Dienstag, 12. Oktober 2021

IPS-Triage? OK, aber bitte für alle!

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Dienstag, 12. Oktober 2021

Die Pravda … eh, der Blick, aus dem Hause Ringier zur selig machenden Zertifikatspflicht

Am 30. September 2021 titelte Blick, der verlängerte PR-Arm von Alain Berset und seinem Departement, auf Twitter:

Zertifikatspflicht brachte die Wende: Die vierte Welle ist gebrochen!

Die kritischen Geister da draussen wussten da aber schon längstens, dass sich die Fall- und Hospitalisationszahlen zum Zeitpunkt der Einführung der Zertifikatspflicht bereits seit Tagen im Sinkflug befanden.

Klickt man den Artikel heute an, sieht man, dass die Schlagzeile abgeschwächt wurde:

Zertifikatspflicht festigt die Wende: Die vierte Welle ist gebrochen!

Ich komme mir vor wie in der damaligen Sowjetunion, und empfinde das folgende Zitat als sehr zutreffend (fälschlicherweise Alexander Solschenizyn angedichtet, tatsächlich stammt die Aussage aber von Elena Gorokhova):

Wir wissen, sie lügen.
Sie wissen, sie lügen.
Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen.
Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen.
Und trotzdem lügen sie weiter.

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Labels: Gesundheit, Medien

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Dienstag, 12. Oktober 2021

Wann brach Corona in China wirklich aus?

Spannend:

Purchases of PCR tests in China’s Hubei Province [mit Provinzhauptstadt Wuhan, Anm. MA] surged months before the first official reports of a novel coronavirus case there […] About 67.4 million yuan […] was spent on PCR tests in Hubei during 2019, nearly double the 2018 total, with the upswing starting in May [2019], according to the report.

Satellite images from Wuhan hospital parking lots show a sharp increase in activity starting in August 2019, according to a study last year by researchers from Harvard and other institutions.

Ich war in der zweiten Hälfte 2019 zwei Mal stark erkältet (nicht aber, wie von vielen Corona-Erkrankten berichtet, mit der „schlimmsten“ Grippe ihres Lebens):

Das erste Mal um den 7. Oktober herum, kurz nachdem ich von einer USA-Reise nach Hause zurückgekehrt war und meine neue Stelle antrat. Anfangs September war ich in Japan, doch die Inkubationszeit von etwa 30 Tagen wäre deutlich zu hoch.

Und das zweite Mal am 31. Dezember, als wir von einer Reise nach Norwegen zurückgekehrt sind, wo wir viel Zeit in Bussen mit Touristen aus allen Herren Ländern verbrachten. Zu Beginn des Silvester-Abendessens war ich fit, innerhalb von wenigen Stunden war ich dann K.O.

Hatte ich mir damals bereits SARS-CoV-2 eingefangen?

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Sonntag, 10. Oktober 2021

Init7 Copper7 mit g.fast SFP

Am 15. Dezember 2021 um 16:34 starb unsere Internetverbindung, und bis jetzt konnte ich den g.fast SFP im Turris Omnia nicht mehr zum Laufen bringen. Momentan surfen wir über die AVM Fritz!Box 7582, welche ich für genau solche Fälle glücklicherweise im Archiv abgelegt hatte. Siehe den eigenständingen Blog-Artikel g.fast SFP in Turris Omnia debuggen (leider erfolglos)

Unser Umzug von der Stadt Bern in die Agglo (oder ist das hier schon „Land“?) hat sich gelohnt.

Der einzige Wermutstropfen aus IT-Sicht war, Fiber7 (1 Gbit/s symmetrisch; wenige Tage vor dem Umzug wurde der POP zudem fit gemacht für sagenhafte 25 GBit/s symmetrisch) hinter sich zu lassen und sich neu mit Copper7 g.fast (500 Mbit/s down, 100 Mbit/s up) begnügen zu müssen.

Bei der Umzugsmeldung an Init7 habe ich mir eine Fritz!Box 7582 mitbestellt, welche xDSL und g.fast kann.

Mein Plan war aber von vornherein, meinen Turris Omnia Router wenn irgendwie möglich auch hier weiterzubetreiben. Die Fritz!Box sollte nur für den Parallelbetrieb verwendet werden, und notfalls als Testgerät, falls ich mit dem Copper7-Support zu tun hätte und ich hätte sicherstellen müssen, dass ich mit einem offiziell unterstützen Gerät eine Verbindung aufbauen könnte.

Den Turris Omnia wollte ich aus folgenden Gründen weiterbetreiben: Nicht nur, weil der Router einfach besser geeignet für Nerds ist, sondern weil ich zu faul war, die voll funktionsfähige, jahrelang erprobte Konfiguration auf die Fritz!Box zu portieren.

Die einfachste Art, dies zu bewerkstelligen, den Fiber7-SFP (FlexOptix, ich habe darüber gebloggt) im Turris Omnia mit einem g.fast SFP zu ersetzen. Und dies gibt es auf dem Markt tatsächlich, es handelt sich aber um ein Nischenprodukt.

Hoffnung gab der Blog-Artikel Migrated to G.fast 500 Mbit DSL with Turris Omnia and SFP von Daniel Pocock, welcher genau das beschrieb, was ich vor hatte. Daniel gab mir freundlicherweise per Email noch Auskunft auf meine spezifischen Fragen. Top, und Danke!

Leider reagierte der von Daniel empfohlene Hersteller MVMTel auf mehrere meiner Anfragen (sowohl über das Web-Formular, als auch direkt per Email) nicht.

In der Schweiz machte ich zum Glück dann folgende zwei Anbieter von g.fast SFPs aus:

Ich bestellte die Ware bei Engitech, und am 1. Oktober 2021 war es so weit: Ich nahm den Fiber7-SFP aus dem Router raus, steckte den g.fast SFP rein, schloss das ADSL-Kabel an. Anschliessend musste ich das Protokoll des WAN-Interfaces (eth1, da SFP) noch von DHCP auf PPPoE umschalten und die von Copper7 per Email gesendeten Zugangsdaten eingeben (PAP/CHAP Username: INIT7.%benutzername%@downstream.ch, PAP/CHAP Password: siehe Datenblatt). Fertig. Nach wenigen Sekunden war der Router online.

Vorher:

Nachher:

Zwecks Troubleshooting noch dies: Der SFP verfügt über zwei LEDs, je auf einer Seite des SFPs. Wenn die Klemme des ADSL-Kabels nach unten zeigt, muss die rechte LED grün blinken („SGMII activity LED“), während die linke LED stetig orange (gelb?) leuchtet („MT5321 G.fast SFP link status“). Quelle

Sollte ich dereinst noch Zugriff auf ein Netzqualitäts- und Debug-Interface des Proscend SFPs finden, werde ich es hier posten. Hier ist die Fritz!Box meilenweit voraus:

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Mittwoch, 29. September 2021

UniFi Network App wird unter iOS 15 mit Spotlight nicht (mehr) gefunden

Scheint ein iOS 15-Problem zu sein: Wenn ich UniFi in der Spotlight-Suche eingebe, erscheinen massenhaft Einträge. Nur nicht die App selber.

Ich bin mit dem Problem nicht allein, und es ist auch schon anderen Leuten aufgefallen. Wenn ich doch nur wüsste, auf welchem Screen sich die App befindet …

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Mittwoch, 29. September 2021

Elgato Key Light Air wird von Control App unter iOS und macOS nicht mehr erkannt

Gestern fand die Elgato Control App unter iOS mein Elgato Key Light Air plötzlich nicht mehr im Netzwerk. Auch die nachträglich installierte Control App unter macOS Big Sur meldete kein Licht zur Steuerung.

Ich setzte das Licht mehrere Male zurück, und verband es mit Müh und Not wieder mit dem WLAN. Das alles half nichts.

Mysteriös: Mein DHCP-Server erteilte dem Licht eine statische IP, und ich konnte die Lampe von allen Geräten aus auch pingen. Doch die Control App sah die Lampe nicht; ich vermute, dass es ein Problem mit Apples Bonjour gab.

Einige Ansätze: UniFi AP-AC-PRO Not Crossing mDNS/Multicast/Broadcast between 2.4GHz and 5GHz Networks?, iTunes Remote Multicast / Bonjour 2.4/5GHz Radio Issue).

Das Schlimmste am Ganzen: Das Licht verfügt einzig über einen Ein- und Ausschalter. Das Licht selber kann man aber nur über die App steuern (Helligkeit, und Lichttemperatur).

Auch der Trick mit der manuellen Anpassung von Settings.xml (auch: Elgato Control Center Settings.xml) funktionierte nicht, weil sich unter macOS keine solche Datei findet. Immerhin fand ich das Einstellungsverzeichnis (~/Application Support/com.corsair.ControlCenter), und (jetzt erst beim Schreiben des Blog-Artikels) die Einstellungsdatei (~/Preferences/com.corsair.ControlCenter.plist)

Was genau das Problem verursacht hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber allenfalls hat ein mehrmaliger Reboot meiner UniFi-Access Points während der Debugging-Übung das Problem unbeabsichtigt gelöst.

Doch zu dem Zeitpunkt hatte ich mir auf Basis von Automating Elgato Key Lights From macOS Touch Bar bereits selbst geholfen. Folgende zwei Scripts lassen einen die Lampe einschalten und eigene Lichtwerte einstellen, sowie die Lampe ausschalten:

on.sh

#!/bin/bash

IP="1.2.3.4"

BRIGHTNESS="100" #max
TEMPERATURE="256" #max

if [ $# -gt 0 ]
then
    BRIGHTNESS="$1"
fi

if [ $# -gt 1 ]
then
    TEMPERATURE="$2"
fi

DATARAW="{\"lights\":[{\"brightness\":$BRIGHTNESS,\"temperature\":$TEMPERATURE,\"on\":1}],\"numberOfLights\":1}"

curl --location --request PUT "http://$IP:9123/elgato/lights" \
--header 'Content-Type: application/json' \
--data-raw "$DATARAW"
echo ""

exit 0

off.sh

#!/bin/bash

IP="1.2.3.4"

curl --location --request PUT "http://$IP:9123/elgato/lights" \
--header 'Content-Type: application/json' \
--data-raw '{"lights":[{"on":0}],"numberOfLights":1}'
echo ""

exit 0

Als nächstes würde es mich reizen, für den Geschäftslaptop diese Funktionalität auch gleich noch auf die Touchbar zu legen, wie im Artikel weiter unten beschrieben

Mittlerweile „sendet“ die Lampe (wieder) unter Bonjour. Discovery.app zeigt folgenden Eintrag an:

_elg._tcp. - 1 item
Elgato
elgato.local.
1.2.3.4:9123
[fe80::]:9123
mf=Elgato
dt=200
id=3C:6A:9D:00:00:00
md=Elgato Key Light Air 123456789
pv=1.0

Unter Linux mit installierten avahi-utils kann man vermutlich mit folgendem Befehl dieselbe Information extrahieren:

$ avahi-browse -a

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Mittwoch, 29. September 2021

Danfoss-Ventil wieder an den Radiator anbringen

Der Umzugstermin naht in Riesenschritten. Zeit, die smarte Netatmo-Radiatorsteuerung rückzubauen.

Die Netatmo-Ventile kriegt man relativ einfach vom Radiator weg. Doch dann gibt es Probleme, die auf dem Estrich zwischengelagerten Danfoss-Ventile wieder anzubringen. Irgendwie wollen sie sich einfach nicht über das runde Metallelement schieben lassen. Ein im Ventil drinnen herausstehendes Metallstück verhindert dies.

Die Zeit tickt, ich höre, wie sich der Radiator mit Warmwasser füllt.

Nach viel Kopfzerbrechen und Tüfteln dann die Lösung: Man greift mit je einer Hand die beiden Enden des Ventils, und dreht sie voneinander weg (als ob man ein nasses Frotteetuch ausdrehen möchte). Der Metallstift verschwindet, und das Ventil lässt sich problemlos anbringen.

Man beachte jetzt nur noch, dass die Einkerbungen auf dem Metallstück des Radiators mit den Ausbuchtungen auf dem Ventil übereinstimmen.

Geschafft!

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Mittwoch, 29. September 2021

Ein Base64-enkodiertes Zertifikat im Klartext ausgeben

Wer ein Zertifikat im folgenden Format angezeigt erhält …

-----BEGIN CERTIFICATE-----
MIIFsDCCBJigAwIBAgISBMA6IcCIbuwMyJ+i4d6Wv7mOMA0GCSqGSIb3DQEBCwUA
MDIxCzAJBgNVBAYTAlVTMRYwFAYDVQQKEw1MZXQncyBFbmNyeXB0MQswCQYDVQQD
EwJSMzAeFw0yMTA5MTcwNzQ3MjZaFw0yMTEyMTYwNzQ3MjVaMCAxHj...

… macht es folgendermassen lesbar (certificate-b64.crt mit dem Pfad zum zwischengespeicherten Zertifikat ersetzen):

$ openssl x509 -in certificate-b64.crt -text -noout

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Mittwoch, 29. September 2021

New York: Ungeimpfte Pfleger weg, National Guard übernimmt

… währenddessen uns in der Schweiz eingetrichtert wird, dass man Pflegepersonal (insbesondere IPS-Personal) nicht aus dem Boden stampfen könne und dies der limitierende Faktor für die Erhöhung der Intensivbetten sei.

Eine Seite lügt, aber welche?

Dann schauen wir mal, wie sich der Staat New York mit Reservisten am Krankenbett so schlägt.

Und wer weiss, vielleicht kommen auf diesem Weg ja sogar entlassene Pfleger über die Hintertür wieder rein.

Nachtrag

(unverifiziert) Es wird immer kurioser: Eine Twitter-Benutzerin behauptet, dass die National Guard des Staates New York bis Juni 2022 von der Impfpflicht befreit ist:

Dies wird durch den Artikel COVID News: US military branches set vaccination deadlines von ABC bestätigt. Aber: Hochul won’t let unvaccinated National Guard members fill nursing gap despite deadline.

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Labels: Gesundheit, USA

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Mittwoch, 22. September 2021

Apple produziert Dinge, die (vorerst) niemand will

“What makes the iPhone and perhaps Apple special is that it seems to deliver things that nobody asks for but then everybody wants while eschewing overshooting a performance dimension that a few demand but most won’t use.”

Quelle: The Most Important iPhone Ever

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Labels: Arbeit

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