nicht mehr. Nach einer Weile macht das Telefon nicht nur kein Geräusch, wenn ich den Bildschirm abfotografiere, sondern das Thumbnail zur Nachbearbeitung wird auch nicht mehr angezeigt. Das Photo selber landet aber anstandslos im Photoalbum. Dabei wäre dies eine der besten Produktivitätssteigerungen mit diesem iOS-Release.
Heute verschwand die Statusanzeige (Empfangsstärke 4G/WiFi, Uhrzeit, Batterieanzeige) ganz oben am Bildschirm, wenn der Homescreen und alle anderen Springboard-Screens angezeigt wurde. In den Applikationen selber wurde die Statusanzeige ohne Probleme angezeigt. Ein Neustart behob das Problem.
Mail.app hängt regelmässig, wenn ich meine Mails über IMAP und Gmail abrufe. Das Spinning-Icon dreht und dreht, ohne dass die Unified INBOX je aktualisiert wird. Ich muss dann jeweils Mail.app gewaltsam schliessen und neu starten, damit die neuen Mails heruntergeladen werden.
Vor einigen Tagen zeigte Waze nach dem Start nur einen schwarzen Bildschirm an. Ich konnte die App nicht starten.
Die Sonos-App zeigt nach der Ankunft Zuhause während mehreren Minuten den Splash-Screen an, und stürzt dann urplötzlich ab.
Es bleibt zu hoffen, dass Apple der Ursache des Problems auf der Spur ist und bald mit X.0.2 Abhilfe schafft.
PS: Das Problem beschränkt sich nicht nur auf mein iPhone SE — meine Frau klagt auch mit ihrem iPhone 6s ebenfalls über spürbare Performanceprobleme.
Am Freitag, dem 15. September 2017, beginnt unser einwöchiger Ausflug in die Toscana.
Höchste Zeit also, sich nach einer kostengünstigen Lösung umzusehen, um auch im Land der Pasta, Pizza und des Rotweins mit Mobilfunkdaten unterwegs zu sein.
Über Tutti habe ich mir dafür bereits einen Netgear AirCard 810 MiFi Hotspot geleistet. Auf unserer USA-Reise in der letzten Woche habe ich ihn zusammen mit einer Three UK SIM-Karte verwendet, von welcher ich mittlerweile – trotz der 12GB Roaming-Daten in Feel at home-Ländern — nicht mehr überzeugt bin (doch dazu in einem anderen Post mehr).
Zum Glück bietet die Swisscom mobile des Landes, die Telecom Italia Mobile, eine auf Touristen zugeschnittene Pre Paid SIM-Karte an: TIM for Visitors. 4 GB LTE-Daten, sowie 100 Sprachminuten in Italien und ins Ausland inklusive.
Da in Italien wie in der Schweiz die Registrierungspflicht von SIM-Karteninhabern herrscht, kann man sich online für 30 EUR (4 GB Daten würden bei Swisscom schlappe 100 CHF kosten — die Monopolrente lässt grüssen) leider nur einen Voucher kaufen, welcher dann in einem TIM-Shop in einer beliebigen italienischen Stadt gegen eine SIM-Karte eingelöst werden kann.
Letzte Woche habe ich in Kalifornien einer Bekannten geholfen, einige Netgear Arlo Pro Überwachungskameras ums Haus herum zu installieren, um einen Obstdieb dingfest zu machen.
Mangels einer ausreichenden Menge an Steckdosen und Original-Ladegeräten wollte ich die Kameras an meinem treuen Reisebegleiter, dem USB-Ladegerät Aukey PA-T15 Quick Charge 3.0 54W mit insgesamt fünf USB A-Ports, aufladen.
Klappt leider nicht. Die LED der Arlo Pro Kamera leuchtete Orange (in der dortigen Landessprache „Amber“) und die Batterie wurde nicht aufgeladen.
Wie sich mit einem nach wenig googlen gefundenem Knowledgebase-Artikel herausstellte, verfügt die Kamera zwar über einen üblichen USB-Anschluss, erwartet aber satte 9V Spannung:
Quick Charge technology only works if you use a compatible Quick Charge power adapter and power adapter cable. A regular 5V Micro USB cable does not have high enough voltage to fully charge your Arlo Pro Wire-Free camera […] You must use the 9V Arlo Pro power adapter and power adapter cable that came with your Arlo Pro system
Obwohl das Aukey-Ladegerät Quick Charge unterstützt, liefert es leider nur die üblichen 5V:
Quick Charge 3.0 – Charge compatible devices up to 4 times faster than conventional charging
Adaptively charges all 5V USB powered devices including Android and Apple devices at up to 2.4A
Mario Aeby, geboren am 25. September 1980 in Bern, Schweiz
Ein Weblog über IT (Linux, OSS, Apple), Heim-Automation; mein mittlerweile abgeschlossenes Geschichtsstudium; Erkenntnisse aus meiner aktuellen Tätigkeit in der Informationssicherheit, meine Erfahrungen als IT-Berater, IT-Auditor, Web-Developer und IT-Supporter; die Schweiz, den Kanton Bern, meine ursprüngliche und auch wieder aktuelle Wohngemeinde Neuenegg, meine vorherige Wohngemeinde Bern, über lokale, regionale und globale Politik; meine Reisetätigkeit und Erfahrungen mit anderen Kulturen; und zu Guter letzt auch das Älter werden.
Alle in diesem Blog gemachten Aussagen und Meinungen sind persönlich und nicht als Ansichten meines aktuellen und/oder meiner bisherigen Arbeitgeber zu verstehen.